Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Was hat euch von 3e abgeschreckt?
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Feuersänger am 4.07.2010 | 18:31 ---Uns sind auch mit zunehmenden Leveln die Kampfrunden zu langwierig geworden. Es ist ja irgendwie so: auf Stufe 1 hat jeder einen Angriff pro Runde, heisst also in 4 Runden würfelt jeder 4 mal. Auf Stufe 16 haben Kämpfer 4+ Angriffe pro Runde, aber würfeln muss man die Angriffe ja doch, sodass die Kampfdauer am Spieltisch nicht kürzer wird.
--- Ende Zitat ---
Wir haben das dahingehend gelöst, das wir W20 unterschiedlicher Farben verwendet haben, gleichzeitig gewürfelt haben und dann meist von "dunkel nach hell" die Boni addierten.
Feuersänger:
Meines Erachtens ist der eigentliche Akt des Würfel-rollenlassens nicht das zeitfressende. Sondern eben, dass man dann auf jedes von vier verschiedenen Würfelergebnissen nochmal vier verschiedene Zahlen aufaddieren muss, und dann jede dieser vier Summen mit dem Zielwert vergleichen.
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Feuersänger am 4.07.2010 | 18:50 ---Meines Erachtens ist der eigentliche Akt des Würfel-rollenlassens nicht das zeitfressende. Sondern eben, dass man dann auf jedes von vier verschiedenen Würfelergebnissen nochmal vier verschiedene Zahlen aufaddieren muss, und dann jede dieser vier Summen mit dem Zielwert vergleichen.
--- Ende Zitat ---
Jaaah...stimmt schon.
Grimtooth's Little Sister:
--- Zitat von: Falcon am 4.07.2010 | 18:12 ---Den Effekt hättest du eben nicht, wenn man nur für wichtige Proben würfelt. Also wenn man einen Kampf mit 3 statt 30 Würfen beenden könnte. Das Problem bei 3.X ist ja, daß man sich in den Kämpfen totwürfelt und die meisten Würfe kurzfristig völlig belanglos sind (auf den ganzen Kampf bezogen) und da hat NIEMAND Lust es immer und immer wieder zu beschreiben.
Mit einer "Grundbeschreibung" ziehst du das ganze dann NOCH weiter in die Länge.
Also lieber weniger Würfe. Wie wäre es mit : Jeder Schaden wird ab sofort *2 (oder *4) genommen ;)
--- Ende Zitat ---
Sowas in der Richtung mach ich nur, wenn ich niemanden dabei habe, der gerne kämpft. Das ist aber leider ziemlich selten der Fall. Irgendwer will eigentlich immer ne Beschreibung, es sei denn, es ist ein Minikampf.
Arldwulf:
--- Zitat von: Korig am 3.07.2010 | 12:13 ---Hier geht ja das Regegerüst ja davon aus, dass sich der Verteidiger ja mit seinem festen Verteidigung wert so gut als möglich verteidigt. Also ist für mich natürlich möglich, dass so zu beschreiben. Wenn man am Zug ist, hat man halt in den 3 bis 4 Sekunden während des Duells die Oberhand. Sollte der Gegner vorher das zeitliche segnen, hat man natürlich Pech gehabt ;)
--- Ende Zitat ---
Möglich das ganze zu beschreiben ist es immer. Aber die Frage ist auch ob die Regeln den Beschreibungen entsprechen, ob sie geeignet sind diese darzustellen. Und zugegebenermassen empfinde ich es auch nicht spannender wenn man sagt: "dann hatte Mark die Oberhand für 3 Schläge, dann wieder das Monster für 3, dann wieder Mark..."
Vor allem weil keine Begründung dafür da ist, ausser "beide haben sich nicht bewegt". Sie haben halt keine spezielle Aktion gemacht, und dies macht es schwierig ihre Aktion als etwas interessantes zu beschreiben.
Aber vor allem die Relevanz. Wenn ich beschreibe das ich einen Gegner ins Leere laufen lasse dann will ich auch das dieser anschliessend dort steht - und ich nicht nur ihm seinen Geschicklichkeitsmodifikator von der Rüstungsklasse abgezogen hab. (Im Nachhinein ist allein diese Formulierung ein schönes Beispiel für die Beschreibungsfeindlichkeit der 3E).
Wenn mein Schurke aus der Deckung springt dann will ich auch dass ich damit jemanden überrasche - und nicht hören dass zwischen meiner Deckung und dem Ziel noch 1,5 meter Platz waren in denen ich meine Tarnung verloren hab.
Und es gibt halt auch im Regelsystem immer wieder viele Punkte die immer wieder Diskussionen auslösen und damit die Spieler aus ihrem Charakterspiel herausreissen. Das fängt ja schon mit Bewegung über grössere Distanzen an, bei der erstmal die Regeln für diagonale Bewegung für Spass sorgen. Anstatt zu beschreiben welchen Gegner ich gerade auf welche heldenhafte Art und Weise anstürme quäle ich mich damit rum auszurechnen ob ich ihn gerade noch erreiche oder nicht, wie Terrain und Gelegenheitsattacken dort mit hereinspielen und ob das ganze denn auch eine gerade Linie ist oder ich eine Fähigkeit aus irgendeinem Zusatzbuch brauche um ihn doch noch anzustürmen.
Das schlimme ist: Das ist kein theoretisches Problem. Ich habe Stunden mit derartigen Diskussionen verbracht, und das obwohl es oben eigentlich um etwas so simples wie: "Ich renne zu Gegner A und versuche ihn zu hauen" geht.
Die 3E/3.5 ist ein tolles und flexibles System zur Erschaffung vielseitiger Charaktere. Nur eben nicht besonders gut darin zu beschreiben was diese eigentlich in ihrem Abenteuer so tun.
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