Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?

<< < (40/71) > >>

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Christian Preuss am  5.07.2009 | 20:31 ---So weit ich weiss packen die meisten Tennisspieler ihre Sachen wenn sie in der ersten Runde eines Turniers verloren haben und fahren nach Hause.
--- Ende Zitat ---
Das kommt darauf an, ob man ein KO-Turnier spielt oder ein Punkteturnier.
Du hast insofern recht, dass man zum Beispiel bei der Fußball-WM nach den Qualifikationsrunden ein KO-Turnier hat. Das ist aber auch beim Fußball die absolute Ausnahme.
Bei einem "gewöhnlichen" Turnier steigt man nicht aus. (Das schlimmste, das passieren kann ist, dass du eine Liga absteigst und dann in einer niedrigeren Liga spielen musst. - Aber auch wenn du eine Liga absteigst, musst du keine Spieler abgeben und bei Null anfangen. Selbst nach einem Ligaabstieg darf man mit den Spielern und der Fähigkeit weiterspielen, die man davor hatte. (Ob man sich dann noch die teuren Spieler leisten kann, ist eine andere Frage.))

Innerhalb einer Spielsaison sammelst du jedoch nur Punkte, ohne rauszufliegen. (Am Ende der Spielsaison entscheiden die Punkte darüber, ob man eine Liga aufsteigt oder absteigt. - Aber ein Ligaabstieg geht nicht mit einer Verschlechterung der Spielbedingungen einher: Du spielst in der nächsten Liga genau so gut oder schlecht wie bisher.)


--- Zitat ---Das Gleiche bei vielen Fussballturnieren. Bei Werwölfe im Düsterwald bist Du auch draussen, wenn Du verloren hast.
--- Ende Zitat ---
Naja, man scheidet für ca. 10 Minuten aus.
Ich habe schon ein paar Mal bei "Werwölfe im Düsterwald" verloren. Und es war für mich noch nie ein Grund, nach Hause zu fahren. Ich musste meistens nur ca. 5-10 Minuten warten und konnte dann wieder mitspielen. (Ohne Leveleinbußen und ohne Mali.)


--- Zitat ---Beim Fangen genauso. Bei der Reise nach Jerusalem auch.
--- Ende Zitat ---
Beim Fangen scheidet man aus?
Ich kenne es so, dass der Gefangene der nächste Fänger ist.
Bei der Reise nach Jerusalem gibt es keinen Verlierer, sondern am Ende nur einen Gewinner. - Und ich habe bisher noch nie erlebt, dass der Gewinner am Ende einen Bonus bekommt.


--- Zitat ---Bei den Schach- und Goturnieren kommt es drauf an, welche Turnierform gewählt wird und ob es danach Achtel- Viertel- und ähnliche Finale gibt.
--- Ende Zitat ---
Da ich selber begeisterter Go-Spieler bin, kann ich dazu etwas sagen:
Das Gegenteil ist der Fall:
Wenn man beim Go-Spiel verliert, steigt man im Kyu- bzw. Dan-Rang ab. Das wiederum bedeutet aber, dass man im nächsten Spiel einen Bonus bekommt. (Der Verlierer darf beim nächsten Spiel im Go mit mehr Steinen anfangen als der Gewinner.)

Der Oger (Im Exil):
Wieso kommt ihr eigentlich auf den Gedanken, das der Tod eines Charakters eine Bestrafung ist? Eine solche Wahnehmung zeugt doch eher von mangelndem Sportsgeist. Oder der Suche nach einem Schuldigen. Ein Spielleiter ist weder dazu dar, aktiv den Tod der Charaktere zu betreiben, noch ihn aktiv zu verhindern.

Und ein auf der 10ten Stufe erstellter Charakter ist gegenüber einem Charakter der 1sten Stufe EBEN NICHT gleich viel wert, weil sein Spieler nicht die Spannung durchgemacht hat, das selbst ein Goblin ihn töten kann. Ungeachtet dessen, wie lange er gespielt worden ist. Es sei denn, man beherrscht die Art des Selbstbetrugs entsprechend.

Andererseits ist es natürlich so, das wenn Du als Spielleiter festlegst, das ein 1te Stufe - Charakter nicht in einer Gruppe von 10 - Stuflern überleben kann, ganz gleich, wie der Spieler sich anstrengt, dann ist das so.
Über die Begrenzungen, die Du deiner Gruppe auferlegst, bist alleine Du als SL verantwortlich. Ich persönlich bevorzuge die Einstellung des "Alles Geht, Wenn Man Nur Will" (meistens, jedenfalls).
Dazu ein anderes Beispiel aus einem anderen Rollenspiel: In meiner jüngsten MechWarrior II - Kampagne hat ein Spieler den Wunsch geäußert, einen Elementar (für die nicht BattleTecher: einen genetisch gezüchteten Infanteristen, der vorwiegend in einer Art Exoskelett - Rüstung agiert) zu spielen. Die anderen Spieler haben ihm davon abgeraten, doch ich hatte nichts dagegegen. Um es kurz zu machen: es stellte sich heraus, das der Elementar für viele Kommandounternehmen von unschätzbarem Wert war, und selbst, als es dann zu BattleTech - Kämpfen kam, seine eigenen Strategien entwickelt hat ( wir haben seitdem eine Regel für Kernschuss - Schwarmangriffe, was im ersten Fall zu einem Abschuss eines Flashman durch einen Trupp Elementare in Salamander - Rüstungen geführt hat). Das ganze, und das kann ich ehrlich behaupten, ohne ein einziges Mal zu schummeln.

Hätte ich mich meinen Spielern in dieser Meinung angeschlossen, der Spieler hätte diesen Charakter nicht gespielt, und wir hätten dieses Spielerlebnis nicht gehabt.

Der korrekte MindestPreis für eine Greater Restoration ist 7x13x50 GM oder 4550 GM. Bei drei betroffenen Charakteren aus dem Beispiel beträgt sie also 13.650 GM im mindesten, den Marktwert eines mittleren magischen Gegenstandes. Zudem ist selbst bei einer Greater Restoration der Zeitraum, in dem Rettung der verlorenen Stufen möglich ist, auf eine Woche pro Stufe des Magieanwenders begrenzt. Bei einem Kleriker der 15. oder 20. Stufe sind die Preise entsprechend höher.
Weiterhin stelle ich mir entsprechende Kleriker als Kirchenfürsten oder andere Agenten des Glaubens vor, die in der Regel besseres zu tun haben, als an ein paar dahergelaufenen Heiden die Segnungen ihrer Gottheit zu verschwenden - es sei denn, die Gruppe hat irgendwie bei diesem Kleriker einen Stein im Brett (wie zum Beispiel durch die Erfüllung eines Auftrages, was zu einem anderen Abenteuer führen kann, oder einer früheren Begegnung mit diesem Hohepriester.)  

Retronekromant:
Wer den Charaktertod als Strafe empfindet, ist bei D&D wohl falsch abgebogen, denke ich ;)


Aber bei den Preisen für Zauber muss ich widersprechen, das sind 13*70, nicht 13*7*50. Natürlich noch Mat kosten dazu. Und bei mir eben ggf. Zusätzliche Kosten oder Verminderte, was sich nach der Wirtschaftslage richtet, die wiederrum über Resourcen-Netze abläuft. Also so handhabe ich das in langfristigen Kampagnen um die Welt etwas plausibler zu machen.

Wobei in HighFantasy Welten wie Faerun eigentlich in jeder Metropole Kleriker von Stufe 13-15 sich befinden sollten, die für ein entsprechendes Honorar zaubern. Es steht sogar im Spielerhandbuch, als Richtline, dass man in einer Metropole früher oder später (Gather Information lasse ich da immer Würfeln wenn Zeitdruck besteht), einen solchen Zauberwirker für Grad 7+8 auftreiben kann ;)

Der Oger (Im Exil):

--- Zitat von: WorldEater am  5.07.2009 | 23:45 ---Aber bei den Preisen für Zauber muss ich widersprechen, das sind 13*70, nicht 13*7*50. Natürlich noch Mat kosten dazu. Und bei mir eben ggf. Zusätzliche Kosten oder Verminderte, was sich nach der Wirtschaftslage richtet, die wiederrum über Resourcen-Netze abläuft. Also so handhabe ich das in langfristigen Kampagnen um die Welt etwas plausibler zu machen.

--- Ende Zitat ---

Noch mal nachgeschlagen ... stimmt! Habe ich immer anders gemacht ... Meine Güte! Götter sind ja richtig ...billig.

Feuersänger:
Ein Charaktertod an sich ist nicht unbedingt eine Strafe.
Danach wieder bei 0 anfangen zu müssen ist eine Strafe.
Zumindest würde ich es als solche empfinden.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln