Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

D&D 3. SL Manipulation Selbstbetrug?

<< < (18/71) > >>

Retronekromant:

--- Zitat von: sir_paul am  2.07.2009 | 16:19 ---Wenn sich also zwei Charaktere schön beim sterben abwechseln erreichen sie irgendwann mal trotzdem die 1. Stufe! Dafür muss nicht gleich die ganze Gruppe sterben  ~;D

Bin schon wieder weg ;)

--- Ende Zitat ---

Du meinst sicher die Spieler dieser Chars, sind ja immer neue...Hm stimmt auch wieder  ::)
Nur wäre dann sicherlich schon vorher der Punkt erreicht, wo die Kampfstärke der Gruppe so darunter leidet, dass die Gruppe keine Chance mehr hat die Encounter zu bestehen.

Aber um nochmal kurz auf das Argument des TE einzugehen


--- Zitat ---Müßte man aus Realitätsgründen dann nicht sagen man fängt wieder als 1. Level an? betrügt man sich da nicht irgendwie selbst?
--- Ende Zitat ---

Die Welt ist voller Chars die höher als 1 sind. Warum muss das neue Gruppenmitglied dann ein absoluter Beginner sein ? Irgendwie leuchtet mir nicht ein, was das mit Realismus zu tun haben soll

Arldwulf:

--- Zitat von: WorldEater am  2.07.2009 | 16:01 ---Was hat man denn für Vorteile, wenn ein Char die Anfangsstufen nun erspielt, oder wenn ich mir eine Geschichte ausdenke dazu ?

--- Ende Zitat ---

Wie gesagt - letztlich nur eine leichtere Anbindung an die Gruppe weil man schon ein Thema hat. (in erster Linie beschützt werden zu müssen). Und die schlichte Tatsache das dieses Spiel einfach Spass macht. Es ist ein Vorteil für sich das die Stufen "erspielt" wurden, denn dies bringt auch ein anderes Gefühl dafür mit sich. Geht dir das nicht so? Ich habe eine völlig andere Bindung zu einem Char der auf Stufe 10 startet als zu einem der diese 10 Stufen erspielt hat.


--- Zitat von: WorldEater am  2.07.2009 | 16:01 ---Abgesehen davon wäre es meistens nicht sehr plausibel, wenn z.b. bei einer Stufe 12 Gruppe jemand, der nix kann und nix ist, für typische (also Auftraggeber will was und beauftragt die SC) hochstufige Quests überhaupt von einem NSC, der was zu melden hat, ausgesucht wird
Es ist letztlich wie auf dem Arbeitsmarkt ;)

--- Ende Zitat ---

Ist natürlich richtig, allerdings gibt es schlichtweg sehr viel mehr niedrig als hochstufige Charaktere in der Welt. Sprich: Eine Erklärung warum ein niedrigstufiger Char gerade irgendwo ist wo man ihn aufsammelt ist auch viel leichter zu finden. Wichtiger ist aber das oben genannte:

Man hat bereits ein Thema, die Gruppe könnte den entsprechenden Charakter schlicht irgendwo retten und aus dem Dungeon oder wo sie gerade sind bringen können.

Und Chars mit bestehendem Hintergrund haben üblicherweise mehr bestehende Ziele, Verpflichtungen etc.

Baue ich diese ein, so muss ich auch derartige Dinge einbauen, oder aber die Gefahr besteht das der Spieler seinen Hintergrund praktisch gesehen nicht mehr einsetzt weil er nicht relevant gemacht wird.

Ist relativ leicht zu sehen:

"Hallo, mein Name ist Emma Schwachherz - Dunkeldark dieser böse Schuft hat mich hier im Kerker der 1000 Qualen eingesperrt um mich zu opfern. Ich habe solche Angst meine Helden. Wie kann man hier nur herauskommen?"

"Hallo, ich bin Paul Zwergenhauer Beschützer von Westmark - Dunkeldark dieser Schuft hat mich hier im Kerker der 1000 Qualen eingesperrt während er mein Dorf überfallen möchte. Ich muss unbedingt dort zurück. Danke für meine Befreiung, ich find den Weg."

Beide könnte ich mitnehmen. Und Paul, der tapfere Stufe 8 Kämpfer hilft mehr als Emma die lvl 1 Schurkin.

Es ist aber viel einfacher einen Grund zu finden warum Emma mitkommt als einen für Paul zu finden. Und dieses Beispiel ist ja nun nicht grad innovativ. Ein niedrigstufiger Char könnte praktisch jeder sein der einem in dem Abenteuer über den Weg läuft - es ist insofern auch jede Möglichkeit offen für einen Einbau in die konkrete Story. Das ist bei einem hochstufigem Char schwieriger möglich, dort muss ich seinen Hintergrund viel stärker in die Story einbauen, ignorieren oder - ihm einen vorschreiben.

Ist aber die Spielleitersicht. Das oben war mehr aus Spielersicht geschrieben, ich finde es immer besser wenn zwischen den Spielern eine Dynamik existiert. Dafür ist es aber besser wenn man Charaktere nicht quasi 1 zu 1 ersetzt nach ihrem Ableben.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Arldwulf am  2.07.2009 | 19:21 ---Es ist ein Vorteil für sich das die Stufen "erspielt" wurden, denn dies bringt auch ein anderes Gefühl dafür mit sich. Geht dir das nicht so? Ich habe eine völlig andere Bindung zu einem Char der auf Stufe 10 startet als zu einem der diese 10 Stufen erspielt hat.
--- Ende Zitat ---
Das Problem ist: Wenn dein Char gestorben ist, dann kannst du dir nicht aussuchen, ob du einen jungfräulichen Stufe 10 Char spielst oder einen Stufe 10 Char, den du mühsam gesteigert hast.

Du kannst dir nur aussuchen, ob du einen neuen Stufe 1 Char oder einen neuen Stufe 10 Char spielst. - Und zu beiden Charakteren hat man ungefähr die gleiche Bindung.

Und sagen wir mal weiter, du spielst den neuen Char jetzt 1 Jahr lang, ohne dass der Char stirbt: Dann hast du entweder einen Stufe 10 Char, den du seit Stufe 1 an gesteigert hast, oder du hast einen Stufe 20 Char, den du seit Stufe 10 an gesteigert hast. Auch hier hast du zu beiden Chars die gleiche Bindung.


--- Zitat ---Ist natürlich richtig, allerdings gibt es schlichtweg sehr viel mehr niedrig als hochstufige Charaktere in der Welt. Sprich: Eine Erklärung warum ein niedrigstufiger Char gerade irgendwo ist wo man ihn aufsammelt ist auch viel leichter zu finden. Wichtiger ist aber das oben genannte:
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich andersrum: Eine Erklärung, warum ein hochstufiger Char sich irgendwo befindet, ist eigentlich immer zu finden.
Aber eine Erklärung, warum dort ausgerechnet ein niedrigstufiger Char ist, ist manchmal schon schwieriger zu finden.


--- Zitat ---Man hat bereits ein Thema, die Gruppe könnte den entsprechenden Charakter schlicht irgendwo retten und aus dem Dungeon oder wo sie gerade sind bringen können.
--- Ende Zitat ---
Klar, aber was tut man mit der Prinzessin, nachdem man sie vor dem Drachen gerettet hat? Richtig, man bringt sie zurück in ihr Schloss, wo sie dann glücklich vor sich hinlebt. (Evtl. heiratet man sie auch, bevor man weiterzieht.)

Aber ich habe noch nie erlebt, dass die Gruppe die Prinzessin befreit hat und daraufhin jetzt die Prinzessin die Gruppe begleitet. (Wäre ja auch viel zu gefährlich für die Prinzessin.)


--- Zitat ---Und Chars mit bestehendem Hintergrund haben üblicherweise mehr bestehende Ziele, Verpflichtungen etc.
--- Ende Zitat ---
Perfekt, das gibt doch gleich genügend Material, um den neuen Char einzubauen und für genügend Folgeplots zu sorgen.

Ein Char mit bestehenden Zielen und Verpflichtungen lässt sich wesentlich leichter einbauen und es lässt sich wesentlich leichter eine Story/Plot für ihn finden, als für einen Char, der keinerlei Bindungen und Ziele hat.


--- Zitat ---"Hallo, mein Name ist Emma Schwachherz - Dunkeldark dieser böse Schuft hat mich hier im Kerker der 1000 Qualen eingesperrt um mich zu opfern. Ich habe solche Angst meine Helden. Wie kann man hier nur herauskommen?"

"Hallo, ich bin Paul Zwergenhauer Beschützer von Westmark - Dunkeldark dieser Schuft hat mich hier im Kerker der 1000 Qualen eingesperrt während er mein Dorf überfallen möchte. Ich muss unbedingt dort zurück. Danke für meine Befreiung, ich find den Weg."
--- Ende Zitat ---
Richtiger wäre im zweiten Fall ja wohl:
"Hallo, ich bin Paul Zwergenhauer Beschützer von Westmark - Dunkeldark dieser Schuft hat mich hier im Kerker der 1000 Qualen eingesperrt während er mein Dorf überfallen möchte. Ich muss unbedingt dort zurück. Danke für meine Befreiung, könntet ihr mir evtl. auch bei der Befreiung meines Dorfes vor Dunkeldark helfen?"

(Und wenn man es geschickt angestellt hat, dann kennt die Gruppe bereits Dunkeldark und hat selber noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen. - Für Emma Schwachherz wäre das natürlich viel zu gefährlich. Diese lässt man dann im nächsten sicheren Dorf raus und die Gruppe kämpft ohne Emma Schwachherz gegen den bösen Dunkeldark.)


--- Zitat ---Es ist aber viel einfacher einen Grund zu finden warum Emma mitkommt als einen für Paul zu finden.
--- Ende Zitat ---
Na dann lass mal hören:

Grund für Paul: "Wir haben einen gemeinsamen Feind: Den bösen Dunkeldark. Wir müssen uns zusammentun, um ihn besiegen zu können."

Grund für Emma: "Bitte, bitte, darf ich mitkommen? Ich wasche auch regelmäßig eure Kleidung."

Elefanten-Zauberstellung:

--- Zitat ---Was hat man denn für Vorteile, wenn ein Char die Anfangsstufen nun erspielt, oder wenn ich mir eine Geschichte ausdenke dazu ?
--- Ende Zitat ---

Gegenfrage: Weshalb sollte der Level 12 Char einem ans Herz wachsen, wenn sowieso immer alle den gleichen Level haben.
Die Leistung einen Charakter soweit zu bringen ist dann die gleiche wie bei WoW. Einzig und allein Anwesenheit. Auf dem Zeugniss steht dann: Der Spieler war zu allen Sitzungen stets anwesend und pünktlich.

Natürlich macht es keinen Spaß wenn immer alle überleben und nur man selbst der doofe ist. Wenn es aber keinen automatischen Neustart mit EXP -5% gibt, dann kann man in der nächsten Sitzung mit dem neuen Char schon der mit dem höchsten Level sein.
 
Wo ist sonst der Nervenkitzel seinen Charakter zu retten? Da kenn ich genug, die den selbst umbringen würden, weil sie mal einen andere Klasse auf hohen Stufen spielen wollen. Erstmal einen Fighter und dann auf Wizard wechseln. Wer will dann noch einen Wizard hochspielen, wenn ein anderer einen super mächtigen aus dem Hut zaubern kann, dessen tolle Hintergrundstory genau belegt warum der ach so toll ist.

Die Problematik ob man überhaupt auf Stufe 1 anfängt, ist eine andere, man kann natürlich auch mit Level 2 oder 3 starten. Aber grundsätzlich sollte man IMO schon immer wieder auf der untersten Stufe beginnen, nur so kann man auch wirklich etwas erspielen. Ausgedachter Hintergrund hat keinen richtigen Wert, solche Charaktere fühlen sich IMO unecht an, da verspürt man wenig zuneigung oder Stolz es soweit gebracht zu haben. Klingt etwas pathetisch, aber sollte klar sein was ich meine.

Und TPKs sind ja oft auch nicht uninteressant. Die Frage ist ja dann vor allem, wie sich die Welt verändert wenn die Gruppe scheitert. Denn in der veränderten Welt spielt dann die neue Gruppe. Da gibt es rasch ganz neue Ansätze.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: torath am  2.07.2009 | 21:06 ---Wo ist sonst der Nervenkitzel seinen Charakter zu retten?
--- Ende Zitat ---
Das Inventar, das man bei sich führt. Die politischen Verstrickungen, in denen der Char involviert ist.
Zu sehen, ob die langfristigen Pläne, die man gemacht hat, doch noch aufgehen. etc.


--- Zitat ---Da kenn ich genug, die den selbst umbringen würden, weil sie mal einen andere Klasse auf hohen Stufen spielen wollen. Erstmal einen Fighter und dann auf Wizard wechseln.
--- Ende Zitat ---
Wies umbringen?
Mein schickt seinen alten Char in den Ruhestand und probiert einen neuen Char aus.


--- Zitat ---Wer will dann noch einen Wizard hochspielen, wenn ein anderer einen super mächtigen aus dem Hut zaubern kann, dessen tolle Hintergrundstory genau belegt warum der ach so toll ist.
--- Ende Zitat ---
wtf? Ich verstehe die Frage nicht.
Mir macht es in allen möglichen Settings Spaß, Magier zu spielen. Egal, ob hochstufig oder niedrigstufig. - Aber was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?  wtf?


--- Zitat ---Aber grundsätzlich sollte man IMO schon immer wieder auf der untersten Stufe beginnen, nur so kann man auch wirklich etwas erspielen.
--- Ende Zitat ---
Man kann auch auf höheren Stufen etwas erspielen.
Ich habe sogar die Erfahrung gemacht: Je höher das Powernlevel ist,a uf dem man spielt, um desto mehr geht es.
Auf Stufe 1 oder 2 in einem klassischen D&D oder DSA System spielt man im prinzip nur um sein eigenes Leben.

Auf höheren Stufen kann man dagegen ganze Königreiche erspielen und wieder verlieren.

Wobei auch wieder die Frage ist: "Was ist Level 1?"
Bei Gurps zum beispiel gibt es gar keine Level, sondern nur CP. - Ab wievielen CP gilt ein Char nun nicht mehr als Anfänger?


--- Zitat ---Ausgedachter Hintergrund hat keinen richtigen Wert, solche Charaktere fühlen sich IMO unecht an, da verspürt man wenig zuneigung oder Stolz es soweit gebracht zu haben.
--- Ende Zitat ---
Erspielter Hintergrund ist immer besser, als ausgedachter Hintergrund.
Aber es ist doch egal, ob du nun mit einem Stufe 1 Char anfängst oder mit einem Stufe 10 Char:
Dein Stufe 1 Char hat nur einen ausgedachten Hintergrund und dein Stufe 10 Char hat auch nur einen ausgedachten Hintergrund.

beides ist fade. - Wieso sollte der Stufe 1 Char mit ausgedachtem Hintergrund jetzt spannender sein als der Stufe 10 Char mit ausgedachtem Hintergrund?
Und jetzt spiele mal beide Charaktere für ein Jahr:
Du hast dann einen Stufe 10 Char mit erspieltem Hintergrund und einen Stufe 20 Char mit erspielten Hintergrund. Du siehst: Es ist wieder egal, auf welcher Stufe dein Char angefangen hat: Nach einem Jahr spielen, haben beide Chars einen Hintergrund.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln