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DSA mit FATE?
Xetolosch:
--- Zitat von: Auribiel am 4.09.2012 | 13:18 ---Ich höre schon den Einwand, dass man doch auch neue Vorteils-Stunts generieren könnte? Kann man. Aber wieso sollte man? Erklärung: Bedingung wäre für mich immer noch ein magischer Aspekt. Hier hat man also nichts gespart. Nimmt man nur einen Vorteilsstunt (bleiben wir mal beim Feuerball), so wäre eine weitere Bedingung von mir, dass jeder Einsatz einen FATE-Punkt kostet, weil sorry, niemand wirft hier unbegrenzt Feuerbälle durch die Gegend oder macht sich für umme Unsichtbar usw.! Für die selben Kosten kann ich aber den Zaubern-Stunt kaufen und mit einem FATE-Punkt dann den Fertigkeitentausch "Feuerball" vollziehen. Wie man's auch dreht und wendet, man kommt mit dem Weg über den Zaubern-Stunt (mit dem man auch gleich einen Vollmagier generieren kann) immer gleich gut weg, wie mit dem Umweg über den Vorteils-Stunt.
--- Ende Zitat ---
Gewisse Wirkungen und Fähigkeiten könnte man durchaus mittels einem Stunt abbilden (Prophezeien, ...). Ich rede hier aber nicht von Zauberspruchwirkungen wie es ein Feuerball wäre...). Es muss halt stimmig sein. Und anstatt unsichtbar zu werden, könnte man sich ja mit einem Bonus auf Heimlichkeit begnügen... Das kommt einem Magiedilletanten meiner Meinung nach auch näher. Die Meisterhandwerke haben den Charakter meist mehr geprägt als die "richtigen" Zauber.
Silent:
--- Zitat von: Xetolosch am 3.09.2012 | 18:44 ---Naja, nicht erstmal 1 FP statt gleich 2? Oder kann der Spielleiter für die Lüge nicht gleich 1 FP fordern, damit diese durchgezogen werden kann?
Ok, kannst du auch noch den Fall liefern, dass der Spieler die Lüge durchziehen möchte...? Was passiert nach "erfolgreicher" Lüge des Praios-Geweihten?
--- Ende Zitat ---
Mhh, es gibt in Bulldogs den Nachteil, dass man bei bestimmten Situationen gleich eskaliert beginnt... Natürlich kann man bei einem FP anfangen, aber ich finde es macht diesen Moralkodex bzw. das Brechen des eigenen Charakterkonzeptes deutlicher wenn man gleich höher anfängt.
Aber Ok, für den Fall dass der Spieler eines Praoisgeweihten unbedingt lügen WILL (und nicht seinen Charakter unabsichtlich in eine Lüge verfängt, weil es es einfach nicht besser wusste. Hier zählt Absicht!), dann muss der Spieler die entsprechenden Punkte zahlen und.... fertig!
Thema ist durch!
Wenn ein Spieler 1-3 FP für etwas zahlt, weil es ihm so wichtig war, dann sollte man es auch darauf beruhen lassen. Man kann dem Spieler empfehlen, um innerhalb der Regeln zu bleiben, sein SessionUpgrade "Aspekt verändern" zu benutzen um das Abweichen vom Grundkonzept darzulegen.
Einfach in "Seinen" Charakter zu fuschen ist aber nicht von den Regeln abgedeckt, aber wenn wer einen lügenden Praioten, ein Giftpfeile verschiessenden Rondrianer oder den meuchelnden Tsa-Geweihten spielen will, dann kommt man leicht in das Gefilde von Regel 0.
Auribiel:
--- Zitat von: Xetolosch am 4.09.2012 | 13:35 ---Gewisse Wirkungen und Fähigkeiten könnte man durchaus mittels einem Stunt abbilden (Prophezeien, ...). Ich rede hier aber nicht von Zauberspruchwirkungen wie es ein Feuerball wäre...). Es muss halt stimmig sein. Und anstatt unsichtbar zu werden, könnte man sich ja mit einem Bonus auf Heimlichkeit begnügen... Das kommt einem Magiedilletanten meiner Meinung nach auch näher. Die Meisterhandwerke haben den Charakter meist mehr geprägt als die "richtigen" Zauber.
--- Ende Zitat ---
Damit hast du recht und ich erinnere mich an unsere diesbezügliche Diskussion. ;)
Aber wie du sagst: Was kein Zauber ist, kann auch so über (Vorteils-)Stunts abgebildet werden. Nur unterscheidet sich dies dann nicht mehr von dem, was jedem Nicht-Magiedilletanten auch zustehen würde. Magiedilletant ist bei FATE mehr etwas, das im Hintergrund und im rollenspielerischen dargestellt wird und entsprechend über einen Aspekt + dessen Ausnutzung zustande kommt, denn über ein zusätzliches Regelgerüst. Der Magiedilletant hätte ja z.B. schon die Möglichkeit über seinen Aspekt "Ich bin Magiedilletant" in unterschiedlichsten Situationen den +2-Bonus abzustauben, was dann ggf. für andere auch wie "Magie" wirkt. ;)
@Althena:
Fast hätte ich eine Erleuchtung gehabt, jetzt ist sie weg, verdammt.
Also nochmal kurz aufgedröselt, am Beispiel Hexe und Praiosgeweihter (jaja, die beiden mögen sich halt so, die machen freiwillig mit!). Falls das an deiner Diskussion mit Xetolosch vorbeigeht, ignorier es einfach. ;)
Hexe kann nur ihren Magie-Aspekt ziehen, wenn sie auf festem Boden steht (Kontakt zur Urmutter Sumu). Wenn ich ihren Magie-Aspekt reizen will, kann ich ihr z.B. einen FATEpunkt dafür anbieten, dass sie sich auf der Flucht vor dem Praioten auf die Spitze eines Turms flüchtet (kommt in Horrorfilmen ja auch oft genug vor, dass man hoch rennt, statt einfach weg).
Auswirkung: Da oben kann sie den Magie-Aspekt nicht mehr für ihre Zaubereien ziehen. Dafür hat sie aber einen FATEpunkt verdient. Die Komplikation hält also auch hier länger an. Die Voraussetzung für das Ziehen des Aspekts ist erst wieder gegeben, wenn Hexi unten auf dem Erdboden steht.
Gehen wir mal davon aus, dass das Hexi mal ein richtig böses ist (kommt ja selten genug vor) und der Praiot das auch eindeutig weiß, nur: Er kann es nicht beweisen. Jetzt droht ihm, die böse Hexe zu entkommen. Also kämpft er lange mit sich, bis er sich dazu durchringt: Um die Hexe brennen zu lassen, muss ich einen Beweis türken. Wenn ich das nicht tue, dann entführt sie noch ein Kind und macht Kindergulasch, das kann ich nicht zulassen! Als Diener des Gottes der Gerechtigkeit ist allerdings Beweise fälschen aber kein Klacks. Als Meister winke ich zusätzlich noch mit einem FATEpunkt, denn ich möchte gerne - so der Spieler annimmt - den Gewissenskonflikt seines Geweihten ins Spiel bringen und sehen, wie er diesen darstellt und sich vor seiner Gottheit da wieder rauswindet.
Jetzt ist die Frage: Ist denn die Voraussetzung für seinen "Praiosgeweihter-"Aspekt wirklich nur dann nicht gegeben, wenn er gerade mitten am Lügen ist? Er hat ja ein Gebot gebrochen "du sollst nicht lügen!". Meiner Meinung nach ist die Voraussetzung jetzt solange nicht mehr gegeben, bis er Buße getan hat, denn damit macht ein Geweihter eine Verfehlung eben wett.
Natürlich kann der Aspekt weiterhin für andere Dinge gezogen werden (z.B. Autorität), aber Wundern kann er eben nur erschwert, was die Gewissensbisse abbilden soll. Er ist ihm ja nicht gänzlich unmöglich, Wunder zu wirken, nur funzt es halt nicht mehr richtig.
Lügt der Praiot hingegen freiwillig munter durch die Gegend, dann ist das keinen FATEpunkt wert und blockiert dennoch seinen Aspekt für das Wunderwirken (falls es auffliegt, dass er rumlügt ev. auch für alles andere, aber DANN wäre wirklich ein neuer Aspekt fällig).
--- Zitat ---aber wenn wer einen lügenden Praioten, ein Giftpfeile verschiessenden Rondrianer oder den meuchelnden Tsa-Geweihten spielen will, dann kommt man leicht in das Gefilde von Regel 0.
--- Ende Zitat ---
Ich appelliere hier auch massiv an die Eigenverantwortung der Spieler.
Falls sich in diesem Post die Schreibfehler häufen sollten, ich hab gerade von 13 Schülern die Nacherzählungen kontrolliert und weiß langsam nicht mehr, wie manche Wörter richtig geschrieben werden... @_@
Silent:
Ist ja irgendwo das gleiche Thema, vielleicht andere Baustellen ^^
Das Problem was ich beim "Sündigen" sehe, ist die Willkürlichkeit die dahinter stecken kann.
Nehmen wir das das Beispiel mit der Notlüge des Praioten.
Hier würde ich dem Spieler den FP für einen Effekt anbieten, dass dadurch der Kontakt zur Gottheit gestört wird, wenn der Spieler die Lüge durchziehen will. Als erstes würde ich ihn aber den FP anbieten, dass sein Charakter erst gar nicht lügen will!
Man kann da ja in Verhandlung gehen.
Aber gehen wir von dem Fall aus, dass die Lüge so kommen soll, und der Spieler die FP einkassiert für die gestörte Leitung.
Woran macht man es jetzt feste wann der Charakter sich wieder wundern kann? *g*
Wenn es eine Konsequenz auf den Stresstrack wäre, wäre die Lösung ja naheliegend, bis zur Heilung.
Blechpirat im Urlaub:
--- Zitat von: Althena am 4.09.2012 | 15:41 ---Als erstes würde ich ihn aber den FP anbieten, dass sein Charakter erst gar nicht lügen will!
--- Ende Zitat ---
Rollenspielerisch ist es doch viel interessanter, wenn er lügt!
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