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[Cortex] Was stört euch eigentlich daran?
ComStar:
Wie gesagt, ich meine die Verwendung verschiedener Würfel als solche und nicht die damit Verbundenen "Probleme" beim Explodieren. Zweiteres kommt wirklich ständig als Argument, aber ich wüsste jetzt nicht, dass die Tatsache das man überhaupt so viele verschiedene Würfel verwendet oft als Argument kommt.
killedcat:
--- Zitat von: ComStar am 21.08.2011 | 01:25 ---Wie gesagt, ich meine die Verwendung verschiedener Würfel als solche und nicht die damit Verbundenen "Probleme" beim Explodieren. Zweiteres kommt wirklich ständig als Argument, aber ich wüsste jetzt nicht, dass die Tatsache das man überhaupt so viele verschiedene Würfel verwendet oft als Argument kommt.
--- Ende Zitat ---
Was ist "oft"? Ich habe die Kritik auch schon bei SW gelesen. Aber sicher nicht ständig. Dazu muss man auch sagen, dass aus den Reihen der Fans sicher keine Kritik am grundlegenden Basismechanismus eines Systems kommen wird und die Kritker hatten eine lange Zeit - warum auch immer - große Probleme im Forum, eine sachliche Diskussion über die vermeintlichen Probleme des Systems in Gang zu bringen.
Fest steht: wer bei Cortex die Würfelsucherei nicht mag, der wird sie bei Savage Worlds mit praktisch dem gleichen Probenmechanismus auch nicht mögen. Aus der Nichtäußerung einer Kritik darf man eben keine Akzeptanz schließen. Schon gar nicht in einem Internetforum.
Aber hier soll es nicht um SW gehen, sondern um Cortex.
Argamae:
Ich bin ein Freund klassischer, konservativer Rollenspielmechaniken - zu meinen präferierten Systemen zählen u.a. d20/D&D 3.5, Alternity, Hero System, Rolemaster. Das ich bei Cortex gelandet bin, kam eher durch meine Begeisterung für die TV-Serie "Supernatural" (meine Freundin regte dann an, man sollte sich doch mal das Rollenspiel kaufen und eine lockere Abendrunde aufziehen). Mit Die-Step-Systemen habe ich keine Probleme (Alternity benutzt etwas sehr ähnliches), übrigens auch nicht beim Finden von Würfeln - die liegen bequemerweise immer alle vor mir auf dem Tisch, wenn ich spiele.
Aber mal zum Punkt: als ich mich entschloss, Cortex (im Folgenden spreche ich immer von Supernatural, andere Cortex-Systeme kenne ich nicht) zu leiten, war mir schon klar, daß ich mich schon vom System her deutlich mehr in Richtung "Storyteller"-Schiene werde bewegen müssen - was als kleine Abwechslung durchaus mal unterhaltsam ist. Und in dieser Hinsicht gefällt mir Cortex im Großen und Ganzen gut. Probleme entstehen erst dann, wenn man das etwas mit der heißen Nadel gestrickte Cortex-Würfelsystem als ausgewogenes, entscheidungstragendes Element fehleinschätzt und dadurch überstrapaziert - dann gibt's Verdruß. An jeder Ecke der Regeln wird überdeutlich darauf hingewiesen, daß hier Plot und Story im Vordergrund stehen und man sich daran orientieren sollte. Sprich: bevor ich würfeln lasse, sollte ich mir als SL darüber bewußt sein, daß ich es an dieser Stelle auch vertreten kann/möchte. Ich hatte damit anfangs so meine Probleme (siehe spielerische Herkunft im Eingangssatz), ebenso mit den Plot Points, deswegen gerieten die ersten Sitzungen auch furchtbar holprig und frustrierten mich. Aber je mehr man sich auf Cortex einläßt, desto besser funzt es auch innerhalb seiner Parameter (und das, obwohl ich mit dem System immer noch nicht komplett grün bin).
Daher könnte ich folgendes an Cortex bemängeln:
Die relativ große Glücksspanne bei Probenergebnissen
killedcat hat es schon angesprochen: man kann sich nicht besonders auf seine Fähigkeiten verlassen bzw. ist es schwierig, seine Fähigkeiten einzuschätzen. Selbst "average" Schwierigkeiten (7) kann man schon mal gut vergeigen, auch wenn man d10+d8 besitzt (was schon echt gut ist). Für das im Grunde stark erzählerisch geprägte, plot- und szenengetriebene System finde ich das immer noch etwas befremdlich.
Die Organisation der Regeln
Supernatural hat eine klasse Schreibe, keine Frage. Sehr unterhaltsam. Aber mich persönlich stört der insgesamt recht "lockere" Stil in einem Regelwerk eher - mußte ich auf lange Sicht feststellen. Dazu kommt, daß ich trotz der geringen Seitenzahl des Grundregelwerkes sehr oft irgendwas suchen muß und viel hin und her blättere. Das hätte man übersichtlicher gestalten können und ist wohl dem vielen "Fluff" geschuldet, der selbst für die simpelste Regelerklärung immer gleich einen ganzen Absatz benötigt. Keine Ahnung, ob das in der hintergrundlosen Universalvariante besser ist.
ComStar:
Klar werden die Würfelstufenkritiker den annähernd selben Mechanismus bei anderen Systemen nicht plötzlich toll finden, ABER...
...was ich meine ist:
Wenn die Würfel echt das einzige sind was die Leute stört, dann ist das schlicht eine Geschmacksfrage. Und was das eine System (Cortex) scheinbar zu einem "schlechten" System macht, tut dem anderen (SW) keinen Abbruch.
El God:
--- Zitat von: ComStar am 21.08.2011 | 09:28 ---...was ich meine ist:
Wenn die Würfel echt das einzige sind was die Leute stört, dann ist das schlicht eine Geschmacksfrage.
--- Ende Zitat ---
Ich wage zu behaupten, dass mindestens 95% der Auswahl bezüglich Regelwerken und Settings Geschmacksfrage ist. Alles Geschwafel bezüglich "objektiv" guter oder schlechter Regeln lässt sich irgendwann doch auf Geschmack runterbrechen. Was dem einen ein Designfehler ist, ist für den anderen ein interessanter oder sogar positiver Designeinfall.
--- Zitat ---Und was das eine System (Cortex) scheinbar zu einem "schlechten" System macht, tut dem anderen (SW) keinen Abbruch.
--- Ende Zitat ---
Und ich dachte, die meisten, die Cortex aufgrund des Würfelsystems kritisieren, finden das dann auch bei SaWo nicht gut..
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