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Tudor the Traveller:
--- Zitat von: morgenstern89 am 18.07.2012 | 18:06 ---Die Frage ist hier aber: Braucht man alle Regeln? Muss ich als SL wirklich nachschlagen, ob der Goblin nun einen Abzug von -2 oder -4 bekommt, weil er entweder sitzt oder sich gerade durch ein Loch zwängt? Hat er nun niedrige Deckung oder teilweise Deckung? Ist er jetzt klein oder sehr klein?
--- Ende Zitat ---
Meistens wird es kein Problem sein, wenn du so etwas nur ungefähr handhabst, falls es gerade keiner genau weiß.
Erfahrungsgemäß versuchen aber die Spieler früher oder später zu schachern, wenn die Würfe sehr knappe Ergebnisse produzieren. Da kann es schonmal auf 1 Punkt mehr oder weniger ankommen.
Beispiel: wenn der Magier nur einen Sengenden Strahl (Feuerstrahl, der einen Berührungstreffer benötigt) hat und droht, diesen daneben zu setzen; du sagst, der Goblin hat Deckung, er sagt, er habe keine... und das würde über Treffer oder nicht entscheiden... meine Erfahrung hat gezeigt, dass der Spieler dann eher ungnädig ist, was Handwedelei angeht ;)
(ich persönlich regle dann normalerweise zu Gunsten der Spieler)
Marduk:
--- Zitat von: Coldwyn am 18.07.2012 | 19:36 ---Daher ja, du solltest regelfest sein, ebenso deine Spieler, sonst wirds unglaublich lahmarschig.
--- Ende Zitat ---
Das, tausendmal das. In der Situation war ich auch mal, das wird einfach nur frustrierend, wenn die Spieler und SL bei Pathfinder nicht regelfest sind.
Gruß
Marduk
blackris:
Und es hat wirklich noch NIEMAND Dungeonslayers vorgeschlagen?! Meiner Meinung nach DAS System für Rollenspielanfänger, die klassische Fantasy spielen wollen. Simpel und gut. Zum Reinschauen gibt es das PDF kostenlos, die Box anzuschaffen lohnt sich aber.
morgenstern89:
Bei der Masse an Regeln sehe ich das Problem darin, dass die Spieler und auch ich als Spielleiter in die Situation kommen einfach nachschlagen zu müssen. Es scheint zumindest auf den ersten Blick viel zu sein, was man auswendig lernen müsste.
Ich dachte auch eher, dass man die Pathfinder Regeln von vorneherein kürzt oder vereinfacht. Das wären dann die sogenannten Hausregeln.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 18.07.2012 | 19:54 ---Beispiel: wenn der Magier nur einen Sengenden Strahl (Feuerstrahl, der einen Berührungstreffer benötigt) hat und droht, diesen daneben zu setzen; du sagst, der Goblin hat Deckung, er sagt, er habe keine... und das würde über Treffer oder nicht entscheiden... meine Erfahrung hat gezeigt, dass der Spieler dann eher ungnädig ist, was Handwedelei angeht ;)
--- Ende Zitat ---
Ich sehe hier das Problem nicht. Wenn ich sage, der Goblin hat sich unter einem Tisch versteckt und hat deshalb Deckung, dann hat er Deckung. Wenn es natürlich eine Regel gibt, die besagt, dass Eichenholztische mit 3 oder 4 Beinen keine Deckung darstellen, dann ist das natürlich doof. Sprich, wenn es eine Regel gibt, die das Gegenteil von dem behauptet, was der SL entscheidet.
Man sollte natürlich vorher festlegen, welche Regeln man verändert oder ganz weglässt.
Ich fand die Idee mit dem Vorteil / Nachteil bzw. Advantage / Disadvantage aus D&D Next eigentlich ganz nett. Das ist simpel und auf viele Situationen anwendbar, wenn ich das richtig verstanden habe.
--- Zitat von: Lord Verminaard am 18.07.2012 | 19:03 ---In Pathfinder ist es für den Erfolg im Spiel sehr entscheidend, wie man seinen Charakter baut, in D&D4 eher nicht.
--- Ende Zitat ---
Kannst du das näher erläutern? Das heißt hoffentlich nicht, das Powergaming in Pathfinder begünstigt oder unterstützt wird.
Lord Verminaard:
Hahaha.
Natürlich ist Pathfinder ein System für Powergamer. Das ist aber nichts Schlechtes. Der Punkt ist aber, dass es bei PF die Möglichkeit gibt, zu "verskillen", also einen regelkonformen Charakter zu bauen, der aber nichts taugt.
Das mit dem Handwedeln muss ich etwas revidieren. Im Kampf beißt es sich unheimlich, wenn man einige Sachen nach den Regeln macht und andere handwedelt. Wir hatten das in einer Runde, da hat ein Spieler immer Aktionen probiert, die nicht so richtig vorgesehen waren, irgendwelche Büsche in Brand setzen z.B. oder einem dicken Monster in den Nacken springen. Regeltechnisch hätte es ihm mehr gebracht, einfach mit seiner Waffe zuzuschlagen. Wenn der SL aber einen positiven Effekt handwedelt, wird dadurch letztlich das Balancing ausgehebelt und der Spieler, der nach den Regeln spielt, bestraft. PF ist schon ein System, wo man (im Kampf) seine Handlungsmöglichkeiten aus der eigenen Regelkenntnis, und nicht aus der eigenen Vorstellungskraft, ableitet.
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