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Einfachheit vs Attribute

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LöwenHerz:

--- Zitat von: 1of3 am 16.07.2012 | 08:07 ---Attribute und Eigenschaften?

--- Ende Zitat ---

Ja, aber es sind doch letzten Endes primäre und sekundäre Attribute, um mal AD&D Sprech zu nehmen.
Aber es gibt eben keine Fertigkeiten, die addiert werden, es sei denn man spezialisiert sich und kauft sich das mit einem Talent.

Holothuroid:
D&D-Sprech ist aber genau nicht gefragt. Es geht um zwei Gruppen von Spielwerten, wovon die eine weniger Elemente enthält und über das Spiel stabiler ist (Attribute), während die andere mehr Teile enthält und sich häufiger ändert (Fertigkeiten). Wie die im gegebenen Spiel heißen ist völlig egal.

pharyon:
Vom Design her können Attribute und Fertigkeiten die gleiche Funktion haben und sind dann mehr oder weniger überlappend. Dann ist tatsächlich zu überlegen, ob man nicht eine Gruppe weglassen möchte, wenn diese eh keinen funktionalen Unterschied hat. Es gibt auch Spiele, bei denen dieser Unterschied besteht.
Auf der Fiktionsebene kann aber trotz funktionaler Gleichheit oder Ähnlichkeit dennoch sinnvoll (oder zumindest überlegenswert) sein, die Darstellung aufzuteilen. Es wurde ja schon angedeutet, das vom Verständnis her eine hierarchisierte Darstellung eingängiger/intuitiver sein kann als ein "flache" Liste. So kann auch der Informationsgehalt ggf. klar "portioniert" werden.
Attribute würden dann in der Fiktion beantworten, in welchen Bereichen man besonders begabt ist, Fertigkeiten, was man besonders gelernt hat.
Man kann natürlich auch auf diese Unterscheidung verzichten.

p^^

Naldantis:
Es wird nicht wirklich einfacher, nur weil es weniger oder gar keine Attribute gibt.
zum einen fallen dann viele intuitive Workarounds  weg (wie das Ableiten auf Attributswürfe, wenn man keine passende Fähigkeit hat), es gehen Ideen im Charakterbeu verlohren bzw. müssen wieder über Vorteile und Talente eingefügt werden (schnelle Auffassungsgabe, außergewöhnlich gewand), und zudem tritt man gleich den allerersten oder zweiten Vorstellungsschritt für einen Charakter in die Tonne ("große und stark, aber bewegt sich behäbig", dürfte als zweites nach Nordmann, männlich auffallen).
Alles in allem ein sehr hoher Preis für ein paar Zeilen auf den Charakterblatt.
Ein höherer Verwaltungsaufwand wird ja kaum auftreten, da sich Grundattibute weitaus langsamer ändern als Skillwerte, also nur alle paar Aufstiege mal einige damit zusammenhängende Fertigkeiten eine Änderung erfahren (bzw. wenn sie keinen effektiven Bonus bei der Ausführung bringen, sondern eine Erleichterung beim Lernen, wie z.B. in SaWo, gar keine.)

Keine Attribute zu haben macht ja das Würfeln auch nicht einfacher...
...ob ich nun gegen eine 17 würfle, weil das Attribut 15 + Spezialisation 2, Attribut 12 + Fähigkeitsbonus 5, oder Fähigkeit 15 + Attrtibutsbonus 2 oder Fähigkeit 17 ist, ist doch völlig gleich.

pharyon:
Attribute kann man von der Fiktion her als hierarchisch den Fertigkeiten übergeordnet betrachten, selbst wenn ihr funktionaler Beitrag identisch ist. Das kann für Einsteiger sogar leichter verständlich (und damit evtl. "einfacher") sein als eine komplette Liste einheitlich bewerteter Größen.

Einfachheit und Einbettung von Attributen finde ich btw weitgehend voneinander unabhängig.

p^^

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