Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Blizzard:
Das Problem ist aber imho kein D&D-spezifisches Problem. Sollte das daher nicht besser im "Allgemein"-Thread weiterdiskutiert werden?
Faryol:
Also wenn ein Char abnippelt, dann sehe ich es (und die meisten in meiner Runde) als Chance mal einen völlig neuen Char einzubringen.
Daher braucht sich kein SL in den fights zurück zu halten oder gar zu cheaten, nur damit ein Char überlebt.
Daneben gibt es natürlich die Möglichkeit der magischen Reanimation oder Wiedergeburt (...und mit etwas Glück wird der Gnom auch als Gnom wiedergeboren! ;-) das ist mal echtes Würfelglück!)
Nth-Metal Justice:
Der Tod eines einzelnen Charakters oder eines kleineren Teils der Gruppe stellt meistens kein zu großes Problem dar, finde ich. Man kann neue Charaktere inebringen mit angepasster Entwicklungsstufe oder je nach System die alten Charaktere wiederbeleben. Beides ist Schmerzhaft, aber kein Weltuntergang und keine
Was aber ein grösseres Problem darstellt ist IMO das abnippeln der ganzen Gruppe. Da kann ich den Spielleiter von Welt schon verstehen, wenn er Mal auf die Bremse tritt. Warum? Weil es ggf. schwierig ist eine komplette neue Gruppe in eine bestehende Geschichte einzufügen. Selbst wenn sich eine logische BEgründung findet, fehlen die gesamten bisherigen Erlebnisse. Mit dem Tod de Gruppe stirbt meistens auch die ganze Story - ja und wer bereitet schon gerne für die Katz vor?
Wieso soll es sich also um Selbstbetrug handeln?
Ganz schlimm finde ich aber die Unsitte, getötete SCs durch Charaktere niedrigerer Stufe zu ersetzen. Was soll das denn? Geht es hier etwas um Bestrafungen und Belohnungen? Aus Spielbalancegründen sollte man darauf achten, dass die Charaktere schon ungefähr gleichermassen Kompetent sind.
nicolai:
Primär wäre dazu einmal anzumerken, daß es das Recht (und meiner Ansicht nach sogar gelegentlich die Pflicht) eines guten Spielleiters ist, hin und wieder die "Spielregeln" zu negieren, wenn es der Spielspannung, dem allgemeinen Spielspaß oder dem Fortkommen der Geschichte dienlich ist, nur sollte sich ein derartiges Vorgehen nicht ausschließlich auf Würfelerbebnisse beschränken und vor allem nicht offensichtlich sein (Negativ-Beispiel: "wieviel Lebenspunkte hast Du noch...ok, der uralte Drache verfehlt Dich mit beiden Klauen, aber der Schwanzrundumschlag macht Dir...moment...würfel, würfel, würfel...naja, zwei Schaden...).
Immerhin befindet sich die Gruppe in Deiner Welt, und in gewißer Weise stellst Du für die Charaktere wahlweise Gott, das Schicksal und die Umwelt dar, bzw. für die Spieler sowohl Drehbuchautor, Regisseur und auch oberste richterliche Instanz, und da Du ohnehin bereits durch die Wahl der encounter und des plots eine Richtung vorgibst, bzw. die Gruppe vor gewiße Herausforderungen stellst, von denen Du annimmst, sie seien zu bewältigen, sehe ich kein Problem darin, gelegentlich Manipulationen vorzunehmen.
Persönlich bin ich der Ansicht, daß es nicht zielführend ist, Charaktere, bzw. deren Spieler für schlechte Würfelergebnisse zu "bestrafen", wenn ein verpatzter Wurf ihren Tod nach sich zieht, wohl aber ahnde ich mitleidlos schlechtes, bzw. dummes Verhalten oder Überheblichkeit (was ich bisweilen auch selbst zu spüren bekomme), schließlich repräsentiert ein Stufenanstieg aus gesammelter Erfahrung gewonnenes Wissen (was auch das Vermeiden bereits einmal begangener Fehler includiert) und nicht nur einen Anstieg irgendwelcher Charakterwerte...
Sollte aber doch ´mal jemand ins Gras beißen, so verweise ich, wie manche Vorredner (-schreiber) hier auf die Möglichkeit, seinen Charakter wiedererwecken zu lassen, was nebenbei der Gruppe die Möglichkeit gibt, ihre Stellung zum getöteten Charakter darzulegen, denn schließlich liegt es an den Mitspielern, ob ein Charakter von den Toten zurückgeholt wird...
6:
@nicolai:
Aus Deiner Sicht kann ich Deine Einstellung völlig verstehen. Aber...
--- Zitat von: nicolai am 20.06.2009 | 12:05 ---... da Du ohnehin bereits durch die Wahl der encounter und des plots eine Richtung vorgibst, bzw. die Gruppe vor gewiße Herausforderungen stellst, von denen Du annimmst, sie seien zu bewältigen, sehe ich kein Problem darin, gelegentlich Manipulationen vorzunehmen.
--- Ende Zitat ---
ich persönlich als SL würde nur noch sehr wenig die Herausforderungen an die Gruppe anpassen. Viel interessanter ist es meiner Meinung, wenn die Spieler vor Herausforderungen stehen, die eben nicht durch bloses in den Kampf rennen lösbar ist. Da kann ohne weiteres in der Nähe ein Drache, der 10 oder 15 Stufen höher als der Gruppendurchschnitt ist warten. Ich sehe dann auch keinen Grund in irgendeiner Weise eine mögliche Begegnung zu einem bestimmten Ergebnis hin zu manipulieren. Im Gegenteil. Das würde meiner Meinung nach die Errungenschaften der Spieler entwerten.
--- Zitat ---Persönlich bin ich der Ansicht, daß es nicht zielführend ist, Charaktere, bzw. deren Spieler für schlechte Würfelergebnisse zu "bestrafen", wenn ein verpatzter Wurf ihren Tod nach sich zieht,
--- Ende Zitat ---
Wenn Du meinen Charakter trotz Patzers überleben lassen würdest, hätten wir einen Streit, der zur Folge hätte, dass mein Charakter tot ist, oder einen Mitspieler weniger. Würfelpech gehört meiner Meinung nach zum Spiel dazu.
Wie gesagt: Ich verstehe Deine Einstellung. Mir geht es hier eigentlich nur darum, meine Einstellung, die in einigen Punkten Deiner Einstellung komplett entgegen läuft darzustellen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln