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Fantasy Film Fest 2011
BobMorane:
So mal ein Rückblick auf die bisherige Ausbeute. Bisher bin ich noch nicht enttäuscht worden.
Red State
Schräger netter einmal Gucker. 6,5/10
Stakeland
Deutlich ruhiger als ich erwartet habe, eher ein Roadmovie mit Vampiren als ein Actionknaller, aber sehr cool. 8/10
Cat Run
War bisjetzt mein Favorit. Sehr lustig, vom Gewaltniveau teilweise recht krass. Wenn man Filme wie Smoking Aces mag ist der zu empfehlen. 9(10
A lonly Place to die
Hat mich angenhem überascht. Gut gefilmt und gespielt. Vermeidet so ein wenig die üblichen Fallstricke. 7/10
Jed Clayton:
In meinem Bekanntenkreis bin ich der einzige, der jedes Jahr zum FF geht.
Ich habe gestern Abend noch mit ein paar Kumpels darüber gesprochen und dabei ist mir aufgefallen, dass nun schon zwei meiner Freunde sich explizit daran stören, dass das Festival "Fantasy Filmfest" heißt und sie dabei keine Fantasy-Filme beziehungsweise Mittelalter-Filme finden.
Sie beklagen sich darüber, dass bei einem Filmfestival, bei dem das Wort "Fantasy" groß auf dem Plakat steht, zahlreiche Slasher-, Splatter-, Thriller- und Gangster-Filme gezeigt werden.
Jedes Jahr haben wir wieder die gleiche alte Diskussion, was das Wort "Fantasy" eigentlich bedeutet.
Im deutschen Sprachgebrauch heißt Fantasy eben - geprägt durch Romane und Rollenspiele - für die meisten Leute "Elfen, Zwerge, Orks, Zauberer". Die erwarten dann auch etwas anderes, bestenfalls einen Film wie Willow oder Das letzte Einhorn.
Wie steht ihr eigentlich dazu und wie definiert ihr "Fantasy"?
Vash the stampede:
@Jed.
Wieder einmal eine Diskussion, in der Leute denken, sie hätten die Deutungshoheit über einen Begriff. Wenn sie nicht zum FFF gehen, weil nicht die Filme laufen, die sie sehen wollen, ist das OK. Wenn sie nicht hingehen, weil der Name "falsch" ist, dann ist ihnen auch nicht mehr zu helfen.
Fantasy ist mehr als EDO usw. Ich gebe zu, früher würde man Phantasie als Begriff verwendet, um das deutlich zu machen. Nur klingt PFF halt nicht so griffig. ;)
Jed Clayton:
@Vash:
Ja, mir selbst ist das schon irgendwie klar.
"Festival des phantastischen Films" wäre fast das Gleiche, aber länger und prätenziöser und es sähe auf dem Plakat nicht so chic aus.
Ab und zu hätte ich auch gern mehr Filme mit "meinen" Schwerpunkten, mehr Wikinger, Mittelalter, Sword and Sorcery, phantastische Kreaturen und große Kostümdramen. Aber man sollte eben nicht vergessen, dass dann, wenn sich wieder mal jemand gezielt der EDO (EZO) Kitchen-Sink-Fantasy annimmt, zumeist ein Film herauskommt wie Eragon, Dungeons & Dragons (der erste Kinofilm) oder auch dieser Uwe-Boll-Müll "Schwerter des Königs" usw. Es sollte auch erst mal jemand einen richtig guten Steampunk-Film machen, und ich denke auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es den ersten Kinofilm zu World of Warcraft gibt.
Ich gehe zum FF, um mich überraschen zu lassen und um Streifen zu sehen, die ich sonst nirgendwo auf der großen Kinoleinwand sehen kann. Dazu Popcorn, Drinks und ein paar alte Bekannte treffen! :) Das reicht doch völlig.
Vash the stampede:
Zum gestrigen Programm (in FfM):
Super
... Film! Hier stimmte fast alles: Schauspieler, Humor, Geschichte. Grundsätzlich sind die parallelen zu Kick Ass nicht zu übersehen, doch ist Super sozusagen die erwachsene Fassung der Geschichte. Mit Erwachsen meine ich die Darbietung und die Charaktere.
Super handelt von einem Koch, der von seiner Frau verlassen wird. Da sie sich in Händen eines Dealers befindet, beschließt er sie zu befreien. Doch in seinem normalen Dasein schafft er es nicht und so wird er zum Crimson Bolt. Im Laufe der Geschichte bekommt der neue Superheld noch einen Side Kick, mit dem er am Ende des Films die große Befreiungsaktion startet.
Die Darsteller sind gut bis sehr gut. Allen voran ist Ellen Page der Knaller. Aber auch Kevin Bacon glänzt mal wieder. Der Film ist super!
Deadheads
Ein junger Mann wacht auf. Um ihm herum laufen Zombies rum, die ihn jedoch unbehelligt lassen und jagt auf die Lebenden machen. Mittels eines neuen Kumpels wird klar: er und sein Kumpel sind Zombies. Nur haben sie noch ein brain. Und weil auch ein Zombie ein Herz hat und Liebe kennt, will er seiner großen Liebe ebendies darlegen. Sie machen sich auf den Weg zur großen Liebe und werden dabei von Zombiekillern verfolgt, die die Epidemie eindämmen wollen.
Anscheinend habe ich ein Problem mit lustigen Gernefilmen, die eben genau das sein wollen: lustig. Seien es die Lesbian Vampire Killer oder jetzt dieser Film, so richtig begeistern können sie mich nicht. Dabei stimmte die Gagdichte. Die Figuren in der Regel auch. Und trotzdem zündete der Film bei mir nicht so recht. Immer noch ein guter Film, aber kein Knaller.
Red State
Kevin (Dogma, Clerks) Smith dreht einen Horrorfilm. So lautete die Ausgangssituation. Naja, sie stimmt in meinen Augen nicht. Ein Horrorfilm ist es nicht geworden. Ein Thriller, aber ein echt guter.
Drei junge Typen wollen Sex und treffen sich dazu mit einer älteren Frau. In ihrer Stadt gibt es jedoch eine religiös-fanatische Familie, die sie gefangen nehmen und für ihr sündenbehaftes Tun bestrafen wollen. Als das ATF (Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives) eintrifft, um den Waffenbesitz der religiösen Familie zu prüfen, eskaliert die Lage.
Gut gespielter Film, der mich vor allem mit seinen Dialogen begeisterte. Aber auch die Kameraführung hatte mich. Selten habe ich so schnelle und abgehackte Schnitte gesehen, bei denen man dennoch die Übersicht behält. Die Geschichte wird zwar etwas schwierig erzählt, was auch dazu führt, das es mir schwer fiel Bezug zu einer Person aufzubauen. Dieses Problem behebt sich jedoch, sobald das ATF im Film ist. Hier ist mit John Goodman dann eine Figur vorhanden, die diese Lücke schließt. Neben Super der Film des Tages und des bisherigen Filmfestes.
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