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[Science-Fiction] Weltraum-Kolonisation

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Merlin Emrys:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.08.2011 | 13:25 ---Insgesamt komme ich mit halbwegs plausiblen Schätzungen auf ca. 7cr/kg (1cr = ca. 1 $ oder €)
--- Ende Zitat ---
Und was ist der Gegenwert für 1 € zu der Zeit? Denn der Geldwert selbst ist ja keine stabile Größe. Wenn zu dem Zeitpunkt ein Brot, sagen wir, 500 cr kostet und ein Liter Trinkwasser 200 cr... was sind dann schon 7cr/kg? Das Raumschiff könnte eventuell ein Hobby für halbwegs Reiche sein, so wie andere sich eine Dogge halten (- was die schließlich an Futter kostet, und sie frißt Fleisch!) Und was werden die Leute sich antun lassen, um in ein Land ohne Umweltverschmutzung zu kommen, wo man auf dem Boden einfach säen und ernten kann, ohne ständig mit Dünger, Dekontaminierer, Bodenbehandler, Pflanzenschutzmitteln, ... hantieren muß?
Die Preise von Lebensmitteln, verglichen zu "technischen" Gütern, sind über eine ganze Zeit hin gesunken, aber um den Preis massiver Umweltbeeinflussung. Wenn das nicht mehr geht, wird der Prozeß sich wohl umkehren, schätze ich, d.h. Nahrungsmittel werden im Preis zulegen, während technische Güter weiter im Preis sinken. Eine "unbeeinflußte" (sozusagen "noch unzerstörte") Welt würde wiederum das Preisverhältnis umkehren können - ich kann mir nicht vorstellen, daß das inattraktiv sein sollte. Und wenn man Brot für, sagen wir, unter Abzug des Zwischenhandels, der Steuern usw., 100 cr/kg verkaufen kann... dann sind die 7 cr/kg doch nur "Porto und Verpackung".

Feuersänger:
Ich dachte, das hätte ich mit genau der zitierten Zeile klargemacht... 1 credit habe etwa die Kaufkraft von einem Euro bzw. einem Dollar heute.

BTW: auf den Finanzmärkten ist der Dollar viel schwächer als der Euro, trotzdem hat im "echten Leben" $1 eine höhere Kaufkraft als €1. Beispiel: in Deutschland kostet ein Cheeseburger beim Macces €1,10 oder so. In Amerika kostet das Teil $0,79, und für $1 bekommt man einen Double Cheeseburger. Weiterhin bekommt man in Amerika einen 200PS-V6-Sportwagen für $20.000 (Listenpreis) und ein komplettes Einfamilienhaus für $100.000. Ganz zu schweigen davon, dass das Land über einen unerhörten Benzinpreis von derzeit umgerechnet 0,68€ pro Liter stöhnt. Der Mindestlohn in den USA beträgt in den meisten Staaten $7,25 oder mehr. Die entsprechenden Jobs (Gastro Bedienung etc.) werden in Deutschland oft mit weniger als 7€ vergütet.
Diese Bandbreite sei ebenfalls mit meiner groben Gleichsetzung ausgedrückt.

Natürlich können sich die Preisniveaus in der Zukunft verschieben; wie du sagst könnten Nahrungsmittel wieder teurer werden. Das muss uns aber alles nicht so besonders jucken.
Zurück zum Thema, wie gesagt gehe ich davon aus, dass für ein SF-Setting mit privater Raumfahrt nennenswerten Umfangs Raumschiffe etwa auf dem Preisniveau liegen müssen wie Flugzeuge heute. Strahlflugzeuge liegen heute in der Größenordnung von 1-2 Millionen Dollar pro Tonne (Leergewicht).

Ein:

--- Zitat ---Der soll wohl mit dem Geld bezahlt werden, was die Amish daheim in Pinselvanien für den Verkauf ihrer Höfe bekommen haben.
--- Ende Zitat ---
Im Falle der Pilgerväter haben diese sich einfach englische Investoren für die Finanzierung ihres Kolonisierungsprojekt in der Neuen Welt gesucht. Warum soll das nicht auch in der Zukunft funktionieren? Gerade unter dem Aspekt, dass Ankömmlinge (egal ob nachfolgende Kolonisten oder Raumfahrer) neuen Proviant, Treibstoff etc. brauchen, ist es äußerst sinnvoll, nein, eigentlich sogar essentiell, in den Aufbau solcher Infrastrukturen zu investieren.

Pyromancer:

--- Zitat von: Ein am 11.08.2011 | 10:59 ---Im Falle der Pilgerväter haben diese sich einfach englische Investoren für die Finanzierung ihres Kolonisierungsprojekt in der Neuen Welt gesucht. Warum soll das nicht auch in der Zukunft funktionieren? Gerade unter dem Aspekt, dass Ankömmlinge (egal ob nachfolgende Kolonisten oder Raumfahrer) neuen Proviant, Treibstoff etc. brauchen, ist es äußerst sinnvoll, nein, eigentlich sogar essentiell, in den Aufbau solcher Infrastrukturen zu investieren.

--- Ende Zitat ---

Haben die englischen Investoren in die Pilgerväter ihr Geld jemals wiedergesehen?

<Juju>:
Vielleicht nicht direkt, aber ich würde darauf Wetten, dass sie sich das  Handelskonzessionen und andere Mauscheleien sicherlich wieder geholt haben.
Denn die Drohung einen Kredit wieder einzufordern ist immer ein großartiges Verhandlungsinstrument.  >;D

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