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[Film] Robin Hood - 2010

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Samael:
Ich habe ihn jetzt - wie üblich mit einiger Verzögerung - auch gesehen. Insgesamt gut, aber durchwachsen. Die erste Hälfte fand ich richtig gut. Dieser "Charter" Quatsch und Lady Marian in der Schlacht haben ihn dann fast ruiniert - das Ende war dann aber wieder ganz gut.

Negativ im ganzen Streifen: Der grauenhafte Score bzw. dessen Verwendung.

Edorian:
Auch auf die Gefahr hin, als alter Lästerkopp zu gelten:
Der Film ist Mist! Sicher, die grundlegende Idee, Robin's Vorgeschichte zu beleuchten, bietet einige Möglichkeiten. Aber was bekommen wir?
Robin kommt gerade von einem Kreuzzug (sucht euch einen aus), als erst eine wichtige Person stirbt (und damit ein Stück weit seine "Rettung" in der eigentlichen Geschichte unmöglich macht  ::)) und dann Robin einen unglaublichen (oder auch einfach sehr langweiligen) Aufstieg erfährt. Es folgen knapp 100 Minuten Langeweile, die wohl die einzelnen Charaktere ausleuchten sollten, aber dabei kläglich versagen. Dann ist wohl jemandem aufgefallen, dass es noch eine tolle  ::) ::) Sclacht braucht, wenn man schon das Mittelalter beackert. Also noch kurz eine dicke Lage "Hollywood-Taktik" über irgendwelche Franzosen gekübelt und Prinz John aus dem Off auf die Bühne geschubst, dann schnell Robin zum Held des Tages gemacht, eine Runde weibliche Selbstestätigung für Marian und schon kann Robin zum Geächteten werden...
Ja, es macht irgendwie keinen Sinn, aber schließlich fühlt sich Prinz John nicht mehr geliebt und das geht ja mal echt überhaupt nicht. Dass nebenbei noch die Menschenrechte und Allgemeinbildung sowie frühkindliche Rückblenden reinkomme, fällt kaum noch auf, da es eh nciht mehr zu begeistern weiß.
Brüderchen und ich fühlten uns jedenfalls massiv veräppelt, mit welcher Uninspiriertheit man einen solchen Stoff angehen kann! Echt, besser ging's nicht?! Logiklöcher, fade Charaktere und ein dümmliches Ende machen einen miesen Film. Punkt. Einfach im Free TV schauen, lachen und dann vergessen.
P.S.: Ich vermisse an dieser Stelle einen Facepalm- Smiley

Robert:
Hier werden Sie geholfen:

korknadel:
@Edorian:
ich habe bei einer solchen Produktion ohnehin nicht viel erwartet, von daher hielt sich das in die Armlehne Krallen noch in Grenzen, aber im Prinzip muss ich Dir recht geben.

Für mich waren die Lowlights: die rustikale Gemütlichkeit im Haus Marians (der Taffen, Emanzipierten, aber dennoch Sensiblen  ;)), da vor allem auch die hübschen, weil frühneuzeitliche Landhausklischees bedienenden großen Fenster, die bis (oder fast bis) zum Boden reichten -- unbeheizbare Renaissance-Architektur in einem Gutshof zur Zeit der Kreuzzüge, nur um einen Kitscheffekt zu erzielen --, das absolutistische Auftreten des französischen Königs bzw. der Könige (als hätten die Könige zu der Zeit es sich erlauben können, solche Töne zu spucken), das putzige Detail, dass der Handlanger des Bösen sich durch Frisur ud Kleidung kenntlich macht, die Unterwasser-Slowmotion in der strunzlangweiligen Endschlacht.

Echt schade, ich hatte seit langem mal wieder gedacht, es könnte Spaß machen, so einen Hollywood-Schinken anzusehen, aber leider war es mehr vergeudete Zeit als Spaß. Dabei bin ich nicht mal anspruchsvoll, aber mit dem zigtausendsten, dümmlichen Breitlatschen von Klischees, die vor 30 Jahren schon absolut durch waren, kriegt man selbst mich zum Gähnen.

Samael:
Ja, die Fenster haben uns auch amüsiert.  >;D

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