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Clash of the Titans 2010

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alexandro:
Avatar hatte auch Szenen ohne 3D (sogar recht viele - gefühlt mehr als bei diesem Film  ;D).

Gaming Cat:
Naja...FSK 12(!!!!), zu wenig Mädels in "genretypischer" Kleidung  ;D, eher uninspirierte Inszenierung (MÜSSEN Halbgötter immer einen Kampfstil haben wie Pitt in Troja?) und relativ kurz (gut 100 min). Da wäre deutlich mehr drin gewesen - und auf 3D hätte ich da auch recht gut verzichten können...
Leider, leider, leider nur Krampf der Titanen.  :'(

Jed Clayton:

--- Zitat von: Master Bam am 10.04.2010 | 00:48 ---Naja...FSK 12(!!!!), zu wenig Mädels in "genretypischer" Kleidung  ;D, eher uninspirierte Inszenierung (MÜSSEN Halbgötter immer einen Kampfstil haben wie Pitt in Troja?) und relativ kurz (gut 100 min). Da wäre deutlich mehr drin gewesen - und auf 3D hätte ich da auch recht gut verzichten können...
Leider, leider, leider nur Krampf der Titanen.  :'(

--- Ende Zitat ---

Ich war heute Abend drin und ich bin fast genau der gleichen Meinung. Ich habe ihn in 3D in einem IMAX-Saal gesehen, aus Neugier eben, bin aber der Ansicht, dass die 3D-Schiene hier überhaupt nicht zieht. Ich habe bisher höchstens zwei Filme gesehen, bei denen 3D auch tatsächlich ein "besseres" oder wenigstens "überraschendes" Seherlebnis bewirkt hat. (Ich erinnere mich noch gerne an Monsters vs. Aliens.) Aber bei allen anderen war es auf Deutsch gesagt eine Abzocke. Ich fand die 3D-Brille heute Abend unbequem, unpassend und die meisten Szenen wären in ganz normal (2D) einfach besser gewesen. Ich hatte auch einen blöden Platz im IMAX, quasi unten rechts, 6. Reihe. Da ging eventuell vieles verloren.

Vielleicht liegt es an meinem Alter, vielleicht an dem komischen Winkel auf meinem Platz heute, aber bei allen schnellen Lauf-, Flug- und Kampfszenen bin ich im 3D-Modus völlig verloren und sehe nur noch verschwommenes Farbengewirr. Ich brauche immer erst 3-4 Sekunden, um mich wieder auf das "Bild" einzustellen. Außerdem sehe ich bei den schweren schwarzen 3D-Brillen immer noch die Brillenränder mit... nicht gerade die tolle Seherfahrung. Ganz blöd stelle ich mir das bei Kinobesuchern vor, die ohnehin bereits Brillenträger sind und dann diese schwarze Plastikbrille noch über ihre eigene Brille drüberziehen müssen. Alles Blödsinn.

Abgesehen davon fand ich Sam Worthington in diesem Film sehr schwach und unglaubwürdig, keine Spur des romantischen griechischen Heroen. Jetzt weiß ich nachträglich auch, weshalb Perseus in dieser Verfilmung nicht wie in der alten Fassung alles allein machen durfte, sondern man ihm ein Helden-Team von 6-8 Gefährten an die Hand gab: Perseus allein zieht einfach nicht genug.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die paar Gefährten einschließlich des Djinns (der praktisch als Tusken Raider aus Star Wars durchgegangen wäre) waren absehbar nur dazu da, in der Höhle der Medusa nach und nach von ebendieser dezimiert zu werden, so dass nur noch Perseus die Höhle lebend verlässt. Aber niemand weinte diesen Kanonenfutter-Conans eine einzige Träne nach.
Die anderen Götter neben Zeus und Hades waren ungünstigerweise nur als Staffage da, eigentlich nur in zwei Szenen wortlos für wenige Sekunden zu sehen, anders als in dem Harryhausen-Film von 1981! Dort spielten Aphrodite, Athene und so weiter auch wirklich noch eine Rolle. Ich fand auch den "Ehe-Krach" zwischen Zeus und Hera in der alten Version viel interessanter als Ausgangsbasis als den Streit zwischen Zeus und Hades. Und dann gab's noch Io als neue "Love Interest" ... okay, das war zwar ein netter Einfall, aber auch sie konnte auf einmal Film-Kung-Fu in Perfektion (wie fast alle Filmheldinnen heute) und wirkte verhältnismäßig austauschbar.

Also, ich bevorzuge den alten Film von 1981 jederzeit. Der neue hat nicht einmal ansatzweise Charme und Witz und Abenteuer-Feeling. Eben auch wieder nur 100 Minuten lang Effekt-Gewitter (wie gesagt bei mir mit sehr unangenehmem 3D-Eindruck), von den Charakteren und der Handlung bleibt da wie bei fast allen größeren CGI-Orgien nicht viel hängen. Ganz im Gegensatz zur alten Verfilmung: Clash of the Titans von Desmond Davis habe ich damals mit 12 Jahren auf VHS-Video gesehen, dann an die 20 Jahre nicht mehr. Ich konnte mich aber auch gut 20 Jahre später noch an die komplette Handlung erinnern.

Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich dem neuen Clash höchstens eine 4 geben.

Mein Bedarf an so genannten 3D "Blockbustern" ist für die nächste Zeit auf jeden Fall gedeckt. :(

Chaosdada:

--- Zitat von: Jed Clayton am 12.04.2010 | 00:59 ---Ganz blöd stelle ich mir das bei Kinobesuchern vor, die ohnehin bereits Brillenträger sind und dann diese schwarze Plastikbrille noch über ihre eigene Brille drüberziehen müssen.
--- Ende Zitat ---
Ich habe eine Brille und finde das völlig unproblematisch. Finde 3D auch sonst eine gute Sache - aber kann natürlich sein, dass dieser neumodische Kram für alte Männer zu viel ist. :korvin: Ok, so wirklich neumodisch ist es ja gar nicht.

Jed Clayton:

--- Zitat von: Chaosdada am 12.04.2010 | 18:02 ---Ich habe eine Brille und finde das völlig unproblematisch. Finde 3D auch sonst eine gute Sache - aber kann natürlich sein, dass dieser neumodische Kram für alte Männer zu viel ist. :korvin: Ok, so wirklich neumodisch ist es ja gar nicht.

--- Ende Zitat ---

Neumodischer Schnickschnack, diese jungen Lausbuben wissen doch gar nichts ... ;)

Ich habe nun einige 3D-Filmvorführungen hinter mir und habe sogar vor über zehn Jahren schon andere Scherze mitgemacht wie zum Beispiel die "Kiss in 3D" Tour in München, Olympiahalle 1999, wo man bei bestimmten Liedern der Band eine 3D-Brille aufsetzen musste, um auf der Projektionswand hinter der Bühne kleine Filmchen mit 3D-Kamerafahrten und Animationen zu verfolgen. Das wollte bei einem Kiss-Konzert von den Hardcore-Fans im "Mosh Pit" natürlich niemand und man hätte ebenso darauf verzichten können. (Wenn eine Show eh schon live ist, ist sie dann nicht per Definition auch in 3D? ;) )

Heute halte ich die aktuelle Hysterie um 3D im Kino für reichlich übertrieben und vollkommen ungerechtfertigt. In dem steilen IMAX-Kinosaal letzten Abend war der Blickwinkel einfach nicht ideal und obendrein merkt man meiner Ansicht nach auch, dass Kampf der Titanen ursprünglich als Nicht-3D-Film verwirklicht war und erst nachträglich auf diesen Zug aufspringt. Er hat nicht genügend Anknüpfungspunkte an dieses Medium oder Szenen, bei denen der 3D-Effekt wirklich verstärkend und vertiefend wirkt. Das 3D-Zeug ist diesem bereits fertigen Kinofilm einfach nur übergestülpt worden, obwohl es ursprünglich nicht zu seinem Konzept gehörte und nicht wirklich dazupasst. Anders zum Beispiel bei den Trailern: Vor Clash of the Titans sah ich beispielsweise den Trailer zu Shrek - Das Finale, der von Anfang an als 3D-Event-Film geplant und gedreht wurde. Dort passte die Technik wesentlich besser (harmonischer?) zu den Bildern als bei Clash.

Außerdem sind meines Wissens die 3D-Brillen auch nicht in allen Kinos gleich: Das Cinecittà in Nürnberg verwendet zum Beispiel starre, nicht einklappbare schwarze Gestelle und andere Kino-Ketten verwenden zusammenfaltbare kleinere Modelle. Manche Rahmen sind aus Kunststoff und manche sind aus einer Art Pappkarton. Gestern war ich im Cinecittà und dort ist mir eben subjektiv aufgefallen, dass die Gestelle, die dort ausgeteilt werden, nicht absolut gerade auf meiner Nase liegen und ich in der Mitte immer den schwarzen Balken in meinem Gesichtsfeld habe (ich habe sowieso eine riesige Nase im Vergleich zu anderen und zwei unterschiedlich stark kurzsichtige Augen, in denen ich Kontaktlinsen trage ...).
Wenn ich ständig diesen schwarzen Brillenrahmen vor mir sehe und in der Mitte noch den Balken und das komische Gefühl am Kopf, wenn ich das Ding auf habe, lenkt mich das schon sehr vom Film ab. Wie das Zeug "immersiv" sein soll, wenn ich ständig "was im Auge habe" und noch dazu ein Bild, das nicht an allen Stellen gleich scharf ist und an den Rändern rechts und links immer zu verfließen droht (sieht für mich subjektiv so aus!), frage ich mich schon sehr. Deswegen pfeife ich in nächster Zeit mal auf 3D.

Für alle, die sich das unausgewogene Zeig trotzdem antun: Jedem das Seine.

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