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Sucker Punch

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Pyromancer:
Ok, ich tat dem Film wohl unrecht, es hat nicht der letzte Zuschauer kapiert, um was es eigentlich geht. ;)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das ganze ist Sweet Peas Geschichte. Das sagt Baby Doll am Ende ja auch explizit. Mir drängte sich diese Sichtweise ab dem Übergang vom Irrenhaus zum Bordell, wo aus Baby Doll unvermittelt Sweet Pea wird, auf. Die anderen Mädchen sind nicht real, sondern Aspekte von Sweet Peas Persönlichkeit. Und die ganze oberste Ebene, die wir im Film zu Gesicht bekommen (Vorgeschichte, Irrenhaus, Flucht in den Sonnenuntergang) ist auch nicht real, sondern genauso Phantasie/Einbildung wie die Bordell-Ebene und die Action-Ebenen. Spätestens beim Busfahrer sollte das klar sein. Na ja, oder auch nicht. So im Rückblick erscheint das alles ein bisschen hanebüchen, während des Filmes ergab das Sinn. ;)

Blechpirat:

--- Zitat von: Pyromancer am  6.04.2011 | 11:15 ---Das ganze ist Sweet Peas Geschichte. Das sagt Baby Doll am Ende ja auch explizit. Mir drängte sich diese Sichtweise ab dem Übergang vom Irrenhaus zum Bordell, wo aus Baby Doll unvermittelt Sweet Pea wird, auf. Die anderen Mädchen sind nicht real, sondern Aspekte von Sweet Peas Persönlichkeit. Und die ganze oberste Ebene, die wir im Film zu Gesicht bekommen (Vorgeschichte, Irrenhaus, Flucht in den Sonnenuntergang) ist auch nicht real, sondern genauso Phantasie/Einbildung wie die Bordell-Ebene und die Action-Ebenen. Spätestens beim Busfahrer sollte das klar sein. Na ja, oder auch nicht. So im Rückblick erscheint das alles ein bisschen hanebüchen, während des Filmes ergab das Sinn. ;)

--- Ende Zitat ---

Oh! Der Auslegung zugänglich? Das ist eine (der bekannteren) Kunstdefinitionen...

Oberkampf:
Ich werde nie wieder "white rabbit" hören können, ohne an Nazizombies in Gasmasken zu denken.

Madner Kami:

--- Zitat von: Pyromancer am  6.04.2011 | 11:15 ---Ok, ich tat dem Film wohl unrecht, es hat nicht der letzte Zuschauer kapiert, um was es eigentlich geht. ;)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das ganze ist Sweet Peas Geschichte. Das sagt Baby Doll am Ende ja auch explizit. Mir drängte sich diese Sichtweise ab dem Übergang vom Irrenhaus zum Bordell, wo aus Baby Doll unvermittelt Sweet Pea wird, auf. Die anderen Mädchen sind nicht real, sondern Aspekte von Sweet Peas Persönlichkeit. Und die ganze oberste Ebene, die wir im Film zu Gesicht bekommen (Vorgeschichte, Irrenhaus, Flucht in den Sonnenuntergang) ist auch nicht real, sondern genauso Phantasie/Einbildung wie die Bordell-Ebene und die Action-Ebenen. Spätestens beim Busfahrer sollte das klar sein. Na ja, oder auch nicht. So im Rückblick erscheint das alles ein bisschen hanebüchen, während des Filmes ergab das Sinn. ;)

--- Ende Zitat ---

Ich denke an der Stelle übersiehst du einen subtilen Plottwist (der wahrscheinlich mal wieder durch beschissene Studiobeschneidung nicht wirklich deutlich wird):
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Baby Doll identifiziert sich unterbewusst mit Sweet Pea (die Überblendung bei der Lobotomisierung), obwohl sich Baby Doll selbst unterbewusst längst aufgegeben hat (im Prinzip in dem Moment, als sie dem Stiefvater die Waffe an den Kopf setzte und nicht abdrückte). Sweet Peas Geschichte ist der negative Spiegel für ihre eigene Psyche und Entwicklung. Erst will Baby Doll scheinbar unbedingt raus dort, gibt sich aber am Ende selbst auf, während es anfänglich Sweet Pea ist, die sich aufgegeben hat und am Ende den Willen findet, der Situation zu entkommen. Baby Doll wird sich im Laufe des Films bewusst, dass sie nicht mehr weiter will bzw. kann, während Sweet Pea lernt, dass es für sie weitergeht. Auch der Tod der jeweiligen Schwester ist der Wendepunkt für beide Charaktere. Für Baby Doll ist der Tod der Schwester der Anfang vom ihrem (psychischen) Ende, während der Tod von Rocket der Beginn der Freiheit für Sweet Pea ist bzw. war.
Fazit: Grandioser Film. Technik, Kamera, Musik, einfach hammerartig.

Jed Clayton:

--- Zitat von: Tümpelritter am 13.04.2011 | 00:10 ---Ich werde nie wieder "white rabbit" hören können, ohne an Nazizombies in Gasmasken zu denken.


--- Ende Zitat ---

Ich denke, das kann ich schon ... in einer Weile. Hoffe ich doch mal. Solange ich mir Sucker Punch nicht mehrmals reinziehe oder jedes Jahr wieder sehen, müsste das gehen.

Bezeichnenderweise waren ja alle Songs in den Actionsequenzen aus den 60ern und Früh-70ern zusammengeklaut. Offenbar ist das die Musikära, aus der sich auch nach über 40 Jahren immer wieder Regisseure bedienen: "White Rabbit" ist im Original von Jefferson Airplane und "Search and Destroy" ist von den Stooges. Den Rest habe ich schon wieder vergessen. Aber das waren auch alles alte Songs mit neuem Kontext.

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