Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] Sind die alten Completes outdated?
Skele-Surtur:
--- Zitat von: Whisper666 am 25.09.2010 | 21:59 ---Das wollt ich dir auch nicht unterstellen.
Ich finds insgesamt eher merkwürdig.
Nicht, das neue Bücher neue, coole Gimmicks bieten. Vielmehr die Tatsache, das das neue Material teilweise das alte obsolet macht. Das kenn ich so auch nur von D&D 3.X.
--- Ende Zitat ---
Jaein. Zum ersten Teil stimme ich dir voll zu, aber ich sehe da auch durchaus ein Muster und ich kenne es auch von anderen Formaten. Beim WH Fantasy Tabletop z.B., als ich es noch spielte, glaube ich eine durchaus ähnliche Tendenz erkannt zu haben. Armeen, deren Armeebücher später veröffentlicht wurden kamen mir irgendwie stärker vor, als die, die zuerst erschienen waren. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Imperium immer zu den ersten Armeen gehört hat und ich es nie gerallt habe, wie man die führen muss, weswegen ich regelmäßig vom Chaos den Hintern versohlt bekam.
EDIT: War ich wohl zu langsam. Aber ich muss zugeben, dass mir so spontan kein anderes Rollenspiel einfällt, bei dem das genau so abläuft. Bei L5R 3rd z.B. waren die nachfolgenden Schulen nicht unbedingt stärker als die aus dem Grundbuch, teilweise sogar deutlich schwächer.
Ich bin da insgesammt irgendwie unschlüssig, aber ist es nicht das Prinzip, den Spielern immer stärkere Dinge zu geben, damit sie die Bücher kaufen und auf der anderen Seite vergeliche man das MM mit dem MM III.
Ist das irgendwie ein Wettrüsten zwischen MM und PH-Splats gewesen?
Whisper666:
--- Zitat ---Beim WH Fantasy Tabletop z.B., als ich es noch spielte, glaube ich eine durchaus ähnliche Tendenz erkannt zu haben. Armeen, deren Armeebücher später veröffentlicht wurden kamen mir irgendwie stärker vor, als die, die zuerst erschienen waren.
--- Ende Zitat ---
Das ist auch völlig richtig. Das neueste Armeebuch ist auch immer das stärkste. Abgesehen von den Ogern vielleicht ;).
--- Zitat ---Ist das irgendwie ein Wettrüsten zwischen MM und PH-Splats gewesen?
--- Ende Zitat ---
Ich glaub, das ging gar nicht anders. Wenn man die Spielercharaktere immer mächtiger macht dann muss man natürlich auch stärkere Monster nachliefern.
Xiam:
--- Zitat von: Surtur am 25.09.2010 | 19:59 ---Die Frage also ist, wenn der Bloodstorm Blade den Master Thrower locker in die Tasche steckt (was ich mal ungesehen glauben will), ist dann der Master Thrower nicht nurmehr unnötiger Balast innerhalb des CW, sobald man das ToB zur Verfügung hat?
Und hat z.B. der Abjurant Champion nicht den Eldritch Knight im Prinzip obsolet gemacht?
--- Ende Zitat ---
Für mich gilt: besser (Powercreep) =|= besser (insgesamt)
Nur weil die neueren PrC besser im Sinne von "mächtiger" sind, bedeutet das nicht, dass sie auch tatsächlich besser sind. Der Fluff ist ja ein ganz anderer.
Stimmt aber irgendwie schon, denn 4 von 5 Spielern tendieren wohl eher dazu, den Fluff zu ignorieren und sich bei der Auswahl allein an den Features zu orientieren.
Und wahrscheinlich muss man sich auch einfach bewusst sein, dass ein Verlag wie WotC keine Hinterhofklitsche voller Idealisten ist, sondern ein der Konzernmutter Hasbro verantwortliches, profitorientiertes Unternehmen. Und da muss man sich wahrscheinlich tatsächlich überlegen, was in den neuen Büchern drinne stehen muss, damit sie auch jeder kauft. Da liegt es nahe, dass in den neuen Büchern auch Sachen zu finden sind, mit denen der Käufer einen Vorteil gegenüber dem Besitzer des "alten" Buches hat.
Skele-Surtur:
Hmmm. Ich gehe nicht davon aus, dass AEG eine Hinterhofklitsche voller Idealisten ist, dennoch war das, was nach dem Grundbuch für das L5R RPG an Zusatzmaterial für die 3rd kam, nicht unbedingt mit stärkeren Optionen gefüllt. Mehr Optionen, was irgendwann zu einer Aufweichung der Klanstereotype führte, was einige Spieler ja durchaus bedauern, nicht nur "Besser, Stärker, Größer". Aber dieser Unterschied könnte auch dem Grundsätzlichen Unterschied zwischen L5R und D&D zuzuschreiben sein.
Ist also "der" D&D 3.5 Spieler tendenziel ein "Besser, Stärker, Größer"-Spieler?
Whisper666:
--- Zitat ---Ist also "der" D&D 3.5 Spieler tendenziel ein "Besser, Stärker, Größer"-Spieler?
--- Ende Zitat ---
hm, wenn man den Diskussionen hier im Board folgt, scheint wirklich ein Großteil der Spieler seinen Spaß u.a. daraus zu ziehen, möglichst effektive Builds mit möglichst effektiver Ausrüstung zu basteln. Von daher würd ich der Aussage zustimmen.
Aber ich glaube, das ist auch ein Systemproblem. Kaum ein System macht es so notwendig, seinen Charakter bis zur 20 Stue durchzuplanen wie D&D 3.X. Zumindest dann nciht, wenn man nciht ganz schnell ins Hintertreffen geraten will.
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