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Rollenspiel mit Karten

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Slayn:

--- Zitat von: Dr.Boomslang am 19.08.2013 | 18:25 ---Interessant. Ich versteh es nur noch nicht ganz. Meinst du dass man in erster Linie unabhängige Wahrscheinlichkeiten braucht?

Ich kann die Besessenheit mit Würfeln ehrlich nicht so ganz verstehen.
Auch aus praktischen Gründen der Handhabung sind Karten oft viel einfacher. Man muss seltener zählen, es kann nichts vom Tisch rollen, Karten können beliebige Information enthalten nicht nur Zahlen, und sogar mehrere Sachen auf einmal. Und im Zweifel kann man Karten einfach wie Würfel benutzen, ok man hat vielleicht das Problem mit dem ständigen Mischen.

--- Ende Zitat ---

Gefühlte Chancen. Mit einem Würfel hat man, in dem Handlungsraum um den es geht, immer das Gefühl eine Chance zu haben, da die Verteilung bekannt ist und die Schritte, die bei einem Würfel gemacht werden, offensichtlich sind.
Dies hat man bei Karten nicht.

Holothuroid:

--- Zitat von: Dr.Boomslang am 19.08.2013 | 18:25 ---Interessant. Ich versteh es nur noch nicht ganz. Meinst du dass man in erster Linie unabhängige Wahrscheinlichkeiten braucht?
--- Ende Zitat ---

Nein. Viele Spiele behandeln Regeln als etwas, dass man zur Hand nimmt, wenn man sie braucht. Man kann eben auch so spielen, ohne Regeln. Das klappt mit Würfeln sehr gut.

Mit Karten geht das nicht, es sei denn man verwendet sie Würfel. Karten hat man auf der Hand. Sie sind immer da.

Man kann sagen: "Würfel mal auf XY." Man kann nicht einfach sagen: "Spiel mal ne Karte aus." Dann ist die Karte weg. Man muss also auf einmal klar regeln, wann Karten gespielt werden sollen.

Turgon:

--- Zitat von: 1of3 am 19.08.2013 | 18:35 ---Man kann sagen: "Würfel mal auf XY." Man kann nicht einfach sagen: "Spiel mal ne Karte aus." Dann ist die Karte weg. Man muss also auf einmal klar regeln, wann Karten gespielt werden sollen.
--- Ende Zitat ---
Den Unterschied versteh' ich jetzt nicht.
"Würfel mal" oder "Zieh mal 'ne Karte" halte ich für in gleichem Maße (nicht) regelungsbedürftig.

Selganor [n/a]:
Der Wuerfel kann beim naechsten Wurf wieder dieselbe Zahl zeigen. Wenn die Karte nicht wieder zurueck auf den Stapel gemischt wird von dem sie gezogen wurde kann diese Karte nicht wieder gezogen werden...

blut_und_glas:

--- Zitat von: 1of3 am 19.08.2013 | 18:35 ---Nein. Viele Spiele behandeln Regeln als etwas, dass man zur Hand nimmt, wenn man sie braucht. Man kann eben auch so spielen, ohne Regeln. Das klappt mit Würfeln sehr gut.

Mit Karten geht das nicht, es sei denn man verwendet sie Würfel.

--- Ende Zitat ---

Die Reduktion auf Karten gegen Würfel greift in meinen Augen zu kurz. Die Frage müsste auch sein, inwiefern andere Elemente (ich denke hauptsächlich Ressourcen wie Lebens- und Gummipunkte, memorierte Zauber, andere in ihrer Anwendbarkeit eingeschränkte Optionen, würfellose Mechanismen, ...) diesen besonderen Regelumgang ("zur Hand nehmen, wenn sie gebraucht werden") ebenfalls hemmen, wie du es für Karten postulierst.

Ganz davon abgesehen sind Karten in meinen Augen gerade da noch einmal besonders interessant, wo kein normales Blatt zum Einsatz kommt, sondern ganz speziell auf das Spiel zugeschnittene Karten verwendet werden - da eröffnet noch einmal ganz andere Möglichkeiten, führt aber gleichzeitig zu einer erheblich höheren Hürde - im Design und im Spiel selbst.

mfG
jdw

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