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[Burning Empires] Werkschau
oliof:
Falls Du doch nicht andeuten wolltest, die Schreib- und Leserschaft hier wäre "lernunwillig" und so weiter, dann stelle das bitte klar.
Yehodan ben Dracon:
Ja, das klingt für mich jetzt auch zu sehr nach Lachender Manns Elitarismus, wray.
Aber vielleicht hast Dus ja nur gut gemeint.
Zustimmung zum : Ausprobieren statt Debattieren.
oliof:
Das hat alles schon stattgefunden.
Yehodan ben Dracon:
War auch nicht an Dich gerichtet, weder von mir, noch von wray, glaube ich.
Der Wray:
Ich habe es tatsächlich gut gemeint, womöglich hat sicher aber Resignation in meinen Schreibstil geschlichen. Lernunwilligkeit werfe ich hier niemandem vor. Ich hätte auch sonst überhaupt nicht die Muße, hier irgendetwas zu kommentieren, wenn ich nicht 1. eine Leidenschaft für das Thema hätte und 2. die meisten Poster auf diesen Bords einen anspruchsvollen und sympathischen Eindruck auf mich machen würden. Ich versuche meinen Standpunkt knapp zu fassen, womit ich tatsächlich Probleme habe, da ich ja zum Schwafeln neige:
1. Diese Spiele sind mehr als die Summe ihrer Teile und erzeugen ein ganz bestimmtes Spielgefühl. Um das zu erreichen, sind alle Mittel beteiligt, die einem Autoren zur Verfügung stehen. Dazu zählt auch der teilweise sehr strikte (aber auch humorvolle) "Tonfall", die Namensgebung der Spielelemente (Forte statt Konstitution, Character Burning statt Character Creation, settingsfremde Traits wie etwa Wolverine oder Mr. Lee, etc.) und sogar das kleine Format der Bücher, um ein paar zu nennen.
2. Ich erkenne an, dass nicht jedes Spiel für jeden Spieler geeignet ist, wollte aber ergänzen, dass das nicht immer nur am Geschmack oder einem kaputten System liegt, sondern tatsächlich auch etwas mit dem Fassungsvermögen des Lesers zu tun haben kann, oder auch mit dessen Unwillen, seine Vorurteile gegenüber bestimmte Spiel-Elemente hinten anzustellen, bis man es mehrmals so gespielt hat wie es geschrieben steht. Die "Tasse leeren" heißt für mich nicht, etwas murrend zu akzeptieren, sondern zu versuchen, einen gewissenen Enthusiasmus zu entwickeln. Ich werfe also nicht Lernunwilligkeit vor, sondern Unwilligkeit zu wollen, dass es funktioniert.
Ich halte viel von der Forge - da sind einige sehr intelligente Menschen unterwegs, die sich tiefgründig mit einem Hobby beschäftigen, dass mir sehr am Herzen liegt. Dort wurden viele Erkenntnisse erlangt, die dem Rollenspiel in meinen Augen 1000 mal mehr Tiefe verliehen haben, als das vorher der Fall war. Und das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft, immerhin handelt es sich hier um eines der vielseitigsten "Erzählmedien" die es gibt, wenn man es so bezeichnen mag. Sicher ist da auch viel Blödsinn bei rumgekommen, aber man muss sich vorantasten.
Und was ist das immer mit dem "Zwingen"? Niemand wird zu irgendwas gezwungen. Spiele haben Regeln, und diese Regeln können auch mehr umfassen als nur, wann was gewürfelt wird. Wenn man die Regeln ändert, spielt man nicht das Spiel. Hausregeln hin oder her: Je mehr bewegliche Teilchen und je fokussierter das Design, desto schneller taugt das, was man dann spielt, nichts mehr. Und wenn doch, dann super! Aber Luke Crane's Spiele sind da eher sehr fragil und er gibt das auch zu. Robustheit für die "Modding Community" ist einfach nicht Teil des Designs.
Vielleicht sollte man einen neuen Thread aufmachen, da das hier zunehmends zur Grundsatzdiskussion wird. Aber versteht mich bitte nicht falsch: Mir liegt es fern, hier jemanden vor den Kopf stoßen zu wollen, ich versuche nur, etwas zu vermitteln, das mein eigenes Spiel bereichert hat. Ihr werdet mich auch hier keine anderen Spiele bashen sehen, und ich behaupte auch nicht, dass Burning Wheel die Krone der RPG Schöpfung ist. Aber für mich war es eine Offenbahrung.
Cheers,
Wray
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