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Eine Lanze für die WoD

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Holothuroid:
Nein, das funktioniert nicht. Die Disziplinen sind eben nur cool Powers. Die haben mit Menschlichkeit nichts zu tun. Wenn man Menschlichkeit nur oder besonders durch Disziplinsanwendung verlieren würde: Feine Sache. Dann ist das eben der Preis den man zahlt. So ist nur ein Spielergängelungsinstrument.

alexandro:
Dann ist Force Choke auch Spielergängelung (hier ist eine Kewl power...aber ätsch, du darft sie nicht einsetzen, sonst nehme ich dir deinen Charakter weg!). Aber die gravierenden Mängel von WEG-Star Wars sind ja bekannt und die Unspielbarkeit dieses Systems liegt nicht (nur) an den Dark Side Points.

Fakt ist: durch Disziplinen ist es viel, viel einfacher Menschlichkeit zu verlieren (und es ist schwer Diszis in einer Weise einzusetzen, die nicht zu Menschlichkeits-Verlust führt).

Boba Fett:
Nebenbei: ich halte die Interpretation dass das o in oWoD abwertend gemeint sein könnte für reichlich absurd. Wer will darf gern o wie original lesen oder WoD1 und WoD2 schreiben, oder immer o/n als Präfix nutzen.
Ich denke diese Marker dienen der Unterscheidung und nicht der Diskriminierung bzw Exaltierung...

Und zu Jibas Statement...
Die neue World of Dorkness könnte von WW schlicht und einfach aus dem Grund erschaffen worden sein, weil sie Geld verdienen wollen. Ich schätze, das "besser" machen wollen war auch Intention aber nur die Sekundäre...
NWoD hat klar von der Erfahrung die WW mit der oWoD gemacht hat profitiert und man erkennt, an welcher Stelle zumindestens WW Schwächen gesehen, weil Änderungen gemacht haben...
Daß letztendlich viele VtM Spieler beim alten blieben, vor allem in Deutschland, war doch ebensowenig Überraschend, wie die Entwicklung dieser Debatte, oder?
Dass wir Krauts eine Affinität gegenüber Metaplots haben sieht man doch auch in Aventurien...

Werden diese Grabenkämpfe bzgl. der katholischen und der evangelischen World of Darkness im englisch besetzten Sektor von Berlin eigentlich auch immer noch ausgefochten?

D. M_Athair:

--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Nun oder aehnlich wie der Typ den du zitiert hast einfach mal so alle Vorurteile auspacken was fuer kranke Spinner das doch sind.
--- Ende Zitat ---
Interessant, dass du da so an die Decke gehts.
Im  :B: wurde das Zitierte ziemlich anders bewertet, als du das getan hast.


--- Zitat von: Myrmidon @BLUTSCHWERTER ---Das ist zwar richtig, allerdings sollte man auf dem Sender haben, dass jeder, der mehr als zwei der von Nogger genannten Gründe für verwerflich hält, ein dümmlicher Spießer ist.
--- Ende Zitat ---
(Quelle)


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Vielleicht ein Beispiel an dir und behaupten das die nWoD sowas von objektiv scheisse sei weil sie meinen Geschmack nicht entspricht.
--- Ende Zitat ---
Ich habe die oWoD nie dämonisiert. In manchen Belangen ist sie eine Schatzkammer (mehr sogar als die nWoD) in manchen Belangen ist sie aber auch nur eine Rumpelkammer (das wird deutlich, wenn man V:tM 1 mit dem Spiel, von dem es am meisten inspiriert ist - Prince Valiant - vergleicht).
Und wenn wir schon bei Räumen sind: Die nWoD ist eine gut ausgestattete Küche mit Sitznische.



--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 --- Weil du ploetzlich von dem besseren Spiel schreibst.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte schon erklärt, warum ein besser desingtes Spiel besser ist. Funktionalität, Kohärenz, Systematik.
Da ich meine WoD-Bücher (WoD, Geist, V:tM 1st, Clanbuch Kappadozianer) mittelfristig nicht zur Hand habe kann ich dir leider auf absehbare Zeit nicht den Gefallen tun und das mit einer Schritt für Schritt Gegenüberstellung belegen.

Und ganz allgemein gefragt: Braucht es ein gutes Spielsystem um damit am Spieltisch jede Menge Spaß haben zu können?
 


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 --- Weil man da keine drei Meter weit schreiben kann ohne festzuhalten das die nWoD besser sei, fuckin' glorious und objektiv wie subjektiv der oWoD ueberlegen.
--- Ende Zitat ---
Von subjektiv rede ich gar nicht. Ich kann jeden verstehen, der die oWoD als das bessere Spiel FÜR SICH hält.




--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---In wie weit findest du zunaechst 8t88's Idee einer der beiden WoDs den PreFix zu nehmen besser respektive gegenueber der Alternative versoehnlicher oder konstruktiver?
--- Ende Zitat ---
Das Schreiben ohne Präfix halte ich für ungünstig aber ich kann es nachvollziehen. Immerhin IST die nWoD die aktuelle WoD.
Die selbe Entwicklung lässt sich gerade auch beim Warhammer Fantasy Roleplay mitverfolgen. WFRP meint seit kurzem v.a. die 3.Edition. Auch wenn mir das nicht gefällt.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Desweiteren wird das "original" im Sinne von urspruenglicher WoD gebraucht und nicht in Form einer "true" WoD. Es ist nun tatsaechlich so das die erste WoD in ihren Inkarnationen der Ursprung dessen ist das man sich um eine ueberarbeitete kuemmert.

--- Ende Zitat ---
Bei aller Liebe, in der Bedeutungsvielfalt von original sind doch einige sehr wertende Begriffe dabei. Im Woxikon ist "echt" sogar die erstgenannte Bedeutung.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Wohingegen dem "old" die bereits im Thread geaeusserte Tendenz des Vorwurfs anhaengt das Leute welche die alte World of Darkness moegen erzkonservative sind.
--- Ende Zitat ---
Ja, und in Verbindung mit dem "new" werden nWoDler ganz schnell zu blind fortschrittsgläubigen Jubelpersern gestempelt.
An beiden Vorwürfen ist viel Falsches ... Sie sind auch deswegen haltlos, weil sie in allen Editions-Kriegen immer wieder auftauchen. Im Fall von cD&D,AD&D,D&D 3.X vs. D&D 4 und WFRP1/WFRP2 vs. WFRP 3 und eben auch in oWoD vs. nWoD.

"Original" für das "O" in oWoD zu benutzen ist auch deshalb keine kluge Idee, weil das Wort in diesem Kontext keine eindeutige Bedeutung hat. Bei oD&D ist das anders. oD&D beschreibt die White Box. Das ursprüngliche D&D, so wie es von der Garage eines Gary Gygax aus verkauft wurde.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Den Eindruck das das Regelwerk nicht die noetige kontinuierliche Unterstuetzung liefert kann ich nicht nachvollziehen. Auch weil ich die goldene Regel wie sie zumindest bei VtM ausgefuehrt wird nicht als Hilfskonstrukt verstehe sondern mit als ein elementarer Bestandteil des Regelwerk.
--- Ende Zitat ---
Schön erklärt.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Das ist sicherlich ein Problem wenn man die goldene Regel aufgrund der eigenen RPG Sozialistation ablehnt oder ihr ablehenend gegenueber steht. Macht man das nicht wird das Regelsystem gleich funktionaler.
--- Ende Zitat ---
Andererseits müsste das Spiel dennoch ohne goldene Regel funktionieren.
Es ist immerhin "regelkonform" die GR so einzusetzten, dass sie sich zuerst selbst verschlingt.



--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Der Eindruck das die nWoD als Ersatz fuer die oWoD verkauft wurde entstand mit dadurch das man aus meiner Perspektive nicht das Grundregelwerk mit den Menschen bewarb sondern eher den Nachfolger von Vampire.
Was insofern zwar verstaendlich ist als das Vampire zuvor das Zugpferd war, allerdings etwas mit der Wirklichkeit kollidiert.
--- Ende Zitat ---
Etwas? Das war marketingtechnisch ein "epic fail".


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 21:09 ---Genau an dieser Stelle liegt fuer mich ein Problem der neuen World of Darkness.
Ich kaufe mir gerne Regelwerke die vollstaendig den Fokus auf dem haben was ich spielen moechte, es ist mir in Bezug darauf auch egal ob ich die Grundregeln so zig mal in Regal stehen hab, es gibt einen klaren, in sich geschlossenen Fokus.
Dort Grundregeln vorzusetzen die neben den Regeln als solche ein komplett eigenstaendiges Regelwerk und Setting bilden ist fuer mich dahingehend ein Problem als das sie den Fokus weg nehmen.
--- Ende Zitat ---
Die nWoD hat schon einen eigenen Fokus: Menschen.
Mit den Splatbooks kommt dann das, "die zu Sin-Eatern/Werwölfen/... werden" dazu. Wenn man gleich bei der Henne anfangen möchte und dem Ei keine Zeit geben will, dann ist es allerdings so, dass ich EIN Buch mehr brauche. Also ZWEI, wenn ich Abenteuer für V:tR basteln möchte.


--- Zitat --- Ich denke auch das diese zwei Ebenen bzw. zwei Settings mit einer der Gruende sind wieso es die nWoD schwer hat sich das gewuenschte Standing aufzubauen.
--- Ende Zitat ---
Ja, ich kann nachvollziehen, dass du und andere daran Anstoß nehmen. Der Weg über die Menschen ist effektiv ein Umweg, wenn ich mich NUR für Vampire/Übernatürliche interessiere.

Andererseits - und da zieht die Aufteilung - kann man Splat-Hopping betreiben und jedes Splat mit einer eigenen Plot-Point-Campaign (stolen from Savage Worlds) durchspielen. Oder eben gemäßigtes Crossover. [Beispiel: Wir spielen eine urban horror Runde mit menschlichen SC. Deiner stirbt. Da der Charakter aber cool war entscheidet die Runde: Hey, machen wir einen Sin-Eater draus.
Allerdings wollen die Spieler eigentlich irgenwann Requiem spielen. Der Sin-Eater-Spieler entscheidet allerdings, dass er seinen SC weiterspielen möchte und verzichtet daher auf den Blutkuss für einen neuen SCs. ... An der Stelle würde ich gerne mal einer Gruppe zusehen. Wie sie die Gruppenstruktur lösen, ...].




--- Zitat ---Da frage ich mich allenfalls wo ausgerechnet die Geister hin sind xD
Weil das mein Lieblings Crossover zu Vampire waere. Vampire und Geister. Tot und Toter :D
--- Ende Zitat ---
Die Geister vermisse ich auch. Ich würde nämlich gern spukig und spukiger spielen.

Felix R:
Disziplinen, ihr häufigerer Einsazt, dass sich darauf verlassen sind sehrwohl Wege zur "dunklen Seite" - sei es, weil man sich "über" die Menschlichkeit steht, weil man leichtfertig andere manipuliert/beeinflusst und dabei keine Rücksicht auf die Folgen nimmt (was in einem Roman der neuen WoD viel viel schöner dargestellt wird als in allem Material der alten WoD das ich kenne) - oder einfach nur, weil man Disziplinien die Blut (und teilweise Willenskraft) benötigen ständig einsetzt und deswegen mehr trinken muss und deswegen öfter Gefahr läuft "ausgehungert" zu sein bzw die Kontrolle zu verlieren.

Ich habs am LARP wundervoll gesehn - da fangen selbst die Spieler an "dümmer" zu handeln je "mächtiger" ihre Charaktere sind weil sie eben ihre "Kräfte" haben um sich rauszuhauen

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