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D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Feuersänger am 3.07.2009 | 20:05 ---Ähem!
Nix da in die Feder gelegt. O-Ton.
--- Ende Zitat ---
Gut, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Gemeint war "hart erkämpft".
--- Zitat von: WorldEater am 3.07.2009 | 20:08 ---Selbstverständlichkeit ? Natürlich nicht. Balance und angemessene (!) (= eine halbe bis zwei Stufen Verlust und 20% weniger Ausrüstung als per Default) Nachteile bei Charaktertod oder -wechsel ? Auf jeden Fall.
Aber auch hier bleibe ich flexibel und passe mich den Bedürfnissen meiner Spieler an. Wollen die Spieler Nervenkitzel ? Kein Problem, dann gibt es eben höhere Risiken beim Tod. (Aber unter ein halbes Level bzw. über drei Level verlieren würde ich aus bereits genannten Gründen (Beliebigkeit bzw. Balance) dann auch wieder nicht gehen.)
Nein, du hast D&D nicht verstanden, würde ich sagen. Oder aber du konstruierst dir dein eigenes D&D, auch okay. Aber "das" D&D (3) (wenn es sowas gibt) verfehlst du mit so einer Ansicht nunmal meilenweit. Siehe DMG. Selbst im AD&D Spielleiterhandbuch wurde empfohlen bei fortgeschrittener Kampagne niemanden mehrere Stufen unter dem Gruppenniedrigsten einsteigen zu lassen.
Und auch hier steht Spaß im Vordergrund. Wenn ich Lust habe episch zu spielen, aber wir gerade keine Kampagne am laufen haben dann werden epische Chars gebastelt und wir spielen episch.
Wenn ich Lust habe auf Grünschnabel-Dorfbefreien mit Stufe 0 Chars, dann erstellen wir solche und retten die Bauern.
Wichtig ist, dass das Team integer ist und keine zu großen Lücken klaffen, und genau das entspricht "dem" D&D (wenn es sowas gibt)
Du fragst, wo die Herausforderungen bei frisch erstellen Stufe 20 Chars ist ? Na ganz einfach, vielleicht Stufe 30 zu erreichen ? Einen Gott zu töten ? Es gibt immer etwas, worauf man hinspielen kann.
Bzgl. Bestrafen und Belohnen: Wenn ich merke, dass ein Spieler arg unzuverlässig ist, disruptiv oder einfach keine Lust hat, dann werde ich mit ihm sprechen, ihn fragen, was ihn stört, ihn ggf. verwarnen und im Extremfall der Gruppe verweisen. Aber niemals würde ich ihn ingame belohnen oder bestrafen. Das ist doch hirnrissig...
Als Belohnungssystem für schönes Rollenspiel oder klevere Ideen haben sich bei uns Actionpoints bewährt.
--- Ende Zitat ---
Ähm, Ogers bisheriges Verständnis von D&D war, das man Erfahrungspunkte, Gold, weltliche und kirchliche Ämter, Zaubersprüche, magische Gegenstände und schlicht und einfach das Überleben als Belohnung erhält. Ist das zu banal für den deinen Geschmack?
Was sind Klaffende Lücken in einer Gruppe? Ist eine Gruppe, die nicht eine bestimmte Auswahl an Klassen, Rassen, Gesinnungen aufweist, nicht wert, das man sie leitet? Darf es keine internen Konflikte in einer Gruppe geben, weil dies nicht "integer" wäre?
--- Zitat von: Sashael am 3.07.2009 | 20:22 ---Oger, ich weiß nicht, von welchem Spiel du redest, ich rede von D&D und da sind Lvl 1 Chars in einem Lvl 10 Encounter a) nutzlos und b) selbst als Sekundär- oder Tertiärziele eines Gegners, der mehrere Feinde angreifen kann, einfach nur tot. Tot, wie "Du bist tot, mach dir einen neuen Char!". Jedes Überleben eines Lvl 1 Chars in einem solchen Encounter ist nur durch massive Manipulation seitens des SL zu erreichen. Statistik hat, wie du richtig angedeutet hast, mit Rollenspiel an sich nichts zu tun. Aber selbst die beste Planung verhindert nicht, dass ein SC in einem Kampf irgendwann mal getroffen wird. Und dann sagt die Wahrscheinlichkeit (die im Übrigen nicht dasselbe ist wie Statistik), dass es einen SC weniger geben wird. Das erst mal zu dem Kommentar, dass Statistik mein einziger Ansatz ans Rollenspiel ist. Der war nämlich unter der Gürtellinie.
Und gerade in D&D auf den höheren Stufen gibt es Save-or-Die-Effekte. Super, ein einziger verkackter Würfelwurf und man muss wieder ganz von vorn anfangen? Daran sterben meiner Erfahrung nach SCs in D&D 3.5 häufiger als an fehlendem Kampfgeist (was für eine blöde Formulierung für ein Würfelspiel), falschen Entscheidungen und mangelndem Teamplay. Und dieses sowieso schon blöde Würfelpech wirfst du dem Spieler dann auch noch vor? Das muss ich mißverstanden haben. Bitte klär mich auf, das glaube ich nämlich nicht.
Und noch die Gegen-Gegen-Gegen-Frage: WENN es zu einem Kampfencounter kommt, WEN machst DU zuerst platt? Die dicken Brocken oder das Kroppzeug?
Das mit der Entwertung sehen wir beide anscheinend anders. Ich weigere mich nämlich, die Leistung des Spielers zu verkennen, dessen Charakter gerade ins Gras gebissen hat. Wenn drei im Sterben liegen und zwei irgendwann von allein den Stabilisierungswurf schaffen und der Dritte leider stirbt, WAS haben die beiden anderen dann mehr geleistet als der Tote? Den Zusammenhang zwischen "Leistung" als Spieler und dem Tod eines SCs raff ich hier nicht so ganz.
--- Ende Zitat ---
Du machst wieder den selben Fehler. Du reduzierst alles auf Würfelwürfe, anstatt die vorangegangen Entscheidungen zu sehen, die zu diesem Würfelwurf führten.
Wer trifft denn die Entscheidung, noch eine Tür zu öffnen, noch eine Ebene nach unten zu steigen, anstatt nach Hause zu gehen und sich erst einmal auszuruhen? Oder nicht genügend zu Kundschaften? Oder den Raum mit der Banshee zu betreten, ohne einen Stille -Zauber parat zu haben?
Und Save-or-Die: Das ist weder eine Wertung, noch eine Abwertung, es ist einfach eine "Tatsache", das es diese Dinge gibt, und das es IMMER ein Risiko ist, ein Gewölbe zu betreten oder durch die Wildnis zu stromern.
Und spielen wir doch mal Dein Beispiel durch:
Nehmen wir an, Oger wäre ein Spieler in deiner Kampagne, die Gruppe ist komplett auf der 10 Stufe. Nun stirbt mein Charakter, und, ich bekomme im Interesse der Balance und des internen Gruppen-Friedens, den Du ja mit mir auf jeden Fall wahren willst, wieder einen Charakter der 10 Stufe. Nun gehe ich hin, reanimiere meinen alten Charakter durch eine Auferstehung, und schwupps, habe ich zwei Charaktere der 10. Stufe.
Ist das fair gegenüber den anderen Spielern?
Zugegeben, das Leben eines 1ste Stufe - Charakters kann kurz sein. Dann würfelt man eben einen neuen aus.
Retronekromant:
--- Zitat ---Nun gehe ich hin, reanimiere meinen alten Charakter durch eine Auferstehung, und schwupps, habe ich zwei Charaktere der 10. Stufe.
--- Ende Zitat ---
Mal abgesehen davon, dass dann der alte ganz einfach zum NSC würde, hat der DM ja mitzureden, ob der alte und der neue sich kennen dürfen. Wenn das nicht der Fall wäre, kann ich auch schlicht meinen neuen Stufe 1 Helden Versager zum Erben des Verstorbenen deklarieren.
Wieso sollte jemand zwei Chars gleichzeitig haben ?
--- Zitat ---Ähm, Ogers bisheriges Verständnis von D&D war, das man Erfahrungspunkte, Gold, weltliche und kirchliche Ämter, Zaubersprüche, magische Gegenstände und schlicht und einfach das Überleben als Belohnung erhält. Ist das zu banal für den deinen Geschmack?
--- Ende Zitat ---
Bekommt man auch im Laufe des Spiels. Was aber noch lange nicht heißt, dass man das Basislevel der Macht, auf dem man startet, nicht nach Lust und Laune selbst bestimmen können sollte. Denn zu erreichen gibt es immer was, man kommt nie am Punkt an, wo nix mehr geht...
--- Zitat ---Was sind Klaffende Lücken in einer Gruppe? Ist eine Gruppe, die nicht eine bestimmte Auswahl an Klassen, Rassen, Gesinnungen aufweist, nicht wert, das man sie leitet? Darf es keine internen Konflikte in einer Gruppe geben, weil dies nicht "integer" wäre?
--- Ende Zitat ---
Geschmackssache... Wegen mir darf es gern Konflikte untereinander geben bei den SC, wieso auch nicht ? Heißt ja noch lange nicht, dass die Gruppe nicht trotzdem ein fähiges Team sein kann. Aber ich bin da persönlich lieber eher sparsam, wobei das auch auf den Kampagnentypus und andre Faktoren ankommt.
Unter einer klaffenden Lücke verstehe ich mehr als drei oder vier Stufen Abstand. Oder einseitige Klassenverteilung. Aber das ist Sache der Spieler. Meine Encounter (Kampf, Skill, Rätsel, Soziales) generiere ich in der Regel zufallsbasiert ohne Rücksicht auf Gruppenkonstellation (und bei manchen Kampagnen auch völlig losgelöst von der Gruppenstufe)
Für mich ist D&D ein teambasiertes Abenteuerrollenspiel. Das Team steht im Vordergrund, und wenn jemand von Stufe 15 auf 1 fällt, ist er für das Team nur Ballast und realistisch betrachtet würde ihn kein Team der Welt freiwillig mitschleifen, wenn es keinen sonstigen triftigen Grund dazu gibt
Bad Horse:
Das Beispiel oben, wo der Stufe 1 Krieger die Gruppe "gerettet" hat, zeigt das Problem doch deutlich: Er stand hinten rum und hielt dann bei der Flucht mal die Tür auf (weil so eine Falltür eine Gruppe der Stufe 10 bei D&D ja normalerweise auch vor riesige Probleme stellt).
Das heißt, er hat den ganzen Kampf über hinten herumgestanden und dann genau eine Aktion durchgeführt, die an Banalität kaum zu unterbieten ist. Da hätte ich keinen Spaß dran.
Und dieses "Stufen muss man sich verdienen"-Zeug verstehe ich tatsächlich nicht. Warum muss ich mir die Möglichkeit verdienen, die Spielwelt in meinem Sinn beeinflussen zu können? Geht es nicht genau darum?
Feuersänger:
Wir hatten übrigens diese Themen schonmal, zum Beispiel das hier:
http://tanelorn.net/index.php/topic,35918.0.html
Damals habe ich noch eine etwas andere Position vertreten als heute. Habe mich durchaus von anderen Teilnehmern eines, wie ich finde, besseren belehren lassen.
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: WorldEater am 3.07.2009 | 23:14 ---Mal abgesehen davon, dass dann der alte ganz einfach zum NSC würde, hat der DM ja mitzureden, ob der alte und der neue sich kennen dürfen. Wenn das nicht der Fall wäre, kann ich auch schlicht meinen neuen Stufe 1 Helden Versager zum Erben des Verstorbenen deklarieren.
Wieso sollte jemand zwei Chars gleichzeitig haben ?
--- Ende Zitat ---
In meinen am längsten laufenden Kampagnen (wobei ich diesen Begriff für die gesamte Spielwelt und nicht nur für Abenteuer mit einer bestimmten Gruppe verwende), haben die meisten meiner Stammspieler mehrere Charaktere, die sich zum Teil untereinander kennen. Die Taten und Ereignisse der alten Gruppen in dieser Spielwelt werden zur Geschichte für die neuen Gruppen (und für mich). Für die Dauer des Abenteuers sind "inaktive" Charaktere natürlich NSC- Der Charakter an sich bleibt Eigentum des Spielers.
--- Zitat von: WorldEater am 3.07.2009 | 23:14 ---Bekommt man auch im Laufe des Spiels. Was aber noch lange nicht heißt, dass man das Basislevel der Macht, auf dem man startet, nicht nach Lust und Laune selbst bestimmen können sollte. Denn zu erreichen gibt es immer was, man kommt nie am Punkt an, wo nix mehr geht...
--- Ende Zitat ---
Genau. Es gibt immer einen größeren Oger in der Höhle. Allerdings ging es mir bei der "Hoppla, Ihr seid 20te Stufe" - Geschichte auch nicht darum. Sondern um die Erwartungshaltung, die manche Spieler bezüglich des Stufenaufstiegs zu haben scheinen. Und das der Tod eines Charakters als persönlicher Affront des Spielleiters gesehen wird.
Eine Alternativregelung, die wir mal irgendwann in grauen AD&D - Vorzeiten hatten, war, das bei neuen Charakteren diese auf einer Stufe gleich dem halben aktuellen Durchschnitt der Gruppe anfingen, aber solange keinen EP dazuverdient hatten, als bis die "geschenkte" Summe tatsächlich eingenommen wurde. Effektiv begann dieser Charakter bei 0 EP.
--- Zitat von: WorldEater am 3.07.2009 | 23:14 ---Geschmackssache... Wegen mir darf es gern Konflikte untereinander geben bei den SC, wieso auch nicht ? Heißt ja noch lange nicht, dass die Gruppe nicht trotzdem ein fähiges Team sein kann. Aber ich bin da persönlich lieber eher sparsam, wobei das auch auf den Kampagnentypus und andre Faktoren ankommt.
Unter einer klaffenden Lücke verstehe ich mehr als drei oder vier Stufen Abstand. Oder einseitige Klassenverteilung. Aber das ist Sache der Spieler. Meine Encounter (Kampf, Skill, Rätsel, Soziales) generiere ich in der Regel zufallsbasiert ohne Rücksicht auf Gruppenkonstellation (und bei manchen Kampagnen auch völlig losgelöst von der Gruppenstufe)
Für mich ist D&D ein teambasiertes Abenteuerrollenspiel. Das Team steht im Vordergrund, und wenn jemand von Stufe 15 auf 1 fällt, ist er für das Team nur Ballast und realistisch betrachtet würde ihn kein Team der Welt freiwillig mitschleifen, wenn es keinen sonstigen trifftigen Grund dazu gibt.
--- Ende Zitat ---
So sollte es ja auch laufen. Man hüte sich jedoch vor der "Rollenverteilung" (da kommt dem Oger dieses unsägliche Defender/Controller/Striker/Leader - Gedöns von 4E hoch, zusammen mit seinem Nachtmal.) Eine kreative, engagierte Gruppe von Spielern kann Lücken problemlos füllen.
--- Zitat von: Bad Horse am 3.07.2009 | 23:48 ---Und dieses "Stufen muss man sich verdienen"-Zeug verstehe ich tatsächlich nicht. Warum muss ich mir die Möglichkeit verdienen, die Spielwelt in meinem Sinn beeinflussen zu können? Geht es nicht genau darum?
--- Ende Zitat ---
Genau, warum fange ich nicht gleich als Erzmagier /Hohepriester/Lebende Legende/ Halbgott an, ohne die mühsame Lästigkeit des Weges dahin auf mich genommen haben zu müssen?
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