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übereinander Tragen von Rüstungen

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Skele-Surtur:
Also meinen Informationen nach war ein Plattenpanzer alles andere als undurchdringlich. Soweit ich weiß, war es durchaus möglich mit einem Aalspieß oder dem Sporn einer Hellebarde durch eine Platte hindurch zu stoßen und unter Idealbdingungen soll das laut Wikipedia auch mit einem Langbogen funktioniert haben.

Das härteste war, soweit ich das richtig im Kopf habe, die Lochaberaxt (vielleicht verwechsel ich das auch mit irgend einer anderen Stangenwaffe, gibt ja mehrere davon), mir der man tatsächlich eine Plattenrüstung auf eine Elle runter spalten konnte, inklusive Träger.

Ich hab das Buch leider nicht mehr, sonst würde ich das jetzt nochmal nachprüfen.

OldSam:

--- Zitat von: Surtur am  6.09.2012 | 01:08 ---Also meinen Informationen nach war ein Plattenpanzer alles andere als undurchdringlich. Soweit ich weiß, war es durchaus möglich mit einem Aalspieß oder dem Sporn einer Hellebarde durch eine Platte hindurch zu stoßen und unter Idealbdingungen soll das laut Wikipedia auch mit einem Langbogen funktioniert haben.
--- Ende Zitat ---

Wirklich direkt "durch" die Platte? AFAIK wurden doch die meisten derartigen Treffer durch Lücken zwischen den Platten erzielt u.ä. Aber wahrscheinlich bezieht sich das obige auch auf Materialschwächen/Verarbeitungsprobleme usw., eine 08/15-Rüstung hatte ja mit Sicherheit diverse Detailfehler und wenn dann der Auftreffwinkel und die Intensität stimmen...

Skele-Surtur:
Naja, natürlich versucht man immer auf die Schwachstellen zu zielen, nur spätestens mit dem Sporn der Helmbarte ist das ggf. wohl nicht mehr so einfach. Damals hab ich das so verstanden, dass man Rüstungen mit entsprechenden Beschädigungen gefunden hat und dann versucht hat, das an entsprechenden Repliken nachzustellen. Nennt sich experimentelle Archeologie und hat tatsächlich zu dem Ergebnis geführt, dass es auch ohne herausragende Materialfehler möglich war, da durchzukommen. Wohl gemerkt meistens unter "Idealbedingungen" und bei einem wirklich enorm kräftigen Angreifer, aber wir können davon ausgehen, dass die meisten Nutzer solcher Waffen auch über Museklschmalz verfügt haben. Also es war vermutlich nich üblich, einfach mal mitten durch zu gehen, aber möglich. Das lässt sich ja auch einfach durchrechnen, wenn man die Zahlen hat. Eine Bardiche muss ja nur schwer genug sein und im richtigen Winkel auf die Brünne treffen, um das Ding samt darunterliegendem Torso aufzuhacken.

So gesehen ist halt eine Plattenrüstung genauso undurchdringlich, wie die Titanik unsinkbar war.

SeelenJägerTee:

--- Zitat von: Surtur am  6.09.2012 | 11:54 ---Naja, natürlich versucht man immer auf die Schwachstellen zu zielen, nur spätestens mit dem Sporn der Helmbarte ist das ggf. wohl nicht mehr so einfach. Damals hab ich das so verstanden, dass man Rüstungen mit entsprechenden Beschädigungen gefunden hat und dann versucht hat, das an entsprechenden Repliken nachzustellen. Nennt sich experimentelle Archeologie und hat tatsächlich zu dem Ergebnis geführt, dass es auch ohne herausragende Materialfehler möglich war, da durchzukommen. Wohl gemerkt meistens unter "Idealbedingungen" und bei einem wirklich enorm kräftigen Angreifer, aber wir können davon ausgehen, dass die meisten Nutzer solcher Waffen auch über Museklschmalz verfügt haben. Also es war vermutlich nich üblich, einfach mal mitten durch zu gehen, aber möglich. Das lässt sich ja auch einfach durchrechnen, wenn man die Zahlen hat. Eine Bardiche muss ja nur schwer genug sein und im richtigen Winkel auf die Brünne treffen, um das Ding samt darunterliegendem Torso aufzuhacken.

So gesehen ist halt eine Plattenrüstung genauso undurchdringlich, wie die Titanik unsinkbar war.

--- Ende Zitat ---
Ja aber wann hast du schon unter Gefechtsbedingungen im 1:1 schon den idealen Treffer?

Wenn ich mich recht entsinne ist das gemeine an Hellebarde und Konsorten, dass du da viele Krieger mit recht billigen Waffen ausrüsten konntest. Wenn du jetzt einen Ritter hast der extremst teure Ausrüstung hat und die .... nehmen wir mal die Schweizer .... dafür 10 Eidgenossen mit Hellebarde aufstellen. Dann ist es ne Frage der Zeit bis die den vom Pferd gezogen haben, am Boden fixiert und einer halt die Dose öffnet.

Neben bei war Harnisch sicher auch nicht gleich Harnisch. Wenn man bedenkt wie teuer die waren und dass sich selbst viele Adlige die nicht leisten Konnten und deswegen im Kettenhemd aufgetaucht sind kann ich mir gut vorstellen, dass man im Zweifelsfall halt lieber nen billigeren Harnisch gekauft hat als gar keinen zu haben.

Aber selbst wenn ein Harnisch im Regelfall vom Messer durchschlagen worden wäre, ändert es nichts an meiner Aussage dass es unsinnig wäre jetzt noch die Platte doppelt so dick zu machen um sich vor dem Restrisiko zu schützen aber dann GARANTIERT am Hitzschlag zu verrecken.
So lange du keine Regeln für Gewicht und Hitzschlag hast ist es natürlich immer attraktiv unendlich dick zu stapeln. Wenn Gewicht und Hitze kein Problem sind würde ich natürlich 20 cm Stahl zwischen mich und den Feind bringen. Da mag dann zwar der Effekt des Stapelns vom Regelwerk her im Rahmen des möglichen realistisch perfekt abgebildet werden, aber das ignorieren von Rahmenbedingungen macht Stapeln halt unrealistisch attraktiv. Im Endeffekt ist der Effekt der darduch bei den SCs ausgelöst wird dann halt trotzdem absolut unrealistisch.

YY:

--- Zitat von: Surtur am  6.09.2012 | 01:08 ---Also meinen Informationen nach war ein Plattenpanzer alles andere als undurchdringlich.

--- Ende Zitat ---

Die Aussage fiel im Kontext Schwerter bzw. Hieb- und Stichwaffen.
Damit kann man sich quasi beliebig lange an der Platte versuchen, ohne einen nennenswerten Effekt zu erzielen.

Mit diversen Stangenwaffen oder einem Kriegshammer kommt man aber bei sauberen Treffern auch recht leicht durch die Platte, das stimmt so.

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