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Erst detect evil und dann totkloppen?

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Oberkampf:

--- Zitat von: SeelenJägerTee am 31.08.2009 | 20:56 ---
Zum Thema:
Religiöser Konsequenzen:
Hängt von der Fraktion/Gottheit ab, der/die der Paladin angehört/anbetet.
Ein harter Gott (Marke alttestamentarischer Gott) - ja darf er.
Ein gütiger Gott (Marke Gott nach Jesus) - nein darf er nicht.

Weltliche Konsequenzen:
Kommt auf das Setting darauf an.
Es wäre möglich, dass er zwar keine von seinem Gott auf die Löffel bekommt - aber sehr wohl von der Justiz.
Es wäre aber auch möglich, dass in dieser Welt ein Paladin tun und lassen kann was er will - weil er als Verkörperung der göttlichen Gerechtigkeit angesehen wird.

--- Ende Zitat ---

Religiöse Konsequenzen:
Besagter (angeblich) "harte, alttestamentarische Gott" weist ausdrücklich darauf hin, dass er keine Selbstjustiz billigt (5. Mose 32, 35; darauf nur Bezug nehmend Röm. 12, 19. vgl. auch 3. Mose 19, 18.) (Reale Religionen taugen natürlich nur begrenzt zur Begründung der Verhaltensvorschriften einer Fantasyreligion, aber ich glaube schon, dass ein rechtschaffen guter Gott, den ein Paladin verehrent, Selbstjustiz nicht duldet.)

weltliche Konsequenzen:
Hat der Paladin die nötige richterliche und ausführende Gewalt vom setting her zugesprochen bekommen? wenn ja, dann (und nur dann) könnte sowas vielleicht durchgehen (ob solche totalitären settings, wo einer Personengruppe so viel Macht zugesprochen wird, "rechtschaffen gut" sind und ob man da gerne drin spielt, ist eine andere Frage).

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was die Angelegenheit mit dem geopferten Kind angeht, da hast du wahrscheinlich Recht, aber das kommt mir ein Bisschen wie eine klassische Tragödie vor, also etwas, was auf die Bühne, nicht auf den Spieltisch gehört (es sei denn, man steht auf Railroading mit abgesprochenem Charaktertod.

SeelenJägerTee:
Der Paladin begeht dann aber keine Selbstjustiz sondern er verteilt Gottes gerechte Strafe.
(Der alttestamentarische Gott ist zweifelsohne kein "kuscheliger" Gott, ich habe ihn nur als Beispiel eines HARTEN Gottes - deswegen auch MARKE ... ich habe nicht von DEM ... Gott gesprochen.)
Motto: Der Typ mag nichts GETAN haben, aber er hat daran GEDACHT und das reicht aus, um vor der Gottheit verdammt zu sein -> Paladin darf ihn platt machen.

Der Paladin eines "Kuschel"Gottes darf eben nicht einfach so töten, weil der Kuschelgott erwarten wird zu versuchen den Menschen zu bessern.
Motto: "Herr vergib ihm, denn er weiß nicht was er tut."

Heretic:

--- Zitat von: SeelenJägerTee am 31.08.2009 | 21:32 ---Der Paladin begeht dann aber keine Selbstjustiz sondern er verteilt Gottes gerechte Strafe.
(Der alttestamentarische Gott ist zweifelsohne kein "kuscheliger" Gott, ich habe ihn nur als Beispiel eines HARTEN Gottes - deswegen auch MARKE ... ich habe nicht von DEM ... Gott gesprochen.)
Motto: Der Typ mag nichts GETAN haben, aber er hat daran GEDACHT und das reicht aus, um vor der Gottheit verdammt zu sein -> Paladin darf ihn platt machen.

Der Paladin eines "Kuschel"Gottes darf eben nicht einfach so töten, weil der Kuschelgott erwarten wird zu versuchen den Menschen zu bessern.
Motto: "Herr vergib ihm, denn er weiß nicht was er tut."

--- Ende Zitat ---
Jemand mit böser Gesinnung HAT bereits böse Dinge GETAN; nicht nur gedacht.
DAS ist der Unterschied.
Wie oft hast du bisher D&D gespielt?

Skele-Surtur:
Um jetzt mal richtig den D&D-Geek raushängen zu lassen mache ich, was jeder D&D-Geek bei so einer Frage tun würde: Ich schlage ein D&D-Buch auf und schaue nach, wie das Problem hier gelöst wird. Nun sind meine ganzen 3.5 Sachen zwar schon lange im Keller und ich habe keinen Bock die jetzt rauszukramen, aber wozu habe ich mein Gedächtnis darauf gepolt, mir jeden Rollenspielscheiß zu merken, den ich mal gelesen habe?
Also erinnere ich mich an das Book of Exalted Deeds, welches das folgende Beispiel angeführt hat:
"Was ist mit einem Stamm Orks, der in der Gegend haust?"
Bei D&D können wir von dieser Prämisse ausgehen: Orks sind chaotisch böse. Wir alle wissen, dass Orks chaotisch böse sind. Sie werden also irgendwann was Böses tun. Das ist quasi in Stein gemeißelt. Orks tun böse Dinge. Punkt um.

Im Book of EDs steht aber unmißverständlich geschrieben, dass man sie nicht präventiev wegschlitzen darf. Solange diese Orks da nur rumhausen und ihre Äxte und Krummsäbel polieren und es keine Beweise dafür gibt, dass sie was böses im Schilde führen (von der Tatsache abgesehen, dass es Orks sind), wäre es ein böser Akt, sie alle abzumurksen, auch wenn man ohne den geharnischten EAD (Evil-Alignment-Detector), aka Paladin, darauf schließen kann, dass sie böse sind. Damit wäre das Problem auf D&Dsche Manier gelöst.
Jemanden wegschlitzen, weil er böse IST, ist nicht okay. Warum? Weil es DA geschrieben steht, in einem offiziellen D&D Sourcebook.

Das ist natürlich nur eine Lösung für regelwerkshörige Hardcoregeeks, die beim Rollenspiel ihr Hirn ausschalten, sobald sie ein Buch aufschlagen. Aber es IST eine Lösung.

Bad Horse:
Das hindert den Paladin nun nicht daran, hinzugehen und die Orks auf die lokalen Waffengesetze hinzuweisen - in dem vollen Bewußtsein, dass sie ihn wahrscheinlich angreifen werden und er sie dann leider töten muss.

Der Punkt daran ist, dass er ihnen ja durchaus die Chance gibt, sich zu ändern. Wie groß die Chance jetzt ist, ist wahrscheinlich von Paladin zu Paladin verschieden.  :)

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