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[Cyberpunk 2020] Ist panzerbrechende Munition wirklich so nutzlos?

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Feuersänger:
Na siehste, dann hat AP-Muni ja doch ihre Berechtigung. Und überhaupt, wie kommt das Beispiel dann auf einen Schaden von 30?

OT: das ist etwas, was ich generell hasse, aber leider oft gemacht wird: völlig unrepräsentative Beispiele, die mit der Spiel-Realität oder Erwartungswerten rein gar nichts zu tun haben. Shadowrun macht das leider auch ganz gern. Da erzielt einmal ein Runner mit 11 Würfeln gegen MW3 zwei Erfolge, und ein andermal kommt ein Cop mit 5 Würfeln gegen MW5 auf 4 Erfolge. Klar kann das vorkommen, aber es ist _nicht repräsentativ_. Und das sollten Regelbuchbeispiele sein.[/OT]

Also. "Normal" scheint mir also eher eine 3W6-Waffe zu sein, die einen Schadenswurf um ca. 11 erwarten lässt. Da würde ich aber AP-Muni erst verwenden, wenn der Gegner Rüstungsschutz 9 oder mehr hat.

Hmm.... gab es nicht mal CP-Regeln kostenlos zum runterladen? Wo hab ich die bloß hin...

Vogelfelix:


--- Zitat ---2-4W6. Pistolen machen häufig 2W6 bis 2W6+3.
--- Ende Zitat ---

Na ja, ganz korrekt ist das auch nicht. Es gibt auch einige Pistolen die bereits 4w6+x Schaden verursachen. Gewehre so um die 5w6 bis 7w6, stellenweise sogar mehr. Von daher ist eine Schadenspunktanzahl von 30 Schon machbar und auch unter Umständen nicht der absolute Ausnahmefall.
Das Schadensfeld fängt allerdings auch schon ziemlich niedrig (bei 1w6) an. Was man damit anfangen soll weiß ich ehrlich gesagt überhaut nicht.


--- Zitat ---Also. "Normal" scheint mir also eher eine 3W6-Waffe zu sein, die einen Schadenswurf um ca. 11 erwarten lässt. Da würde ich aber AP-Muni erst verwenden, wenn der Gegner Rüstungsschutz 9 oder mehr hat.

--- Ende Zitat ---

Stimmt, trotzdem finde ich die Effekte eher mau. Muss aber auch zugeben, das ich nicht weiß wie realitätsnah diese Regeln sind (bzw. sein sollen). Ich habe mich noch nie mit panzerbrechender Munition und deren Wirkung in der Realität auseinander gesetzt   :P

Feuersänger:
Najut, aus der Realitätswarte betrachtet ist diese Regel nichtmal so unfundiert. Je besser ein Geschoss gegen Panzerungen wirkt, desto schlechter ist normalerweise seine Stopwirkung (lies: Schaden), also bei vergleichbarer Treibladung. Das hat damit zu tun, dass der Schaden am lebenden Gewebe großteils (vereinfacht gesagt) dadurch verursacht wird, dass sich das Geschoss im Körper verformt (aufpilzt) oder fragmentiert. Aber ein sich verformendes oder zerbrechendes Geschoss kommt, wie man sich leicht vorstellen kann, nicht gut durch Panzerung durch. Spezialfälle wie "taumelnde" Geschosse jetzt mal außen vor gelassen.

Ein:
@Vogelfrei
Wie gesagt. 2-4W6.

@Feuersänger
30 Punkte ist der typische Schaden von Arasaka-Barret 20mm-Gewehr (4W10), dem Standard-Powergamer-Killer.

Dr.Boomslang:
Panzerbrechend kann sich schon lohnen. Wie Feuersänger schon sagte, das entscheidende Verhältnis ist 3 Schaden zu 2 Panzerung, hier ist es egal ob PB oder normal Muni. Bei niedrigerem Schaden lohnt sich PB, bei höherem nicht.
Die meisten laufen ja mindestens mit Panzerung 10 am Rumpf rum, d.h. hier lohnt sich PB bei allen Waffen die meistens 15 Schaden oder weniger machen, also z.B. alle Pistolen oder Maschinenpistolen. Schwere oder überschwere Pistolen können zwar auch mehr Schaden machen, aber die Wahrscheinlichkeit ist kleiner 50% (15 ist genau der Erwartungswert bei 4w6+1).

Natürlich muss man das stark abwägen mit der Wahrscheinlichkeit auf ungepanzerte Gegner zu treffen oder auf eine ungeschützte Trefferzone schießen zu können. Das ist eigentlich der wesentliche Grund warum sich PB nicht so häufig lohnt. Wenn es aber gegen Polizisten, Sicherheitsleute, Soldaten oder stark vercyberte geht, dann lohnt sich PB eher, zumindest sollte man z.B. ne schwere MP mit PB dabei haben.

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