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[Comics] Der DC Relaunch - September 2011

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alexandro:
Konnte inzwischen etwas lesen, hier meine Eindrücke:

Action Comics #1: Eine Art Origin-Story, welche fünf Jahre vor der Superman-Hauptserie spielt. Das klingt zunächst abschreckend, ist aber unterhaltsam, weil der Origin in vollkommen anderer Weise als bisher angegangen wird. Statt sich aufs Clarks Smallville-Zeit zu konzentrieren, setzt der Comic ein, nachdem er schon einige Monate in Metropolis lebt und auch schon mit der Verbrechensbekämpfung begonnen hat. Seine Kräfte sind noch in der Entwicklung (z.B. kann er noch nicht fliegen, sondern nur sehr hoch springen), genau wie sein Moralkodex. Er hat das Herz am rechten Fleck, aber sein bisweilen recht rabiater Umgang (z.B. wirft er einen Mafiapaten von einem Hochhaus, um diesen einzuschüchtern) macht ihn bei der Polizei und den Politikern von Metropolis nicht gerade beliebt.
Grant Morrisons Schreibe ist gewohnt großartig (inklusive zahlreicher Anspielungen auf ältere Supes-Stories) und auch Rags Morales Zeichnungen wissen zu gefallen. Eindeutige Kaufempfehlung.  :d :d :d

Justice League International #1: Das Team wird als UN-gesponserte Superheldengruppe eingeführt. Erinnert etwas an Warren Ellis' Stormwatch-Zeit (besonders die "Change or Die" Storyline nach der Absetzung von Bendix), besonders was die Charakterzeichnung angeht. Reibereien im Team (zwischen Guy/Booster und Rocket Red/Iron General) sind nicht ganz im Stil der Bwwwwwahha-Liga, funktionieren aber gut und geben dem Ganzen mehr Profil. Der Plot ist bisher noch ziemlich dünn, da so viel Zeit auf die Charakteretablierung "verschwendet" wird, aber ich denke bei einem Team-Book mit weitgehend unbekannten Helden ist das keine verkehrte Entscheidung.  :d

Ranor:
Ich hab´ bisher nur mal in Green Lantern #1 reingelesen - das ist ein #1-Comic für Leute die Green Lantern schon seit Jahren lesen. Ständig werden irgendwelche Ereignisse aus alten Storylines erwähnt die man als Neueinsteiger nicht einmal ansatzweise kapiert - grandiose Idee für einen Neustart...  ::)

alexandro:
Swamp Thing #1 ist ähnlich. Die Handlung baut komplett auf "Brightest Day" auf und sogar die Zeichnungen von Batman und Superman (die in diesem Heft einen Gastauftritt haben) sehen aus, als wären sie für die alte Continuity gezeichnet worden.

Ich finde es ja OK dass nicht alles des alten Universums komplett in die Tonne getreten wurde (GL z.B. hätte ich zu lesen aufgehört, wenn die wieder bei Null angefangen hätten), aber musste man unbedingt ALLE Comics wieder bei #1 anfangen lassen, selbst wenn sie offensichtlich kein Neuanfang sind?

EDIT: nach bisheriger Einschätzung...

Für Neueinsteiger geeignet: Justice League, Action Comics, Hawk & Dove, JLI, OMAC, Stormwatch (die letzten beiden unter Vorbehalt)
Für Neueinsteiger ungeeignet: Swamp Thing (plus vermutlich alles wo "Lantern" draufsteht)

alexandro:
OMAC #1: Kevin Kho, ein Entwickler bei Cadmus Industries wird durch den KI-gesteuerten Satelliten "Brother Eye" in die Killermaschine OMAC verwandelt. Warum gerade er, und was der Satellit damit bezweckt bleibt in der sehr konfusen Story im Dunkeln, was bleibt ist die Ankündigung auf das nächste Heft: "Next issue: Things get really weird!" Ach was?  :q

Hawk & Dove #1: Für mich (neben Action Comics) eines der Highlights des DC-Relaunchs. Gute Einführung an diese Figuren für neue Leser, kreative Neuiterpretation, welche den alten Figuren neues Potential verleiht und eine spannende Story, welche einen den nächsten Teil kaum erwarten lässt. Check, check und check.
:d :d :d

Swamp Thing #1: Wie schon erwähnt kein Comic für neue Leser, trotzdem solide gemacht und die Rückkehr von Swamp Thing ist einfach zu cool, um es nicht zu mögen. Die neue Interpretation der "gefährlichen Natur" gibt der Serie einen sehr düsteren Grundtenor und Yanick Paquette versteht es diese durch Zeichnungen und Panel-Aufbau zu unterstreichen.  :d

Stormwatch #1: Nette Ideen, stringente Umsetzung des Plots, leider werden die Charaktere kaum etabliert, so dass der neue Leser erstmal kaum mehr als deren Namen erfährt. Ich weiß noch nicht ob mir die neue Rolle von Stomwatch gefällt, was auf jeden Fall GRAUENHAFT ist, sind die Dialoge: Paul Cornell ist der schlechteste Autor den ich jemals lesen durfte und die Worte die er seinen Figuren in den Mund legt klingen hohl und künstlich. Mit einem besseren Autor könnte die Serie was werden, aber in der gegenwertigen Form heißt es erstmal:  :gasmaskerly:  :gasmaskerly:  :gasmaskerly:

alexandro:
Gerade den "Big Picture" Clip gesehen... so wahr!

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