Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme
Eure Erfahrungen mit L5R, 4. Edition
Terrorbeagle:
--- Zitat ---Was Jörg D. mir mal sagte ist, dass man die den Charakteren relativ schnell am Ende ist und sie ausgereizt hat und es keine Gegner mehr gibt.
--- Ende Zitat ---
Kann ich so nicht unterschreiben. Gerade bei den als high-end designierten Oni oder dergleichen ist so gut wie jede Konfrontation erst mal suizidal. Ernsthaft.
Wenn man den letzten größeren Metaplot-Strang folgt und die Charaktere mit den Destroyern und der Zombieepedemie konfrontiert werden, kann man sogar davon ausgehen, dass die Charaktere wirklich viel Glück zum nackten Überleben brauchen - nicht zum Gewinnen, nur zum Überleben.
Selbst ein relativ lütter Oni oder Fußsoldatendestroyer ist, wenn der Spielleiter ihn nicht absichtlich dumm spielt, erstmal brandgefährlich. und das System ist wie bereits erwähnt so blutig, dass auch ein Bauer mit Bauernwaffe dich mit einem Glückstreffer böse zurichten kann - was insbesondere bei Nichtkämpfern schnell mal der Fall sein wird. Klar, Krieger können relativ schnell relativ gut kämpfen, aber das ist halt nur das weitaus weniger wichtige Schlachtfeld. Ist gut, wenn man's kann, aber die verschiedenen sozialen Fertigkeiten sind viel, viel wichtiger, wie auch anderer Krams, der in fast jedem anderen Spiel einfach nur Deko wäre, wie die Kunst, ein Gedicht verfassen und vortragen zu können. Ergo: Charaktere müßen fast zwingend nicht nur in die Tiefe sondern auch in die Breite wachsen, wenn man nicht dabei bloßgestellt werden will, dass man keine richtig edle Tasse Tee zubereiten kann oder man das Zeichen für Schwert wie ein Bauer aufs Seidenpapier zeichnet.
pharyon:
--- Zitat von: Xemides am 6.09.2011 | 10:43 ---Von wo kommst du denn ?
--- Ende Zitat ---
Mein aktuelles Einzugsgebiet ist Saarbrücken. In welcher Gegend hältst du dich auf?
Was den Lektor betrifft, gebe ich dir recht. Der hat wirklich im besten Fall einen zuviel im Tee.
Mir ging es nicht darum direkt Regeln zu ändern, sondern die Interpretation dieser Regelung. Weiß jemand, warum das Behalten von den Fertigkeiten auf die Attribute verlagert wurde?
Grüße, p^^
Skele-Surtur:
Weil die Attribute üblicher Weise viel kleiner sind. Sicher kann man jetzt noch irgendwie versuchen an der Plausibilität zu argumentieren, aber faktisch halte ich den mechanischen Grund für maßgeblich. Attribute sind sehr teuer und da man sie abwechselnd steigert, um gleichmäßige Ringe zu bekommen und damit im Insight aufzusteigen, hat man IdR nicht so hohe Attribute wie Skills, die nicht nur viel billiger sind, sondern auch für sich gesteigert Insight bringen. Damit bekommt man üblicher Weise mit Keep Attribute ein viel niedrigeres Keep, was auch gut so ist. Ein Rang3-Charakter hatte zumindest in der 3ten Edition schnell mal eine 7 im Skill, wenn er es drauf angelegt hat und mit Keep 7 ist die Kacke ganz schnell ganz gewaltig am Dampfen und Fehlschläge geradezu ausgeschlossen, wenn man nicht etwa versucht, einen Berg mit dem Katana zu spalten.
pharyon:
Ok, wenn ich euch richtig verstehe, hängt das Behalten vor allem an den Kosten, die man jeweils für Attribute/Fertigkeiten zahlt. Kann ich verstehen, finde aber schade (oder eher... merkwürdig), dass sonst wohl kein Grund dafür spricht. Wenn ich einfach die Kosten "anpassen" würde, spräche nix gegen eine andere Handhabung.
Oder übersehe ich da noch etwas?
p^^
Skele-Surtur:
Das kann man aber nicht einfach umdrehen. Dafür sind die Ringe an anderer Stelle zu wichtig. Und ja, es gibt schon Argumentationen jenseits der Spielmechanik, warum das sorum gelöst wurde, oder man kann sich zumindest welche zurecht legen.
Eine Möglichkeit wäre, dass das zugrunde gelegte Attribut immer den Ausschlag gibt (Keep), deine Fähigkeit in dem Skill, also z.B. deine Technik erst die Möglichkeit gibt, deine Veranlagung zu nutzen (größere Auswahl an Würfeln, die du für das Keep heranziehen kannst). Das leuchtet vor allem bei stärkebasierten Würfen ein. Die Stärke hat man einfach und sie ist bei den entsprechenden Würfen einfach maßgeblich, die Technik erlaubt es, sie optimal zu nutzen.
Die Erfahrung lehrt aber, dass man das in beide Richtungen argumentieren kann.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln