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[Würfelsystem] Vorstellung
Würfelsystem:
Sehr geehrter 1of3
Danke für die spitze Zunge zur Kritik an meiner Person aufgrund eines Posts, ich hoffe du verträgst dieselbe Dosis Sarkasmus, nicht das ich mich auf dieses Nivaeu herablassen würde ;D.
Wenn du mir jetzt noch mitteilen könntest wo es dieses System schon gegeben hat wäre ich dir dankbar, würde mir Arbeit ersparen.
Warum ich versuche ein Würfelsystem zu erstellen... nun ich habe bisher D&D sowie DSA gespielt und beides ist mir vom System her zu unflexibel.
Ich möchte ein Universelles System indem ich Drachen und Menschen, Bolter und Wurfpfeile darstellen kann. (kurz es sollte für jedes Setting geignet sein).
Im System sollten aber weiterhin alle Handlungen mit einem Würfelmechanismus abgehandelt werden. Möglichst nur ein Wurf pro Aktion, ohne Umständliches Rechen im Spiel.
Vor dem Spiel wird es jawohl mit dem Taschenrechner möglich sein durch zu 3 dividieren, auch für faule Leute.
Attribute und Talentwerte sind in meinem unteren Beispiel fast beliebig austauschbar oder ergänzbar. Man muss sich nur vor dem Spiel darauf einigen und jedem Talentwert 3 Attributswerte zuordnen, diese durch 3 Teilen und dann hat man bis zur nächsten Attributssteigerung , egal ob Stufenlos oder mit Stufen, seine Qualität für eine Probe auf das gewählte Talent. Von hier an also nur nach addieren.
Weiterhin habe ich mir Gedanken gemacht für das schnelle erstellen von NSCs, für jedes Setting, von Mook bis Drache.
Dazu wollte ich aber später mehr schreiben, wenn ich Kritik zu den bisherigen Regelkonstruktionen umgesetzt habe.
Achja und ob das Handle 1of3 Kreativer als Würfelsystem sei mal dahingestellt. ~;D
Viele Grüße Würfelsystem
Merlin Emrys:
Naja, 1of3 ist Vertreter einer bestimmten Rollenspiellehre, und entspechend reagiert er jetzt auch. Vertreter anderer Lehrmeinungen sehen manche Dinge auch anders; ich beispielsweise bin der Ansicht, daß Dogmatismus in Richtung "erlaubter resp. verbotener mathematischer Optionen" ziemlich unsinnig ist, außer natürlich, man schreibt für die Anhänger einer bestimmten Gruppe oder einer Rollenspiellehre.
Aber wenn Du nach einem einfachen, allgemein verwendbaren System suchst und der Aspekt des Selbstgemachten für Dich nicht im Vordergrund steht, könntest Du Dir vielleicht wirklich Arbeit sparen (oder, wenn schon das nicht, dann doch Anregungen holen), indem Du z.B nach "The Pool", "Wushu" oder "Risus" suchst. Die Verweise, die ich im Forum gefunden habe, zeigen allerdings nahezu alle auf nicht mehr existierende Seiten :-( .
Wenn Du keine Probleme mit Englisch hast, schau mal hier nach "The Pool": http://www.randomordercreations.com/rpg.htm
Wushu und Risus kann ich über die Links leider gar nicht mehr finden; vielleicht kann da ein anderer aus dem Forum aushelfen?
Roland:
Die englische RISUS Seite findet sich hier, die deutsche Ausgabe gibt's auf Greywoods Seite.
Ein:
Ja, was du das machst geht ohne Probleme, wie schon mehrmals gezeigt wurde.
Nicht so schön finde ich:
- W8er-Pools
- die Attributswerte sind redundant und könnten auch einfach direkt durch den Würfeltyp ersetzt werden
der.hobbit:
Das System ist sicherlich so spielbar (zumindest soweit man das vom Lesen her erahnen kann). Wirklich Neues enthält es tatsächlich nicht, Poolsysteme sind schon seit langer Zeit weit verbreitet, ebenso wie unterschiedliche Würfel. Eigenschaften und Fertigkeiten gibt es ja schon seit den Anfängen. Von daher muss ich 1of3 Recht geben, dass es nicht überrascht - was aber auch nichts Schlimmes sein muss, lieber etwas Bekanntes Funktionierendes als etwas Neues Doofes.
Was mich persönlich allerdings stören würde, ist die Rechnerei. Da wird mir zu viel addiert und wieder dividiert. Klar, man kann sich die Werte auch hinschreiben, aber dann werde ich vom Zauber "Schwäche" getroffen, meine Stärke sinkt um 2 Punkte, und wie genau wirkt sich das jetzt auf die jeweiligen Qualitäten aus - schon geht die Rechnerei wieder los.
Hier würde ich empfehlen, die Festlegung der Qualität zu vereinfachen (z.B. das Minimum der aufgeführten Eigenschaften, oder das Maximum, oder die mittlere, oder jedes Talent mit genau einer Eigenschaft verknüpfen ...)
Was mich überrascht hat, ist das Übergewicht des Körpers bei den Eigenschaften: 3 vs. je 2 bei Gesellschaft und Geist. Macht nichts, ist mir nur aufgefallen, weil hier meistens doch balanciert vorgegangen werden soll.
Bei der Auflistung der Qualitäten zu den Würfeln würde ich das zugrundeliegende Schema hinzufügen. Dann erschließt sich das m.E. leichter. Also nicht nur sagen bei x bis y gilt z, sondern auch die Regel: Die Qualität entspricht dem Würfel mit gleichem oder nächstkleinerer Augenzahl. Übrigens: Bleib beim W12 - keine 2W6. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung bei 2W6 entspricht einer Gaußverteilung, beim W12 ist sie linear verteilt. Da alle anderen Würfel linear verteilt sind, würde dein System für 12er Qualitäten plötzlich ganz andere Ergebnisse als erwartet produzieren.
Als letzter Punkt fiel mir noch auf, dass es sehr unterschiedlich ist, wie die Qualität ermittelt wird - immerhin ein Bereich von drei bis fünf Eigenschaften wird in deinem kurzen Auszug angeführt. Auch hier errichtest du eine relativ hohe Einstiegshürde: Klar, wenn man sich lange genug mit dem System beschäftigt, dann hat man das Verstanden und es geht leicht von der Hand, nur bis man so weit ist, wird man alle Nase lang in die Regeln schauen müssen - und das hindert den Spielfluss und damit das Spielerlebnis gleich bei den ersten Runden. Vielleicht kannst du hier eine einfachere Regelung finden?
Insgesamt scheint mir das System noch zu komplex, weil zu viel Realismus erreicht werden soll, eine Schule, der ich nicht folge.
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