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Capes, Cowls and Villains Foul -- Superhelden-Spiel von Spectrum Games
Sternenwarzendreck:
Da habe ich wohl den Nagel auf den Kopf getroffen und einen Nerv mächtig gereizt. 8]
Kritik wiederholt:
I. Widerspruch des Spiels
Das Spiel wirbt damit, dass es anders als klassische/ alte Superheldenspiele die Superheldenfähigkeiten nicht durch Regeln beschränken will; das ist zumindest eine Aussage aus DIESEM Textabschnitt im Quickstart.
--- Zitat ---Quickstart S. 1, linke Spalte, unten
Ich ergreife wahnsinnig gern die
Chance, einen Superhelden zu spielen,
aber so gern ich auch über
den alten Spielwerten sitze und
Charaktere aus früheren lizenzierten
Spielen vergleiche, musste dort
doch jede neue Verwendung einer
Superkraft nachträglich durch
Punkte und Regeln begründet
werden. Wenn ein Charakter
unvorstellbare Geschwindigkeit
besitzt, sollte er dann nicht auch
das tun können, was Helden mit
Supergeschwindigkeit in den
Comics immer tun?
--- Ende Zitat ---
Später im Quickstart stellt sich heraus:
1. Merkmale (aka unter anderem Superheldenfähigkeiten) werden durch Ränge ausgedrückt; aus der Logik der Regeln bedeudetet das: je niedriger ein Wert, desto unwahrscheinlicher der Erfolg.
2. Werden Merkmale mehrfach innerhalb derselben Szene benutzt, erhöht sich die Fehlschlagchance.
Ergo: Die "Regeln" von CCaVF beschränken die Superheldenfähigkeiten - und zwar ENTGEGEN des Wunschdenkens von S.1 des Quickstarts sowie ENTGEGEN der Aussagen auf RPGNow in der Produktbeschreibung von dem Quickstart.
II. Indoktrination
--- Zitat ---Quickstart S. 1
Ich liebe Comics.
Ich liebe violette und grüne Kostüme.
Ich liebe Superkräfte.
Ich liebe es, dass in einem Comicheft fast alles möglich ist.
...
Ich liebe Superhelden.
--- Ende Zitat ---
Toll. ICH liebe Menschen.
--- Zitat ---Quickstart S. 6
Warum macht das Spaß?
...
Quickstart S. 7
Warum solltest dann nicht du, der Spieler, auch genauso viel Spaß haben?
... Warum ist das lustig?
Damit können Spieler ihre eigenen
supercoolen Kombinationen erschaffen.
--- Ende Zitat ---
Ein Quickstart, dass jemandem die Wertung, wie er/sie dies und jenes am Spiel sehen könnte, abnimmt, beeinflusst ihn/sie. Es wird etwas in schillernden Farben (lustig, supercool, Spaß) vorgezeichnet; und wenn jemand zu einer anderen Wertung kommt, ist die Schwelle für die eigene "andere Position" ungleich höher. Ein Quickstart ist ein Werbewurfblatt - I give it that. Und als Werbung hat es die Aufgabe zu beeinflussen.
Aber DIESES Exemplar geht ziemlich weit und widert mich in dieser Form sehr an; es hat mich persönlich enorm angepisst, indem es mich regelrecht "zu indoktrinieren" versucht hat, warum ich es cool, spaßig, lustig finden sollte.
Und da ich nun mal kein Weichspüler in solchen Sachen bin, wähle ich sehr bewusst die schärfe Formulierung und Beurteilung. Und die bleibt dieselbe für DIESEN QUICKSTART: Crap!
III. Nagel auf Kopf, Nerv:
Offenbar habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen. Ansonsten würde sich meine Kritik AN DEM QUICKSTART, nicht derart in Misdeutungen durch Forummitglieder und Projektion auf selbige entladen. Wer meine erste Einlassung AUF DEN QUICKSTART zu CCaFV AUFMERKSAM gelesen hat, der wird dort gelesen haben:
--- Zitat von: DER Rollenspieler am 30.03.2011 | 19:07 ---Vorne weg: Respekt vor Übersetzungsleistungen. Macht nicht jede/r. Das heißt nicht, dass sie gelungen ist ...
Auch vorne weg: Grundsätzlich ist nichts gegen neue Spiele einzuwenden.
--- Ende Zitat ---
Und in der zweiten Einlassung gebe ich erneut zu Protokoll:
--- Zitat von: DER Rollenspieler am 31.03.2011 | 17:42 ---DIESER Quickstart - ÜBER DEN und DIE VERGEUDETE ZEIT REGE ICH MICH MAßLOS AUF - ist das Objekt meiner Einlassung. Bitte, wer mehr darin sieht oder sehen will... So what? Dieser Quicksart schreckt MICH ab und weckt KEINE Neugier ...
--- Ende Zitat ---
An dieser Einschätzung ändert sich auch nichts. (Und wenn Jed Clayton wegen meiner Kritik AM QUICKSTART jetzt MEIN Erzfeind sein will ... *gähn*, hinten anstellen ...)
An keiner Stelle in meinen Ausführungen greife ich einzelne Forummitglieder an. Das wird jeder feststellen, der sich die Dinger anguckt.
DER Rollenspieler
P.S.: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit mit den zwei Archetypen.
Bin ich jetzt geadelt, in das Regelkorsett von CCaFV sogar in zwei interessanten Spielarten gepresst worden zu sein?
Kritische Anmerkung: Die Merkmale haben deutlich zu kleine Ränge! ~;D
alexandro:
--- Zitat von: DER Rollenspieler am 1.04.2011 | 19:28 ---I. Widerspruch des Spiels
[...]
Das Spiel wirbt damit, dass es anders als klassische/ alte Superheldenspiele die Superheldenfähigkeiten nicht durch Regeln beschränken will;
[...]
Später im Quickstart stellt sich heraus:
1. Merkmale (aka unter anderem Superheldenfähigkeiten) werden durch Ränge ausgedrückt; aus der Logik der Regeln bedeudetet das: je niedriger ein Wert, desto unwahrscheinlicher der Erfolg.
2. Werden Merkmale mehrfach innerhalb derselben Szene benutzt, erhöht sich die Fehlschlagchance.
Ergo: Die "Regeln" von CCaVF beschränken die Superheldenfähigkeiten - und zwar ENTGEGEN des Wunschdenkens von S.1 des Quickstarts sowie ENTGEGEN der Aussagen auf RPGNow in der Produktbeschreibung von dem Quickstart.
--- Ende Zitat ---
Du hast etwas nicht verstanden, nämlich den Unterschied zwischen "beschränken" und "einschränken".
In klassischen Superheldenspielen (z.B. HERO, M&M, Marvel Superheroes) wirst du dahingehend beschränkt, dass der Held nur das machen kann, was auf dem Charakterbogen steht. Superman kan z.B. nicht seine Geschwindigkeit benutzen, um superschnell um die Erde zu fliegen und die Zeit zurückzudrehen, außer er hat sich vorher die Fähigkeit "Die Zeit zurückdrehen" gekauft. Er kann es einfach nicht (und zwar NIEMALS), das ist eine BESCHRÄNKUNG.
Bei CC&VF kann Superman alles was dem Spieler einfällt und er logisch erklären kann. Die Fähigkeiten des Charakter sind NICHT beschränkt. Damit das Spiel spannend bleibt wird die Erschaffung neuer Fähigkeiten dahingehend limitiert, dass die Erfolgsaussichten mit zunehmenden Einsatz immer geringer werden. Das ändert nichts daran, dass die Fähigkeiten des Charakters UNBESCHRÄNKT erweiterbar sind, es schränkt lediglich deren Effektivität ein.
alexandro:
@Indoktrinierung: typischer amerikanischer Überschwang. Findest du (z.B.) bei Gygax und Sembiada in genau der gleichen Form. Im Deutschen wirkt es etwas unpassend, da gebe ich dir recht. Eine Neutralisierung wäre hier angebracht gewesen.
Sternenwarzendreck:
Ok. Lass ich gelten. Ich habe EINschränken und BEschränken nicht differenziert. Ich behaupte aber, dass das unwesentlich ist. Und zwar aus diesen Gründen:
Unterm Strich bleibt nach wie vor der Widerspruch zwischen Anspruch des Spiels und Spielrealität bestehen:
Ich erinnere noch mal an den Teaser-Text für den Quickstart von CCaVF auf RPGNow:
--- Zitat ---http://www.rpgnow.com/product_info.php?products_id=89775&affiliate_id=11124
...
Wenn sich Comic-Autoren hinsetzen, um eine Geschichte zu verfassen, haben sie keine Charakterblätter vor sich, die genau festlegen, was die Charaktere tun können
...
Es hängt alles nur davon ab, was zu einer unterhaltsameren Geschichte führt.
Das Spiel Capes, Cowls and Villains Foul trägt dem voll und ganz Rechnung, weil es ein offenes und flexibles Spielsystem bietet, in dem die Spieler und der Spielleiter wie Comic-Autoren behandelt werden und nicht bloß wie Leute, die ein Spiel spielen. Es gibt keine Grenzen oder Beschränkungen mehr.
--- Ende Zitat ---
Da ich meine Merkmale in CCaFV eben nur begrenzt einsetzen kann (mit jedem weiteren Einsatz immer schwieriger), kann ich die Merkmale meines Charakters eben nicht in epischer Breite und dichterrischer Freiheit wahllos wie der Comic-Autor einsetzen. Wenn ich in CCaVF ein beliebiges Merkmal in einer beliebigen Szene ordentlich ausgekostet habe, war es das ... Nachteilswürfel ohne Ende, nix mehr mit Spaß in Tüten, und lustig kann das dann im Climax der Szene auch nicht mehr sein ... (Seite 6 im Quickstart)
Im Übrigen obliegt es der Plausibilität meiner Beschreibungen und letztlich dem Goodwill des "Redakteurs", ob ich das, was ich beschrieben habe, auch möglicherweise, je nach Würfelergebnis, also nach Regelanwendung, durchführen können darf.
Sorry, NEIN! Das ist das Gegenteil von dem Werbetext auf RPGNow; das ist das Gegenteil von Seite 1 im Quickstart selbst, weil es SCHRANKEN GIBT - der regeltechnische Modus oder die regeltechnische Ausdrucksweise, ALSO DIE REGELUNG der Merkmale (Superkräfte) ist "nur anders", in einem anderen Gewand, am Ende aber genau das: eine Regelung, die mir in meinem Spiel, im Austoben der Superheldenfähigkeiten Schranken setzt ... ! Die Unterscheidung von Beschränken und Einschränken löst mein Grundproblem mit dem Spiel damit nicht annähernd ...
CCaVF ist folglich auch "nur ein weiteres" Superheldenrollenspiel, auch wenn es ALLER WAHRSCHEINLICHKEIT nach einen höheren Erzählfaktor hat als andere Superheldenspiele ...
Oder anders formuliert: Das ist Etikettenschwindel.
DER Rollenspieler
El God:
Im Grunde beschwerst du dich also, dass dieses Rollenspiel Regeln hat?
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