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Capes, Cowls and Villains Foul -- Superhelden-Spiel von Spectrum Games

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Jed Clayton:

--- Zitat von: Jack Napier am 24.06.2011 | 00:41 ---Naja, wenn du keine Beispiele bringen kannst/willst, was CC&VF besser(!) macht als andere Superhelden-RPGs, dann ist das eher Anti-Promo.

--- Ende Zitat ---

Ich habe nur mal gesagt, dass ich jetzt diesen Beschluss fasse, damit der Thread hier nicht fortlaufend off-topic gerät.

Ein anderer Spieleautor hat mir schon mal vor vielen Jahren diese Faustregel gesagt: Ein System sollte sich nicht über Begriffe aus einem anderen System definieren, oder im Vergleich dazu. Immer nur aus sich selbst heraus. Das gilt zum Beispiel auch für "Subsysteme" in einem Regelwerk, wie gesonderte Regelteile für Kämpfe, Schaden, Heilung, Magie, Psionik und so weiter.

Ich denke, den Leuten, die schon mit dem Preview nichts anfangen konnten oder die Schreibe nicht mögen, werden auch nicht zu meinen Con-Terminen kommen oder das fertige Regelbuch kaufen.


@Owlman:
Das ist jetzt natürlich alles rein subjektiv, und ich bin mit dem Autor befreundet, aber in CC&VF kannst du deine Kräfte und Fähigkeiten "bündeln" oder "stapeln". Du musst das nicht tun, aber du kannst. Das heißt, man würfelt nicht auf eine einzelne Fähigkeit und muss dann erst mal eine Weile warten, bis man wieder am Zug ist und irgendwie die nächste Fähigkeit einsetzen kann.

In Savage Worlds usw. gibt es zwar funktionierende Regeln zum Simulieren von Comic-Kräften, aber alles ist einzeln definiert und man kann i.d.R. nur eines nach dem anderen benutzen (natürlich kann man dort auch gleichzeitig in der Luft schweben und seinen Röntgenblick benutzen, aber das ist hier nicht gemeint). In CC&VF beschreibt der Spieler in Actionszenen häufig ein Comic-Bild:
Ist der Held auf dem Comic-Panel abgebildet, wie er mitten im Sprung drei Gangster umwirft, einen davon mit einem Karate-Kick mit dem linken Bein am Kinn trifft, einen anderen mit den Strahlen aus seinem linken (Cyber-)Auge versengt und den dritten mit dem Panzerhandschuh an seiner rechten Hand trifft und dabei gleichzeitig noch seinen Schrei mit Ultrastimmbändern einsetzt und man sieht, wie er damit das Glasfenster hinter den Gangstern zum Zerspringen bringt, so kann man das mit einer Aktion und nur einem Mal Würfeln erledigen.

Das beschriebene Bild ist ein Panel. In diesem Augenblick verwendet der Carakter wahrscheinlich eine Kombination von Traits (Merkmalen). Es könnte zum Beispiel das Merkmal ATHLETISCHER SPRUNG sein, das durch die Merkmale KARATEMEISTER, CYBER-AUGE, PANZERHANDSCHUH und ULTRASTIMME aufgestockt wurde. Das sind also fünf Merkmale auf einmal, weil es ja alles auf dem gleichen Panel geschieht (Athletischer Sprung + Karatemeister + Cyber-Auge + Panzerhandschuh + Ultrastimme). Es sind auch noch mehr übereinandergestapelte Merkmalsbenutzungen möglich. Mehrere Merkmale auf einmal einzusetzen, wenn es mal hart auf hart kommt, hat allerdings Vor- und Nachteile! Man erhöht seine Chance auf einen richtig tollen Erfolg in einer Actionszene, aber wenn man die Aktion hinter sich hat, hat man möglicherweise Kraftreserven verbraucht, die man später vielleicht noch braucht. Das ist der "gamble" in CC&VF, eben das Risiko.

Der Rest sind hauptsächlich ästhetische Erwägungen. Ich mag z.B. einfach ein W12-System. Die Zwölfseiter sehen chic aus, rollen gut und haben eine schöne Chancenverteilung. In CC&VF muss ich auch im Normalfall keine Würfelergebnisse addieren. Meist würfle ich mit einem einzelnen W12 und wenn es mal mehrere W12 sind, dann ist das ein Pool, aus dem nur ein Ergebnis zählt.

Jack Napier:

--- Zitat von: Jed Clayton am 24.06.2011 | 02:31 ---In Savage Worlds usw. gibt es zwar funktionierende Regeln zum Simulieren von Comic-Kräften, aber alles ist einzeln definiert und man kann i.d.R. nur eines nach dem anderen benutzen (natürlich kann man dort auch gleichzeitig in der Luft schweben und seinen Röntgenblick benutzen, aber das ist hier nicht gemeint). In CC&VF beschreibt der Spieler in Actionszenen häufig ein Comic-Bild:
Ist der Held auf dem Comic-Panel abgebildet, wie er mitten im Sprung drei Gangster umwirft, einen davon mit einem Karate-Kick mit dem linken Bein am Kinn trifft, einen anderen mit den Strahlen aus seinem linken (Cyber-)Auge versengt und den dritten mit dem Panzerhandschuh an seiner rechten Hand trifft und dabei gleichzeitig noch seinen Schrei mit Ultrastimmbändern einsetzt und man sieht, wie er damit das Glasfenster hinter den Gangstern zum Zerspringen bringt, so kann man das mit einer Aktion und nur einem Mal Würfeln erledigen.

Das beschriebene Bild ist ein Panel. In diesem Augenblick verwendet der Carakter wahrscheinlich eine Kombination von Traits (Merkmalen). Es könnte zum Beispiel das Merkmal ATHLETISCHER SPRUNG sein, das durch die Merkmale KARATEMEISTER, CYBER-AUGE, PANZERHANDSCHUH und ULTRASTIMME aufgestockt wurde. Das sind also fünf Merkmale auf einmal, weil es ja alles auf dem gleichen Panel geschieht (Athletischer Sprung + Karatemeister + Cyber-Auge + Panzerhandschuh + Ultrastimme). Es sind auch noch mehr übereinandergestapelte Merkmalsbenutzungen möglich. Mehrere Merkmale auf einmal einzusetzen, wenn es mal hart auf hart kommt, hat allerdings Vor- und Nachteile! Man erhöht seine Chance auf einen richtig tollen Erfolg in einer Actionszene, aber wenn man die Aktion hinter sich hat, hat man möglicherweise Kraftreserven verbraucht, die man später vielleicht noch braucht. Das ist der "gamble" in CC&VF, eben das Risiko.

Der Rest sind hauptsächlich ästhetische Erwägungen. Ich mag z.B. einfach ein W12-System. Die Zwölfseiter sehen chic aus, rollen gut und haben eine schöne Chancenverteilung. In CC&VF muss ich auch im Normalfall keine Würfelergebnisse addieren. Meist würfle ich mit einem einzelnen W12 und wenn es mal mehrere W12 sind, dann ist das ein Pool, aus dem nur ein Ergebnis zählt.


--- Ende Zitat ---
Öhm, welche Supers-Settings von SaWo kennst du denn so, dass du das pauschal über einen Kamm kehrst?

Jed Clayton:

--- Zitat von: Jack Napier am 24.06.2011 | 02:45 ---Öhm, welche Supers-Settings von SaWo kennst du denn so, dass du das pauschal über einen Kamm kehrst?

--- Ende Zitat ---

Ich würde nie behaupten, dass ich ein Savage-Worlds-Experte bin. Ich dachte auch, wir sprächen hier noch über das System? Settings sind ja zunächst mal nur Settings--eben Kulissen, Schauplätze, Orte. Sie müssen für mich nicht notwendigerweise Einfluss auf die Funktionsweise von Regeln haben.

Gelesen habe ich die Super Powers-Abschnitte aus Savage Worlds: Explorer's Edition. Necessary Evil kenne ich ein wenig aus mündlichen Beschreibungen.

Jack Napier:
Dann ist aber die Aussage schlicht falsch, weil jedes Supers-Setting die Sache mit den Superkräften anders regelt, da es z.B. bei NE Superkräfte gibt, die emulieren können, also genau das tun könnten, was du uns als ein nicht unerhebliches Alleinstellungsmerkmal von CC&VF deklariert hast.

Von daher erschliesst sich mir auch nicht ganz, inwiefern dieses dann das Spiel "besser" oder gar "anders" macht.
Aber vielleicht kommt der Aha-Effekt ja noch. 


Nocturama:

--- Zitat ---Konkret würde mich persönlich nur interessieren, was CC&VF besser macht als Truth&Justice von PDQ und Necessary Evil von Savage Worlds und welche Vorteile es für Neulinge im Genre bietet.
--- Ende Zitat ---

SaWo und CC&VF halte ich eher nicht für vergleichbar, weil die doch sehr unterschiedlich funktionieren. Klar kann man PTA mit DnD4 vergleichen, aber so richtig sinnvoll wird das nicht. Deshalb würde ich von einer Diskussion zu SaWo und CC&VF abraten. Führt zu nichts.

Nach T&J hatte ich am Anfang des Threads (oder in einem anderen Thread zum gleichen Spiel) auch schon gefragt. Nach meinem Eindruck sind sich die Spiele tatsächlich sehr ähnlich. Freie Traits und Traitaddieren hat T&J zumindest auch (so wie alle PDQ-Spiele).
Ich vermute, dass CC&VF keine vorgegebenen Kräfte wie T&J hat und die Kräfte keine Spezialauswirkungen haben (zumindest würde ich mir das wünschen, da liegen nämlich ein paar Dinge bei T&J im argen). Balancing zwischen Superman und Green Arrow wird wohl durch Refreshs erreicht (wie oft ich eine Kraft einsetzen kann?). T&J gibt Helden ohne Superkräfte mehr Stärken und geht dann in die Knie... bei uns hat der Batman-Verschnitt regelmäßig mit Helden mit Superkräften den Boden aufgewischt. Ganz großes Manko des Systems.
So richtig kann ich dir aber natürlich nicht sagen, ob CC&VF in der Hinsicht besser funktioniert. Ist ja noch nicht draußen ;)

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