Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
[empfehlt mir...] Ein System für detaillierte Mittelalterkämpfe
Pyromancer:
--- Zitat von: Falcon am 28.10.2010 | 02:07 ---in UA macht ein Dolch immer 1 Schadenspunkt? Ist ja witzig.
--- Ende Zitat ---
Wenn man trifft, dann macht das Messer ganz normalen Nahkampfschaden (Würfelsumme, +3 wegen scharf). Wenn man nicht trifft macht man trotzdem einen Punkt Schaden.
Bei UA ist es dann noch so, dass der SL ja verdeckt würfelt und auch die Trefferpunkte verdeckt führt und nur die Trefferauswirkungen beschreibt. Das führt dazu, dass sich ein Gegner mit Messer noch gefährlicher anfühlt als er eigentlich ist. Zusammen mit dem Psychosystem kommt da ein ganz realistisches Kampfsystem raus. Um jemanden umzubringen müssen die meisten normalen Menschen nämlich erstmal Stresswürfe auf Gewalt oder gar Identität machen.
Nur für eine detaillierte Mittelalter-Simulation taugt's halt nicht. ;)
Falcon:
das die Psychologie eine Rolle spielt, finde ich schon wichtig. Davon hängt ja wohl 80% des Kampfausgangs ab.
Abgesehen von Riddle of Steel (das UA System kenne ich nicht wirklich), war in der Hinsicht bislang leider wenig brauchbares dabei.
@Merlin: ich schätze, daß man bei der Reichweitenüberbrückung von Messer und Stab, der Stabkämpfer vielleicht ne halbe Sekunde Zeit hat. Wenn der Messerkämpfer dabei nicht ruhig bleibt, glaube ich sofort, daß es nicht "so einfach" ist, mal eben in die Augen zu stechen.
Das hört sich ja alles sehr einfach bei dir an.
--- Zitat von: milktoast ---Wenn es ihm aber nicht egal ist das er bevor er zustechen kann 1-3 Schläge mit dem (langen) Stock abbekommt und evtl. Knochenbrüche u.Ä. davonträgt dann ist der Angriff nicht soo einfach.
--- Ende Zitat ---
Ja genau, darauf läufts im Grunde hinaus.
wobei mir jetzt nicht klar ist, was das Beschaffen der Waffe damit zu tun hat ;)
Im Endeffekt geht es bei dem Artikel ja auch weniger um richtige Kampfstile mit "coolen, stylischen Manövern", wie sich das hier manche so offenbar vorstellen, sondern um wildes aufeinander einstechen. Ich gehe davon aus, daß die meisten Kampfstile darauf ausgelegt sind den anderen zu verletzen, ohne selbst verletzt zu werden, also mit Vorsicht auf beiden Seiten (im guten Sportsgeist sozusagen ::) ). Aber das wurde im Artikel ja quasi ausgeschlossen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, daß bei einem echten, lebensbedrohenden Nahkampf die Kampftechnik als erstes dran glauben muss. Meist gehts doch wohl nur um die Eröffnung und den ersten Treffer.
Merlin Emrys:
--- Zitat von: Falcon am 28.10.2010 | 12:03 ---Wenn der Messerkämpfer dabei nicht ruhig bleibt, glaube ich sofort, daß es nicht "so einfach" ist, mal eben in die Augen zu stechen.
--- Ende Zitat ---
"Auf die Augen losgehen" ist ja auch nicht "in die Augen stechen".
milktoast:
--- Zitat von: Falcon am 28.10.2010 | 12:03 ---@Merlin: ich schätze, daß man bei der Reichweitenüberbrückung von Messer und Stab, der Stabkämpfer vielleicht ne halbe Sekunde Zeit hat. Wenn der Messerkämpfer dabei nicht ruhig bleibt, glaube ich sofort, daß es nicht "so einfach" ist, mal eben in die Augen zu stechen.
Das hört sich ja alles sehr einfach bei dir an.
--- Ende Zitat ---
Der Denkfehler dabei ist das ihr davon ausgeht das man den Angreifer ausschalten muss um sich zu verteidigen (Auge ausstechen und so), es reicht aber ihn auf Distanz zu halten. Wenn ich mit dem Stab wie mit einem Speer auf den Messerkämpfer einsteche werd ich ihn wohl nicht aufspießen und auch wahrscheinlich kein Auge ausstechen, aber ihn effektiv daran hindern näher zu kommen.
--- Zitat ---Ich kann mir auch gut vorstellen, daß bei einem echten, lebensbedrohenden Nahkampf die Kampftechnik als erstes dran glauben muss. Meist gehts doch wohl nur um die Eröffnung und den ersten Treffer.
--- Ende Zitat ---
Kampftechnik wird wohl nicht dran glauben. Stylische Manöver wird man aber weniger finden, eher bewusste rohe Gewalt.
Ich denk in den Fall Messer/Stab ist es für den Messerkämpfer die vernünftigste Entscheidung das Weite zu suchen. Er kann zwar gewinnen aber wird nahezu sicher dabei verletzt (Vorrausgesetzt es geht hier um provessionelles "Töten wollen" und nicht um blinde Wut).
Pyromancer:
--- Zitat von: milktoast am 28.10.2010 | 12:52 ---Ich denk in den Fall Messer/Stab ist es für den Messerkämpfer die vernünftigste Entscheidung das Weite zu suchen. Er kann zwar gewinnen aber wird nahezu sicher dabei verletzt (Vorrausgesetzt es geht hier um provessionelles "Töten wollen" und nicht um blinde Wut).
--- Ende Zitat ---
Du wirst bei jedem ernsthaften Nahkampf beinahe sicher selbst verletzt. Die Bewaffnung des Gegners entscheidet nur darüber, wie schwer. Und zumindest viele selbsternannte Kampfexperten behaupten, dass am Ende meistens der gewinnt, der offensiv kämpft und eigene Verletzungen in Kauf nimmt um den Gegner auszuschalten, und nicht der, der defensiv kämpft und nur versucht, eigene Verletzungen zu vermeiden.
Aber ich hab noch nie einen Kampf auf Leben und Tod mitgemacht, von daher kann ich da aus eigener Erfahrung nichts dazu beitragen.
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