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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Teylen:
Die Aussage ist das Peach sowie Zelda in der Regel Damsel in Distress sind.
Das heißt sie werden zu beginn des Spieles festgesetzt und der Held begibt sich auf Queste um den weiblichen "Charakter" zu befreien. Die Reise kann hierbei sowohl gradlinig sein als auch Umwege nehmen bzw. eine dramatische Charakterentwicklung beinhalten. In dem Großteil der Super Mario sowie Zelda Spiele ist diese Reise geradelinig.

Der Vergleich zu der Artus-Sage passt nicht da Artus als Figur handelt (Zumindest in allen mir bekannten Formen der Sage). Im Gegensatz zu den Prinzessinnen die in der jeweiligen Gefangenschaft warten und sich idR. passiv verhalten.

Wobei Anita sowohl die eine Super Mario Variante, unter zig, betrachtet bei der die Rollenvertauscht werden, als auch den Zelda-Teil bei welchem Zelda als Shiek verkleidet auftaucht und aktiv agiert.

Die parallelen zur Tradition bzw. Geschichte führt sie hierbei wesentlich weiter zurück als die Arthus Sage. Sie betrachtet die Entwicklung auf Basis der Heldenreise. In dem Kontext ist die Rettung der weiblichen Figur nicht mehr als ein Objekt zur Entwicklung des männlichen Charakter.

Slayn:
Wow, was für ein Gewäsch! Da macht es ja noch mehr Sinn, das Mario Klempner ist.

6:

--- Zitat von: Teylen am 10.12.2013 | 17:20 ---Die Aussage ist das Peach sowie Zelda in der Regel Damsel in Distress sind.
Das heißt sie werden zu beginn des Spieles festgesetzt und der Held begibt sich auf Queste um den weiblichen "Charakter" zu befreien. Die Reise kann hierbei sowohl gradlinig sein als auch Umwege nehmen bzw. eine dramatische Charakterentwicklung beinhalten. In dem Großteil der Super Mario sowie Zelda Spiele ist diese Reise geradelinig.

--- Ende Zitat ---
Nein. Besonders Link macht sich auf den Weg sein Land zu retten. Diese Reise ist absolut nicht geradlinig. Ständig gibt es den einen oder anderen, dem er selbstlos hilft. Dass er Zelda dabei retten muss ist Teil der Aufgabe. Aber genauso wie bei Parcival.

--- Zitat ---Der Vergleich zu der Artus-Sage passt nicht da Artus als Figur handelt (Zumindest in allen mir bekannten Formen der Sage). Im Gegensatz zu den Prinzessinnen die in der jeweiligen Gefangenschaft warten und sich idR. passiv verhalten.

--- Ende Zitat ---
Lies mal den Parcival. Artus ist da komplett auf passiv gestellt, weil er im Sterben liegt. Parcival ganz alleine kann Artus retten. (Hast Du Dich eigentlich nie gefragt, wieso seine Tafelrunde sich auf die Suche nach dem Gral macht und nicht er selber?)

--- Zitat ---
Die parallelen zur Tradition bzw. Geschichte führt sie hierbei wesentlich weiter zurück als die Arthus Sage. Sie betrachtet die Entwicklung auf Basis der Heldenreise. In dem Kontext ist die Rettung der weiblichen Figur nicht mehr als ein Objekt zur Entwicklung des männlichen Charakter.

--- Ende Zitat ---
Und da kommt dann der nächste Fehler. Bei der Heldenreise gibt es keine Damsel in Distress oder sowas. Die Heldenreise ist eine Entwicklung, die der Held durchmachen muss. Am Ende kann er seine Aufgabe erfüllen, aber auch nur, weil er die eigene innerliche Haltung korrigiert. Die weibliche Figur ist auch in dem Kontext die gleiche wie bei Parcival. Rette den König (Prinzessin) und das Land wird geheilt.
Wie gesagt: Ich finde es etwas seltsam Artus als Damsel in Distress anzusehen. :)

Sashael:

--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 16:59 ---Von daher finde ich es schon etwas seltsam bei Artus von einer Damsel in Distress zu reden... ;)

--- Ende Zitat ---
Und ich finde es mehr als seltsam, von Zelda und Peach als König Artus zu reden.
Wie Teylen schon anmerkte, hockt der nicht passiv in seiner Kemenate und wartet auf die Rettung durch einen verblödeten Klempner, der straight losrennt, um in eine Festung nach der anderen einzubrechen, anstatt mal ein bißchen Recherche zu betreiben, wo diese dämliche Prinzessin denn nun vielleicht wirklich stecken könnte. Also, Mario ist in dem Sinne GENAU wie Popeye, nur dümmer. Popeye weiß wenigstens, wo er seine Entführte zu suchen hat.

Zelda ist ein klitzekleines bißchen  aktiver als Peach, aber wie Anita so schön anmerkt: Sie ist die verdammte TITELFIGUR der Spielreihe und hat eine verdammt passive Rolle! Die Frage ist doch wirklich, warum nicht mal ein Zelda-Spiel, bei dem man Zelda spielt, wie sie die Welt rettet?

Auribiel:

--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 17:39 ---Nein. Besonders Link macht sich auf den Weg sein Land zu retten. Diese Reise ist absolut nicht geradlinig. Ständig gibt es den einen oder anderen, dem er selbstlos hilft. Dass er Zelda dabei retten muss ist Teil der Aufgabe. Aber genauso wie bei Parcival.Lies mal den Parcival. Artus ist da komplett auf passiv gestellt, weil er im Sterben liegt. Parcival ganz alleine kann Artus retten. (Hast Du Dich eigentlich nie gefragt, wieso seine Tafelrunde sich auf die Suche nach dem Gral macht und nicht er selber?)Und da kommt dann der nächste Fehler. Bei der Heldenreise gibt es keine Damsel in Distress oder sowas. Die Heldenreise ist eine Entwicklung, die der Held durchmachen muss. Am Ende kann er seine Aufgabe erfüllen, aber auch nur, weil er die eigene innerliche Haltung korrigiert. Die weibliche Figur ist auch in dem Kontext die gleiche wie bei Parcival. Rette den König (Prinzessin) und das Land wird geheilt.
Wie gesagt: Ich finde es etwas seltsam Artus als Damsel in Distress anzusehen. :)

--- Ende Zitat ---

Der Vergleich von Zelda/Peach mit Artus hinkt aber an mehreren Stellen ganz gewaltig:

a) Artus liegt zwar jetzt im Sterben, war aber vorher mal DER Held. Es gibt eine Vorgeschichte, wir haben es also beim passiven Artus in der Gralssuche mit einem Spinnoff bzw. Sequel zu tun, in dem der Schwerpunkt jetzt eben auf einem anderen Char liegt.
Bei Legend of Zelda ist das nicht der Fall, die Dame ist von Anfang an nur in der passiven Rolle.

b) Zelda ist nicht krank, sie ist gefangen gesetzt (zumindest in den Teilen die ich kenne, sind zugegeben nicht alle). Für mich ist Zelda - wenn man schon mit Parcival vergleicht - eher der heilige Gral, denn Artus.

c) Es gibt einen Unterschied zwischen "krank darniederliegen und deshalb nicht selbst kämpfen können" und "ein Prinzesschen sein und deshalb nicht kämpfen können". Ersteres ist tragisch, letzteres ist einfach schwach.


[Edit]Zugegeben, Anita übertreibt in bester Ami-Manier ganz massiv. Aber wenn man genau drüber nachdenkt, hat sie leider recht.


Beim Drübernachgrübeln ist mir auch aufgefallen, dass meine Lieblingsspiele von früher (als ich noch extensiver gezockt habe) fast nur Spiele waren, in denen es auch starke weibliche Chars gab und das mich Spiele, in denen die weiblichen Chars eher die typischen "Frauenrollen" (Heals, Ulknudeln) darstellen, gestört haben. [/Edit]

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