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[VtM] Euer Spielverständnis?

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Seth:

--- Zitat von: Teylen am  3.08.2011 | 21:46 ---Vom schauen des Films, lesen des Buchs und den Erfahrungen (seinerzeit) im Slash Fandom im Bezug darauf.
Das heißt ich sah den Film, lass später das Buch und war ich im Yaoi / Slash Fandom unterwegs wo sich das ganze einer gewissen Popularität erfreute. (Bis Mrs. Rice mehr oder weniger mit dem Fandom brach, respektive die Reihe durch das einführen vieler weiblicher Charaktere einen Popularitäts Einbruch erfuhr)

--- Ende Zitat ---

Du baust deine Figurenanalyse, die du nebenbei auf ein davon völlig unabhängiges Rollenspiel und deren Figurenkonzeption überträgst, anhand dieser Erfahrungen / Lektüren auf? Okay, ich bin raus.

Teylen:

--- Zitat von: Sol Invictus am  3.08.2011 | 21:53 ---Du baust deine Figurenanalyse, die du nebenbei auf ein davon völlig unabhängiges Rollenspiel und deren Figurenkonzeption überträgst, anhand dieser Erfahrungen / Lektüren auf? Okay, ich bin raus.
--- Ende Zitat ---
Worauf genau würdest du sie aufbauen?  wtf?
Anstelle des Films, des Buchs und entsprechender Fandom Diskussionen?

Just als Anmerkung, die Aussage das V:tM nicht völlig unabhängig ist sondern ein bisschen mehr als wenig von Anne Rice (respektive ihren Romanen) inspiriert ist stammt nicht von mir.

Windjammer:

--- Zitat von: Teylen am  3.08.2011 | 21:32 ---Die Vergangenheit Lestats und damit die Erklärung weshalb er derart anders agiert als Louis wird, wenn ich mich nicht irre, in einem anderen Buch beleuchtet als Interview mit einem Vampir. Es gibt mehr Details zu dem Anführer der Pariser Vampire und auch zu der Reise Louis mit Claudia Richtung Transylvanien, aber die Vater Geschichte meine ich habe ich woanders her. (Wiki sagt in Queen of the Damned)
--- Ende Zitat ---
Nein, die Vatergeschichte mit Lestat bildet ein Kernmotiv von Interview, ersten 100 Seiten. Dass es in spaeteren Romanen nochmal aufgegriffen wird, kann gut sein, weiss ich aber nicht, da ich bis auf Interview (noch) nichts gelesen hab, und mir durch diverse Wikis nicht die Spannung nehmen möchte. ;)

Den Rest Deines Postings fand ich sehr interessant. (Wollte ich einwerfen, damit es nicht aussieht, ich poste nur, um Differenzen u.ä. zu markieren)

Sephiron:
Mal abseits der Idee mit Anne Rice:

Wie die meisten Rollenspiele basiert Vampire auf der D&D-Idee. Die grundsätzliche Regelmechanik (oWoD wie nWoD) lässt sich am besten erklären, indem man sich vorstellt, ne Runde D&D-Spieler hat gemeinsam die Idee "Hey, der Vampir-Magier ist heftig! Warum gibts sowas eigentlich nicht als SCs?... Wir könnten so coole Chars haben... Schwarzmagier-Vampire, Psychopathen-Vampire, Monster-Vampire und sowas!... Vampire haben ja auch was Düsterromantisches, dann kriegen wir vielleicht auch mal n paar Frauen in die Runde... Lasst uns mal n paar Regeln dafür zurechtkloppen!"

Zu der Einstellung passen die Regeln dann auch wieder anstatt im Weg zu sein ;)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Naja, mit der Einstellung erklärt sich leider auch die Tendenz, Alles immer mächtiger und "cooler" zu machen als das davor, wodurch das Balancing immer schlimmer wurde... zum Glück wurde das behoben. (Was Viele nicht verstehen: Requiem ist kein neues Spiel, sondern bloß eine neue Edition, mit der alte Fehler repariert wurden.)

Mir gefällt das nicht. Ich spiele lieber Intrigen statt "Der Fürst beauftragt die SCs, die Prinzessin zu retten und den bösen Hexer zu besiegen. Der Vampir-Fürst beauftragt die Vampir-SCs, die Primogena zu retten und den ober-bösen Vampir-Hexer zu besiegen"-Szenarien, wie es die Kampagnenbände vorsehen.
Aber wenn man sich die Regelmechanik anschaut, ist mMn eindeutig, wie das Spiel gemeint ist.

Rabenmund:
@Teylen
Zu den Pfaden, speziell zum Pfad des Tiers empfehle ich persönlich immer wieder gerne die Lektüre der entsprechenden Bücher. Zugegeben, im GRW sind sie meist eher kurz und missverständlich beschrieben. Dort allerdings wird sehr viel genauer auf die Ethik eingegangen und erklärt, woher sie kommt und welches Ziel sie hat.

Und da konnte ich bei keinem der Pfade bis jetzt eine "Mosher"-Ethik rauslesen.

Es ist sicher auch spielerabhängig, wie wichtig einem hohe Pfadwerte sind bzw. wie eng oder weit man sich an die Ethik binden lässt. Ganz zu Schweigen davon, ob man einen Pfad nur als ein Hindernis ansieht gegen Gewaltexzesse ansieht, das zuerst einmal auf Löcher abgeklopft wird. Oder statt dessen die Herausforderung annimmt, eine andersartige Ethik zu spielen, die sich teilweise recht weit von der humanistischen entfernt und andere Schlüsse und Bewertungen von Situationen zulässt.

Um ein aktuelles Beispiel zu bringen: Mein Charakter, ein slawischer Berserker mit einem hohen Wert im Pfad des Tiers ist der erste in der Runde, der Folter(ern) den Rücken zukehrt und die anderen Charaktere versucht von unnötigem Gemetzel abzubringen.

Ein anderer Charakter, ein Bischof der dem Pfad des Himmels folgt legt seinen Pfad eher aus wie er einen mittelalterlichen Inquisitor empfindet und ist daher nur schwer von Gewaltexzessen gegen Juden und Zigeunern abzubringen (= ja, der Chara hat da leider eine sehr starke Fixierung).


Meine gemischten Erfahrungen mit Vampire haben mich inzwischen allerdings dazu gebracht, das ich jetzt noch unsere Kampagne fertig spielen werde und mich danach anderen Systemen widmen werde. Wobei ich Tanjas Beobachtungen nicht stützen kann, Gewaltexzesse habe ich in den verschiedensten Systemen schon erlebt. Zwar kamen sie meist von den gleichen Spielertypen, aber die haben sich ausgetobt was auch immer man geleitet oder mitgespielt hat.

Alles in allem kann ich mich Koenns Einschätzung anschliessen, das Vampire zu den Systemen gehört die einerseits eine genaue Auswahl von Spielern brauchen, und eine Menge Vorarbeit erfordern. Andererseits allerdings auch ein sehr großes Potential entfalten können wen man sich von Metaplot und Über-NSCs löst.

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