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World War Z
Agent_Orange:
--- Zitat von: Vash the stampede am 10.07.2013 | 21:58 ---@Phantagor: Falsche Erwartungen könntest du nicht haben, weil Buch und Film sehr unterschiedlich sind. Ich halte das Buch für ein Meisterwerk, aber ich glaube, das würde dir auch nicht gefallen.
--- Ende Zitat ---
Sowohl Buch als auch Film gehen jedenfalls sehr eigene Wege in Bezug auf "das" Zombie-Thema.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob Zombiefilme absolut zwingend das Thema "homo homini lupus" aufgreifen müssen. Das ist zwar extrem weit verbreitet - aber ein Muss? Ich denke mal, dass das eine Frage der individuellen Erwartungshaltung ist. ;)
AO
JollyOrc:
Wir haben ihn am Wochenende gesehen: Das Amüsement ergab sich hauptsächlich aus "Oh wei, und DAS sollen die Spezialexperten sein? Kein Wunder, dass die Welt zur Hölle geht!"
--- Zitat von: Xemides am 8.07.2013 | 09:43 ---Warum ist in Irand alles ruhig und offenbar nicht infiziert ? Da schaut nur jemand durch ein Fenster, aber sie kommen unbehelligt nach Cardiff.
--- Ende Zitat ---
Unser Kommentar dabei: "Siehste? Kleine Dörfer in denen sich jeder einfach misstrauisch im eigenem Häuschen verbarrikadiert - SO überlebt man die Zombiecalypse. Und gleich lugt jemand argwöhnisch hinter der Gardine hervo- JEPP, genau SO!"
WWZ als Film bedient sich IMHO fleißig bei den gesammelten Zombiefilmvorlagen, und macht dennoch nichts so wirklich richtig. Wir sehen ja nicht Amateure durchs Bild stolpern, sondern die wirklich Besten der Besten der Besten, SIR! Und die fahren dann auf klapprigen Fahrrädern leise durch den Regen, vergessen ihre Handies auszuschalten, lassen Ladeluken wild offen herumstehen, ignorieren völlig den anscheinend bestens informierten CIA Agenten bis endlich Brad Pitt vorbeischaut, bereiten sich wie blöd und anscheinend erfolgreich auf den Angriff vor und vergessen dann die Sache mit "bloss keinen Lärm", und und und.
nee... 4 von 10 Punkten.
(Das Buch war übrigens wirklich super)
Thandbar:
--- Zitat von: Agent_Orange am 11.07.2013 | 06:43 --- Ich bin mir auch nicht sicher, ob Zombiefilme absolut zwingend das Thema "homo homini lupus" aufgreifen müssen.
--- Ende Zitat ---
Wenn man Filme über enthaltsame, streng heterosexuelle, in der Sonne glitzernde Vampire machen kann - dann muss man das hhl-Thema in einerm Zombie-Schinken gewiss nicht aufgreifen. Wenngleich ich das eigentlich ebenfalls für die Kernaussage des Genres halte, die ja auch von Anfang an mit dabei ist.
Ich finde auch, dass WWZ auf diese Weise viel Potential für zusätzliche Spannung verschenkt hat. Mir ging die Weltlage aufgrund der Erzählweise regelrecht am Hintern vorbei, und das dramaturgische Gerüst wurde so ganz offensichtlich - eine Szene jetzt ohne Zombies? Na, bestimmt ist doch einer Flugzeug. Siehste!
Agent_Orange:
Ja, der globale Aspekt der Katastrophe geht in dem Film trotz Benennung enorm unter. Das war eine, wenn nicht die zentrale Stärke der Buchvorlage. Das Buch zog diese Stärke vor allem da heraus, dass es die Einzelschicksale von natürlichen Menschen sowie die Ohnmacht von Systemen und Organisationen adäquat darstellte.
Dem Film hätte es sehr gut getan, genau das aufzugreifen.
Stattdessen ...
Achtung! SPOILER
OBACHT: SPOILER
SPOILER
... erfindet der Film eine Schwäche der Zombies, wie sie in dem Buch nicht angesprochen wird, und entwickelt daraus eine völlig neue und eigenständige Geschichte, die am Ende fast nur noch den Titel "World War Z" mit der Buchvorlage gemein hat.
SPOILER Ende
dem Film hätte es sehr gut getan, wenn der Episoden-Charakter des Buches aufrecht erhalten worden wäre - vielleicht auch so ähnlich wie mit "Inside Man" mit Rückblicken, irgendwie auf pseudo-Doku-Stil etc. Es spricht ja auch nichts dagegen, dass der Erzähler, der von Pitt gespielt wurde, im Grunde die Zombokalypse selbst hautnah miterlebt und miterzählt - aber dann doch nicht so billig wie in WWZ.
Trotz alle dem: Wenn ich die geringe Nähe zu der Buchvorlage ausblende, ist WWZ aufgrund seiner unkonventionellen Herangehensweise an das Zombie-Genre in Ordnung. Und vielleicht wird es in Zukunft Nachahmungen geben, die im Kern das gleiche versuchen, aber in allen Details überzeugender und besser auftreten. Warum denn auch nicht.
AO
Uebelator:
Ich habe das Buch gelesen (bzw. gehört) und fand es super.
Daraufhin hatte ich richtig Lust auf den Film und wusste aber schon im Vorfeld, dass da ausser dem Namen kaum Zusammenhänge bestehen.
Und ich muss sagen: Der Film hat mich gut unterhalten. Kein großer Wurf oder ein Klassiker des Genres, aber gut gemachte Hollywood-Blockbuster-Ware.
Es gab lediglich die eine oder andere Sache, die mir nicht sooo gefallen hat, aber das war bei weitem nicht genug, um den Film gänzlich zu versauen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Brad Pitt war UN-Berater (oder sowas) und mittlerweile ein freundlicher, netter Hausmann. Als Berater bei der UN lernt man wohl so ziemlich alles, was ein Action-Held braucht... Schiessen, Macheten-Amputationen mit anschließender Wundversorgung und und und...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Film war für mich dann doch etwas arg atemlos... Egal wo man war, irgendwo steckte ein Zombie und die nächste Action-Sequenz ging los... Der Held kommt ins sichere Jerusalem, das prompt überrannt wird. Er flüchtet in ein startendes Flugzeug, in dem sich ein Zombie versteckt hat, usw... Hätte mich nicht gewundert, wenn beim Klogang auch ein Zombie aus der Schüssel geguckt hätte... ;)
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