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übereinander Tragen von Rüstungen
Wyrδ:
--- Zitat von: Gummibär am 5.09.2012 | 09:42 ---Genau dazu hätte ich gerne kompetente Auskunft, denn ich stelle ja z.B. genau die Frage, ob für die Kettenplattenrüstung RS 7 das Minimum ist, oder ob es z.B. auch RS 6 sein darf. Da möchte ich dann aber genau wissen, wo der 7. Punkt hin ist.
--- Ende Zitat ---
Da du dich ja bewusst vom Realismus und den dazugehörenden physikalischen Gesetzen entfernst, ist dein Konstrukt eine rein hypothetische Abbildungen von Verhältnismäßigkeiten ("wie viel schützt die Kombination aus Platte, Kette und Gambi mehr als nur Kette und Gambi?"). Wenn du in das Gefüge quasi "Rundungsdifferenzen" einbaust (also RS 6 statt RS 7), weil du meinst, dass es für dein Spiel besser funktioniert und es das Verhältnis treffender darstellt, dann mach das doch einfach. Wenn du dafür eine weitergehende Begründung aus physikalischen Gesetzen oder mathematischen Daten haben willst, musst du dich dem Realismus zwangsweise annähern (am besten Anhand von Recherche zu praktischen Test mit historischen Rüstungen, denn andere Grundlagen gibt es eh nicht). Dann ist dein gesamtes Konstrukt aber eh wieder nicht haltbar, da viel zu grob.
Mein Tipp: Erschaffe einfach eine stimmige Spielmechanik und probiere anhand von Testkämpfen aus, was besser funktioniert: RS 6 oder RS 7.
MadMalik:
Das seh ich da sehr abstrakt, einfach weil das System ja auch keine Simulation zu sein scheint. Und da hat sowohl die Kette wie die Platte ähnliche Nachteile, zB den schwächeren Wirkungsgrad gegen Stichwaffen. Und da das System keine Schadenstypen kennt würde es durchaus logisch ableitbar sein, dass dahin der Punkt verschwindet um den geteilten Nachteil abzubilden.
Schlussendlich ist es aber für mich eine Spieldesignentscheidung (aus weiter oben genannten Gründen), und die steht für mich über der 'Physik' der Spielwelt. Aber da werden wir uns nicht einig und daher werde ich nicht versuchen dir das weiter aufzudrängen. :)
Bei dem kompletten aufaddiersystem würde ich allerdings ein Auge darauf halten, wie du das dann später ausbalancierst. Denn durch den schon erwähnten steilen Rüstungsanstieg können die (meist doch recht günstigen) 'Dosenöffner' Waffen schnell schwächere Rüstungs-Sets nutzlos machen. Wobei ich das Gesamtsystem natürlich nicht kenne, und vieleicht hast du ja schon etwas DnD artiges im Hinterkopf, dass auch 'ungerüsteten' Leuten brauchbare Verteidigung zugesteht, bzw ein gutes Nahkampfsystem ala TROS das Rüstung eh als secondline Defense ansieht und ich mach mir hier unnötig Kopf um etwas, dass eh nicht Problem ist. :D
YY:
--- Zitat von: Face Of Freedom am 5.09.2012 | 07:23 ---Bei dem starken Anstieg der Berichte über Sprunggelenkverletzungen im US Militär halte ich die Aussage, das macht aber Keiner, für nicht haltbar.
--- Ende Zitat ---
Es war so gemeint, dass es keiner lange in brauchbarer Form machen kann.
Wenn es nötig ist, wird sich natürlich flott bewegt - aber das muss man eben mit etwas mehr Augenmaß machen als mit leichterer Rüstung/Ausrüstung, weil einem sonst die Leute in kürzester Zeit mehr oder weniger handlungsunfähig in der Ecke liegen.
Das war ja bei Schwergerüsteten noch nie anders, ob es nun Hopliten, abgesessene Ritter oder moderne Panzerknechte sind.
Ein empirischer Tragekomfortvergleich wäre aber wirklich mal interessant.
Hat jemand eine Plattenrüstung? :)
--- Zitat von: Gummibär am 5.09.2012 | 09:42 ---Es wäre zwar schön, wenn man ausgehend von meinem Vorschlag c) den RS von Platte + Kette + Gambeson auf 6 festlegen könnte, weil man dann Werte von 0 bis 6 ohne Lücke hätte, aber das ist schlicht nicht zulässig – zumindest ohne weitere Begründung. Denn wenn Plattenrüstung RS 5 hat, Kettenrüstung RS 4 hat, Gambeson RS 2 hat, dann ist die Rechnung einfach die, dass Kettenplattenrüstung RS 7 hat und wenn sie nur RS 6 hat, dann will ich wissen, wo der 7. Punkt hin ist.
--- Ende Zitat ---
Ich verstehe das Problem nicht.
Zu Kette oder Platte gehört ein Gambeson, um die volle/nominelle Schutzwirkung zu erreichen; das macht ein Aufteilen in Komponenten aber nicht zwingend sinnvoll oder zulässig.
Wie schon geschrieben, ist ein als Hauptrüstung gedachter Gambeson wohl i.d.R. nicht identisch mit einem als Komponente gedachten.
Der Komponente den gleichen Schutzwert zuzuweisen, ist daher mMn mindestens wacklig.
Ebenso ist es nicht zwingend so, dass sich die Schutzwirkung von Kette und Platte linear aufaddiert, vor allem aufgrund ihrer ziemlich gleich gearteten Schwachpunkte (vgl. FoF).
Gummibär:
--- Zitat von: Lordwächter des Krisenmanagemens --- Mein Tipp: Erschaffe einfach eine stimmige Spielmechanik und probiere anhand von Testkämpfen aus, was besser funktioniert: RS 6 oder RS 7.
--- Ende Zitat ---
Gut funktionieren mögen auch Tages- und Begegnungskräfte bei D&D 4, sie sind allerdings vom Konzept her in so hohem Maße unrealistisch, dass ich sie inakzeptabel finde. Und das ist genau mein Knackpunkt: Man darf in unterschiedlichem Maße abstrahieren. (Und beim Thema Rüstungen fange ich jetzt erstmal mit einem sehr hohen Grad an Abstraktion an.) Allerdings muss am Ende eine in sich schlüssige Abstraktion der Realität herauskommen.
Rundungsdifferenzen sind ein akzeptabler Lösungsvorschlag. Dementsprechend haben die einzelnen Schichten einen nicht ganzzahligen RS, allerdings wird für die Gesamtrüstung immer (der Einfachheit wegen) gerundet.
--- Zitat von: Face of Freedom --- Das seh ich da sehr abstrakt, einfach weil das System ja auch keine Simulation zu sein scheint. Und da hat sowohl die Kette wie die Platte ähnliche Nachteile, zB den schwächeren Wirkungsgrad gegen Stichwaffen. Und da das System keine Schadenstypen kennt würde es durchaus logisch ableitbar sein, dass dahin der Punkt verschwindet um den geteilten Nachteil abzubilden.
--- Ende Zitat ---
Anfälligkeiten der Rüstungen plante ich bisher als „Vorteile“ der Waffen zu regeln.
Eine doppelt so dicke Platte schützt doppelt so gut, wie eine normale Platte. Auch wenn die äußere Hälfte der Platte die gleichen Materialeigenschaften hat, wie die innere Hälfte der Platte. Ich verstehe nicht, wieso da ein Punkt verschwinden sollte.
--- Zitat von: Face of Freedom --- Bei dem kompletten aufaddiersystem würde ich allerdings ein Auge darauf halten, wie du das dann später ausbalancierst. Denn durch den schon erwähnten steilen Rüstungsanstieg können die (meist doch recht günstigen) 'Dosenöffner' Waffen schnell schwächere Rüstungs-Sets nutzlos machen. Wobei ich das Gesamtsystem natürlich nicht kenne, und vieleicht hast du ja schon etwas DnD artiges im Hinterkopf, dass auch 'ungerüsteten' Leuten brauchbare Verteidigung zugesteht, bzw ein gutes Nahkampfsystem ala TROS das Rüstung eh als secondline Defense ansieht und ich mach mir hier unnötig Kopf um etwas, dass eh nicht Problem ist.
--- Ende Zitat ---
Was macht für dich eine Dosenöffner-Waffe aus?
Mein Plan ist, dass Rüstungen nicht im Kampf behindern, sondern nur bei anderen Tätigkeiten, da realistischerweise Rüstungen zwar eine kritische Hitze entwickeln, allerdings nicht nennenswert die Beweglichkeit im Kampf einschränken. (Lediglich Helme schränken das Sichtfeld ein.) Insofern ist im Kampf eine schwere Rüstung zwar besser als eine leichte Rüstung, ein leichte Rüstung aber immer besser als gar keine Rüstung.
Wer also kann, der wird eine möglichst schwere Rüstung tragen. (Was spricht dagegen? 1. Geld. 2. Wenn es sich überzeugend begründen lässt, z.B. durch Gewöhnung an das Gewicht, die andere Bewegung, die Hitze, gerne Feats, ohne die eine entsprechende Rüstung nicht effektiv einsetzbar ist, da sie dann doch behindert. 3. Wenn man in irgendwelchen Höhlen rumklettert, hat man dabei wohl keine Plattenrüstung an.)
Die Rüstung selbst wirkt so, dass der Schaden um den RS reduziert wird. (Realistisch wäre vermutlich, dass man 2 Fälle unterscheidet: 1. Verwundbare Stelle getroffen. In dem Fall wirkt nur ein niedrigerer RS. 2. Normale Rüstung getroffen. Das führt im Fall von Schwert gegen Kettenhemd z.B. dazu, dass überhaupt kein Schaden entsteht.)
--- Zitat von: YY --- Wie schon geschrieben, ist ein als Hauptrüstung gedachter Gambeson wohl i.d.R. nicht identisch mit einem als Komponente gedachten.
Der Komponente den gleichen Schutzwert zuzuweisen, ist daher mMn mindestens wacklig.
--- Ende Zitat ---
Guter Hinweis. Was das Problem mit der Lücke angeht, wird die Lücke dadurch aber nur um 1 nach unten verschoben.
--- Zitat von: YY --- Ebenso ist es nicht zwingend so, dass sich die Schutzwirkung von Kette und Platte linear aufaddiert, vor allem aufgrund ihrer ziemlich gleich gearteten Schwachpunkte (vgl. FoF).
--- Ende Zitat ---
Das würde ich gerne erklärt bekommen. Von mir aus auch mit Unterteilung in Wucht/Klinge/Spitze.
Pyromancer:
--- Zitat von: Gummibär am 5.09.2012 | 18:34 ---Eine doppelt so dicke Platte schützt doppelt so gut, wie eine normale Platte.
--- Ende Zitat ---
Meine nur rudimentären Kenntnisse der Ziel- bzw. Wundballistik sagen mir, dass das so nicht stimmt.
Je nach dem, was da wie trifft kann eine doppelt so dicke Platte "nur" genauso gut schützen wie eine normale Platte, oder unendlich viel besser. Wenn's dumm läuft kann sie sogar schlechter schützen, wenn z.B. aus einem sauberen Durchschuss ein fieser Steckschuss wird.
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