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Neues am Horizont: Frostzone
Scorpio:
@Horatio:
Danke für den Hinweis, habe mir die Rezi gerade durchgelesen und finde sie gut gelungen. Sie vermittelt wo man spielt, was man spielt und wie man es spielt. Außerdem zeigst du Eckpunkte auf und begründest / belegst du sie.
Frostzone werde ich mir trotzdem wohl nicht kaufen. ;)
Greifenklaue:
--- Zitat von: Scorpio am 4.01.2010 | 21:26 ---Mir ist die Rezi viel zu oberflächlich. Es ist vielmehr eine Aufzählung des Inhalts und vor allem des Settings. Gerade einige Kritikpunkte die es immer wieder zu hören gibt, ist das umständliche Ini-System, das man bei Arcane Codex aus gutem Grund in der zweiten Edition herausgenommen und bei FZ doch wieder eingesetzt hat. Zu den Regeln des Spiels erfahre ich in der Rezi nichts, außer das FZ "aus den kleinen Ungereimtheiten der Vergangenheit gelernt hat und nun auch in den Details ausgewogen und stabil daherkommt." Den Beleg oder ein Beispiel bleibt die Rezi leider schuldig. Das ist mir zu wenig für einen Spieletest.
Es ist übrigens die erste positive Rezension bzw. der erste positive Kommentar den ich außerhalb des AC-Forums zum Spiel lese (bzw. höre).
--- Ende Zitat ---
Man muss allerdings fairerweise dazu sagen, dass eine Heftrezi selten so lang und ausführlich sein kann, wie eine Netzrezi. (Trotzdem ist die Kritik im Kern wohl richtig). Was mir aber an der Rezi gefällt, dass ich endlich kapiert habe, worum es sich im großen und ganzen dreht - das ging bei der anderen Rezi (Blutschwerter) verloren bzw. es verliert sich in Details, ohne das große ganze darzulegen.
Horatio:
@ Scorpio
Danke *blush*. Von jemanden wie dir ist das ein echtes Lob :).
Ich bin auch nicht unbedingt die Zielgruppe von Frostzone, aber ich glaube nicht, dass es im Großen und Ganzen das geworden ist, was es sein wollte.
EDIT: Oh mir wurde gerade gelinkt, dass Heretic mich im Fundus Ludi für die Rezi zerreisst :D. Der kann aber hier noch lesen, oder? Ich muss mir also keinen Fundus Ludi Account machen, wenn ich antworten will^^..
ragnar:
--- Zitat von: Scorpio am 4.01.2010 | 20:54 ---Ist das eine Rezi oder einPressetexte Satire?
--- Ende Zitat ---
Fixed it for you!
Halbwegs ernst gemeint! Das klang für mich im ersten Abschnitt wirklich wie das satirische Gegenstück zu Harroweds extremer Rezi, später wurde es dann noch überzogener...
--- Zitat von: Horatio am 4.01.2010 | 21:40 ---Ich glaub ich verweiß dann mal auf meine Rezi in der Anduin Weihnachstausgabe.
--- Ende Zitat ---
Sehr schöne Rezi. Hätte ich mir hier und da etwas konkreter gewünscht (Wo doch scheinbar wichtige Informationen wie "Wie Spielt man FZ (Wenn man Shadowrun nicht kennt)?" fehlen, sind die Spieleiterhinweise nur 08/15-Tipps aus der Tube? Im Fazit hätte etwas mehr zur eigenen Meinung nicht schaden können, aber eigentlich auch ganz nützlich geschrieben). Wirkt auf mich aber durchaus nüchterner/glaubwürdiger als die Konkurenz (egal ob nun Kermit oder Harrowed/DonGnocci) und du hast schon ein paar Punkte die ich sehr kritisch beäugen werde, insofern vielen Dank!
Horatio:
@ ragnar
Erstmal danke für das Lob und die konstruktive Kritik, werde das nächste Mal sehen, dass ich solchen Bereichen mehr Raum gebe :). War wie gesagt meine erster Versuch.
--- Zitat von: ragnar am 4.01.2010 | 23:02 ---Hätte ich mir hier und da etwas konkreter gewünscht (Wo doch scheinbar wichtige Informationen wie "Wie Spielt man FZ (Wenn man Shadowrun nicht kennt)?" fehlen, sind die Spieleiterhinweise nur 08/15-Tipps aus der Tube?
--- Ende Zitat ---
Eigentlich ist es ganz simpel, weshalb ich den Teil zur Spielleitung in Frostzone mag, aber es braucht leider ein wenig länger um es zu erklären^^.
Viele Systeme, verlangen bzw. Behaupten auf der einen Seite, dass die Spieler die Entscheidungen ihrer Charaktere frei treffen können und darüber Einfluss auf die Handlung nehmen, nur um an anderer Stelle dem SL als Autor beschreiben, der die Spieler durch die Geschichte zum geplanten Ende führt. Das findet man selbst in aktuellen Publikationen andauernd und ist natürlich schlicht und ergreifend schon im Ansatz zum scheitern verurteilt. (Das Konzept ist auch bekannt als „the impossible thing before breakfast“)
Frostzone bleibt da konsistent. Aufgabe des SLs ist es die Handlung voranzutreiben und das Abenteuer das gespielt wird ist sein Werk: Die Spieler dürfen und sollen die Szene ausfüllen, aber die Szenen die er vorbereitet hat.
Es geht in erster Linie um die Illusion der Entscheidungsfreiheit, aber in Wirklichkeit sollen die Spieler auf die Bahnen der Story gelenkt werden. Dafür wird einem auch einiges an Tipps an die Hand gegeben und ebenso wird erklärt, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und wie man die Themen (oder zumindest eine Auswahl) von Frostzone einbaut.
Auf der anderen Seite wird den Spielern gar nicht versprochen, dass sie großen Einfluss auf die Handlung nehmen können, sondern erwartet, dass sie sich dem Abenteuer nicht entgegen stellen, sondern das Spiel das ihnen angeboten wird annehmen. Allerdings wird vom SL auch verlangt, dass aktiv nach Feedback fragt und darauf sein nächstes Abenteuer aufbaut.
Ebenso wird erklärt wie man eine Szene aufbaut und - insbesondere - wann man sie beenden sollte und dass man nicht alles ausspielen soll, sondern nur die Momente, in denen wirklich was passiert. Das vermisse ich auch in vielen Spielleiterkapiteln.
Das ist klassischer „Story“-Simulationismus mit Betonung auf schnellem und actionlastigen Spiel und und der kann verdammt viel Spaß machen.. und wird meiner Erfahrung nach auch von sehr vielen Gruppen praktiziert, ohne dass sie sich das eingestehen.
Diese Konzepte sind bestimmt nichts furchtbar neues und ob man das mag und will ist eine andere Frage. Nur wenn ein Anfänger da steht und und sich bereit erklärt hat was zu leiten, dann ist der Froh über einen klaren harten sauberen Weg und ein Regelbuch, dass auch den Spielern, wenn auch nur kurz, sagt, dass sie nicht quer treiben sollen, sondern thematische Wünsche äußern.
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