Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Pathfinder] Buch und elektronische Version?
Valerigon:
Um mal ein Beispiel zu bringen: Beim Erwerb des Regelbuches für das Cortex-System erhällst du einen Code mit dessen Hilfe du bei DriveThruRPG.com das PDF dir umsonst herunterladen kannst.
Somit besteht die Infrastruktur dafür ja schon. Desweiteren wäre es ja möglich mit solch einem Coupon die PDF-Version eines Produktes ja nicht für lau, sondern z.B. für 2-3 Euro anzubieten. Insofern würde man damit auch noch etwas einnehmen. Wieviel man von diesen Einnahmen an DriveThru abgegeben muss, weis ich nicht. Allerdings spart man sich so die Kosten dafür solch ein System selber erst aufzubauen.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Valerigon am 10.02.2011 | 13:28 ---Somit besteht die Infrastruktur dafür ja schon.
--- Ende Zitat ---
Nur wenn du DTRPG nutzen kannst/willst.
--- Zitat ---Desweiteren wäre es ja möglich mit solch einem Coupon die PDF-Version eines Produktes ja nicht für lau, sondern z.B. für 2-3 Euro anzubieten.
--- Ende Zitat ---
Scheinbar in Deutschland (durch die Buchpreisbindung vgl. oben) nicht so einfach.
--- Zitat ---Insofern würde man damit auch noch etwas einnehmen. Wieviel man von diesen Einnahmen an DriveThru abgegeben muss, weis ich nicht. Allerdings spart man sich so die Kosten dafür solch ein System selber erst aufzubauen.
--- Ende Zitat ---
... und ist auf das System angewiesen, muss sich dessen Regelungen unterordnen, kann den Verkauf vergessen wenn der Server mal down ist, ...
Alles in allem also nicht nur Vorteile die man durch den Fremdverkauf hat.
Ich behaupte mal, dass das Ganze schon bei der Ueberlegung "Eigener Shop oder Fremdverkauf" ueberdacht wurde...
Valerigon:
--- Zitat von: Selganor am 10.02.2011 | 13:31 ---Scheinbar in Deutschland (durch die Buchpreisbindung vgl. oben) nicht so einfach.
--- Ende Zitat ---
Da ist doch auch die Frage, wie das rechtlich aussieht, wenn ich PDFs von einem Server aus dem Ausland aus verkaufe.
Wenn es speziell um Pathfinder geht, wäre ja auch etl. die Möglichkeit gegeben diese vom Webshop Paizos aus zu verkaufen. Das Gutscheinmodell müsste ja auch dort Möglich sein.
Felix R:
Ganz ehrlich, ich kauf kein deutsches Pathfinder Zeug aus zwei Gründen.
1tens - es ist von Ulisses
2tens - ich zahl für mein Abo bei Paizo inklusive Shipment und Umsonst-Pdf genauso viel (mit Schwankungen zwecks Kurs und so) wie für das englische Buch
allein bei Amazon. Und das ist weit unter dem Preis den mir Ulisses bietet.
Noch dazu kann ich die PDFs bei Paizo so oft runterladen wie ich will - nicht wie diese Deutschen Versuche, wo man das PDF dann 24h zum download hat und das wars.
1tens ist so n subjektiver Abneigungsgrund, aber 2tens seh ich recht objektiv. Ich bekomm bei Paizo für weniger Geld ne bessere Leistung und nen besseren Service.
Soll heissen - wer englisch kann und keine Abneigung dagegen hatte, sollte in meinen Augen bei Paizo direkt ordern (oder bei Amazon die englischen, wenn kein Interesse an PDFs besteht).
Davon abgesehn find ich zumindest die Dollarpreise was die PDFs angeht ok. Die "Grundregel"bücher sind recht billig (ich glaub das Core Rulebook kostet als pdf 10 Dollar), da
seh ich keine Abzocke.
Die anderen sind etwas teuerer, gut - aber immernoch billiger als die gedruckte Version, und zwar deutlich.
Was natürlich prinzipiell klasse ist - man kann spielen ohne auch nur irgend ein Buch zu kaufen, da die Regeln auf englisch ganz offiziell komplett online in einem Wiki Format stehen. Und da auch zB gesamten Monsterwerte etc zu finden sind.
Guennarr:
Ein paar Kommentare von einem der Uebersetzer bei Ulisses.
Ich bin kein Verlagsmitarbeiter, aber bier ist das, was ich mir zu dem Thema zusammenreimen kann:
Ulisses ist sicherlich nicht mit groszen Verlagen vergleichbar, was die personelle Ausstattung betrifft: Fuer die Pathfinderlinie ist eine Person verantwortlich, die sich nebenbei noch um DSA kuemmern darf. Saemtliche Uebersetzer sind Hobbyuebersetzer.
Die CD-Beilagen von Computerverlagen enthalten meist nur Programme, aber nicht den Buchtext. IT-Verlage lassen sich PDF-Versionen ihrer Buecher inzwischen auch bezahlen. Manche Verlage bieten online elektronische kostenlose Versionen fuer Kaeufer der Printfassung an, das sind aber a) Ausnahmen von der Regel und b) Verlage mit entsprechenden technischen Mitteln. Und c) gibt es in D wieder mal die Buchpreisbindung, die dann den Einzel-Verkauf dieser PDF-Version (ohne Printversion) verhindern wuerde.
Ulisses kaempft noch mit der Technik fuer einen PDF-Shop. Und eine Kontoregistrierung, Onlineverknuepfung zw Kunde und Personalisiertem PDF soll einfacher sein?
Die Buchpreisbindung: wir fanden Paizos Idee auch toll, Abonnenten das PDF frei zugaenglich zu machen. Allein: dann muesste es generell kostenlos angeboten werden, ein Rabatt fuer regelmaeszige Kaeufer o.ae. sind damit wohl ausgeschlossen (wir sind aber auch keine juristen),
Zuguterletzt ein Bild: Wenn es Leute gibt, die etwas klauen und im Internet anbieten, dann ist das ein Grund fuer den Beklauten, fortan alles umsonst herauszugeben?
Ulisses besitzt das Eigentum an den Texten und darf neben Uebersetzungs-, Herstellungs- und Vertriebskosten auch Lizenzgebuehren an Paizo ueberweisen. Die Kosten sind fuer PDFs geringer, aber ebenfalls vorhanden. Nur verstaendlich, dass Ulisses diese Kosten wieder hereinholen moechte. Und egal ob CD oder Rubbelcode: das erheht die Herstellungskosten (nur beim Band, wir sprechen nicht von der Technik auf der Website fuer Codeueberpruefungen usw).
Wir sind keine Verlagsmitarbeiter, aber unsere letzte Info ist die, dass zumindest die Regelbaende, wenn sie mal als PDF angeboten werden, zu aehnlichen Kampfpreisen wie bei Paizo angeboten werden sollen.
Kurzum: Es waere eine tolle Geste, aber es ist lange nicht so einfach umzusetzen, wie es auf den ersten Blick erscheint.
LG
G.
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