Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
Eine Lanze für die WoD
Teylen:
--- Zitat von: Athair am 15.11.2010 | 18:23 ---Schön, dass du die Eindrücke und Wahrnehmungen anderer so abkanzelst.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich sowas sagen wuerde das alle nWoD'ler xxxxx xxxxx xxxxx waeren wuerde ich mich nicht wundern wenn der Eindruck abgekanzelt wird. Und ob Leute die sowas sagen, egal ob nWoD oder oWoD kanzele ich ab. Weil die unter meinen Niveau sind.
--- Zitat ---Wenn ich nicht glaubte es besser zu wissen, würde ich meinen, dass du diejenige bist, die nicht wirklich an einer ergebnisoffenen Diskussion interessiert ist.
--- Ende Zitat ---
Ich war bisher die einzige Person, neben Alexandro dessen Blog Eintraege ich nicht lesen konnte und der die ausfuehrliche Antwort noch offenstehen liess, die detailliert auf den Inhalt von 8t88's Blog Eintrag eingangen ist.
Vielleicht haette ich mir aber ein 8t88 ein Beispiel nehmen sollen und mal den nWoD Fans vor den Kopf latzen das sie am liebsten brennende Kreuze vor den Haustueren der oWoD'ler aufbauen. Vielleicht ein Beispiel an dir und behaupten das die nWoD sowas von objektiv scheisse sei weil sie meinen Geschmack nicht entspricht. Nun oder aehnlich wie der Typ den du zitiert hast einfach mal so alle Vorurteile auspacken was fuer kranke Spinner das doch sind.
Leider habe ich diesbezueglich eine andere Vorstellung von ergebnissoffenen Diskussionen.
Die sowas beeinhaltet wie den anderen ernst zu nehmen, meine Meinung nicht als objektiv zu verklaeren und nicht ausfallend zu werden.
--- Zitat ---Ich verstehe auch nicht, was so schlimm an folgenden Aussagen ist:
Die nWoD hat gut designte Regeln und ein interessantes, modulares Setting.
Die oWoD hat hat einen schönen Metaplot, eine ansprechende Ikonographie und einige grenzgeniale Ideen.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht koenntest du anfuehren wo ich einer der beiden Aussage wiedersprochen habe.
Ausser das ich keine Wertungen vornahm abgesehen davon das ich persoenlich modulare Settings nicht toll finde.
Naja und nur um einmal ein paar Vermutungen zu zerstreuen.
Also jop, ich mag VtM und spiele es seit Jahren immer noch gern.
Das heißt aber nicht das ich ansonsten etwas gegen Vampire habe.
Im Gegenteil, mag ich fast alles mit Vampiren. Es stimmt das ich nun VtR weniger mag, wobei ich nicht behaupten würde das es schlecht ist. Ich mag z.B. auch DFRPG, weil es da Vampire gibt. Ich mag auch Rollenspiele ohne Vampire. Und ich mag auch die nWoD so wie ich sie mal spielte. Ich habe nichts gegen die WoD Abseits von Vampiren, allerdings interessieren mich z.B. Werwölfe und Magier einfach eher nicht.
--- Zitat ---Außerdem kann ich nichts Verkehrtes daran finden, wenn das bessere Spiel für weit weniger anziehend empfunden wird.
--- Ende Zitat ---
Doch. Weil du ploetzlich von dem besseren Spiel schreibst. Ohne direkt ein Argument.
Ich sage nicht das VtM das Rollenspiel schlechthin ist, ich sage noch nicht einmal das VtM oder die oWoD besser sind als VtR oder die nWoD. Was das Ego der nWoD Fans ganz offenbar nicht vertraegt.
Weil man da keine drei Meter weit schreiben kann ohne festzuhalten das die nWoD besser sei, fuckin' glorious und objektiv wie subjektiv der oWoD ueberlegen. Ich mein geht es da in den Denkkasten nicht rein das zwei Systeme vielleicht auch einfach nur gleich gut sein koennen? Sich vielleicht ergaenzen? Nun oder im Fall der oWoD und nWoD teilweise einfach was komplett anderes machen.
Kriegt man da echt kein Argument fuer die nWoD zusammen gebacken ohne gleich dran zu kleben wie scheisse und vermeintlich objektiv schlecht man die oWoD haelt.
Das ist es weshalb ich bei deinem Zitat sowie dem Diskussion Stil etwas an die Decke bin.
Es gibt vernuenftige Argumente fuer die nWoD man koennte nuechtern vergleichen, es klappt zumindest hier auch in der Storyteller Ecke ziemlich friedlich.
Aber dann gibt es eine erneute Diskussion wie diese hier und all die guten Vorsaetze werden gegen die Wand gelatzt nur weil man heraus putzen muss das man seine WoD fuer die bessere haelt und welche (Vor-)Urteile man gegen die andere WoD und Spieler von Subsystemen hat.
WIESO? Wieso tut man sowas?
Das ist doch so wie die Ankuendigung ein Blumenbeet zu pflanzen und dann wenn man nen Setzling fast raus kommen sieht 'ne verdammte Dampfwalze raus zu packen und es nieder zu macehen.
--- Zitat ---Was erwartest du, Teylen?
Sowas?
--- Ende Zitat ---
Hm, ja.
Ich mein das ist eine Basis auf der man mit einander offen diskutieren kann?
Zumindest eher Polemiken, Vorurteile und Beleidigungen.
Und eh wieso nicht gleich so?
--- Zitat ---Ich halte die "original"-Idee der Wölfe für eine miserable.
Sie trägt nämlich genau nichts zur Versöhnung bei.
--- Ende Zitat ---
In wie weit findest du zunaechst 8t88's Idee einer der beiden WoDs den PreFix zu nehmen besser respektive gegenueber der Alternative versoehnlicher oder konstruktiver?
Desweiteren wird das "original" im Sinne von urspruenglicher WoD gebraucht und nicht in Form einer "true" WoD. Es ist nun tatsaechlich so das die erste WoD in ihren Inkarnationen der Ursprung dessen ist das man sich um eine ueberarbeitete kuemmert.
Wohingegen dem "old" die bereits im Thread geaeusserte Tendenz des Vorwurfs anhaengt das Leute welche die alte World of Darkness moegen erzkonservative sind.
Ich behaupte nun nicht das es von Belang ist das "o" in oWoD mit einer moeglichst politisch korrekten Bedeutung zu versehen. Aber ich halte es fuer wichtig, im Sinne eines Dialog das man nicht anfaengt zu versuchen ueber die Sprache den Anspruch auf seine WoD zu festigen.
Um 8t88 Argumentation aufzugreifen wuerde es auch der nWoD nicht gerecht wenn man das o oder WoD mit dem Hinweis streicht das sie nicht allzuviel aelter ist als die nWoD und es absurd sei die erste WoD mit einem Buchstaben zu verunstalten.
--- Zitat ---[Konzept von oWoD/VtM]
Allerdings lieferte das Regelwerk kaum kontinuierliche Unterstützung. Eher das Gegenteil war der Fall. Insofern war die goldene Regel eigentlich nicht mehr und nicht weniger als ein Hilfskonstukt, um das System am Laufen zu halten.
--- Ende Zitat ---
Den Eindruck das das Regelwerk nicht die noetige kontinuierliche Unterstuetzung liefert kann ich nicht nachvollziehen. Auch weil ich die goldene Regel wie sie zumindest bei VtM ausgefuehrt wird nicht als Hilfskonstrukt verstehe sondern mit als ein elementarer Bestandteil des Regelwerk.
Das ist sicherlich ein Problem wenn man die goldene Regel aufgrund der eigenen RPG Sozialistation ablehnt oder ihr ablehenend gegenueber steht. Macht man das nicht wird das Regelsystem gleich funktionaler.
Wobei der Schilderung nach, ich habe es noch nicht gelesen, das alte Mage mehr noch auf die Regel angewesen war als Vampire?
Letztlich behaupte ich nicht das die oWoD Regeln perfekt sind, teilweise sind sie eher übel und es mag sein das die nWoD Regeln toll sind. Aber das revolutionäre das sie soviel besser machen würde fehlt imho. Es ist nun nicht so wie DFRPG wo man sich denkt "Boah, Aspekte" oder so. Solide. Aber nichts wo ich festhalten würde das es das System objektiv besser macht.
--- Zitat ---[Keine Geister bei Geist]
Ich hab mir die nWoD & Geist:the sin-Eaters dewegen gekauft.
--- Ende Zitat ---
Ich raeume ein das es ein kleiner Allgemeinplatz war ^^;
Das WW teilweise kryptische Namen verwendete stimmt schon, allerdings hielt ich Geist, zumal man sich bereits um den deutschen Namen fuer Ghost bemuehte, tatsaechlich eher fuer den Nachfolger von Wraith als von Orpheus oder Kindred of the East.
Wobei ich Geister spannender finder als Wiedergaenger.
--- Zitat ---Ich hatte nie den Eindruck, dass die nWoD einfach nur die oWoD ersetzten wollte. An welcher Stelle ist denn ein dazu gegenteiliger Eindruck entstanden?
--- Ende Zitat ---
Der Eindruck das die nWoD als Ersatz fuer die oWoD verkauft wurde entstand mit dadurch das man aus meiner Perspektive nicht das Grundregelwerk mit den Menschen bewarb sondern eher den Nachfolger von Vampire.
Was insofern zwar verstaendlich ist als das Vampire zuvor das Zugpferd war, allerdings etwas mit der Wirklichkeit kollidiert.
Ebenso wird der Eindruck dadurch forciert das du selbst geschrieben hast das man den Metaplot gestrichen hat und weiterhin vermied eine Adaption bereit zu stellen ( Sind die Translation Documents schon draussen? ). Verbunden mit dem Fakt das man zumindest im Vampire Regelwerk Namensaehnlichkeiten aufgebaut hat macht es sehr stark den Eindruck eines ersetzen.
Was an sich auch nicht falsch waere, weil wenn man es nicht ersetzt sondern einfach nur beendet ist es doch klar das die Spieler - in Ermangelung eines Ersatz - bei ihrem System bleiben.
--- Zitat ---Hmmm ... bei der nWoD kaufe ich doch gerade keine 2 GRW, sondern einmal Grundregeln, die auch klassischen "urban horror" ermöglichen und dann ein Erweiterungsbuch für die Art Übernatürlicher, die ich gerade spielen möchte. Bei der oWoD, da musste ich doch die Grundregeln in jedem Buch neukaufen. Wenn ich Werewolf:tA erwerbe, dann bekomme ich nochmal die genzen Spielregeln, die ich von V:tM schon habe.
--- Ende Zitat ---
Richtig.
Genau an dieser Stelle liegt fuer mich ein Problem der neuen World of Darkness.
Ich kaufe mir gerne Regelwerke die vollstaendig den Fokus auf dem haben was ich spielen moechte, es ist mir in Bezug darauf auch egal ob ich die Grundregeln so zig mal in Regal stehen hab, es gibt einen klaren, in sich geschlossenen Fokus.
Dort Grundregeln vorzusetzen die neben den Regeln als solche ein komplett eigenstaendiges Regelwerk und Setting bilden ist fuer mich dahingehend ein Problem als das sie den Fokus weg nehmen.
Ich behaupte nicht das das Grundregelwerk schlecht oder nicht stimmig waere oder das es nicht total toll sein kann Menschen zu spielen die Urban Fantasy / Horror ausgesetzt sind. Finde ich persoenlich grossartig und kann(hat) als Spiel Spass machen(gemacht).
Wenn ich jedoch den Blick auf Vampire habe interessiert mich der Aspekt weniger auch wenn Vampire eine Teilmenge der Urban Fantasy sind. Dem diese als vollwertiges Setting vor zu schieben raubt fuer mich unglaublich viel des Fokus.
Und weder liegt es mir, noch hat es imho das GRW verdient, ueberlesen zu werden.
Ich denke auch das diese zwei Ebenen bzw. zwei Settings mit einer der Gruende sind wieso es die nWoD schwer hat sich das gewuenschte Standing aufzubauen.
--- Zitat ---Im direkten Vergleich mit der oWoD ist es nur fair darauf hinzuweisen, dass Crossover jetzt kein Problem mehr darstellen.
--- Ende Zitat ---
Wenn es im Rahmen eines Versuch geschieht fuer die nWoD eine Lanze zu brechen waere es aber gut es detaillierter auszufuehren und zu erklaeren.
Die oWoD ist, imho, gaenzlich unsexy wenn es auf den Versuch ankommt mehr als ein GRW einer der Supernaturals zusammen zu bringen. Heck, sie wird selbst unsexy wenn man Vampire, afrikanische Vampire und asiatische zusammen steckem.
Naja und wenn man dann eine Lanze fuer nWoD Richtung Crossover brechen will, sollte das imho nicht ueber "Crossover sind auch moeglich" geschehen sondern eher sowas wie "101 tolle Sachen mit Crossovern und wie es unterstuetzt wird". Weil ganz spontan denke ich bei Crossovern und WoD eher noch an Magenverstimmungen als irgendwas das ich moechte.
Da frage ich mich allenfalls wo ausgerechnet die Geister hin sind xD
Weil das mein Lieblings Crossover zu Vampire waere. Vampire und Geister. Tot und Toter :D
Regeln,..
--- Zitat ---[Schwierigkeitsgrad versus DicePool]
Hmmm ... zusätzliche Würfel wurden doch in der oWoD auch verteilt, oder?
--- Ende Zitat ---
Nein, nicht bei VtM.
--- Zitat ---Die Story Games der Forge haben gezeigt, dass ein Würfelwurf dem Erzählspiel nicht abträglich ist
--- Ende Zitat ---
Ich behaupte auch nicht das Wuerfeln dem Erzaehlspiel abtraeglich ist.
Nur fuehlt sich fuer mich ein Wuerfelwurf ebenso falsch an wie mehr als zwei, zwei sind okay. Einfach weil dort der Aspekt des Schadens aufnehmen, verteidigen und ausweichen eher stark unterdrueckt wird. Ebenso wie damit rein kommt das man Verteidigung vorbereitet waehrend der Kampf spontan ist, was fuer mich ein sowohl ein dramaturgisches wie ein gamistisches Ungleichgewicht dastellt.
Ganz zu schweigen von dem persoenlichen Unwohlbefinden das da ein Wurf kommt "Wupps, <explode> du bist tot" und man selbst keine Wuerfel in der hand hielt.
@Setting
--- Zitat ---Wenn es DIR zu wenige Vorgaben sind, dann ist das so. Anderen reichen die Vorgaben.
[Wir können zweifelsfrei festhalten: Die nWoD arbeitet mit wenigen verbindlichen Vorgaben.]
--- Ende Zitat ---
Letzteres ist der Punkt um den es mir geht.
Man bekommt mit der nWoD "Naturgesetze" also Regeln.
Der Setting, Fluff, Hintergrund und Metaplot wie bei der alten World of Darkness fehlen.
Es gibt Spielern denen das gefällt.
Es gibt Spielern denen das nicht gefällt.
In dem Artikel wirkt es jedoch so als wäre ein System mit wenig Setting ein Qualitätsmerkmal, ist es aber nicht.
Es ist eine Geschmacksfrage, ein absolut subjektiver Punkt.
Etwas das wenn es das gibt die einen richtig toll finden und die anderen so richtig untoll.
--- Zitat ---Nicht ganz. Wenn ich das Setting der oWoD benutzen möchte, dann fällt die Freiheit "Kain gab es nicht" eigentlich aus.
--- Ende Zitat ---
Finde ich nicht.
Man kann das doch genauso wie die Goldene Regel anpassen. Der ganze Metaplot ist wie ein Ideen Laden, den man kürzen kann wenn man mag. Klar spielt man dann nicht mehr im org. VtM, aber man spielt noch VtM. Es gibt nirgendwo eine Aufforderung "Finger weg von Kain.". Aber wenn man keine Lust hat was zu verändern, dann hat man immernoch Kain und das ganze Geschwurbel.
Eine Spielwelt ohne solchen Fakten, ist für mich keine Spielwelt, da man die sich ja alles bauen muß.
Und ich finde es anstrengender Mythen aufzustellen als einfach nur zu klären das man einen Mythen Aspekt nicht haben will.
--- Zitat ---Klar, wenn man überzeichnet, kommt bei der nWoD ein unscharfes, unheimliches Echo unserer Welt heraus.
Tut man aber dasselbe bei der bei der oWoD, landet man bei einer dysteren und interessanten Karrikatur unserer Gegenwart.
--- Ende Zitat ---
Mein Problem ist eher das man bei der nWoD nichts zum Zeichen hat.
--- Zitat ---... True Blood? Würde ich mit den Büchern V:tR & WoD basteln. Gerade, weil Menschen da eine große Rolle spielen.
[..]
Hmmm ... die nWoD liefert die passenden Werkzeuge mit, um nötige Anpassungen schnell und unkompliziert zu tätigen. Ich stelle mir abweichende Settings mit der oWoD schwieriger vor. Ganz einfach, weil die Stellschrauben nicht separat bedienbar sind.
--- Ende Zitat ---
Zusammengefuegt.
Ich finde den Gedanken naheliegender zu sagen True Blood ist VtM:
- Kain
- Clans
- Maskerade
* Cama & Sabbat vereint
+ Silber Allergie
+ Opfer der Gastfreundschaft
Als anzufangen auf V:tR aufzubauen.
--- Zitat ---So, zufrieden?
--- Ende Zitat ---
Ja :d
Nin:
--- Zitat von: 1of3 am 15.11.2010 | 12:19 ---Zur Menschlichkeit:
Das Problem ist, dass der Willen des Spielers nicht mit dem Willen des Charakters identisch sein soll. Der Verlust von Menschlichkeit erscheint als Strafe und wird vom bösen Spielleiter initiiert. Dies schlägt sich nicht nur in den Regeln, sondern in der gesamten Darstellung des Komplexes im Spiel nieder.
Es wäre klar herauszustellen, dass sich zum Wohl einer besseren Geschichte der Spieler sich ggf. auf die Abwärtsspirale einlassen soll, sowohl in der Beschreibung des Spiels als auch in den Mechanismen. Wie man dies in Mechanismen umsetzen kann, habe ich hier einmal demonstriert.
--- Ende Zitat ---
Bei "Menschlichkeit", "Moral", "Banalität" etc. geht es aber nicht um Strafe, sondern um Konflikte.
--- Zitat ---Players occasionally identify the Morality
system as a check on character behavior. That
is, the system is reputedly in place to prevent
characters from doing things like engaging in
mass murder, property destruction, and (in the
case of supernatural beings) revealing arcane
secrets to mortals. This is true only insofar as
an in-game, systemic consequence must exist
in order for a thematic element to be important
within a chronicle.
(...)
Morality as a system doesn’t “stop” players
from doing anything. It simply demands
that their characters are, in some small way,
held accountable for what they choose to
do. Implementing a system that out-and-out
prevented certain kinds of actions as being
“immoral” would be utterly counter to the
World of Darkness’ themes. A system that
allows for a short-term gain, but a long term
(and less tangible) loss, however, is very much
in-theme, and that is part of that thinking
behind the system in place.
--- Ende Zitat ---
Holothuroid:
Und eben das ist Unfug. Die dunkle Seite muss Kekse haben. Mach es geil, den Charakter gegen die Wand zu fahren! Lass den Spieler das wollen, statt eben doch den moralischen Zeigenfinger zu schwingen!
alexandro:
Nach dieser Theorie ist Sorcerer ein schlecht designtes Spiel.
EDIT: ebenso wie D&D.
Manchmal brauchen Spieler halt keinen mechanischen Anreiz, um bestimmte Entscheidungen zu treffen (weshalb ich Diablerie und Blutsband in Requiem nicht gut finde).
Jiba:
--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Weil man da keine drei Meter weit schreiben kann ohne festzuhalten das die nWoD besser sei, fuckin' glorious und objektiv wie subjektiv der oWoD ueberlegen. Ich mein geht es da in den Denkkasten nicht rein das zwei Systeme vielleicht auch einfach nur gleich gut sein koennen? Sich vielleicht ergaenzen? Nun oder im Fall der oWoD und nWoD teilweise einfach was komplett anderes machen.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich doch die ganze Zeit klarzumachen versucht... gut es gab ein bisschen Polemik auf meiner Seite gegen die VtMler, ist aber wohl auch ein wenig dem Frust geschuldet, dass ich bislang noch nie eine wirklich zufriedenstellende Personal Horror-Runde in VtM gehabt habe - und wenn man dann tatsächlich die richtigen Spieler zusammen hatte, dann hieß es: Lasst uns Dark Ages spielen. :P
Falls das in den falschen Hals gekommen ist... not intended...
Mein Punkt ist letztlich der: Schaut über den Tellerrand, bedient euch bei beiden WoDs und macht euer eigenes Urban Fantasy Ding...
--- Zitat ---Kriegt man da echt kein Argument fuer die nWoD zusammen gebacken ohne gleich dran zu kleben wie scheisse und vermeintlich objektiv schlecht man die oWoD haelt.
--- Ende Zitat ---
Nein...
... denn damit man überhaupt argumentieren kann, dass die nWoD besser ist (oder bestimmte Dinge besser löst) als die WoD (weggelassenes "o" ist Absicht), muss die WoD ja irgendetwas schlechter machen als die nWoD. Ich meine, wenn beide alles gleich gut machen... dann brauchen wir doch gar nicht erst zu diskutieren, sondern bleiben bei: Ich sage gar nichts. Dann könnte man gar nicht seine Meinung sagen, weil einem die Möglichkeiten genommen wären, denn man kann gar keine Vergleiche aufmachen. Klar finden die "nWoD, aber nicht oWoD"-Spieler die Originale Welt der Dunkelheit scheiße... wenn dem nicht so wäre, würden sie doch auch oWoD spielen. Das gilt genauso umgekehrt. Aber wenn man dann auf Unterschiede hinweist, die sich objektiv an den Mechaniken belegen lassen z.B. "nWoD verarbeitet Crossover eleganter, weil ein einheitliches System für übernatürliche Kräfte vorhanden ist" oder "oWoD hat mit der ausgewürfelten Verteidigung ein spannenderes Kampfsystem", muss man sich dann wirklich Sujektivität oder gar Polemik vorwerfen lassen?
Die Essenz: Damit etwas besser als etwas anderes sein kann, muss das zweite schlechter als das erste sein... sonst kriegt man die semantischen Voraussetzungen eines Vergleichs zugunsten eines der beiden Gegenstände ja mal überhaupt nicht hin.
--- Zitat ---Es gibt vernuenftige Argumente fuer die nWoD man koennte nuechtern vergleichen, es klappt zumindest hier auch in der Storyteller Ecke ziemlich friedlich.
Aber dann gibt es eine erneute Diskussion wie diese hier und all die guten Vorsaetze werden gegen die Wand gelatzt nur weil man heraus putzen muss das man seine WoD fuer die bessere haelt und welche (Vor-)Urteile man gegen die andere WoD und Spieler von Subsystemen hat.
--- Ende Zitat ---
Es wurden vernünftige Argumente vorgebracht... nur weil ein vernünftiges Argument, wie eben zum Beispiel die höhere Crossoverfähigkeit, mit Polemik gewürzt ist, entkräftet es nicht das Argument und macht es unvernünftig. Klar, es war nicht nett formuliert. Aber das Argument bleibt doch dasselbe...
--- Zitat ---Desweiteren wird das "original" im Sinne von urspruenglicher WoD gebraucht und nicht in Form einer "true" WoD. Es ist nun tatsaechlich so das die erste WoD in ihren Inkarnationen der Ursprung dessen ist das man sich um eine ueberarbeitete kuemmert.
Wohingegen dem "old" die bereits im Thread geaeusserte Tendenz des Vorwurfs anhaengt das Leute welche die alte World of Darkness moegen erzkonservative sind.
--- Ende Zitat ---
Ich finde hier drehst du aber arg an Bedeutungen von Worten. "Original" hat die Zusatzbedeutung "echt" oder "nicht kopiert/bearbeitet", kann aber eben auch "ursprünglich" heißen - hier ist die Gefahr, statt "ursprünglich" die Bedeutung "echt" zu lesen real gegeben. "Old" hingegen bedeutet hingegen nur eines: "alt" - das O steht ja nicht für "obsolete" oder "out-dated" oder sowas. "Old" heißt wirklich nur alt und das ist objektiv auch richtig, denn VtM ist älter als VtR... da wird wohl niemand was dran drehen wollen. Und in "old" direkt "erzkonservativ hineinzulesen finde ich weit, weit hergeholt - es ist ja nicht jeder alte Mensch gleich ein Konservativer. Und außerdem benutzen viele WoD-Fans von früher die Bezeichnung "old WoD" selbst, um sich von der neuen abzugrenzen.
--- Zitat ---Der Setting, Fluff, Hintergrund und Metaplot wie bei der alten World of Darkness fehlen.
--- Ende Zitat ---
Hier muss ich wiedersprechen... die nWoD ist ja mehr als ein GURPS für Urban Fantasy. Man kriegt sehr wohl Setting, Fluff (und zwar, subjektiv, sehr guten) und Hintergrund... nur eben mehr als einmal. Da steht nicht "Kain ist der Urvater aller Vampire", sondern "Kain ist der Urvater aller Vampire ODER Dracula, wenn es ihnen lieber ist ODER Longinius, wenn es ihnen lieber ist ODER die Vampire haben keinen Urvater und sind eine neue Stufe der Evolution"... will heißen, kein striktes "Das ist der Hintergrund", sondern ein "Diese Hintergründe haben wir für Sie vorbereitet, gebunden sind sie an nichts"... das finde ich sehr schön, denn man kann sich je nach dem Stil der Runde, der Mitspieler, der Kampagne für etwas entscheiden. Ich will ja auch selbst bestimmen, wie ich mein Sandwich belegen lassen möchte. Keinen Metaplot zu haben macht das Spiel für mich deshalb freier, weil ich als SL und auch als Spieler einfach Geschichten erfinden kann, ohne mich darum kümmern zu müssen, ob sie jetzt mit der offiziellen Sichtweise des Settings übereinstimmen. Die Botschaft ist die Folgende: Das Setting eurer Gruppe ist das was zählt, der Hintergrund, den ihr erschafft. Ich habe ohnehin nie verstanden warum die Visionen eines Settings von ein paar bezahlten Autoren mehr Legitimation haben sollten als die der Spieler, die das Game spielen.
Ich würde sogar sagen, dass es in etwa gleich leicht ist zu sagen "Kain gibt es nicht!" bei oWoD, als zu sagen "Kain gibt es!" bei nWoD. Das gibt sich nicht viel. Vor allem, weil letztlich beim Storytellersystem grade das nahe, persönliche Umfeld des Charakters, zumindest so, wie ich das ganze verstehe, eine bedeutendere Rolle spielt, als die weltumspannende Verschwörung dahinter. Sehe ich so...
Was ich versuchte deutlich zu machen: Wenn wir nicht mal sagen dürfen, dass wir das oder dies für besser halten... dann können wir wohl gar nicht mehr argumentieren. Und Polemik: Sie passiert, aber wenn die Emotionen runtergekocht sind, sollte man nicht noch weiter drauf rumreiten.
Edit: Noch eine Frage zum Verständnis: Was ist denn an Innovation um der Innovation willen so schlecht? Ich meine: Warum verbessert man denn bitte etwas, außer aus dem Grund heraus, es für verbesserungswürdig zu halten und es zu verbessern? Klar kann es dann auch schlechter werden, aber die Motivation dahinter ist ja wohl der gute Wille und der olle Kant hat mal gesagt, dass das wohl die einzig akzeptable Motivation von allen ist...
Gute Nacht,
Jiba
[/quote]
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