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Swords & Wizardry

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Guennarr:

--- Zitat von: Sosthenes am  9.06.2022 | 19:43 ---Wo siehst du da die 3E? Kleriker ohne Sprüche auf Stufe 0, das volle Brimborium an weirden Rettungswürfen usw.
Der größte Unterschied den BFRPG zu der B/X Reihe hat ist die Trennung Rassen/Klassen, aber dazu muss ich nicht bis zur dritten Edition vorspringen, mal davon abgesehen dass das S&W auch hat und OSE als Option anbietet.
Was entging mir?

Zu deutschen Begrifflichkeiten hab' ich keine fixe Meinung. Da hatte ich auch von Taschenlampe bis Hexenmeister etwas dran auszusetzen, aber sicher, mehr Einheitlichkeit klingt jetzt nicht falsch. Aber gerade wenn man mit der Intention daran geht existente OSR Abenteuer auszunutzen, find' ich eh das Englische passender. Aber wie gesagt, YMMV.

Was findest du da in der S&W Complete Version hilfreich? Im Eröffnungs-Kapitel ist nicht viel ("Most likely, you already know basically how this game works."), das "How to Play" sind einfach die Regeln ohne viel Kontext und hört mit IMHO schlechten Beispieln auf.
Bleibt also "Designing the Adventure". Das find' ich im Detail ganz okay, aber das Gesamtbildliche fehlt mir auch hier.

Versteh' mich nicht falsch, ich mag S&W, von den genannten Systemen ist sie mir eigentlich das liebste (dann eher nicht Complete, aber gut). Aber das Regelsystem ist wie die meisten Retroklone eher aufs Mechanische beschränkt.

Bin weder ein großer Fan des "Primers" noch der "Principia Apocrypha", aber auch erst mal schon wieder eine Sekundärquelle und dann auch didaktisch nicht das richtige fürs Vorm-Ersten-Spiel-Lesen der total Unbefleckten. Für 3E/5E Konvertiten eher.
Könnte man sicher Teile verwenden um das Regelwerk ein bisschen drauf vorzubereiten.
Solang's nicht die Beispiele sind…

Um's abschließend noch mal zu erwähnen: So sind die anderen Regelwerke auch, kein S&W Fehler direkt, größtenteils wohl weil es Klone sind und im Original natürlich keine OSR Hints drin waren. Aber, naja, könnte man ja mal machen…

--- Ende Zitat ---
@Erklärungen: Wir haben in der deutschen Ausgabe die vielen im Text eingestreuten Erklärungen von Matt Finch in eigenen Entwicklerkommentar-Kästen kenntlicher gemacht. Es sind viele. Da sind verdammt viele „Warum ist das so?“-Infos, die du in dieser Form vom Autor sonst selten erhältst: Designentscheidungen, fehlende und ergänzte Original-Regeln, Bezüge zu Chainmail, Hausregeln, Regelalternativen usw.

@BFRPg: Bei Basic Fantasy hat mir mein Gedächtnis einen Streich gespielt. Ich habe eben noch mal ins PDF geschaut. Außer der aufsteigenden RK ist es relativ originalkonform. Danke für den Hinweis. Versuche ich oben noch zu ändern.

@amerikanische Regeln/Abenteuer: Gerade für Fans der amerikanischen Abenteuer wurde im deutschen S&W das englisch-deutsche Glossar hinzugefügt. In vielen Fällen will die Gruppe lieber deutschsprachige Regeln verwenden, während die SL auf englisch die tollsten Abenteuer entdeckt und dann am Spieltisch synchronübersetzen muss - habe ich selbst oft genug erlebt. In diesen Fällen hilft das Glossar mit alphabetischen Auflistungen von Grundregelbegriffen, Monstern, Zaubern und Schätzen:/magischen Gegenständen.

@Übersetzungsqualität: Die berüchtigte Taschenlampe ist ein Relikt von AD&D 1e. Ich habe bis auf 4e alle Editionen in beiden Sprachen kennengelernt und muss sagen, dass beim Naserümpfen der übersetzerischen Leistung schon seit den 80ern ein bisschen Standesdünkel von englisch Belesenen mitschwingt.  ;-) Objektiv betrachtet sind die D&D-Übersetzungen ab den 90ern auf einem guten Niveau gewesen und haben es v.a. geschafft, über mehrere Editionen hinweg begrifflich konstant zu bleiben. Aktuell unvorstellbar - dabei wäre ich gerne mit anderen OSR-Übersetzern in Austausch gegangen. Wir machen aus unserem Glossar auch kein Geheimnis (siehe Regelbandanhang) und ich habe wochenlang in diversen älteren Editionen recherchiert.
Aber das führt vom Thema weg… :-)

@Kritik usw.: Wenn ich etwas zu S&W schreibe, dann schwingt da momentan natürlich immer etwas Stolz und Begeisterung mit, nachdem ich nach gut 2 Jahren intensiver Arbeit unser „Baby“ auf die Welt kommen sehe. Ich wollte mit dem Beitrag meine persönliche Sicht auf die verschiedenen Klone wiedergeben - bei Basic Fantasy bin ich korrigiert. Ich habe sie alle hier (außer Basic Fantasy, das ich vor ein paar Monaten abgab (sic!)) in Griffweite im Regal stehen und mag sie alle auf ihre Art. Wir kommen bei manchen Punkten halt zu unterschiedlichen Schlüssen. ;-)

Aber es freut mich, dass dir S&W auch gefällt. Vielleicht überzeugt dich ja auch die layouttechnisch aktualisierte neue Ausgabe. Die enthält übrigens mit Matt Finchs Segen auch die kleine Beispielkampagne aus dem Anhang der englischen Core Rules, so dass du durch Weglassen einiger Teile auf den Umfang der Core Rules kämst. :-)

Guennarr:

--- Zitat von: Sosthenes am  9.06.2022 | 19:43 ---Um's abschließend noch mal zu erwähnen: So sind die anderen Regelwerke auch, kein S&W Fehler direkt, größtenteils wohl weil es Klone sind und im Original natürlich keine OSR Hints drin waren. Aber, naja, könnte man ja mal machen…

--- Ende Zitat ---
Leider nicht im Rahmen einer Übersetzung. Und wir sind bei der Präsentation der Inhalte eh schon sehr weit gegangen, um S&W einen übersichtlichen, ansprechenden, aktuellen und dennoch klassisch aussehenden Look zu geben. 

Kabinett der Ablenkung:

--- Zitat von: Guennarr am  9.06.2022 | 18:39 ---Es gibt generisch gehaltene Retroklone, die versuchen, eine bestimmte Version des ältesten Rollenspiels der Welt zu reproduzieren,
- Für die allererste Ausgabe („0e“) ist das Swords & Wizardry
- Für das B/X der frühen 80er ist das zB Herr der Labyrinthe/Labyrinth Lord und OSE
- Für BECMI (die letzte gemeinsame Fassung der Endachtziger) ist das zB Dark Dungeons (nur englisch).
- Für die erste Edition von AD&D ist das OSRIC (Koautor auch da der Autor von S&W, Matt Finch).

Dann kamen später Spiele hinzu, die regeltechnisch auf einem der anderen Systeme basierten, aber ein eigenes Setting, eine bestimmte Stimmung und/oder eigene „Hausregeln“ hinzufügten:
- Auf B/X-Basis sind das zB Beyond the Wall und Lamentation of the Flame Princess und es gab für Lab Lord auch einige Varianten wie zB eine SciFi-Version
- Für S&W sind das zB diese hier (da hat jemand fleißig recherchiert ;-) ):  https://boardgamegeek.com/geeklist/215953/various-versions-swords-wizardry

--- Ende Zitat ---

Ich finde deine Übersicht richtig klasse um mal endlich das richtig einordnen zu können. Dieses ständige "dieses System ist wie ganz früher" entlockt mir nämlich immer ein "früher WANN?". 70er? 80er? 90er?

Mich würde mal auch interessieren wie da DCC einzuordnen ist. Das wirbt ja auch mit Rollenspiel wie in de 70ern. Tut das nur so oder will es ein bestimmtes System nachbilden?

Excaleben:

--- Zitat von: Kabinett der Ablenkung am 15.06.2022 | 12:11 ---Ich finde deine Übersicht richtig klasse um mal endlich das richtig einordnen zu können. Dieses ständige "dieses System ist wie ganz früher" entlockt mir nämlich immer ein "früher WANN?". 70er? 80er? 90er?

Mich würde mal auch interessieren wie da DCC einzuordnen ist. Das wirbt ja auch mit Rollenspiel wie in de 70ern. Tut das nur so oder will es ein bestimmtes System nachbilden?

--- Ende Zitat ---

Soweit ich das weiß ist DCC ein Spiel was das Spielgefühl von damals wieder einfangen will aber vor allem sich darauf spezialisiert dieses Gefühl von Wundern und Neugier wiederzuerwecken der ersten Rollenspielrunden. Es bildet kein bestimmtes System ab sondern nimmt einen Old School Regelkern und erweitert dem um verrückte Würfelketten einem Trichter für die Charaktererschaffung und die Möglichkeit auf Lvl 1 mit einem Gott des Todes Schach zu spielen anstatt im Keller Ratten zu verprügeln.

tartex:

--- Zitat von: Excaleben am 15.06.2022 | 12:55 ---Soweit ich das weiß ist DCC ein Spiel was das Spielgefühl von damals wieder einfangen will aber vor allem sich darauf spezialisiert dieses Gefühl von Wundern und Neugier wiederzuerwecken der ersten Rollenspielrunden. Es bildet kein bestimmtes System ab sondern nimmt einen Old School Regelkern und erweitert dem um verrückte Würfelketten einem Trichter für die Charaktererschaffung und die Möglichkeit auf Lvl 1 mit einem Gott des Todes Schach zu spielen anstatt im Keller Ratten zu verprügeln.

--- Ende Zitat ---

Die ganze seltsamen Würfel wie D3, D5, D7, D14, D16, D24 und D30 sollen z.B. kein bestimmtes System emulieren, sondern den Sense of Wonder als man das erste Mal all diese ungewöhnlichen Würfel sah, und sich fragte: "Was ist das denn?"

Außerdem spielt Appendix N aus AD&D1 eine große Rolle.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat ---The story of Appendix N goes with Dungeon Crawl Classics like fish and water. Peanut butter and jelly. Robert E. Howard and Conan. But what exactly IS Appendix N?

Appendix N is the list of books that inspired Gary Gygax to create D&D. This bibliography first appeared as an appendix in the AD&D Dungeon Master’s Guide—specifically, Appendix N—which is why the list is known by that name. To write DCC RPG, author Joseph Goodman read every book in Appendix N (over the course of several years) to try to channel the same inspirations as Gary Gygax.

And you know the results.

The books in Appendix N are a who’s-who of classic fantasy, sci-fi, and sword-and-sorcery fiction. Many of the authors listed there first made a name for themselves in the pulp magazines of the 1930’s, and were later reprinted in paperback form—which is where Gary Gygax probably read them. We sell reprints of these pulps on our web site, so you can read some of these stories in their original form.

The flavor of Dungeon Crawl Classics owes a lot to these works. Many DCC modules are directly inspired by the Appendix N authors—some direct, some indirect.
--- Ende Zitat ---

Kannst du hier nachlesen.

Das Zaubersystem will z.B. auch gar kein klassisches Spielsystem nachbilden, sondern Zauber spannend und unvorhersehbar machen, wie in den literarischen Vorlagen, bevor Rollenspiele da viel in eine starre Form gegossen haben.

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