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Kleines Dorf, Fantasy

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Nelly:

--- Zitat von: SeelenJägerTee am  8.10.2009 | 13:07 ---Wenn ich mich nicht vertue galt im MA in Deutschland Müller als einer der "unehrlichen" Berufe.
Der Müller wäre also ganz bestimmt NICHT der Dorfvorsteher, sondern der über den die Bauern schimpfen, weil er nicht umsonst das Mehl malt und außerdem bestimmt Dreck am Stecken hat.
Ja genau die Stadt ist nah genug.
Also werden Spezialisten wie Schuster und Tischler in der Stadt sein.
Die paar Bauern gehen in die Stadt wenn sie mal nen Tisch brauchen,
NICHT die vielen Städter gehen ins Dorf wenn sie nen Tisch brauchen.
Edit: Grrrr Gustav, du bist immer schneller.  >:( Sauerei aber wirklich ich will einen  :gutschein:

--- Ende Zitat ---

Meistens verstehen sich die Bauern sogar selbst darauf. Es gibt ja heute noch Familienerbstücke die irgendwann einmal vom Vorfahren selbst gebaut wurde, sowas wie die hölzerne Wiege, Truhe, Tisch etc. Aber das muss natürlich nicht sein.


--- Zitat von: Tudor the Deadish am  8.10.2009 | 13:11 ---Naja, wenn es das nicht gibt, gibts auch kein Dorf, das nicht nur aus einer Ansammlung verstreuter Bauernhöfe besteht.

--- Ende Zitat ---

Doch, genau das ist ein Dorf Tudo.

Ich bin auf einem groß geworden das damals noch die gleiche Struktur von vor hunderten von Jahren hatte. Das hatte sich aus einem Kloster entwicket und es war nur eine Ansammlung von Höfen. Da gab es nicht mal eine Mühle, keinen Krämer oder sonst was. Das sind die Bauern selbst die das alles machen. Bauern sind absolute Allrounder und meist sogar alleskönner.
Die meisten Bauern waren nicht reich genug als das sie es sich hätten leisten können irgendwo Körbe zu kaufen. Die werden selbst geflochten, die Wolle für die Kleider kam meistens von den eigenen Schafen und die wurde dann selbst gesponnen und verarbeitet.

Das waren alles Großfamilien wo jeder mit anpacken musste und wenn was dazu gekauft werden musste dann fuhr man in die nächste Stadt und dort konnte man dann auch die eigene Ware verkaufen. Was glaubst du wo die ganzen Bauernmärkte herkommen?

ChristophDolge:
Ich denke gerade bei einem Fäntelalter-Dorf, wenn man ein wenig Realismus reinbringen will, gibt es auch keine richtige Schenke sondern eher ein-zwei Gehöfte mit Ausschank zwei bis dreimal in der Woche. Dann sollte man sich Gedanken über das herrschende Feudalsystem, Leibeigenschaft etc. machen, d.h. grob einfach mal 1/3 bis 1/2 der Bevölkerung als in irgendeinem Abhängigkeitsverhältnis, sprich unfrei, annehmen. Wenn dann noch ein Bauer eine kleine Schmiede betreibt, um Reparaturen etc. durchzuführen und der örtliche Geistliche medizinische Aufgaben übernimmt bzw. sich auch um seine eigenen Felder zu kümmern hat, kommt sicher eine schöne Stimmung auf. Es muss ja nicht unbedingt düster sein, d.h. die Leute können sich so auch durchaus wohlfühlen, aber so wie es bei uns in DSA immer lief, wo in quasi jedem (!) Dorf ein richtige Wirtshaus stand, es einen Schmied und einen Kräuterkundigen gab, muss es nun wirklich nicht sein.

GustavGuns:
Bauern sind meist total verskillt, können alles so ein Bisschen...würde ein echter D&D Spieler nie anfassen ;D

diogenes:
Danke für die rege Beteiligung, Spiel ist aber in zwei Stunden und da ich ein Dorf stehen habe, dass für meine Zwecke ausreicht, werde ich da nicht mehr viel dran ändern.
Nochmal für alle zur Erinnerung, es geht um eine Fantasy-Welt, sprich, historische Korrektheit ist eher nebensächlich. Da die ganze politische Schiene für das Abenteuer ziemlich Wurscht ist, lasse ich das eher weg. Ich gehe mal davon aus, dass einmal im Jahr der Steuereintreiber des Königs vorbeikommt und im Kriegsfall das Dorf vielleicht 10-15 Mann unter Waffen stellen kann. Wa die Entstehung angeht, ein Gasthaus am Straßenrand hat sich dafür angeboten, ein paar Höfe drumherum zu bauen, ein paar mehr Leute sind mit der Zeit dazu gezogen. Ich hab da jetzt einen Jäger, einen Bäcker/Müller, einen Zimmermann, einen Schmied, einen Schuhmacher, einen Händler und ein Gasthaus. Die Handwerker versorgen auch umliegende Dörfer, der Händler ist recht wohlhabend und hat sich da quasi als Alterssitz niedergelassen. Dazu kommen noch so 15 Höfe und ein kleiner Tempel/Schrein für Pelor, der von einem Priester bemannt wird.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Jäger hat einen Aboleth im "Keller". Genauer gesagt lebt der in der Höhle im See und hat als erstes den Jäger versklavt und im Laufe der Zeit weitere Dorfbewohner, es gibt aus des Jägers Haus einen Zugang zur Höhle. Bisher drei der genannten und ein paar Bauern sind versklavt. Falls es jemandem bekannt vorkommt, die Nummer kommt aus Lords of Madness.

Skyrock:

--- Zitat von: diogenes am  7.10.2009 | 20:25 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Einer der Einwohner hat einen Aboleth im Keller, das halbe Dorf ist von dem kontrolliert, insofern brauchen die Spieler schon ein paar Personen zum interagieren...
--- Ende Zitat ---
Dann sollte gerade DAS der Müller sein, wenn du ganz klassisches pseudoeuropäisches Fäntelalter willst.
Müller gelten wegen ihrer undurchschaubaren Mechanismen und ihrem Broterwerb sowieso in genug Sagen und Aberglauben als finstere Hexer, da macht sich ein Aboleth ganz gut.
Außerdem sind Mühlen zu schicke Kampfplätze mit ihrem Gebälk und ihrem Mechanismus, um sie nicht einzusetzen. (Wobei der Aboleth natürlich landbewohnende Mooks braucht, damit der Schauplatz voll ausgenutzt werden kann, aber bei seinen Fähigkeiten sollte das das geringste Problem darstellen.)

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