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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Sol Invictus:
@YY und Face of Freedom

Zum Rassismus-Vorwurf: nicht falsch verstehen, ich fand den auch ziemlich Banane, zumal die Lösung mit dem "Tünchen" der Figuren auch nichts Ganzes und nichts Halbes war. Allerdings muss man dazu sagen, dass Japaner (Capcom) durchaus gerne dazu tendieren, ethnische Klischees aufzugreifen und darzustellen. Man braucht sich nur mal die Darstellung von Deutschen in japanischen Videospielen, Mangas und Animes anzusehen, um zu wissen, was ich meine.

Ganz von der Hand zu weisen ist es vielleicht nicht. Wenn einem im Spiel lauter "mbuku mbuku!" schreiende "Neger" als Gegner vorkommen, die auch wild schreiend auf den Spieler (bzw. Charakter) zurennen, kann ich verstehen, dass man zumindest erstmal stutzt. Darüber hinaus wird Afrika halt auch (wie in vielen anderen Medien, Black Hawk Down z. B.) als extrem rückständig und runtergekommen dargestellt, was - so denke ich - auch ein Grund für die Locationwahl war (fremdes Land, Massen von fremdartigen Menschen -> Horrorvorstellung).


--- Zitat von: YY am 23.04.2012 | 19:14 ---Bei Mass Effect hatte ich an einigen Stellen den diffusen Eindruck, dass man manche Völker problemlos durch Unter-/Splittergruppen anderer Völker hätte ersetzen können.

Das lag wohl auch daran, dass die einzelnen Völker nur genug Screentime hatten, um das jeweils zugeordnete Klischee zu etablieren, aber nicht genug, um es danach auch mal zu durchbrechen.

--- Ende Zitat ---

Ja, ich denke auch, wobei Bioware sich zumindest die Mühe gemacht hat, ein paar Themen im Bezug auf Rassismus etc. aufzugreifen und in ihrem Universum zu bearbeiten.



--- Zitat von: Face Of Freedom am 23.04.2012 | 19:33 ---Bester / glaubhaftester Sidekick aller Videospiele:



--- Ende Zitat ---

:P

;)

Das ist nur ein Kostüm, dass für den allgemeinen Nerd zum Freispielen reingebaut wurde. Nein ernsthaft, Sheva agiert nicht dumm, weiß sich selbst zu helfen, ist im Spiel nützlich (selbst von der KI gesteuert) und hat so viel Tiefgang, wie man halt von einem RE-Teil erwarten darf. Sie hat mich positiv überrascht. Wie gesagt, ich spreche von Sidekicks, da kenne ich wirklich nicht viele vergleichbar gute Figuren. Die Meisten (vor allem Frauen) verkommen zur damsel in distress oder zu lästigen Anhängseln (wie das Gör bei RE4).


--- Zitat ---geändert hat sich nichts ausser der Ort an dem es spielt und wenn ich recht entsinne hat es auch niemand gestört als man Völkermord an Spaniern oder US Bürgern begangen hat.

--- Ende Zitat ---

Richtig, das fand ich auch krass. Bei Spaniern ist das in Ordnung, aber wenn es um Afrikaner geht "plötzlich" Rassismus. Sehr diffus.


--- Zitat ---Einer meiner liebsten weiblichen Videospielcharaktere wäre wohl die Protagonistin von 'Beyond Good & Evil', diese kommt weder zu übertrieben buff/abgerüht rüber noch schwächelt sie sondern zieht ihr Ding bis zum Ende durch. Bonuspunkte weil sie relativ viel Kleidung trägt für die durchschnittliche Dame in einem Videospiel.

--- Ende Zitat ---

Vor allem Letzteres ist ein Bonuspunkt, ja. Beyond Good & Evil ist auch ein gutes Beispiel, weils eines der wenigen Spiele mit ner sehr dominanten, weiblichen Protagonistin ist.


--- Zitat ---Edit:
Silentstorm hat eine große Auswahl an weiblichen und internationalen Soldaten; selbst als Spieler der deitschen Seite hat man eine große Auswahl an Leuten die aus dem arischen Idealbild herausfallen. Sogar ein netter Inder ist dabei. :)


--- Ende Zitat ---

Okay das mit der Vielfalt bei der "Volksauswahl" kommt nicht allzu oft in Spielen vor, denke ich. Gut zu wissen!

Darius der Duellant:

--- Zitat von: Teylen am 23.04.2012 | 20:20 ---Ich persoenlich fand die charakterisierung von Bayonetta, in dem gleichnamigen Spiel, herausstechend positiv und erfrischend.
Zwar bedient das Figuren Design wohl etwas mehr als ein halbes dutzend Fetische allerdings ist das auftreten der Figur erfrischend selbstbestimmt, souveraen und nicht dem sterben nach einem sexual Partner unterworfen.
Bayonetta ist mir in der Hinsicht wirklich herausstechend in Erinnerung geblieben.
Ich haette gerne wahlweise weitere Spiele mit ihr, oder einer weiblichen Figur die aehnlich souveraen agiert.


--- Ende Zitat ---

Das finde ich sehr interessant.

Laut dieser Dame hier, ist das Spiel schliesslich übelster Sexismus in Reinform

http://www.youtube.com/watch?v=MgLw8tChxX4

 ~;P


Zur Grundfrage:

--- Zitat ---Kennt ihr Beispiele für gute, weibliche Charaktere?
--- Ende Zitat ---



Mein Sheppard war weiblich :/
Aber so Grundsätzlich?
Ne, kenne ich nicht, zumindest nicht wenn es um Figuren geht die man selbst spielt.
Ich kenne aber auch nicht sonderlich viele männliche Hauptfiguren in Spielen die mehr als Abziehfiguren wären.
Der Prinz aus Persien, J.C. Denton und der Namenlose aus Planescape Torment.

Daraus ableitend finde ich den Mangel an verünftigen weiblichen Hauptpersonen nicht sonderlich verwunderlich.
Weiten wir das ganze auf Nebenfiguren aus, wirds hingegen traurig, da fallen mir wirklich sehr wenige nicht-püppchen ein.
Queen Barenzia wäre grad die einzige die mir auf die schnelle einfällt.

Sol Invictus:

--- Zitat von: Teylen am 23.04.2012 | 20:20 ---Abseits dessen fiel mir noch bei Prince of Persia (dem vorletzten XBox-Titel) die Chemie zwischen den Hauptcharakteren als stimmig auf. Wobei Erika letztlich im Hintergrund bleibt und schliesslich in gewisserweise in eine "Damsel in Distress" Rolle faellt. Wobei ich das Ende nicht aufgrund der Darstellung des Verhaeltnis zwischen ihr und dem Prinzen schlecht fand.

--- Ende Zitat ---

Gerade da hatte ich das Gefühl, dass Farrah trotz "Prinzessin"-Status aus den Vorgängern irgendwie glaubhafter war. Habe selbst den Teil mit Erika allerdings auch nicht weit gespielt, weil er mir spielerisch nicht zugesagt hat.


--- Zitat ---Was heisst abseits des gaengigen?

--- Ende Zitat ---

Damit meinte ich die klassischen Beispiele, die bei solchen Debatten immer fallen - Peach, Zelda (wobei die zumindest in Twilight Princess ja doch eine etwas andere Rolle bekommen hatte) usw.


--- Zitat ---Mir faellt bei "Die Sims" gerade keine diskriminierende Darstellung sein.
Schliesslich werden einem dort weitesgehend alle Freiheiten hinsichtlich Geschlecht, Ethnie und Orientierung gelassen.

--- Ende Zitat ---

Ja, bei Sims ist das so eine Sache. Auf der einen Seite bedient es ja sehr dieses künstliche Bild einer weißen Vorstadtplastiksiedlung, auf der anderen Seite nimmt es auch viele Facetten des "american way of life" auf die Schippe. Keine Ahnung, wofür ich mich da letztlich entscheiden sollte. Allerdings spielt es spieltechnisch natürlich keine Rolle, ob man eine schwarze, weiße etc. Familie spielt.
 

--- Zitat ---Andererseits dahingehend in Bezug auf die Frage ob man ueber die Darstellung eingefahrener Rollenbilder nicht vielleicht sich einen Teil der Zielgruppe vergrault.

--- Ende Zitat ---

Das ist ein interessanter Aspekt, der mir auch immer wieder aufgefallen ist. Meiner Meinung liegt das teilweise aber auch an dem mangelnden Mut der Branche generell, gängige und laufende Muster zu verlassen (was mit dem größeren Marktpotential natürlich umso weiter schrumpft). Man verlässt sich wohl immer noch sehr stark auf die typische "pickeliger Teenager"-Klientel und bedient diese auch weiterhin mit übergroßen (und wahlweise wackelnden) Rundungen etc. pp. - aber es gibt ja auch eine steigende Anzahl von guten Gegenbeispielen.


--- Zitat ---So finde ich es doch zumindest ein bisschen irritierend wenn ich in saemtlichen Berichten zu Mass Effect den maennlichen Shepard praesentiert bekomme. Was den Eindruck vermittelt das meine weiblichen Shepards irgendwie falsch sind.

--- Ende Zitat ---

Gerade da haben sie bei Mass Effect 3 zugelegt! Es gibt eigene (Render-)Trailer mit dem weiblichen Shepard und in der DVD-Box sind sowohl der weibliche, als auch der männliche Shepard abgebildet (die Weibliche sogar so cool, dass ich selbst mit dem Gedanken gespielt habe, die ganze Trilogie nochmal mit ner Frau durchzuzocken). Nicht zuletzt ist das wohl der ziemlich großen Community zu verdanken, die einen weiblichen Shepard spielt (zurecht, wie Bluerps schon gut ausgeführt hat).


--- Zitat ---Auch gab es Shepard nicht in als Schwarzer oder Asiate.

--- Ende Zitat ---

Ja gut, man muss ja auch nicht jede Konstellation bedienen, nur weil es einen Charaktereditor gibt. Weiblich und Männlich reicht mir da schon, mit Commander Anderson ist eh die coolste Sau auf Erden als Schwarzer zugegen - und das ohne gängige "cooler schwarzer Typ"-Klischees. Da ist der Ricky Martin-Verschnitt James Vega wohl noch eher zu sehr "Latino-Klischee" geworden (und mit Williams hat man da auch schon wieder das Gegenteil).


@Darius

Och es geht, ich finde ein paar männliche Figuren sind schon sehr glaubhaft und etwas mehr als Abziehbilder. Spontan fallen mir ein:
- Nathan Drake
- Sam Fisher
- Alan Wake (Max Payne)
- Geralt (gut, is ne Buchvorlage)
- Cole Phelps (L. A. Noire)

Da sind zwar einige ziemlich nach entsprechenden Vorlagen und Mustern gestrickt, entwickeln aber im Laufe ihrer Spielereihen einen recht eigenen und glaubhaften Charakter.

Jiba:

--- Zitat von: Darius_der_Duellant am 23.04.2012 | 20:57 ---Laut dieser Dame hier, ist das Spiel schliesslich übelster Sexismus in Reinform

http://www.youtube.com/watch?v=MgLw8tChxX4

--- Ende Zitat ---

Schade, ich hätte das Video gerne ohne die debilen Kommentare dieses MSPaint-Roboters gehört. Was die Dame von Female Frequency nämlich zur neuen Lego-FRIENDS-Serie gesagt hatte, hatte nämlich wirklich Hand und Fuß...

Teylen hat aber auf was Interessantes hingewiesen: Tatsächlich haben Point&Click-Adventures einige doch sehr interessante weibliche Figuren. Ich fange direkt mal mit dieser hier an...



Okay, zugegeben. Sie wird sowohl in "Baphomets Fluch 1" als auch in "Baphomets Fluch 2" aufwendig gerettet und solche Szenen...

LINK GELÖSCHT!

...passieren auch. Aber sonst hat sie auf mich im Spiel den Eindruck einer starken, selbstbewussten Frau gemacht, die sich von George auch nicht den Schneid abkaufen lässt. Kein Wunder, dass sie im zweiten Teil in Passagen spielbar ist, also auch viel selbst macht (inklusive cooler Sprüche: Benutze Wein mit Vorhängeschloss – "Das würde George tun, ich nicht..."). In der Neuauflage des ersten Teils hat sie zusätzlich auch einen eigenen Storyhook gekriegt, den man mit ihr bespielt (und der sie zu einer tieferen Persönlichkeit macht, als George es ist). Also: Nicole Collard for the win!

Selbiges kann man übrigens auch für...



Gouvenor Elaine Marley aus "Monkey Island" behaupten – vielleicht aber auch nur, wenn man großzügig ist, bedenkt man solche Bilder... jedenfalls durchbricht sie bei "Monkey Island" immer wieder ironisch dieses Damsel-in-Distress-Ding. Weiterhin gibt es natürlich noch Edna, die Dame aus "A New Beginning", die aus "Geheimakte Tonguska", usw. Protagonistinnen wie die aus "So Blonde"...



...dürften da wohl eher als Gegenbeispiele gelten (aber ich hab's nicht gespielt, vielleicht wird damit ironisch gebrochen).

Ist aber auch wieder die Frage, ob eine Frau als Hauptfigur allein schon ein Bruch des Sexismus ist. Viele Feministinnen wollen das sicher nicht hören, aber Lara Croft ist ja schon eine emanzipierte Frau, die auch eigentlich IIRC nie wirklich ein Love Interest von irgendjemandem ist. Sogar Prinzessin Peach bemüht sich wenigstens ein bisschen um Gleichberechtigung...



(Okay, ja... das Spiel ist relativ gewaltlos, bonbonbunt und Peach verdrischt die Gegner mit einem Sonnenschirm und ihren eigenen Gefühlen (Zorn, Trauer, Freude, etc.). Aber wenn man bedenkt, dass Mario sich Hasenohren oder Waschbärkostüme anzieht, dann ist das auch im Rahmen).

Interessant finde ich, wenn ich wirklich angestrengt drüber nachdenke, dass es gerade im JRPG-Bereich eigentlich wenig weibliche Charaktere gibt, die aus dem Typus "Taffes Mannsweib, das alle zu Klump schlägt", "zuckersüß-nerviges Kawaii-Girlie" oder "schüchternes Burgfräulein, das auf den Ritter wartet" ausbrechen. Bei "Final Fantasy" ist das ganz auffällig...


* Final Fantasy 6: Weibliche Hauptfigur. Der einzige Teil, der mir wirklich einfällt, wo das Protagonistenmädel nicht in das Schema passt...
* Final Fantasy 7: Die potentiellen Love Interests des Hauptcharakters (Cloud) sind entweder Tifa (Typ: taffes Mannsweib) oder Aerith (Typ: schüchternes Burgfräulein). Yuffie qualifiziert voll für "zuckersüß-nerviges Kawaii-Girlie"
* Final Fantasy 8: Okay, Haupthelds Signifant Other, Rinoa, ist tatsächlich ein wenig anders gelagert als viele andere Charaktere, kann aber immer noch mit dem "schüchternen Burgfräulein" identifiziert werden. Quistis ist klar das "taffe Mannsweib", Selphie (ach fand ich die als Teenager toll!) ist ein totales "zuckersüß-nerviges Kawaii-Girlie"
* Final Fantasy 9: Jaaaaaaa, wieder dasselbe Muster: Drei weibliche Charaktere: Garnet als (buchstäbliches) Burgfräulein, Eiko ist das zuckersüß-nervige Kawaii-Girlie (mit Abstrichen, weil die zusätzlich gemein ist) und Freya ist das taffe Mannsweib (und eine Ratte)...
* Final Fantasy 10: Mein Lieblings-FF: Lulu fällt in der Tat ein wenig aus dem Schema raus, passt aber irgendwie noch in dieses Mannsweibschema rein. Rikku ist unser Zuckergirlie, Yuna ziemlich eindeutig das Burgfräulein.
* Final Fantasy 10-2: Ganz interessanter Fall, denn plötzlich wird unser Burgfräulein Yuna ganz taff und wehrhaft... wirklich interessant
* Final Fantasy 13 (12 übersprungen mangels Kenntnis): Lightning... muss man nicht drüber reden: taffes Mannsweib. Mit Fang hat man da sogar noch ein zweites. Vanille ist der Prototyp des süßen Kawaiigirlies, wenn auch ein wenig gebrochen durch diese teilweise doch recht schwere Melancholie, die sie an den Tag legt – interessant ist, dass sie ja quasi die Geschichte erzählt. Das schüchterne Burgfräulein ist eindeutig Serah, die ist aber eh nur ein Sidekick. Kein Wunder, dass sie es ist, die man aufwändig retten muss.
* Final Fantasy 13-2: Cool... eine Parallele, denn wieder verwandelt sich unser schüchternes Burgfräulein in eine Protagonistin Marke sexy-taffes Kriegermädel...
Nur mal exemplarisch an den Final-Fantasy-Spielen durchdekliniert. Meine nicht unwesentliche Erfahrung mit anderen Spielen sagt mir: Bei den meisten JRPGs ist es nicht anders. Ausnahmen sind möglich: Sheena in "Tales of Symphonia", Feena in "Grandia", eine Menge weibliche Sidekicks in den "Suikoden"-Spielen (besonders Sialeeds und die Königin aus Teil 5 habe ich da im Blick, aber auch Cleo aus 1 oder Nanami aus 2 (besonders die Szene, wo man sie befreien will, sie sich aber schon längst selbst befreit hat) blieben mir da im Gedächtnis)... hell, sogar Nina aus der "Breath of Fire"-Serie ist emanzipierter, als ein Großteil der weiblichen Final Fantasy-Besetzung.

Ich weiß nicht, ob meine Ausführungen uns hier weiterbringen, aber das ist mir grade aufgefallen, also dachte ich, ich teile das mal...

Auf meiner Liste der sexistischsten Spiele steht für mich übrigens (die von mir eigentlich heißgeliebte) Cultures-Serie. Bei "Die Siedler" gibt es zwar gar keine Frauen, aber bei "Cultures" werden die sogar unterdrückt, denn die sind für genau 2 Dinge da: Essen für die Männer kochen und ihnen Kinder gebären. Dabei wäre es da ein absolut Leichtes gewesen, Gleichberechtigung einzubauen. ;)

Teylen:

--- Zitat von: Darius_der_Duellant am 23.04.2012 | 20:57 ---Das finde ich sehr interessant.

Laut dieser Dame hier, ist das Spiel schliesslich übelster Sexismus in Reinform

http://www.youtube.com/watch?v=MgLw8tChxX4

 ~;P
--- Ende Zitat ---
Die Dame hat in dem Video nicht ein Wort über Bayonettas Charakter verloren.
Dazu haben weder sie noch ihr Co-Kommentator die Geschichte begriffen. Die nicht wirklich so kompliziert ist. Gut sie ist abgefahren, aber nicht gänzlich unbegreifbar. Ich habe das Spiel nur einmal durch gespielt und den Inhalt begriffen.
Das einzige was von Bayonettas Charakterisierung übrig blieb ist die Aussage sie sei eine "Single Mom".
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bayonetta ist keine Alleinerziehende Mutter. Das kleine Kind, das eine Brille wie Bayonetta trägt, schwarze Haare wie Bayonetta hat und gerne Lutscher wie Bayonetta isst ... entpuppt sich zur allgemeinen Überraschung gegen Ende als Bayonetta. Das heißt eine jüngere Version ihrer selbst, die von einem Wahnsinnigen, der sich erhofft mit einem Gott zu fusionieren, in die Gegenwart katapultiert wurde.
Ja, Bayonetta ist durch und durch auf attraktiv gebürstet.
Sie trägt Stöckelschuhe, sie hat endlos lange Beine, ihre Kleidung sieht aus wie ein hautenger Lederdress, sie zieht sich für ihre Special-Attacks aus, sie wirbelt ihre Haare entsprechend umher, sie lutscht lasziv, sie bedient den Moe fetisch an den Lollis und ihr Hintern ist ebenso knackig wie ihre Oberweite umfangreich. Dazu tritt sie sexuell Selbstbewusst auf.

Wobei anzumerken ist das der Move über den sich die Kommentatorin beschwert nicht zum Standard Reportaire gehört (man muß ihn erst durch Halos freischalten), nicht über mäßig sexy ist und man vor dem Kamera-Clicken (wobei die Pose nu imho nicht allzuerotisch ist) abbrechen kann.
Der Move den man im Femministinnen-Video sieht, bei dem sie angeblich ihre Beine breit macht um die bösen zu killen, ist aus keiner Kampfszene, sondern eine Animation nachdem sie einige neue tolle Schuh-Pistolen bekommen hat.

Aber ich mag den Charakter wegen der Interaktion abseits dem rumposen.
Da sind einmal die Engel die man in dem Spiel bekämpft, sowie eine andere bösere Hexe.
Ja, Bayonetta leidet unter Gedächtnisverlust, aber sie rollt sich deswegen nicht schwach umher oder läßt sich allzusehr helfen sondern kriegt es selbst auf die Reihe.
Nun und dann gibt es Cheshire. Ein männlicher Charakter der glaubt das Bayonetta seinen Vater getötet hat.
Ich fand es grossartig das Bayonetta ihm nun nicht hinterher geheschelt ist oder sich von ihm retten lies sondern beide so etwas miteinander Katz & Maus spielten und sich am Ende respektierten.
Ich mochte auch ihr eher Kumpelhaftes Verhältnis mit dem Barbesitzer.
Nun und auch die Interaktion mit dem Kind war faszinierend.

Aber das geht in dem Video, das sich zur einen Hälfte über die Fetishe aufregt und zur anderen um eine Werbekampagne, total unter beziehungsweise wird nichtmal erwähnt. Weil die Macher scheinbar beide zu sehr von Bayonettas Reizen abgelenkt waren um der Story zu folgen. Unglaublich. o_O

Wobei Bayonetta bei der Werbekampagne nun auch nicht ganz nakisch gemacht wurde. ^^;
Und die Werbekampagne in Japan nun auch nicht soviel mit dem Spiel zu tun hat. Immerhin dürften die allermeisten westlichen Spieler(innen) davon nichts gewusst haben.


--- Zitat von: Sol Invictus am 23.04.2012 | 21:06 ---Gerade da hatte ich das Gefühl, dass Farrah trotz "Prinzessin"-Status aus den Vorgängern irgendwie glaubhafter war. Habe selbst den Teil mit Erika allerdings auch nicht weit gespielt, weil er mir spielerisch nicht zugesagt hat.
--- Ende Zitat ---
Ich habe die Vorgänger nicht gespielt bzw. kenne sie nicht.
Man kann sich zwar ggf. beim Spielen fragen wieso man nicht gleich Erika spielt, aber wie gesagt ich fand die Chemie recht stimmig.


--- Zitat ---Damit meinte ich die klassischen Beispiele, die bei solchen Debatten immer fallen - Peach, Zelda (wobei die zumindest in Twilight Princess ja doch eine etwas andere Rolle bekommen hatte) usw.
--- Ende Zitat ---

Nun ein Problem bei dem finden zu negative dargestellter Frauenfiguren ist das sie meistens nur in Nebenrollen auftreten. Das heißt von 46 Spielen die ich gerade gezählt hab gibt es gerade mal mit Bayonetta,  Venetica, WET, Velvet Assassin, Final Fantasy XIII, Mirrors Edge, sechs spiele mit weiblichen Hauptpersonen.
Nun und bei den Rollenspielen gerade einmal Fable III, Dragons Age I & II, Fallout NV & Vegas sowie Mass Effect I & II, Dungeon Siege III wo man sich eine weibliche Hauptperson erstellen kann. (Circle of Doom)

Von denen blieb mir am ehesten noch Fable III negativ in Erinnerung.
Allerdings wurde man da als weibliche wie als männliche Person durch einen mehr oder weniger stressigen Plot mit doofen Bagger Quests geschubst.


--- Zitat ---Ja, bei Sims ist das so eine Sache. Auf der einen Seite bedient es ja sehr dieses künstliche Bild einer weißen Vorstadtplastiksiedlung, auf der anderen Seite nimmt es auch viele Facetten des "american way of life" auf die Schippe. Keine Ahnung, wofür ich mich da letztlich entscheiden sollte. Allerdings spielt es spieltechnisch natürlich keine Rolle, ob man eine schwarze, weiße etc. Familie spielt.
--- Ende Zitat ---

Deshalb ja. Zumal die humoristischen Aspekte eher auf Job, Katastrphen, Beziehungen etc. abzielen und dabei recht "farbenblind" sind.


--- Zitat ---Das ist ein interessanter Aspekt, der mir auch immer wieder aufgefallen ist. Meiner Meinung liegt das teilweise aber auch an dem mangelnden Mut der Branche generell, gängige und laufende Muster zu verlassen (was mit dem größeren Marktpotential natürlich umso weiter schrumpft). Man verlässt sich wohl immer noch sehr stark auf die typische "pickeliger Teenager"-Klientel und bedient diese auch weiterhin mit übergroßen (und wahlweise wackelnden) Rundungen etc. pp. - aber es gibt ja auch eine steigende Anzahl von guten Gegenbeispielen.
--- Ende Zitat ---

Joah, wobei die Gruppe nicht nur mit wackelnden Rundungen bedient wird sondern auch mit Spielfiguren die dem eigenen Ideal entsprechen. Egal ob nun bei Deus Ex, Metal Gear Solid, Red Dead Redemption, Castlevania oder Devil May Cry. Alles mehr oder weniger kernige, toll aussehende Typen.
Nun und wenn man als weibliche Spielerin dann mal Bayonetta oder WET kriegt heisst es direkt, wie könnt ihr nur, ihr seht doch im richtigen Leben auch nicht so aus. (Gerade von Frauen wie der aus dem Video)


--- Zitat ---Gerade da haben sie bei Mass Effect 3 zugelegt! Es gibt eigene (Render-)Trailer mit dem weiblichen Shepard und in der DVD-Box sind sowohl der weibliche, als auch der männliche Shepard abgebildet (die Weibliche sogar so cool, dass ich selbst mit dem Gedanken gespielt habe, die ganze Trilogie nochmal mit ner Frau durchzuzocken). Nicht zuletzt ist das wohl der ziemlich großen Community zu verdanken, die einen weiblichen Shepard spielt (zurecht, wie Bluerps schon gut ausgeführt hat).
--- Ende Zitat ---

Gut, das war mir noch nicht bekannt. Interessant :)


@Jiba:
Figuren durchaus, nur halt selten richtige Hauptcharacktere.
Ansonsten durfte man ja auch bei Zack MacKracken die beiden Frauen auf dem Mars spielen.
Oh und bei Day of the Tentacle gab es auch eine weibliche Figur ^^

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