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[VtM] Euer Spielverständnis?

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Skele-Surtur:

--- Zitat von: TheLemming am  1.08.2011 | 15:17 ---Was genau sind übertriebene Grausamkeiten? Für eine Sabbatrunde und dabei noch einen der Tschi...-Chi...-äh na die Foltertruppe halt - ist es irgendwie ein interessantes Gegenstück und stimmungsförderndes Element in meinen Augen. Man(n) muss es ja nicht unbedingt übertreiben, aber die Perversität des Sabbats stellt für mich ein stimmungsintensives Element dar.

--- Ende Zitat ---
ICH spiele nichts grausames. Punkt. Es macht MIR keinen Spaß. Das ist was für Gegner, die ich hauen darf, ob es jetzt Vampire, Orks oder Außerirdische sind, ob ich D&D, Vampire oder DFRPG spiele, völlig egal. Ich bin vielleicht mal ein gemeiner Kerl, der lügt, betrügt und andere Leute in die Scheiße reitet, aber ich schneide niemandem bei lebendigem Leib das Herz raus, verspeise keine kleinen Kinder und ziehe auch niemandem die Haut ab um danach Salz einzureiben und wenn ich es doch mal täte, dann würde ich es nicht im Detail ausspielen. Ganz einfach, weil es MIR keinen Spaß macht. Und das hat nichts mit Vampire oder WoD zu tun, das ist ganz grundsätzlich.

alexandro:

--- Zitat von: TheLemming am  1.08.2011 | 15:17 ---Was genau sind übertriebene Grausamkeiten? Für eine Sabbatrunde und dabei noch einen der Tschi...-Chi...-äh na die Foltertruppe halt - ist es irgendwie ein interessantes Gegenstück und stimmungsförderndes Element in meinen Augen. Man(n) muss es ja nicht unbedingt übertreiben, aber die Perversität des Sabbats stellt für mich ein stimmungsintensives Element dar.
--- Ende Zitat ---

Es hat auch damit zu tun, wie detailliert die Grausamkeiten beschrieben werden (das Sabbathandbuch hatte glaube ich einen Absatz darüber, was den Unterschied zwischen einer FSK16- und einer FSK18-Beschreibung ausmacht).

Will man gar keine Grausamkeit, dann sollte man entsprechende Charakterkonzepte von vorneherein nicht zulassen. Punkt.

Teylen:

--- Zitat von: TheLemming am  1.08.2011 | 15:17 ---Was genau sind übertriebene Grausamkeiten?
--- Ende Zitat ---
Ich denke, im Rahmen des Threads, das was die Toleranzgrenze des Spielers uebersteigt.

Das heisst wenn jemanden, ist nicht so boes gemeint wie es vielleicht klingt, nicht aufgefallen ist welche Gewalt in z.B. Interview mit einem Vampir ausgeuebt wird, kann es schockierend bis abstossend sein mit einer solchen Szene Inplay, ggf. ohne die dramatische Involvierung konfrontriert zu werden.

Wenn Beispielsweise, als unblutige Szene, beschrieben wuerde wie Claudia zwei Jungen sucht, minderjaehrig, wehrlos, hilflos, unschuldige Optik und deutlich ohne ein Zeichen des Mitgefuehl den beiden Kindern gegenueber, sie vergiftet, der Todeskampf beschrieben wird, Claudia sie in's Wohnzimmer schleift und so drapiert das sie friedlich aussehen. Und wie ihr Blut in den leblosen Koerpern noch etwas warm ist.
Ich vermute das man damit, bei einigen Spielern, die Grenze der Grausamkeit, schon arg weit ueber springt.

Nun oder wenn man als SL ein Pest Opfer beschreibt, und dem Vampir Spieler faellt nichts besseres ein als eine Tanzszene, mit anzueglichen Kommentaren der Leiche gegenueber zu beschreiben, wo er durchblicken laesst das  es den Charakter nicht kuemmert das es ein Mensch und gar eine Mutter war.


Naja und das sind dann noch nichtmal die blutig-grausamen Szenen wie dort wo die Vampire gemeinsam das Opfer aus der Oper auf der Buehne auffressen.

Clawdeen:

--- Zitat von: Teylen am  1.08.2011 | 08:46 ---Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber ich finde den Tonfall gegenüber denen, die nun nicht einen bestimmten Spielstil pflegen, beziehungsweise bestimmte Elemente in ihrem haben, schon ziemlich aggressiv beziehungsweise herablassend.
Woher kommt das? Ist das Absicht? Muss das sein? Was soll es erreichen?

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Teylen am  1.08.2011 | 11:12 ---Nun ich habe das Gefuehl das ein bestimmtes Spielverhalten als "Mosher" mehr oder weniger beschimpft wird.
Das man dann nicht bei der Bezeichnung bleibt sondern es als vulgaer bezeichnet wird, die Spieler als ruecksichtslos dargestellt werden, die Behauptung kommt das diese mutwillig kostbares Potential brach liegen lassen, es klingt durch das man meint das den Spielern der Intellekt fehle um die Tiefe zu erfassen, das eine Sensibilitaet fehlt, Respekt vor Themen, das sie "stillos und billig" agieren beziehungsweise spielen.

Das ist nur der erste Beitrag.
Auch in spaeteren klingt durch das die "Mosher" eine (spaet) pubertierende Pest sind mit dem Intellekt eines sabbernden Nerds. Haessliche superhereos-with-fangs Spieler die schlimmer sind als jeder gamistische SR-Spieler. Verkappte Sadisten, Masochisten und ueberhaupt Goth-Kiddies. Kurz gesagt, asoziales Pack.

Also ich wuesste nun nicht wie man innerhalb der Forenregeln noch herablassender werden koennte.

--- Ende Zitat ---

Dazu haben zwischenzeitlich hier ja nun auch einige andere Zutreffendes geschrieben, da du mich ursprünglich meintest, schreibe ich aber auch noch was dazu:
Zuallererst hat die von mir kritisierte Spielweise sogar mit Sicherheit nichts mit dem Intellekt zu tun. Wäre das der Fall, könnte man sich jedwede Diskussion sowieso von vornherein sparen. Außerdem spielt man in der Regel nicht mit Leuten, die man für dämlich hält - wer da wirklich auf welchem Parkett sitzt, wäre wieder eine andere Frage. Oder anders: Nein, ich halte meine Mitspieler ganz sicher nicht für dumm!
Tatsächlich würde es die Frage nach dem Spielverständnis aber durchaus erleichtern, es so zu sehen. Es wäre doch viel simpler zu sagen: Ach, die sind halt alle doof - und sich einen neuen Spielplatz zu suchen.
Ich denke nicht, dass sich das Problem darauf reduzieren lässt.

Der Kernpunkt ist für mich vielmehr der, dass ich im Gegenteil den meisten durchaus zutraue, dem Spiel Tiefe zu verleihen und das gegebene Potenzial (ich beziehe mich da jetzt einfach mal grob auf youth nabbed as snipers genannte Möglichkeiten, weil ich die ganz gut zusammen gefasst finde) komplett auszuschöpfen. ABER dennoch werden diese Optionen offenbar nicht genutzt und da frage ich mich a) warum das so ist und b) warum (meiner Erfahrung nach) in erster Linie Vampire offenbar DAS System ist (innerhalb und außerhalb der oWoD), bei dem es eben nicht funktioniert.

Ich finde es völlig okay, dass es unterschiedliche Spielstile gibt. Für mich persönlich kann ich dieses Geifern nach Sinnlosbrutalität nicht nachvollziehen und ja, darum finde ich sie primitiv und vulgär. Was da befriedigt wird, sind irgendwelche persönlichen Untiefen, sind irgendwelche unkultivierten, niederen Instinkte, ist irgendwas archaisches, und damit ist es für mich eben genau das: primitiv und vulgär. Nichts anderes bezeichnet das. Was soll es sonst sein?
Sicherlich kann man so spielen, indem man heranzieht, Basis des Spiels sei eben, dass man kein Mensch mehr sei, sondern nach und nach vom Tier in sich übernommen würde und sich zu einem Monster entwickele.
Ich verstehe allerdings diesen offenbar bestehenden Konsens bei Vampire (weil ich keine Gegenbeispiele kenne) nicht, weil ich einerseits finde, dass dadurch eben andere Themen und Stimmungen ausgeblendet werden (bereits angesprochener innerer Konflikt, der Prozess der Wandlung an sich etc.), und weil ich andererseits denke, dass andere Systeme (der WoD) durchaus grundsätzlicher geeigneter wären, um sich auf eine archaisch-primitive Ebene zu begeben.

Die einzig persönliche Wertung in all dem ist für mich die, dass ich eben beschriebenen Spielstil für mich durchaus seine Existenzberechtigung hat, dass ich aber genauso sicher weiß, dass das nicht mein Fokus in Rollenspielen ist. Ich will so nicht spielen. Punkt.
Und damit sind wir dann wieder bei der Ausgangsfrage.
Denn einmal stellt sich die Frage, ob es für jemanden mit meinem Spielverständnis/meinen Erwartungen überhaupt sinnvoll ist, es mit dem System noch mal oder weiterhin zu versuchen, wie weit verbreitet die Dinge, die mich halt stören, eben tatsächlich allgemeingültig zu sein scheinen in Bezug auf Vampire oder doch nur auf viel Pech über einen recht langen Zeitraum, und zum anderen ist die Frage für mich natürlich auch quasi persönlich und vorausschauend gemeint, um die Wahrscheinlichkeiten in der derzeitigen Runde (dass man grundsätzlich miteinander reden sollte, ist eh klar) abschätzen zu können.


--- Zitat von: youth nabbed as sniper am  1.08.2011 | 10:50 ---Actionzentriert aufs "Moshen" von Sterblichen mit coolen Super-Powers.
Storyzentriert auf Auspielen von Intrigen übermächtiger NSCs.
Charakterzentriert aufs Ausspielen des eigenen Konflikts mit der Bestie und harten Entscheidungen.
(...)
Von den Regeln her halte ich V:tM für völlig ungeeignet zum Spielen (Stand wie gesagt auf 2. Edition, 3e kann einiges verbessert haben). Man könnte mit besseren, fokussierteren Regeln das Setting vielleicht noch fürs Rollenspiel erschließen, aber da stellt sich die Frage: wozu, wenn es schon so viele Urban Myth RSPs gibt und mit V:tR zumindest ein mir bekanntes auf Vampire zentriertes Rollenspiel vorliegt?

--- Ende Zitat ---

Die drei Punkte finde ich sehr gut zusammengefasst. Würde ich auch so einteilen, wobei mein Verständnis da eher bei starker 3) gemixt mit 2) liegt und ich eben fast ausschließlich 1) vorfinde.

Warum ungeeignet, hast du ja später noch detaillierter ausgeführt. Was mich am Rande interessieren würde: Was sind denn Horror- und/oder Vampir-Rollenspiele mit besserer Spielmechanik aus deiner Sicht?


--- Zitat von: Sol Invictus am  1.08.2011 | 10:56 ---Sagt nichts über die Spiele an sich aus, zumindest nicht unmittelbar.

Ich habe den Anschein, dass in dir noch ein kleiner Funke Hoffnung keimt, dass deine Vorstellung vom Spiel irgendwie möglich ist, dass du das Potential des Hintergrunds siehst und einfach mal willst, dass es vernünftig umgesetzt wird - und das gibt es, es ist nur nicht sehr weit verbreitet.
(...)
Die Alternative siehst du im Beitrag von Chrischie: Pauschalablehnung. (...) Meiner Meinung nach wirst du dann allerdings nur rausfinden, dass es bei diesen neuen und vermeintlich besseren Systemen (siehe nWoD) die gleichen Schwierigkeiten, die gleichen Deppen und die gleichen Fallen gibt, oder andere, die gleich schwer wiegen ;)

--- Ende Zitat ---

Grundsätzlich bin ich auch der Ansicht, dass ein Spiel immer (wieder) das ist, was man daraus macht, ja, und sicher habe ich noch Hoffnung.  :)

Es ist aber ja nicht so, dass ich gerade mit Vampire neu ins Hobby eingestiegen wäre. Ich hab durchaus schon so einige Systeme gespielt, auch längerfristig, und rausgefunden habe ich dabei tatsächlich, dass es leichter ist, mit unbekannten Spielern System XYZ zu spielen, ob nun Con, privat, sonstiger Rahmen, als genau das mit Vampire umzusetzen, ohne dass Welten aufeinanderprallen und irgendwer schlecht gelaunt nach Hause geht (ob nun während des Spiels oder danach sei mal dahin gestellt).
Da es schon genannt wurde: Ich spiele zum Beispiel sehr gerne Shadowrun. Wegen der bestehenden Vorurteile (auch die tauchen hier ja am Rande auf) hab ich mich lange gewehrt, es zu versuchen, weil ich es für Zeitverschwendung hielt, aber nein, ich spiele es tatsächlich gerne. Das habe ich auch schon in zig verschiedenen Spielerkonstellationen als One-Shot und in drei Runden langfristig gespielt - und es gab in den Jahren genau einmal eine Grenzüberschreitung, die aber nicht mal auf ein generell anderes Spielverständnis zurückzuführen gewesen ist.
Solche Sachen, wie ich sie bei Vampire jedes Mal wieder erlebe, sind bei Shadowrun - also bei dem coolen Cyberpunk-Spiel mit den dicken Wummen und Aufträgen von Runnern als Kanonenfutter über Piraterie bis hin zum Wetwork - noch NIE vorgekommen.
Ich finde das ... seltsam.


--- Zitat von: Dolge am  1.08.2011 | 11:52 ---Die Regeln (kewl powarz) sprechen einen anderen Spielstil an als die Packungsbeilage (persönlicher Horror) und wiederum anders als das Setting an sich (Über-NSCs, Intrigen).
--- Ende Zitat ---

Ja, klingt logisch für mich als eine mögliche Erklärung.

Noch mal an Teylen:
Hey, Vampire dürfen rocken! Ob nun Heldenrollenspiel oder degenativ ausgelegtes System, mal im Ernst: Irgendwann, irgendwo will man schon, dass der gespielte Charakter irgendwas Cooles gemacht hat, irgendwas Nachhaltiges erreicht hat, irgendwo auch einen Zuwachs bekommen hat oder so etwas, oder?
Nur: Warum muss es bei Vampire offenbar vornehmlich die Mosher-Schiene sein, auf der man das zu erreichen versucht?

Und weil du sie noch ins Rennen geschickt hast: Wir sind uns aber schon einig, dass der Stil von Anne Rice und von Poppy Z. Brite ein sehr unterschiedlicher ist?


--- Zitat von: Nin am  1.08.2011 | 13:06 ---Ich verstehe den Eingangspost anders.

Weiß nicht, ob die Regel Unterschiede so gewaltig sind?

--- Ende Zitat ---

Ja, der Eingangsbeitrag war auch offen gehalten. Dennoch erscheint mir die Diskrepanz zwischen Verpackung und Inhalt als eine der möglichen Erklärungen für das Grundproblem.

Was den zweiten Teil deines Zitats bzw. deiner Antwort betrifft: Genau das ist es eben, was ich nicht begreife - warum funktionieren WoD-Systeme, nur bei Vampire steigt die Wahrscheinlichkeit zum "Griff ins Klo" so extrem?
Gut, ich bin bekanntlich nicht die regelfesteste Kerze auf der Torte, von daher mag der Teufel hier im Detail stecken (z.B. immer mehr, immer coolere, immer irgendwas Fähigkeiten via Zusatzbüchern oder so), das vermag ich nicht zu beurteilen.

Zu Werwolf und Dämonen (das, schon allein wegen der zeitlichen Nähe der Veröffentlichung zu Time of Judgement auch nicht gerade Massen an Spielern anzieht) hatte ich schon was geschrieben im Vergleich.
Mumien schließt den Spielstil, den ich bei Vampire vorfinde, im Grunde von vornherein aus, weil das Zentrale das Spiels das Gleichgewicht ist.

Wraith ist aus meiner Sicht das Horrorspiel der oWoD - und genau deswegen extrem schwer zu spielen, zu leiten, umzusetzen und als One-Shot und mit fremden Spielern kaum möglich, behaupte ich. Davon auch nur einen Hauch mehr bei Vampire, da wäre ich wohl schon glücklich.

Changeling hat aus meiner Sicht ein vielleicht sogar vergleichbares Problem wie Vampire, finde ich. Hier ist es im Gegenteil so, dass sich vornehmlich Leute am Tisch oder sonstwo versammeln, die eben Bock auf lustige, bunte, kreative Feen haben, die dann auch noch platt in schwarz und weiß, gut und böse, seelie und unseelie eingeteilt werden. Da orientiert sich also die Spielerwartung auch ganz stark an der Verpackung, fällt mir gerade mal so auf.
Ich habe es noch nie geschafft, eine Changelingrunde zu leiten, in der ich transportieren konnte, was ich transportieren wollte - weil die Spieler auf Grund anderer Erwartungen auf dem Ohr im Grunde von vornherein taub waren bzw. der Stil auf andere Weise nicht kompatibel war (und natürlich zieh ich mir da auch einen Schuh von zweien ganz alleine an; ich hab schließlich geleitet). Ich habe auch noch nie Zitate oder Zusammenfassungen aus einer Changelingrunde gelesen oder gehört, die sich nicht im Groben auf das Bunt-Niedliche reduzieren lassen. Und ich bin noch nie real oder in einem anderen Umfeld als einem Changelingforum oder so jemandem begegnet, dessen Auffassung von seelie und unseelie nicht gleichbedeutend war mit gut und böse.
Fakt ist, dass ich wirklich nur eine einzige Person kenne, die das Spiel anders versteht, anders angeht, anders leitet (auch wenn all das sich tatsächlich aus den Quellenbüchern ergibt) und woher wiederum mein gesamtes Spielverständnis resultiert - und ich kenne nur einen einzigen Spieler, bei dem es ähnlich ist, und der witzigerweise wiederum einen engen Bezug zu eben benannter SL hatte, was sein Spielverständnis betrifft.
Daraus folgt, dass Vampire da doch nicht so allein zu sein scheint, was die Diskrepanz zwischen Verpackung, Inhalt und verbreitetem Spielstil betrifft.
Also doch eher ein "Opfer" der WoD-Regeln, ihrer Beschreibungen oder Machart?
Hm. Interessant.


--- Zitat von: TheLemming am  1.08.2011 | 13:11 ---Für mich klingt es aber so, als würdest Du die Subtilität der Vampire als wichtig(st)es Merkmal sehen - die Intrigenspinnerei als Beiwerk, aber die Tragödie des ewigen Lebens und der Kampf gegen das Monster als das sehen was es spielenswert macht. Aus heutiger Sicht würde ich Dir zu 80% zustimmen, auch wenn ich als Spieler auch gerne mal "ein wenig Action" sehe.

--- Ende Zitat ---

Sehr wichtiges Merkmal, schon. Mit den 80% bin ich da sehr einverstanden, denn "ein wenig Action" mag ich durchaus auch. Gerne auch ein wenig mehr ... aber ... plausibel.


Ich schick den Beitrag jetzt erst mal ab und tippe danach weiter. Kommt ein bisschen viel zusammen.  ;D

Seth:
Ich geh jetzt nur auf Tümpelritter ein:


--- Zitat von: youth nabbed as sniper am  1.08.2011 | 12:05 ---@ Sol Invictus:

Hab da kein Problem mit, bin das von V:tM-Entusiasten gewöhnt (und es ja auch irgendwie fast provoziert, wenn man den Satz aus der vorangegangenen Erklärung herauszieht).

--- Ende Zitat ---

Die Formulierung wurde aus ihrem vorhergehenden Kontext gezogen, weil sie so, wie sie da stand, ganz gut die Meinung einiger anderer Forenschreiberlinge widerspiegelte, die ich im Laufe der letzten Jahre "getroffen" habe.

Ich bin im Übrigen kein VtM-Enthusiast, aber danke für die Unterstellung und die induzierte Diffarmierung.


--- Zitat ---Dass V:tM nur Deppen anzieht, ist erstmal deine Interpretation, das habe ich so nicht gesagt und nicht gemeint. Genau geschrieben habe ich, dass V:tm verspricht, drei sehr unterschiedliche Spielvorlieben zu bedienen:

--- Ende Zitat ---

Richtig, das bezog sich ja auch auf die Threaderstellerin, vielleicht habe ich das nicht ausdrücklich genug gesagt, was gut sein kann. Aber auch in diesem Fall wars natürlich meine Interpretation ihrer Worte, da ich sie so verstanden habe (und wohl nicht nur ich).


--- Zitat ---Weiterhin habe ich behauptet, dass die Regeln (und übrigens mMn auch die Abenteuer) keins der Versprechen gut erfüllen, und schon gar nicht alle drei gleichzeitig. Deswegen arrangiert man sich irgendwie damit.

Dann sagte ich, dass andere Regelsysteme, die auf ihre Ziele hin besser durchdacht sind, da mehr leisten können. Unterhaltsame, spannende Kämpfe mit V:tM zu entwerfen war mir immer ein Graus. AD&D leistete da für mich mehr, wie auch fast jedes andere Rollenspiel. Storys liefen bei V:tm nur mit Spielleiterwillkür - fast jedes andere Rollenspiel leistete für mich da mehr. Charakterspiel funktioniert nach meiner Meinung nur dann gut, wenn übermächtige NSCs nicht dauernd Hauptrollen haben - und in der Hinsicht war in meinen Spielerinnerungen kein anderes Rollenspiel so problematisch wie V:tM.

--- Ende Zitat ---

Fettmarkierungen durch mich.


--- Zitat ---Damit leugne ich nicht, dass es auch andere Rollenspiele gibt, die mehrere Spielertypen ansprechen, und ich behaupte auch nicht, dass andere Rollenspiele völlig konfliktfrei unterschiedliche Spielvorlieben bedienen können - ich stehe allerdings zu der Behauptung, dass bei Vampires außer den "Moshern" so gut wie kein Spieler (Story- oder Charakterspieler) von den Regeln angezogen wurde. Die Mosher wurden mit cool powerz bedient.

--- Ende Zitat ---

Deine Behauptung, richtig. Muss nicht stimmen. Sehe ich auch anders.


--- Zitat ---Im Grunde ist das eine Abwertung anderer Spielvorlieben, und die mangelnde Anerkennung des Rollenspiels als (Gesellschafts-)Spiel. Aber das gehört wohl eher in einen eigenen Thread.

--- Ende Zitat ---

Nö, nicht wirklich. Ich ging darauf ein, was die Threaderstellerin sich offensichtlich in einem Vampire-Spiel wünschen würde und erklärte schließlich, dass das in Runden mit reifen Erwachsenen zu finden ist, da das, was sie sonst beschrieb offensichtlich als unreif begriffen wurde.

Im Gegenteil: Du unterstellst mir aufgrund ein paar Worten in einem Forum, ein bestimmter offensichtlich in deinem Kopf existierender Stereotyp zu sein. Vielleicht würfle ich gerne in Rollenspielen? Vielleicht mag ich sogar funktionierende Systeme?


--- Zitat ---Besieht man sich aber V:tM ohne nostalgische Verklärungsbrille, dann bleibt davon nur ein teilweise interessantes, aber nicht überragendes Setting, eine schwerfällige Würfelsystematik, einige zweitklassige (und drittklassige) Abenteuer - nichts, was nicht andere Systeme besser, eleganter, durchdachter anbieten können.

--- Ende Zitat ---

Siehst du - und deswegen oben die Fettmarkierungen. Wieder deine Meinung. Hör' auf sie als Faktum darzustellen. Ich brauche keine "nostalgische Verklärungsbrille" um den Hintergrund von Vampire überragend zu finden, es sei denn ich behaupte, er sei objektiv das Gegenteil oder gleich schlecht. Und das, mein Freund, geht einfach nicht.


--- Zitat ---Und da empfinde ich es als verwunderlich, mit welcher Hartnäckigkeit sich Spieler (vor allem aus meinem persönlichen Umfeld) an V:tM klammern. Würde ich heute V:tM leiten, mit meinem Anspruch, ein Spiel zu spielen, in dem die Charaktere im Mittelpunkt stehen, Hauptprotagonisten sind, und dafür die V:tM-Engine verwenden, wäre das ein furchtbarer Krampf. Und das war es auch damals schon. Aber das wird von V:tM-FAns immer geleugnet werden.

--- Ende Zitat ---

Da muss nichts geleugnet werden. Vielleicht hatten diese "V:tM-Fans" einfach bessere Spielerfahrungen? Vielleicht haben sie genau das bekommen, was du beschreibst? Wenn nicht, schon möglich, dass die, die du kennst die Geschichte verklären aber bitte schließe doch nicht von ihnen oder von dir auf andere. Was du beschreibst sind Erfahrungen, die sich möglicherweise sogar mit einigen hier aus dem Forum decken - aber das Gleiche gibt es für so gut wie jedes Spiel, jeden Geschmack, jedes andere Medium. Und es gibt immer wieder die, die meinen, dass ihre Meinung Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. So etwas gibt es in Geschmacksfragen nicht, ganz gleich wie viele dir vermeintlich den Rücken stärken.


--- Zitat ---Ich schau euch dann gern zu, wie ihr 53 Runden für einen Kampf braucht, eine Stunde lang über die korrekte Interpretation mystisch erklärter Regeln debattiert oder seitenweise Hausregeln anschleppt. Viel Spaß mit V:tM  ;)

--- Ende Zitat ---

Erst wirfst du mir vor, mit zweierlei Maß zu messen und andere Spielstile nicht gleichberechtigt neben "meinem" zu akzeptieren und jetzt sowas. Erstens ist das in meiner Erfahrung nur in sehr wenigen Runden passiert und zweitens hatten die nicht viel mit Vampire zu tun. Pseudointellektueller Forenkonsens ist nicht gleich allgemeingültige Wahrheit.

Edit:
Im Übrigen habe ich bestätigt, dass die meisten Vampire-Runden, auch in meiner Erinnerung, "schlecht gelaufen sind" und mich ausschließlich gegen eine Verallgemeinerung und Festlegung "objektiver" Tatsachen bezüglich der Qualität des Spiel(-System)s gerichtet. Das ich dafür gleich wieder in die Fanboy-Ecke geschoben werde spricht Bände über die wirkliche Verblendung, die in diesem Thema Einzug hält.

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