Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[VtM] Euer Spielverständnis?
Nin:
--- Zitat von: Teylen am 4.08.2011 | 15:33 ---Ich vermutete jedoch das sich die Diskussion auf V:tM bis zu dem Stand der 2nd revised bezieht.
--- Ende Zitat ---
Das vermute ich auch...
... weiß aber nicht, ob das wirklich hilfreich ist.
Ich wollte eigentlich auch nur - konstruktiv gemeint - beisteuern, dass es mittlerweile zu VtM eine Vielzahl offiziellen Regeln gibt, so dass das Spiel optimal auf den individuellen Spielstil der Gruppe abgestimmt werden kann.
Oberkampf:
--- Zitat von: Sol Invictus am 4.08.2011 | 14:57 ---Wenn ich dir jetzt aber erzähle, dass ich mit Shadowrun, D&D und Call of Cthulhu noch weit mehr abnippelnde Runden erlebt habe und das meiner Meinung nach noch weit mehr unterschiedliche Spielstile begünstigt, weit mehr "Mosher" anzieht (vor allem Ersteres) und es damit, nach System, weit schwieriger ist einen gemeinsamen Konsens zu finden, hebt das deine Theorie ziemlich auf.
--- Ende Zitat ---
Vorweg, die Sachen, die ich behaupte, sind vor allem auf die deutsche Rezeption dieser Spiele bezogen.
Shadowrun hat zwar auch eine Menge Storyabenteuer und Metaplot angeboten, aber nach meinem Eindruck auf Cons und im privaten Bereich immer eher die "Mosher" (ich übersetze das jetzt mal großzügig mit Powergamer/Buttkicker) angezogen und deren Wünsche hervorragend bedient. Bei Call of Cthulhu gibt es wohl auch Kämpfe u.ä., aber nach dem, was ich so darüber hörte, ging man denen besser aus dem Weg. Ermitteln und wahnsinnig werden steht da im Mittelpunkt. Ob das System das gut kann, will ich nicht beurteilen - die Aufmachung der Abenteuer, die ich gesehen habe, spricht jedoch für ein Spiel, das überweigend auf SL-Erzählspiel ausgerichtet ist.
Bei D&D hängt viel an der Zeit und an der Edition. Tendenziell hast du aber recht, D&D spricht alle Vorlieben an. Deswegen ist ja auch ein Argument der Kritiker der 4E, dass diese Edition einen zu eindeutigen Schwerpunkt auf Dungeoncrawling gelegt hat, und eine Kritik an der Dragonlance-Zeit war, dass damals zu eindeutig Metaplot und Story im Vordergrund stand.
--- Zitat von: Sol Invictus am 4.08.2011 | 14:57 ---Die Frage, die mich mehr interessiert ist, warum ist es einigen Leuten überhaupt so wichtig, zu belegen, dass es am System von V:tM liegt?
--- Ende Zitat ---
Natürlich gibt es auch bei anderen Spielen Richtungsstreitigkeiten. D&D kann davon ja ein Lied singen, und über DSA gabs hier im Forum auch schon stressige Diskussionen. Aber anscheinend bekommt V:tM deutlich mehr Kritik ab, als andere Mainstreamrollenspiele. Ich hätte das nicht gedacht, und im :T: fällt die Kritik an V:tM, wenn ich sie mit der D&D (insbesondere 4E) und vor allem DSA vergleiche, doch eher gering aus (mein Eindruck). Trotzdem gibt es wohl noch außer mir Spieler, die V:tM nichts abgewinnen können.
Meine persönlichen Gründe, warum ich nichts von diesem Spiel halte, sind, wie ich mehrfach gesagt habe, erfahrungsbasiert. Dabei spielt(e) sicherlich die aggressive Selbstvermarktung von V:tM als Storyspiel eine Rolle: ich hatte halt das Vergnügen, dieses Spiel überwiegend als ein Erzählonkelspiel/Illusionistenspiel kennenzulernen und kann mich für diesen Spielstil nicht begeistern - nichtmal bei guten Erzählern, bei mittelprächtigen schon gar nicht.
Der zweite Kritikpunkt ist das gerade im Kampf schwerfällige Regelsystem, das ich weder als spannend noch als Kreativität fördernd empfinde. All dies sind Sachen, die mir in diesem Ausmaß überwiegend bei V:tM begegnet sind, mit der Ausnahme, dass ein Spielleiter Storyteller mal TORG in diesem Stil geleitet hat - aber der ist ein V:tM Fan.
Nun ist es keine Sache, zu sagen, dass V:tM in Deutschland eben ein Spiel mit Regeln für die Mosher/Taktiker ist und als solches gut taugt. Dann habe ich mir einfach von diesem Spiel etwas erwartet, was es nicht angeboten hat (und auch nicht versprochen hat?). Als Mosher-System finde ich es zwar auch eher mittelprächtig, aber da gibts sicher schlimmeres an Rollenspielen.
Oberkampf:
--- Zitat von: Nin am 4.08.2011 | 15:42 ---Ich wollte eigentlich auch nur - konstruktiv gemeint - beisteuern, dass es mittlerweile zu VtM eine Vielzahl offiziellen Regeln gibt, so dass das Spiel optimal auf den individuellen Spielstil der Gruppe abgestimmt werden kann.
--- Ende Zitat ---
Sicher verwenden das auch einige Leute, aber mal weniger konstruktiv dazwischengeschossen:
Wieso sollten Leute, denen V:tM so wie es ist/war gefällt, sowas anwenden?
Wieso sollten Leute, denen V:tM so wie es ist/war nicht gefällt, sowas anwenden, anstatt ein anderes Spiel zu suchen, das ihren Vorstellungen vom Grundkonzept her näher ist?
Wenn man kein Mosherspiel spielen will, sondern ein Ermittlungsspiel (mit übernatürlichem Einschlag), warum sollte man dann nicht gleich z.B. Gumshoe oder Heroquest/Nameless Streets nehmen?
Teylen:
--- Zitat von: youth nabbed as sniper am 4.08.2011 | 16:29 ---Wieso sollten Leute, denen V:tM so wie es ist/war gefällt, sowas anwenden?
--- Ende Zitat ---
Weil es immer noch besser sein kann.
Das heisst die Herangehensweise waere fuer mich, wenn ich die Lust haette die nWoD Regeln zu lesen, das ganze zu konvertieren und dabei an Rosinen das zu picken was es verbessert.
Zum Beispiel nur den Unterbau fuer das soziale Kampf-System installieren.
Waeren die V:tM Fans so absolut seelig mit ihrem System, wuerde V20 nicht mit "Bug fixes" versehen.
--- Zitat ---Wenn man kein Mosherspiel spielen will, sondern ein Ermittlungsspiel (mit übernatürlichem Einschlag), warum sollte man dann nicht gleich z.B. Gumshoe oder Heroquest/Nameless Streets nehmen?
--- Ende Zitat ---
Weil das keine eierlegendewollmilch-Spiele sind?
Da kann man halt kein Moscherspiel mehr machen, sondern muss ein Ermittlungsspiel machen.
(Zumindest so wie der Satz klingt, habe alles zwei/drei noch nicht gespielt)
Es waere doch da naheliegend sich die Mosch-Funktion von V:tM zu erhalten und aus der nWoD Ermittlungsspielansaetze ran zu pappen. Beziehungsweise die Kenntniss-Fertigkeiten dahingehend zu erweiteren.
Nin:
--- Zitat von: youth nabbed as sniper am 4.08.2011 | 16:29 ---Sicher verwenden das auch einige Leute, aber mal weniger konstruktiv dazwischengeschossen:
Wieso sollten Leute, denen V:tM so wie es ist/war gefällt, sowas anwenden?
Wieso sollten Leute, denen V:tM so wie es ist/war nicht gefällt, sowas anwenden, anstatt ein anderes Spiel zu suchen, das ihren Vorstellungen vom Grundkonzept her näher ist?
Wenn man kein Mosherspiel spielen will, sondern ein Ermittlungsspiel (mit übernatürlichem Einschlag), warum sollte man dann nicht gleich z.B. Gumshoe oder Heroquest/Nameless Streets nehmen?
--- Ende Zitat ---
Na, "wenig konstruktiv" bringt einen meiner Ansicht nach nicht weiter. Aber, wenn du meinst...
Für diejenigen, die mit dem Spiel so zufrieden sind, wie es ist, oder die es eh nicht spielen, ist es vollkommen egal. Stimmt. Und?
Zum anderen wurde das hier und an anderer Stelle im Forum schon mehrfach beantwortet. Es gibt Leute die z.B. mit dem Setting zufrieden sind, aber an den Regeln schrauben wollen.
Zum anderen, weil es darum geht, eine gemeinsame Vorstellung des Spiels zu entwickeln - wenn denn gewünscht - und das mit Regeln zu unterfüttern, die dem jeweiligem Spielstil am besten fördern.
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