Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
MadMaex:
--- Zitat von: Adrian am 3.07.2009 | 15:29 ---Hmm, bei der Aussage bin ich etwas ... verstimmt.
Wenn die Gruppe also eine andere Meinung hat was die Entstehung des Spielspaßes angeht als du, stimmt was mit der Gruppe nicht?
--- Ende Zitat ---
Sorry, das hab ich vorher auf der Arbeit noch schnell hingeschrieben, daher war der Nachtrag vielleicht nicht ganz eindeutig.
Es geht mir darum, dass, wenn eine Gruppe mehrheitlich beschließt, dass ein anderer Spieler keinen Spielspaß haben darf (und das war in meinem Beispiel von oben der Fall*), dann stimmt etwas nicht. Das hat auch nichts damit zu tun, andere Meinungen nicht zu akzeptieren, aber wenn man sich bei so einem Fall nicht gütlich einigen kann, dann passt es einfach nicht zusammen.
Im Zweifelsfall müssen eben Kompromisse gemacht werden, von beiden Seiten, da kann man sicher keine Pauschalplätzchen verteilen. Wenn ein Spieler sich von so einem Charakterwechsel benachteiligt fühlt, dann muss man dem natürlich auch auf den Grund gehen.
* meine Frau spielte eine Magierin, hatte aber überhaupt keine Lust auf Magie. Sie kannte das Magiesystem vorher noch nicht und kam dann einfach nicht damit zurecht, daher stellte sich bei ihr auch kaum Spaß am Spiel ein
Adrian:
@madMaex
Kein Problem - Argument verstanden und akzeptiert :)
Das mit dem Lust-Thema kam bei uns auch das ein oder andere mal vor. Dann wurde auch gerne mal ne andere Runde gespielt, also andere Chars, gleiche Spieler. Und somit quasi die Hintergrundgeschichte des neuen "ausgespielt". Wenn beim nächsten mal die Kampange weiter gespielt wurde hatte der Char schon ein entsprechendes Powerlevel um mitzuhalten oder wenigstens nicht sofort bei der ersten Begegnung zu sterben.
Mal zum Hintergrund:
Insgesamt waren wir damals (jaja, die Verklärung) um die 20 AD&D Spieler, davon ca. 10 die sich auch mehr oder weniger häufig an der Spielleitung versucht hatten. Gespielt wurde auch 3-4x pro Woche! (Wir waren noch Schüler ...)
Ich hab im Schrank noch ne Mappe mit min. 30 Chars der unterschiedlichsten Stufen.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Der Oger am 3.07.2009 | 16:01 ---Der Oger glaubt mittlerweile auch, das es gegenüber den anderen Spielern unfair wäre, neue Charaktere NICHT auf der ersten Stufe anfangen zu lassen. Schließlich haben die (hoffentlich) hart für ihre derzeitige Stufe gearbeitet, und eine solche Vergabe von EP würde die Leistung, das erreichte, irgendwie entwerten.
--- Ende Zitat ---
Hoffentlich haben deine Spieler das nicht als harte Arbeit empfunden, sondern hatten Spaß dabei.
Wenn deine Spieler das RPG nicht als Spiel, sondern als harte Arbeit begreifen, würde ich mir Gedanken machen.
Und die Leistung wird doch durch die Stufenwahl nicht entwertet. Entwertet wird die Leistung höchstens dadurch, dass mans ie nurnoch als Zahl wahrnimmt. Den Wert bekommt die Leistung doch durch die gemeinsame Erinnerung, an das Schulterklopfen der Mitspieler etc.
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 16:34 ---Hoffentlich haben deine Spieler das nicht als harte Arbeit empfunden, sondern hatten Spaß dabei.
Wenn deine Spieler das RPG nicht als Spiel, sondern als harte Arbeit begreifen, würde ich mir Gedanken machen.
Und die Leistung wird doch durch die Stufenwahl nicht entwertet. Entwertet wird die Leistung höchstens dadurch, dass mans ie nurnoch als Zahl wahrnimmt. Den Wert bekommt die Leistung doch durch die gemeinsame Erinnerung, an das Schulterklopfen der Mitspieler etc.
--- Ende Zitat ---
Sie haben es als Abenteuer empfunden. Sie haben es als Möglichkeit empfunden, sich eigene Ziele zusetzen, diese zu verfolgen, zu erreichen oder dabei drauf zu gehen ( die Charaktere, meine ich). Man "wählt" eine Stufe nicht, man erreicht sie. Alles andere ist ein grobes Mißverständnis. Jeder, der das Erreichen von Stufen für eine Selbstverständlichkeit hält, hat D&D nicht verstanden.
--- Zitat von: Sashael am 3.07.2009 | 16:11 ---In D&D ist ein SC mit einem solchen Levelunterschied nur leider nicht überlebensfähig.
Barbar mit KO 16 hat auf Lvl 1: 15 HP
Feuerball auf Stufe 10 macht 10-60 Schaden, halbiert 5-30 Punkte bei erfolgreichem Save.
Macht im Schnitt 35 Punkte bzw. 18 Punkte Schaden.
15-35= -20 macht im Schnitt tot.
15-18= -3 macht im Schnitt kampfunfähig und sterbend, WENN er den Save schafft.
Bei allen anderen Klassen sieht es logischerweise noch übler aus.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn Statistik die einzige Herangehensweise an Rollenspiel ist, dann gute Nacht.
Was ist mit Vorbereitung, Wagemut, Vorsicht, Taktik, Strategie, alternative Herangehensweisen, Teamwork und Glück? Reden wir über das selbe Spiel?
--- Zitat von: Sashael am 3.07.2009 | 16:11 ---Und jeder pöse Pursche(tm) wäre ziemlich blöd, wenn er sich die Gelegenheit entgehen lassen würde, die echten Helden zu treffen und ihre Minions instant auszuschalten. Also überlebt ein Lvl 1 SC nur durch SL Willkür.
--- Ende Zitat ---
Nicht jeder Böse Bursche ist ein Magier mit Feuerbällen, und eine 8te Stufe - Gruppe sollte wenigstens eine Option haben, diesen am Wirken zu hindern. Die "Echten Helden", also die höherstufigen, sind vermutlich die Primärziele eines intelligenten Feindes, und es gibt durchaus die Möglichkeit, die einen von den anderen zu unterscheiden. Ein niedrigstufiger Kämpfer bewegt sich langsamer und weniger elegant als ein hochstufiger. Ein Magier wirkt schwächere Zaubersprüche. Schwächere SC sind in der Regel noch nicht mit magischen Gegenständen ausgestattet, also kann ein Wesen mit der Fähigkeit, Magie zu entdecken, Feinde nach der Weihnachtsbaum - Diagnostik - Methode ausschließen.
Und dann gibt es immer noch die Frage, wie ein Charakter sich positioniert und wie er von den anderen Verbündeten der Gruppe vom ärgsten beschützt wird.
Meiner eigenen Erfahrung nach kommt es immer dann zu erstaunlichen Spielerleistungen, wenn die Gruppe für diese erkennbar der Underdog ist.
--- Zitat von: Sashael am 3.07.2009 | 16:11 ---Und zum Oger:
Und was ist mit dem Spieler, dessen Char gerade durch DICH abgekratzt ist? Hat der sich seinen Char nicht hart auf die damalige Stufe erarbeitet?
Das Argument ist leider nicht durchdacht, denn es bestraft Spieler, die Würfelpech hatten doppelt.
--- Ende Zitat ---
Ich bin als Spielleiter nicht in der Verantwortung, dafür zu sorgen, das ein Charakter überlebt. Dies ist die Aufgabe der Spieler. Der Tod eines Charakters ist keine Strafe, sondern in der Regel eine Konsequenz aus Unglück, falschen Entscheidungen, mangelndem Teamwork und fehlendem Kampfgeist, und nicht der Wille des Spielleiters. Jeder, der anderes behauptet, hat D&D nicht verstanden.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Der Oger am 3.07.2009 | 18:07 ---Sie haben es als Abenteuer empfunden. Sie haben es als Möglichkeit empfunden, sich eigene Ziele zusetzen, diese zu verfolgen, zu erreichen oder dabei drauf zu gehen ( die Charaktere, meine ich).
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist bei uns genau so. - Aber wieso kann man das nicht auf Stufe 10 machen? (Und wieso siehst du das als "harte Arbeit" an? Für mich ist das Spaß.)
--- Zitat ---Man "wählt" eine Stufe nicht, man erreicht sie.
--- Ende Zitat ---
Warum?
Letztendlich ist doch "Stufe 1" vollkommen willkürlich vom Regelautoren festgelegt worden.
Das, was bei DSA 4 zum Beispiel Stufe 1 ist, galt bei DSA 3 bereits als Stufe 3.
Und der gleiche Char bei Degenesis wäre bereits sehr hochstufig.
Andererseits kann es ein hochstufiger DSA-Magier nichtmal mit einem Stufe-1-Ars-Magica-Charakter aufnehmen.
Was hochstufig und was niedrigstufig ist, ist vollkommen willkürlich vom Regelautoren gewählt worden. - Das merkt man am besten, wenn man verschiedene Systeme vergleicht.
Aber davon abgesehen: Was spricht dagegen, eine Stufe zu "wählen"? Warum muss man sie "erreichen"?
--- Zitat ---Ja, wenn Statistik die einzige Herangehensweise an Rollenspiel ist, dann gute Nacht.
Was ist mit Vorbereitung, Wagemut, Vorsicht, Taktik, Strategie, alternative Herangehensweisen, Teamwork und Glück? Reden wir über das selbe Spiel?
--- Ende Zitat ---
Klar. Aber du solltest bitte nicht vergessen, dass der Gegner auch über Vorbereitung, Wagemut, Taktik, Strategie, Teamwork und manchmal sogar über Glück verfügt.
(Und wenn der Gegner nicht über Vorbereitung, Taktik, Strategie und Teamwork verfügt, habt ihr entweder einen taktisch unbegabten SL oder der SL lässt euch freiwillig gewinnen.)
--- Zitat ---Die "Echten Helden", also die höherstufigen, sind vermutlich die Primärziele eines intelligenten Feindes, und es gibt durchaus die Möglichkeit, die einen von den anderen zu unterscheiden.
--- Ende Zitat ---
Gegenfrage:
Du kämpfst gegen einen Encounter. Im Encounter sind einige hochstufige NSCs und einige niedrigstufige NSCs. - Wen machst du zuerst platt?
--- Zitat ---Ich bin als Spielleiter nicht in der Verantwortung, dafür zu sorgen, das ein Charakter überlebt. Dies ist die Aufgabe der Spieler. Der Tod eines Charakters ist keine Strafe, sondern in der Regel eine Konsequenz aus Unglück, falschen Entscheidungen, mangelndem Teamwork und fehlendem Kampfgeist, und nicht der Wille des Spielleiters. Jeder, der anderes behauptet, hat D&D nicht verstanden.
--- Ende Zitat ---
Niemand hat behauptet, dass der Tod eine Strafe ist. - Aber der Zwang, nach dem Tod wieder auf niedriger Stufe anfangen zu müssen, ist eine Strafe.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln