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Dragonage: Origins
Falcon:
--- Zitat von: bluerps ---Ich meine, wenn du sagst das du die Kämpfe nicht abwechslungsreich findest und ich finde sie abwechslungsreich, dann haben wir beide recht.
--- Ende Zitat ---
Nein, nicht finden. Ich spreche hier von Fakten. Du versuchst das alles mit dem Geschmackssache-Holzhammer weg zu reden, dann ist es schwer über die Qualitäten des Spiels ernsthaft zu diskutieren. Gamestar schrieb damals am 11/2001(S.68) zu BaldursGate2, Zitat: "So ziemlich jedes Getier, das jemals dem Hirn eines Fantasy-Autoren entsprungen ist, findet sich auch in BaldursGate2 wieder", den Satz hab ich nie vergessen, und innerhalb jedes Dungeons finden sich unterschiedliche Kombinationen von Monstern davon. Fast alle AD&D Regeln sind umgesetzt (natürlich auch die Monsterwerte). Dazu gibt es 168Magier und 110 Prieserzauber in mind.20 verschiedenen Spielklassen. Es gibt unzählige magische Gegenstände mit teilweise einzigartigen Effekten (in DA quasi gar nicht), es gibt über 40Tränke (in DA ein paar Resistenzsalben und das wars). Das Spiel ist nicht unbedingt leicht für den Durchschnittsspieler, man muss also schon überlegen wie man seine zahllosen Kombinationen einsetzt.
Mit inhaltlicher Abwechslung wollen wir ja gar nicht argumentieren, weil du das mit dem fragwürdigen Argument "Die Zeit der 150Stunden RPGs ist vorbei" ja wegwischt, obwohl die Tester alls damals schon sagten für sowas hat kaum jemand Zeit, aber natürlich zählt die auch.
Wenn du die DragonAge Kämpfe abwechslungsreich findest, dann tu das, ich finds z.b.optisch abwechslungsreich, aber tu nicht so als wenn es mit dem direkten Vorgänger in der Gesamtkombination des Kampfgeschehens in irgendeiner weise mithalten könnte. Vielleicht nimmt das jemand anders ernst. Ansonsten bring doch selber mal ein paar Fakten, wie du die Kämpfe findest interessiert mich doch überhaupt nicht und es interessiert auch keinen wie ich sie finde.
Es hat genug Aspekte, die es dem Vorgänger vorraus hat, größere Interaktivität, eingängigerem Gameplay und Craftingmöglichkeit (die aber auch nicht sehr umfangreich), mehr Waffenwerte, da kann man ehrlich zu sich selbst sein und hat trotzdem viele Argumente.
Das Argument für den direkten Vergleich hat Ranor ja auch nochmal gesagt. Es gibt zu viele paralellen. Selbst die Gefährten sind Neuaufzüge. Morriganist Jaheira, Alistair ist Anomen, Leliana ist natürlich Imoen, sie sieht sogar genauso aus...
Das Problem mit dem Hängenbleiben hatte ich komischerweise nix, aber ständig das Problem. daß ich irgendwo auf den Boden nicht hinklicken kann, bis ich die Perspektive wechsel. Flächenzauber nutze ich allgemein nur ungern, weil bei so kleinen Geplänkeln immer die eigenen Leute hineingeraten. Bei Dragon Age sind die Areale endlich mal groß genug um die Flächeneffekte irgendwo fernab hinzusetzen (auch Bogenschützen z.b.).
Bluerps:
--- Zitat von: Falcon am 22.12.2009 | 12:09 ---Ich spreche hier von Fakten.
--- Ende Zitat ---
Jepp. Und ich sage, das solche Fakten nicht so wichtig sind, wie du glaubst. Sonst gäbe es einen simplen Weg ein BGIII zu machen, das objektiv besser ist, als BGII: Man nimmt BGII, designt alle Dungeons um, schreibt eine neue Story und baut dann 169 Magierzauber, 111 Priesterzauber, alle Monster des ersten Teils plus ein weiteres (ein Hurlock!), und 21 Spielklassen ein. Das ist ein, den Fakten nach, besseres Spiel.
Unter dem Gesichtspunkt ist Dragon Age, den Fakten nach, schlechter als Baldur's Gate, richtig.
Natürlich sind diese Aspekte eines Spiels nicht ganz unwichtig. Ein Rollenspiel mit einer einzelnen Klasse, die genau einen Wert steigern kann und in der man immer gegen den gleichen Gegner kämpft, fände niemand interessant. Aber das ist ein absurdes Extrem. Sobald man davon weggeht und das Spiel eine gewisse Vielfalt bietet, ist es nichtmehr wichtig, wie die Zahlen genau lauten.
Man kann die Qualität eines Spieles nicht mit irgendwelchen abstrakten Zahlen messen, genausowenig, wie man ein Buch daran messen kann, wieviele Seiten es hat, wieviele Charaktere darin vorkommen, oder wieviele Schlachten darin beschrieben werden. Ein Computerspiel ist viel komplexer als das, und wenn man schon einzelne Aspekte herausgreifen und bewerten will, dann machen da nur abstrakte Dinge Sinn: Stimmt das gamedesign? Sind die Charaktere vielschichtig? Wird die Handlung spannend erzählt? Nur das sowas nicht mehr in harten Zahlen, sondern nur noch subjektiv ausgedrückt werden kann.
--- Zitat ---Mit inhaltlicher Abwechslung wollen wir ja gar nicht argumentieren, weil du das mit dem fragwürdigen Argument "Die Zeit der 150Stunden RPGs ist vorbei" ja wegwischt, aber natürlich zählt die auch.
--- Ende Zitat ---
Das hat ja nix mit dem Inhalt zu tun, man kann auch in 50 Stunden viel Abwechslung haben. 150 Stunden ist nur kein Projekt mehr, das bei den heutigen Produktionskosten von Computerspielen drin wäre. Ist nicht so, das ich mich über 150 Stunden Dragon Age nicht gefreut hätte.
Bluerps
Falcon:
Doch, man kann die Qualitäten:[ als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“, definiert. Die Qualität gibt damit an, in welchem Maße ein Produkt (Ware oder Dienstleistung) den bestehenden Anforderungen entspricht.] nach Zahlen messen, muss man sogar um erkennen zu können, daß ein Steigerungsspiel mit 1Klasse und 1Fertigkeitswert keine Interessenten findet, das tust du sogar unwillkürlich schon. Ohne das gäbs nicht mal die meisten nicht naturwissenschaftlichen Schulnoten.
Was man dagegen nicht messen kann, ist, wie es jemandem gefallen wird. Es wird immer einen durchgeknallten Clown geben, der dieses Steigerungssystem ganz toll findet. Ich würde mir aber nicht von dem erzählen lassen, daß es abwechslungsreicher als das Talentsystem von Diablo2 wäre.
--- Zitat ---Jepp. Und ich sage, das solche Fakten nicht so wichtig sind, wie du glaubst.
--- Ende Zitat ---
Da magst du Recht haben. Für viel zählt ja das Spielgefühl, aber es ist die einzige Grundlage, auf der man sich unterhalten kann.
aber du hast meine Aussage noch nicht richtig verstanden, wenn ich das hier lese:
--- Zitat von: bluerps ---Das ist ein, den Fakten nach, besseres Spiel
--- Ende Zitat ---
Nein!, es ist ein abwechslungsreicheres Spiel, kein besseres Spiel. Du kannst es dann natürlich immer noch scheisse finden.
BaldursGate ist in der Hinsicht Abwechslung (innerhalb seines Genres, Egoshooterpassagen wird man nicht finden) schon ein Extrem, das wird auch kein "Ich finde aber"-Argument aus der Welt schaffen können. Dragon Age liegt irgendwo da drunter, das ist nunmal wahr, kein Minimalextrem aber schon sehr seicht.
Dragon Age hat dafür aber einen schnelleren "drive", man kann es leichter konsumieren und es ist leichter zugänglich, es ist auch nicht so anstrengend und stressig, sich einfach durch Horden von Klonmonstern zu wühlen als nach jedem Kampf seine Strategie anzupassen wegen der vielen Charakteroptionen (Ich habe ZauberX verbraucht für diesen Tag, wenn ich jetzt gleich ZauberY benutze habe ich eventuell nicht mehr genug um den Endgegner zu schaffen. Ich könnte übernachten, aber dann kommen evt. wandernde Monster ect.pp...), und natürlich ist die Technik viel besser (gutes 3D gegen gutes 2D kann man nicht unbedingt aufwiegen aber die Synchro macht z.b. einiges wett), auch das ist ein Fakt, dementsprechend kann es vielen Leuten mehr Spass machen und besser gefallen. Auch wenn jemand sagt die rauschenden Soundsamples aus BG2 findet er besser, ist der Ton in DA TROTZDEM objektiv hochwertiger.
Dennoch ist es als ein Spiel mit BaldursGate als Vorbild imho eine kleine Entäuschung, weil es viele der Ansprüche nicht erfüllt.
Wir haben uns aber fast nur über die Kämpfe unterhalten. Es ist jetzt nicht so, daß ich nicht auch am Spieldesign und Storyplay, sowie Regie selbst Stolperer wahrgenommen hätte.
Spiels doch mal zu Ende schreib dann einfach wie und was dir gefällt oder nicht.
@Abwechslung: Abwechslung in Quantität im gleichen Genre wird unweigerlich die Spielzeit strecken (BaldursGate2 ist ja ein gutes Beispiel), da wirst du nicht dran vorbei kommen. Es sei denn man erhöht ganz massiv das Spieltempo, dann ist es aber fraglich, ob es noch dasselbe Genre ist. Deswegen habe ich angeführt, muss man auch 150Std.RPGs gelten lassen muss, unabhängig von den Kosten, weil das halt einher geht. Von daher hatte Dragon Age schon einen sehr schlechten Stand, weil das bei den Kosten (in den Endcredits laufen irgendwie 200Personen durch, das ist totaler Irrsinn) keiner bezahlen kann, das stimmt natürlich.
Bluerps:
Weißt du, ich habe nichtmal ein Problem damit, das du unbedingt festhalten willst, das Baldur's Gate abwechslungsreicher ist, als Dragon Age. In reinen Zahlen ist es das sicherlich. Was mich stört, ist das du immer wieder Formulierungen benutzt wie "Klonmonster". Das Spiel mag keine zwanzig Varianten von Untoten haben, aber zu behaupten man würde gegen Klongegner antreten ist einfach übertrieben.
Aber ich glaube, die Diskussion ist müßig. Ich bewerte ein Spiel einfach anders, als du. Wenn mich das in deinen Augen zu einem anspruchslosen Spieler macht, dann ist das halt so.
--- Zitat von: Falcon am 22.12.2009 | 13:09 ---@Abwechslung: Abwechslung in Quantität im gleichen Genre wird unweigerlich die Spielzeit strecken (BaldursGate2 ist ja ein gutes Beispiel), da wirst du nicht dran vorbei kommen.
--- Ende Zitat ---
Das meinte ich nicht. Ich meinte du kannst in einem 50 Stunden Spiel genauso viel Abwechslung haben, wie in den ersten 50 Stunden eines 150 Stunden Spiels.
Bluerps
Falcon:
Naja, ich kann meine Meinung zu den Zahlen ja wohl noch einfliessen lassen. Das tust du ja auch "ich finds aber abwechslungsreich", das finde ich nämlich auch übertrieben ;)
Und in DA kommts mir eben vor als wenn man hundertschaften derselben Monster aus der Retorte bekämpft.
--- Zitat von: bluerps ---Ich meinte du kannst in einem 50 Stunden Spiel genauso viel Abwechslung haben, wie in den ersten 50 Stunden eines 150 Stunden Spiels.
--- Ende Zitat ---
äh, ja. Das steht ausser Frage.
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