Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
Rassen: Eigennamen oder Klischees?
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 18.04.2012 | 10:57 ---Was ist die gängige Interpretation?
Trolle von Pratchett haben nichts mit Shadowrun Trollen gemein, die haben nix mit DnD-Trollen gemein, die wieder anders sind als DSA-Trolle
Ok, bei Zwergen gibt es wirklich selten andere Bilder.
bei Elfen wiederrum schon nicht Pratchett Elfen sind anders als DSA-Elfen sind anders als Peter Pan-Elfen.
Ein Name macht eine Sache griffig, aber erst die genaue Beschreibung zeigt, was es wirklich ist.
--- Ende Zitat ---
Jein. Es gibt ein paar Bezeichnungen, die sehr stark variieren, wie z.B. Trolle*, Gnome oder Kobolde. Aber die Feen-Elfen sind in der (RPG relevanten) Fantasy eher die Ausnahme; Standard ist weitgehend Tolkien-Style. Trotzdem bleibt es bei "Elf" auch nur bei diesen beiden Ausprägungen (wobei der Pratchett Elf imo treffender mit dem Begriff "Fee" oder "Fey" besetzt ist)
*Edit: Wobei die Trolle, die du aufzählst, durchaus sehr viel gemein haben: groß, zäh, stark, humanoid, hässlich (ok, letzteres bei DSA nicht). Anders wären z.B. die Trolle von Williams Osten Ard, die mich eher an Gnome erinnern.
WeepingElf:
Zunächst einmal sollte ein Name griffig und einprägsam sein. Das spricht schon mal für bekannte Namen, die jeder Fantasy-Fan schon mal gehört hat und mit einer Vorstellung verbinden kann. Sollte keiner passen, dann muss was Kurzes und Knackiges her. Also so was wie Wilf (für ein kleines geflügeltes Wesen) oder Knork, nicht so was Unhandliches wie Pfiffltrigg oder Hyaluronester.
Inwiefern "Standardnamen" wie Elf oder Troll auf Deine Rassen passen, weiß ich nicht. Natürlich ist es nicht sinnvoll, eine solche Bezeichnung für etwas zu missbrauchen, was mit der gängigen Vorstellung nichts zu tun hat, aber die meisten dieser Bezeichnungen werden mittlerweile für so verschiedene Sachen verwendet, dass da viel Spielraum drin ist. Man vergleiche etwa die Elfen von Shadowrun, Glorantha und Warhammer miteinander, und man wird feststellen, dass die gar nicht so viel miteinander gemeinsam haben. Ich selbst habe Elben und Zwerge in einer meiner Welten (Inis Albion), und die sind auch ziemlich anders als alle Elben und Zwerge, die es anderswo so gibt, und doch ähnlich genug, um die Verwendung dieser Bezeichnungen meiner Meinung nach zu rechtfertigen.
Die Umkehrung, nämlich althergebrachte Rassen mit neuen Namen zu versehen, ist nicht ratsam - das ist der sprichwörtliche "alte Wein in neuen Schläuchen". Es sei denn, diese neuen Namen sind die Namen der Rassen in ihren eigenen Sprachen. Solche Namen sollte es natürlich geben.
Oberkampf:
Es geht doch anscheinend eher um "neue" Rassen mit alten Namen, wenn ich den Eingangspost richtig verstanden habe?
Wenn die Rassen wirklich neu sind, also z.B. insektoide Viecher mit besonderer, nie dagewesener Sozialstruktur, würde ich auch mit neuen Namen aufwarten.
Wenn die Rassen nur "optisch" verändert wurden, aber sich vom Verhalten so wie "Standardelfen" aufführen (aber meinetwegen in blau und mit drei Augen, Antennen und Käsegeruch), würde ich wahrscheinlich auch neue Namen wählen, allerdings im vollen Bewusstsein, dass jeder Spieler irgendwann die kosmetische Veränderung bemerkt.
Wenn die Rassen hingegen standardgemäß aussehen (also Elfen mit schlankem Körperbau, mandelförmigen Augen und spitzen Ohren), aber ihr Verhalten nicht dem Cliché entspricht, würde ich beim bekannten Namen bleiben.
Belchion:
Grundsätzlich bevorzuge ich Klischees, wo immer so zu erkennen sind. Bei ungewöhnlichen Namen läuft es im Endeffekt sonst doch darauf hinaus, dass die Spieler nur "die Elfen" oder ähnliches meinen. Dann lieber gleich den Klischeenamen verwenden und in die Spielwelt einbauen.
General Verdacht:
direkt die klsichees zu verwenden wird dir nervige vergleichend eunterstellungen ersparen. wenn mans offen macht nehmens die leute eher hin ^^
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln