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Entwaffnen - völlig sinnloses Konzept?
Deviant:
Entwaffnen ist eigentlich eine der besten Methoden. Zieht der Gegner eine neue Waffe, so ist er auch erstmal gehandicapt. Dazu neigen viele Gegner dann eben auch dazu aufzugeben. Ist aber auch eine Frage des Ziels und leider des Systems.
Quick Draw - Mechanismen gibt es doch oft genug irgendwie und je nach System unterschiedlich billig und damit oft.
Teylen:
--- Zitat von: Gummibär am 31.05.2012 | 05:56 ---Für einen Schwertkämpfer kein Problem, eine Waffe trägt er in der Hand, eine in der Schwertscheide und zumindest ein Kurzschwert sollte sich noch zusätzlich unterbringen lassen.
--- Ende Zitat ---
[*] Der Gegner braucht gegebenenfalls eine Runde um die neue Waffe zu ziehen. Wenn vorhanden.
[*] Die neue Waffe ist oftmals der primären Waffe hinsichtlich des Schaden den sie anrichtet oder hinsichtlich der Fähigkeit des Waffenträgers unterlegen
Woraus folgt das entwaffnen eine gute Strategie sein kann um Schaden abzuwenden.
Dazu kann es, wie Dolge beschrieb, der Unterwerfung des Gegners dienen. Nachdem der Gegner keinen grossen Schaden machen kann oder sich selbst richten, kann man ihn gefangen nehmen und als Faustpfand gebrauchen oder Verhören.
Zumal man dem Gegner auch die neue Waffe aus der Hand schlagen kann.
Naldantis:
Bei Tieren stimme ich ja zu, aber bei waffentragenden Gegnern kann es sehr effektiv sein:
- je nach System kann der Vorteil durch die richtige (magische) Waffe in der man gut ausgebildet ist gegenüber dem Ersatzdolch schon sehr groß sein;
- kaum jemand trägt einen Ersatz-Stab, Zweit-Bihänder oder Backup-Morgenstern mit sich rum, ist einfach nicht praktikabel;
- in archaischen Settings kann sich oft kaum jemand mehr als eine Stahlwaffe leisten, und der Backup aus Knüppel pder Knochendolch läßt die Situation für den Entwaffnenden schon viel besser aussehen.
- schon aus gesellschaftlichen Gründen ist in vielen Situationen schon ein zweiter Dolch oder gar Degen ungewöhnlich;
- selbst wenn der Backup-Dolch offensichtlich vorhanden ist, mag man gegen diesen gegenüber der vermutlich vergifteten Promärwaffe noch deutlich besser darstehen;
- oft ist das Ziel (abhängig vom Setting) nicht der Sieg, sonder der Sieg ohne den Gegner zu töten (einflußreiche Familie, politisches Kalkül, gesellschftliche Norm, eigenen Philosophie, whatever) und dann ist das Entwaffenen und die dadurch zur Schau gestellte Überlegenheit und in der Folge Demoralisierung des Gegners ein großer Punktgewinn.
Sanguaire:
Das kommt darauf an, wie entwaffnet wurde.
Hier meine Erfahrungen aus dem Schwertkampftraining bzw. aus unterschiedlichen Kampfsportarten:
Grundsätzlich kann man versuchen die Waffe aus der Hand zu schlagen (ist mir beim Schwertkampf bisher noch nicht passiert ;)) oder, wie schon geschrieben wurde, die Schwerthand selber angreifen (das passiert sehr häufig *autsch*). Zu diesen Möglichkeiten gesellen sich aber auch noch Hebeltechniken, die gleichzeitig mit dem Entwaffnen den Gegner über Schmerzen bzw. den Bruch von Gelenken handlungsunfähig machen, hier ist ein ziehen einer Sekundärwaffe sehr schwierig bzw. fast unmöglich.
Ob ich diese Optionen jetzt in einem Rollenspiel wähle, hängt stark von dem Ziel des Kampfes ab. Möchte ich den Gegener anschliessend noch befragen, ist ein Entwaffnen in der Regel eine sehr gute Option.
Waldgeist:
--- Zitat von: Gummibär am 31.05.2012 | 05:56 ---Gibt es überhaupt eine balancierte Möglichkeit, ein nicht grob unrealistisches Entwaffnen sinnvoll in einem Regelsystem einzubauen?
--- Ende Zitat ---
Nur für mich zum Verständnis: Warum sollte Entwaffnen eine "balancierte" Kampfoption sein? Was wäre daran erstrebenswert?
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