Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---Ja, das ist bei uns genau so. - Aber wieso kann man das nicht auf Stufe 10 machen? (Und wieso siehst du das als "harte Arbeit" an? Für mich ist das Spaß.)
Warum?
--- Ende Zitat ---
Oger hat nie von Harter Arbeit gesprochen, das hast Du mir in die Feder gelegt. Sondern von Abenteuer.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---
Letztendlich ist doch "Stufe 1" vollkommen willkürlich vom Regelautoren festgelegt worden.
Das, was bei DSA 4 zum Beispiel Stufe 1 ist, galt bei DSA 3 bereits als Stufe 3.
Und der gleiche Char bei Degenesis wäre bereits sehr hochstufig.
Andererseits kann es ein hochstufiger DSA-Magier nichtmal mit einem Stufe-1-Ars-Magica-Charakter aufnehmen.
Was hochstufig und was niedrigstufig ist, ist vollkommen willkürlich vom Regelautoren gewählt worden. - Das merkt man am besten, wenn man verschiedene Systeme vergleicht.
--- Ende Zitat ---
Oger sieht keinen geistigen Wert in der Diskussion über verschiedene Systeme. Thema ist D&D.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---Aber davon abgesehen: Was spricht dagegen, eine Stufe zu "wählen"? Warum muss man sie "erreichen"?
--- Ende Zitat ---
Warum muß man überhaupt irgendetwas erreichen? Warum sage ich nicht zu Beginn einer Sitzung als SL, "Herzlichen Glückwunsch, ihr habt soeben die 20te Stufe erreicht, die Kampagne ist vorbei, wo ist meine Pizza?"
Der Oger sagt, wenn der Eulenspiegel eine solche Frage stellt, hat er D&D nicht verstanden.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---
Klar. Aber du solltest bitte nicht vergessen, dass der Gegner auch über Vorbereitung, Wagemut, Taktik, Strategie, Teamwork und manchmal sogar über Glück verfügt.
--- Ende Zitat ---
Es sei denn, es handelt sich um einen überraschten, desorganisierten, dummen, demoralisierten Gegner. Solche werden dementsprechend gespielt.
Ein intelligenter Gegner darf dann eben auch mal taktisch klug, mit Vorbereitung und Glück vorgehen. Wenn er gewinnt, dann gewinnt er eben.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---Gegenfrage:
Du kämpfst gegen einen Encounter. Im Encounter sind einige hochstufige NSCs und einige niedrigstufige NSCs. - Wen machst du zuerst platt?
--- Ende Zitat ---
Gegen - Gegen -Frage: laufen alle "Encounter" bei Dir nach dem selben Schema ab? Endet jedes "Encounter" bei dir im Kampf?
Genauso, wie ich als SL nicht dazu da bin, Spielern den Hintern zu retten, sollten sie es vergeigen, bin ich nicht dazu da, sie auf Teufel Komm Raus umzubringen.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.07.2009 | 18:46 ---Niemand hat behauptet, dass der Tod eine Strafe ist. - Aber der Zwang, nach dem Tod wieder auf niedriger Stufe anfangen zu müssen, ist eine Strafe.
--- Ende Zitat ---
Doch. Sashael, der den Tod alleine auf Würfelpech zurückführt. Das Anfangen auf einer niedrigeren Stufe ist jedoch eine KONSEQUENZ. (Und ich führe die Option der Wiederbelebung eines Charakters an.) Und ich sage weiterhin, das es eine Entwertung der Fähigkeiten und des Glücks der anderen Spieler ist, ihre Charaktere überleben zu lassen.
sir_paul:
--- Zitat von: Der Oger am 3.07.2009 | 19:40 ---Und ich sage weiterhin, das es eine Entwertung der Fähigkeiten und des Glücks der anderen Spieler ist, ihre Charaktere überleben zu lassen.
--- Ende Zitat ---
OK, deine Meinung, kann ich nachvollziehen aber nicht verstehen. ;)
Eine Gruppe hat gemeinschaftlich Stufe 12 erreicht, alle Spieler haben sich ihre EP redlich verdient! Es kommt zu einem Kampf gegen den Hauptgegener. Durch taktische Fehlentscheidungen der Gruppe (als Gemeinschaft) steht der Trupp kurz vor einem TPK! Ein Spieler entschließt sich seinen Charakter den Heldentod sterben zu lassen um den Rest der Truppe zu retten.
Ich finde es entwerted die Fähigkeiten und das Glück dieses Spielers bis zu Grad 12 zu kommen, des weiteren seine Bereitschaft sich für Fehler der Gruppe aufzuopfern wenn gerade diesem Spieler seine erspielten EP gestohlen werden damit er auf Stufe 1 wieder anfangen kann.
Nur meine Meinung.
Gruß
sir_paul
Feuersänger:
--- Zitat von: Der Oger am 3.07.2009 | 19:40 ---Oger hat nie von Harter Arbeit gesprochen, das hast Du mir in die Feder gelegt. Sondern von Abenteuer
--- Ende Zitat ---
Ähem!
--- Zitat von: Der Oger am 3.07.2009 | 16:01 ---Schließlich haben die (hoffentlich) hart für ihre derzeitige Stufe gearbeitet,
--- Ende Zitat ---
Nix da in die Feder gelegt. O-Ton.
Retronekromant:
--- Zitat ---Jeder, der das Erreichen von Stufen für eine Selbstverständlichkeit hält, hat D&D nicht verstanden.
--- Ende Zitat ---
Selbstverständlichkeit ? Natürlich nicht. Balance und angemessene (!) (= eine halbe bis zwei Stufen Verlust und 20% weniger Ausrüstung als per Default) Nachteile bei Charaktertod oder -wechsel ? Auf jeden Fall.
Aber auch hier bleibe ich flexibel und passe mich den Bedürfnissen meiner Spieler an. Wollen die Spieler Nervenkitzel ? Kein Problem, dann gibt es eben höhere Risiken beim Tod. (Aber unter ein halbes Level bzw. über drei Level verlieren würde ich aus bereits genannten Gründen (Beliebigkeit bzw. Balance) dann auch wieder nicht gehen.)
Nein, du hast D&D nicht verstanden, würde ich sagen. Oder aber du konstruierst dir dein eigenes D&D, auch okay. Aber "das" D&D (3) (wenn es sowas gibt) verfehlst du mit so einer Ansicht nunmal meilenweit. Siehe DMG. Selbst im AD&D Spielleiterhandbuch wurde empfohlen bei fortgeschrittener Kampagne niemanden mehrere Stufen unter dem Gruppenniedrigsten einsteigen zu lassen.
Und auch hier steht Spaß im Vordergrund. Wenn ich Lust habe episch zu spielen, aber wir gerade keine Kampagne am laufen haben dann werden epische Chars gebastelt und wir spielen episch.
Wenn ich Lust habe auf Grünschnabel-Dorfbefreien mit Stufe 0 Chars, dann erstellen wir solche und retten die Bauern.
Wichtig ist, dass das Team integer ist und keine zu großen Lücken klaffen, und genau das entspricht "dem" D&D (wenn es sowas gibt)
Du fragst, wo die Herausforderungen bei frisch erstellen Stufe 20 Chars ist ? Na ganz einfach, vielleicht Stufe 30 zu erreichen ? Einen Gott zu töten ? Es gibt immer etwas, worauf man hinspielen kann.
Bzgl. Bestrafen und Belohnen: Wenn ich merke, dass ein Spieler arg unzuverlässig ist, disruptiv oder einfach keine Lust hat, dann werde ich mit ihm sprechen, ihn fragen, was ihn stört, ihn ggf. verwarnen und im Extremfall der Gruppe verweisen. Aber niemals würde ich ihn ingame belohnen oder bestrafen. Das ist doch hirnrissig...
Als Belohnungssystem für schönes Rollenspiel oder klevere Ideen haben sich bei uns Actionpoints bewährt.
Sashael:
Oger, ich weiß nicht, von welchem Spiel du redest, ich rede von D&D und da sind Lvl 1 Chars in einem Lvl 10 Encounter a) nutzlos und b) selbst als Sekundär- oder Tertiärziele eines Gegners, der mehrere Feinde angreifen kann, einfach nur tot. Tot, wie "Du bist tot, mach dir einen neuen Char!". Jedes Überleben eines Lvl 1 Chars in einem solchen Encounter ist nur durch massive Manipulation seitens des SL zu erreichen. Statistik hat, wie du richtig angedeutet hast, mit Rollenspiel an sich nichts zu tun. Aber selbst die beste Planung verhindert nicht, dass ein SC in einem Kampf irgendwann mal getroffen wird. Und dann sagt die Wahrscheinlichkeit (die im Übrigen nicht dasselbe ist wie Statistik), dass es einen SC weniger geben wird. Das erst mal zu dem Kommentar, dass Statistik mein einziger Ansatz ans Rollenspiel ist. Der war nämlich unter der Gürtellinie.
Und gerade in D&D auf den höheren Stufen gibt es Save-or-Die-Effekte. Super, ein einziger verkackter Würfelwurf und man muss wieder ganz von vorn anfangen? Daran sterben meiner Erfahrung nach SCs in D&D 3.5 häufiger als an fehlendem Kampfgeist (was für eine blöde Formulierung für ein Würfelspiel), falschen Entscheidungen und mangelndem Teamplay. Und dieses sowieso schon blöde Würfelpech wirfst du dem Spieler dann auch noch vor? Das muss ich mißverstanden haben. Bitte klär mich auf, das glaube ich nämlich nicht.
Und noch die Gegen-Gegen-Gegen-Frage: WENN es zu einem Kampfencounter kommt, WEN machst DU zuerst platt? Die dicken Brocken oder das Kroppzeug?
Das mit der Entwertung sehen wir beide anscheinend anders. Ich weigere mich nämlich, die Leistung des Spielers zu verkennen, dessen Charakter gerade ins Gras gebissen hat. Wenn drei im Sterben liegen und zwei irgendwann von allein den Stabilisierungswurf schaffen und der Dritte leider stirbt, WAS haben die beiden anderen dann mehr geleistet als der Tote? Den Zusammenhang zwischen "Leistung" als Spieler und dem Tod eines SCs raff ich hier nicht so ganz.
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