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D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?
Roland:
--- Zitat von: Der Oger am 5.07.2009 | 03:04 ---Es bleibt das Stigma, das dieser Charakter EP für etwas bekommt, das er nicht wirklich getan hat, das der höherstufige Charakter von Anfang an mit sich rumschleppt. Und später nicht mehr loswird. Wer mit dieser Art Selbstbetrug leben kann, bitte sehr.
--- Ende Zitat ---
Besteht wirklich ein großer Unterschied zwischen einem Charakter, dem ohne "Leistung" seines Spielers EP für Stufe X zugestanden werden und dem Charakter, der über die "Erfahrungspunkteausgleichsregeln für niedrige Stufen" von seinen Mitspielern aufgepäppelt wird und blitzschnell Stufe um Stufe aufsteigt? Für mich scheinen das allenfalls kleine Varianten eines ähnlichen Mechanismus zu sein.
6:
Wenn ich den Oger richtig verstanden habe, gibt es eigentlich in seinen Runden kein "Aufpäppeln" in dem Sinne, dass ein dann ein Stufe 1 Charakter in einer Sitzung mitmacht, in der sich Stufe 15 Charaktere befinden, sondern es ist wohl eher so, dass die Spieler mehrere Charaktere in der Spielwelt haben. Je nach Aufgabe und Gruppe haben dann die Spieler ähnlich hohe Charaktere. Ein Stufe 1 Charakter spielt dann also in einer niedrigstufigen Gruppe mit. Wenn ein Charakter mit höherer Stufe gebraucht wird, dann wird der Charakter wohl mit vergleichbaren Charakteren aufgepäppelt.
Bad Horse:
--- Zitat von: Der Oger am 4.07.2009 | 00:37 ---
Genau, warum fange ich nicht gleich als Erzmagier /Hohepriester/Lebende Legende/ Halbgott an, ohne die mühsame Lästigkeit des Weges dahin auf mich genommen haben zu müssen?
--- Ende Zitat ---
In der Tat, warum nicht? Wenn ich auf diesem Level spielen möchte, warum muss ich mich mühsam dahin leveln, nur um dann endlich das spielen zu können, was ich wirklich spielen will? Warum Monate mit Zeug verbringen, das mich nicht interessiert, wenn ich doch nur einen Superhelden spielen will?
Aber ich glaube nicht, dass wir hier auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Für manche ist das Zusammenraffen von XP und das mühevolle Erreichen von Stufen das, was sie am Rollenspiel reizt. Wenn man das so sieht, ist das Bewerfen von neuen Charakteren mit "unverdienten" XP natürlich falsch. XP müssen bei so einem Stil verdient werden.
Für mich (und vermutlich andere) liegt der Reiz am Spiel nicht primär darin, mir XP zu verdienen. Daher habe ich auch kein Problem damit, wenn ein neuer Charakter erfahrungstechnisch auf gleicher Augenhöhe anfängt - ganz im Gegenteil, mir ist ein kompetenter Mitstreiter lieber als ein Hemdchen, das ich erstmal mitschleifen muss.
6:
@Bad Horse:
Geh einfach mal von der Vorstellung aus:
Für den Oger macht einen Teil des Reizes aus, dass ein normaler Mensch seine fast unmöglichen Ziele erreicht (das kann sogar bedeuten ein Gott zu werden). Versteif Dich nicht so sehr auf die XPs. Das ist nur ein Mächtigkeitsanzeiger innerhalb des Spieles. Es gibt keinen "Highscore" an XPs zu erreichen, sondern sie sind nur Mittel zum Zweck, um die Ziele seines Charakters zu erreichen.
Sashael:
Also ein Lvl 1 SC ist trotz aller Strategie in einem Lvl 10 Encounter nutzlos und tot. Wenn es nicht so ist, cheatet der SL und spielt die Gegner extra dümmer, damit der Kleine überleben kann.
Jede Planung überlebt nicht den ersten Feindkontakt. Keine Ahnung, wer genau das gesagt hat, aber gerade in D&D trifft es viel zu oft zu, als dass ich (oder jemand den ich kenne) damit rechnen würde, dass ein so niedrigstufiger SC in einem so hochstufigen Encounter irgendeine Chance hätte. Also macht man am besten ... nix. Man bleibt vor dem Unterschlupf des Pösen Purschen stehen und passt auf, ob nach dem Kampf Helden oder Monster rauskommen. Im zweiteren Fall rennt man um sein Leben und sucht dann die neuen Lvl 1 Chars der anderen Spieler. Und im ersteren Fall bettelt man die Großen an, was vom Loot abzugeben und freut sich dann über tolle Items, DIE MAN SICH NICHT SELBST VERDIENT HAT!!!
Das ist SOOOOO Banane! Du erklärst, dass ein erstellter Lvl 10 Charakter keinen Wert hat, aber dass der Lvl 1 Char was vom Loot der hochstufigen Encounter abbekommt, ist vollkommen ok. Das ist so Bullshit, sorry Oger.
Die Entscheidungskette, die zum Tod des SC führt, ist einfach nur sinnlos konstruiert. Der Spieler hat nach dieser Logik Schuld am Tod des Chars, weil er ihn erstellt hat. So ein Blödsinn! Und was ist in dem Fall, wo ein völlig überheblicher und lauter SPIELER die Gruppe in eine Situation gebracht hat, in der einer der anderen Chars stirbt? Dann trägt derjenige die Konsequenzen für die dummen aber lautstark vorgetragenen (und wahrscheinlich als besonders heldenhaft deklarierten) Pläne des Mr. Ichbinwichtig. Der allerdings überlebt hat.
Deine Logik ist einfach nur bescheuert Oger, es tut mir leid. Ein Spieler hat doch keine SCHULD (im Sinne von gerichtlich Schuldig) am Tod seines Charakters. UND er HAT soviel Arbeit geleistet, wie alle anderen der Gruppe auch. Was ist mit SCs, die durch die Dummheit ihrer Freunde umkommen? Wo differenzierst du? Wahrscheinlich gar nicht. Der SC hätte ja nicht mit den Dummbatzen mitgehen brauchen, dann würde er jetzt noch leben?
Und dein "DU hast D&D verstanden" ist einfach nur peinlich. Denn DU hast den Sinn und Zweck von CRs in D&D ganz eindeutig NICHT verstanden.
Wenn du allerdings keine Zielorientierten Kampagnen spielst, sondern die Zeit hast, um einfach so draufloszuzocken und mal gucken was kommt, dann kannst du das halten wie ein Dachdecker.
In meinen Spielrunden gibt es allerdings ZIELE, die erreicht werden wollen. Und zwar nicht irgendwann mal, sondern bevor der Pöse Pursche seinen Plan in die Tat umsetzen kann.
Und darum wird es bei mir auch nie Lvl 1 SCs in Lvl 10 Gruppen geben. Und wenn doch, dann wird er Eristtotjim heißen.
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