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Nachteile beliebter als Vorteile?
Teylen:
--- Zitat von: Jiba [n.a.] am 25.06.2012 | 19:28 ---Die cWoD ist da doch ein gutes Beispiel. Ich hole mir das obligatorische "Alpträume", die "Phobie" vor... sagen wir Elefanten... und den verkümmerten Geschmackssinn... WOW! Da habe ich gleich fünf Punkte mehr, die ich in tolle Werte stecken kann.
--- Ende Zitat ---
Alpträume gibt einen Wurf pro Spielabend und der kann nach hinten losgehen.
Bei der Phobie kann man abstimmen, aber wenn der SL durch läßt, ähnlich wie die Spinnenphobie bei DSA, wieso nicht.
Verkümmerter Geschmackssinn sagt mir nun relativ wenig, vermutlich weil's net aus V:tM ist. ^^;
(Vampire ohne Essen schmecken Essen nicht wirklich)
blut_und_glas:
--- Zitat von: Coldwyn am 25.06.2012 | 20:17 ---Nicht zu vergessen die Arm- und Beinlosen, Blinden und Taub-Stummen Decker in Shadowrun ....
--- Ende Zitat ---
Wir nennen ihn Rumpfi
Eigentlich halte ich gerade die (und mehr noch ähnlich stark eingeschränkte Magiebegabte) für wirklich positive Charaktere. Positiv für mein Empfinden als Spieler, weil sie so eine plakative aber damit eben auch starke Botschaft senden: Dass die (körperliche) Behinderung überwunden werden kann. Dass mir trotz Rollstuhl die (astrale/virtuelle) Welt weit offen steht. Dass ich trotzdem fliegen kann. Das ist einfach ein starkes Thema.
--- Zitat von: Teylen am 25.06.2012 | 20:37 ---(Vampire ohne Essen schmecken Essen nicht wirklich)
--- Ende Zitat ---
Wenn ich noch nichtmal mehr Blut (und dessen feine Unterschiede) schmecken kann, dann bin ich gänzlich eine arme Sau - ansonsten macht ja auch schon quasi nichts mehr Spaß.
mfG
jdw
Skele-Surtur:
--- Zitat von: YY am 25.06.2012 | 20:25 ---SR4 ist da ein tolles Beispiel, wie man es nicht macht ;D
--- Ende Zitat ---
Ein Beispiel, wie man es am besten nicht macht, ist am ehesten Arcane Codex.
Als erste und absolut wichtigste Regel würde ich mal propagieren, dass ein Nachteil, mit dem man seinen Chara an anderer stelle pimpen kann (wenn man denn unbedingt diese Regelung haben möchte) ein Nachteil für diesen Chara ist und nicht für den Rest der Welt.
Nachteile wie "Verflucht", bei dem dann alle anderen in der Umgebung Abzüge bekommen, oder "Schnarchen" sollte es erstmal nicht geben.
Zweitens: Ein Nachteil sollte nicht egal sein. In einem Wikingersetting ist eine Lebensmittelallergie gegen Mango und Papaya einfach mal genauso egal, wie die Phobie vor fliegendem Rotkohl mit Irokesenschnitt. Ergo sollte das nicht dafür herhalten dürfen, Punkte für die Charaktererschaffung zu generieren.
Drittens: Ein Nachteil sollte eine mechanische Relevanz haben. Der Dauerbrenner bei L5R ist ja der Moto mit dem Nachteil "Gaijin Name". Wenn mein Daimyo ein allgemein als Barbar und Möchtegern-Usurpator bekannter Klotz ist oder mein Familienname ohnehin schon mit einem schmachvollen Fluch belegt ist, interessiert mich der Gaijin Name echt nur noch marginal.
Ich persönlich bin ja ein großer Fan der Regelung, nach der Nachteile keine Punkte bei Charaktererschaffung geben, sondern EP, wenn sie zum tragen kommen. Dann hat man einfach langfristig was davon und nimmt sich nicht irgendwelchen Kleinscheiß, der eh keine Bedeutung hat, außer dem Spieler ist das für seinen Chara irgendwie wichtig.
Holothuroid:
Lieber noch Gummipunkte als XP. Die sind sofort relevant und können langfristig das Spielgleichgewicht nicht verzerren, weil nach Benutzung eben weg.
XP kann funktionieren, wenn sichergestellt ist, dass die Nachteile regelmäßig getriggert werden wie beispielsweise bei TSoY, wo das zentraler Spielinhalt ist.
Lord Verminaard:
--- Zitat von: Coldwyn am 25.06.2012 | 19:06 ---Also ist es doch klar, lieber die passenden nachteile raussuchen, die dann per definition keine Nachteile mehr sind und die gewonnenen Punkt (etc.) in die Verbesserung von Standardwerten knallen, da diese meist nicht auf das Wohlwollen des SL angewiesen sind.
--- Ende Zitat ---
Oder in Vorteile, die mir was in der Situation bringen, die nun mal in 90% der Rollenspiele 90% der Regelanwendungen nach sich zieht: Im Kampf. Und mit was? Mit Recht!
Gut gemachte Nachteile habe ich in klassischen Systemen immer als so was wie einen Anreiz verstanden, einem Charakter ein bisschen mehr Persönlichkeit zu geben. Am Besten noch genrekonform, siehe die obligatorische "Serious Lechery" in Buffy. Wenn der Spieler eh schon so was wie ein Charakterkonzept hat, und dann die dazu passenden Nachteile nimmt, gut, dann hätte er den Anreiz halt nicht gebraucht, wird sich aber auch nicht drüber beschweren. ;)
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