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[Brainstorming] Workshop: Was sind Indie-Spiele?
jcorporation:
Eigenverlag habe ich jetzt nicht als Verlag gezählt...
Bombshell:
Eine Diskussion zur Definition von Indie hat schon von 5 Jahren zu keinem Ergebnis geführt, aber vllt. kommen wir ja diesmal zu einem Ergebnis.
jcorporation:
Unabhängig von der Diskussion gehört für mich Verlagsunabhängigkeit einfach zu Indie(pendent).
Roland:
Also wäre auch schon ein Kleinverlag (z.B. mit 2-3 Beschäftigten, die z.T oder alle Urheber sind) ein Ausschlusskriterium?
Gaukelmeister:
Für mich hat Indie nicht in erster Linie etwas mit dem Verlag zu tun, sondern mit der Art und Weise des Spiels. Wenn ich über Indiespiele rede, dann zähle ich dazu keine klassischen Rollenspiele, die irgendein ein Liebhaber auf seinem Kopierer erstellt. Indie bedeutet für mich im Kontext von Rollenspielen, dass die Spiele anders funktionieren, als man dies von D&D, DSA oder Vampire her kennt. Das ist natürlich klärungsbedürftig. Gleichzeitig ist aber klar, dass es um Spielmechaniken, -haltungen, -philosophien geht und nicht um die Art und Weise der Publikation. Genau deshalb würde ich in einem solchen Workshop auch darüber reden, was Indiespiele als Spiele (und nicht als Druckerzeugnisse) anders macht. Und da würde ich mir dann einige gute Beispiele raussuchen, die besonders prägnant sind. Beispielsweise spielleiterloses Rollenspiel (Polaris, Fiasco), Mechaniken, die bestimmte Erzählstrukturen/-verläufe unterstützen (With Great Power/PtA), Erzählrechte für Bereiche der Fiktion, die sonst der SL bestimmt (PtA, Fiasco) ... Ein bisschen Historie (Forge und GNS) vielleicht. So würde ich da rangehen. Aber man kann da natürlich auch anders machen :)
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