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[JOHN SINCLAIR] Das Rollenspiel
grasi:
--- Zitat ---Und kann man Teenagern heute wirklich noch mit John Sinclair kommen?
--- Ende Zitat ---
Ich befürchte eher nicht. Ich denke, dass die Zielgruppe eher die Mitdreissiger sind (wie ich), die als Kind/Jugendliche die Hefte und die Kassetten konsumiert haben. Es wird also primär ein Rollenspiel für Rollenspieler sein. Die einzige Hoffnung, die ich hege, ist dass durch die Vetriebsmöglichkeiten von Bastei vielleicht der eine oder andere Nicht-Rollenspielende-JS-Fan gefallen an unserem Hobby findet.
Immerhin würde sich mal wieder ein Rollenspiel außerhalb der normalen szeneninternen Vetriebswege bewegen.
--- Zitat ---Was das Wirken über Rollo-Kreise hinaus angeht, ist ja das Problem von Rollenspielen nicht, wie die Aufmachung ist oder wie zugänglich die Regeln sind oder ob eine bekannte Linzenz dahinter steht, sondern dass sie halt Rollenspiele sind. Und insofern wird es da auch mit JS nix werden.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist dann wiederrum ein Image-Problem, dass wir Rollenspieler haben, wobei man mit einem gut gemachten JS Rollenspiel dieses Fantasy-Klischée schon durchbrechen könnte. So zumindest meine Hoffnung und die stirbt ja bekanntlich zuletzt.
--- Zitat ---Nah, nicht viel mehr. Ich bin der Meinung, dass man mit einem dedizierten System, dass auf die Stil-Besonderheiten eines John Sinclair-RPGs zugeschnitten ist, besser fährt als mit einen System, dass man mehr oder weniger gut/schlecht zurecht biegen kann.
--- Ende Zitat ---
Savage World ist und bleibt ein System, dass auf die Nutzung von Figuren basiert. Das wäre imho nicht das Richtige für ein JS-System. Ein JS-System muss leicht zugänglich sein und muss vor allem die Actionlastigkeit der Serie simulieren. Es ist schon ein Drahtseilakt ein Regelsystem zu entwerfen, das einerseits Einsteigerfreundlich ist, auf der anderen Seite aber auch der bestehenden Rollenspielerschaft genug Tiefe bietet. Meiner Bescheidenen Meinung nach täte man gut daran, sich an dem alten DSA Prinzip zu halten, nämlich erst ein ausbaufähiges Basissystem zu entwerfen, so dass man auch Nicht-RPGler anfixen kann, um dann nach und nach durch Ausbausets dem Spiel mehr Tiefe zu verleihen.
Aber das ist natürlich auch immer einer Frage der Zielsetzung. Mich würde mal interessieren, ob man mit dem JS-Rollenspiel eher Spielanfänger oder alte Hasen ansprechen möchte. Mit einem System beide anzusprechen, finde ich ein gewagtes Unterfangen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass RATTEN! schon oftmals dazu gedient hat, Leute ans Hobby ranzuführen, sich aber gestandene Rollenspieler durch das einfache System unterfordert und in ihren Möglichkeiten beschränkt fühlen.
Wird man eigentlich auch den Illustrator der Heft/CD-Cover für das Spiel gewinnen können?
Gaukelmeister:
Vielleicht wird hier ja noch einmal etwas zur Zielgruppe gesagt. Aber wenn es primär darum geht, erfahrene Rollenspieler anzusprechen, dann sollte man schleunigst von solchen Dingen wie "Spielbuchcharakter" wegkommen. Das klingt für mich stark danach, dass man Noobs langsam vom Heftchen Lesen übers Spielebuch Spielen hin zum Rollenspielen lotsen möchte.
grasi:
--- Zitat ---Das klingt für mich stark danach, dass man Noobs langsam vom Heftchen Lesen übers Spielebuch Spielen hin zum Rollenspielen lotsen möchte.
--- Ende Zitat ---
Ist an sich keine schlechte Sache. So bin bin vor gefühlten Jahrtausenden zum Rollenspiel gekommen. :)
Boba Fett:
...was Grasi sagt. :)
ausser:
--- Zitat von: grasi am 8.05.2009 | 10:11 ---Savage World ist und bleibt ein System, dass auf die Nutzung von Figuren basiert. Das wäre imho nicht das Richtige für ein JS-System. Ein JS-System muss leicht zugänglich sein und muss vor allem die Actionlastigkeit der Serie simulieren.
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich stimme ich dem zu.
Allerdings kann man leicht SW so schreiben, dass das Miniaturengeschubbse rausfliegt.
Und dann ist es ein leichtes, schnelles Actionreiches Spiel, das Anfängergeignet ist, aber auch den nächsten Schritt erlaubt - nämlich sich Savage Worlds anzugucken und damit was anderes zu spielen ohne sich gleich völlig andere Mechaniken aneignen zu müssen.
Demenstprechend würde ich ein John Sinclair machen, was auf einem 'abgespeckten' Savage Worlds basiert.
Boba Fett:
--- Zitat von: Gaukelmeister am 8.05.2009 | 10:27 ---Das klingt für mich stark danach, dass man Noobs langsam vom Heftchen Lesen übers Spielebuch Spielen hin zum Rollenspielen lotsen möchte.
--- Ende Zitat ---
Imho ist das die einzige Taktik, noch frisches Blut und echten Zuwachs in die Kreise der Rollenspieler zu bekommen.
Wobei man das auch mit Spielumsetzungen von anderen Medien machen kann (zB Gesellschafts- oder Kartenspielen).
Mit Adaptionen der neuesten TV Serie oder des nächsten PC Spiels lockt man jedenfalls niemand mehr vom Ofen hervor,
weil das Konsumentenclientel einfach keine potentielle Rollenspieler sind.
Potential haben aber Menschen die gerne in Ihrer Freizeit Lesen und / oder Spielen.
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