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Sind hochstufige D&D-Charaktere Superhelden?
tartex:
--- Zitat von: ErikErikson am 7.10.2012 | 15:55 ---ich würde einfach sagen, es hängt viel von der Stärke der NSC ab, wie superheldig die SC sind. ganz besonders davon, wie stark gewöhnliche Leute sind. Wenn der könig ein Stufe 1 Hampel ist, würd ich mich als 20 Stufler superheldiger fühlen, als wenn der ein Stufe 12 er ist.
--- Ende Zitat ---
Ja, das macht Sinn. Und es gibt eben Settings (z.B. Ebberon), wo die NSCs auf ziemlich niedrigem Level sind und solche wie die Forgotten Realms, wo die Spielercharaktere stattdessen von viel mächtigeren NSCs wie Elminster rumgeschickt werden.
Ich habe meine Präferenzen, aber vielen macht halt auch letzteres Spass.
Wie sieht es eigentlich im Pathfinder-Setting aus? (Das kenne ich gar nicht. Habe sogar den Namen vergessen)
Feuersänger:
--- Zitat von: ErikErikson am 7.10.2012 | 15:55 ---ich würde einfach sagen, es hängt viel von der Stärke der NSC ab, wie superheldig die SC sind. ganz besonders davon, wie stark gewöhnliche Leute sind. Wenn der könig ein Stufe 1 Hampel ist, würd ich mich als 20 Stufler superheldiger fühlen, als wenn der ein Stufe 12 er ist.
--- Ende Zitat ---
Naja, zwischen Stufen 20 und 12 ist der Abstand immer noch sehr groß -- je nach Klasse zumindest; ein Stufe 20 Fighter hat nicht unbedingt ne Chance gegen nen Stufe 12 Wizard, aber das ist ein Bug und kein Feature. Jedenfalls, wenn die SCs meinetwegen Stufe 18 sind und der König Stufe 12, können sie sich diesem immer noch weit überlegen fühlen.
Nebenbei: in meinem Crusader-Setting versuche ich die Welt so zu gestalten, dass sie das System möglichst logisch und kohärent abbildet. Also quasi "Wie sähe eine Welt aus, die nach den Mechanismen von D&D 3.5 funktioniert?". Das Ergebnis ist eine Art Meritokratie, in der solche Individuen im Rang aufsteigen, die eine große persönliche Macht/Leistungsfähigkeit zeigen, und das sind eben hochstufige Charaktere. Darum korrespondiert zumindest im wichtigsten Reich jener Welt die Stufe meistens mit dem Rang/Titel, allerdings zeigt das System auch deutlich theokratische Züge (was wiederum anders funktioniert als irdische Theokratien, da es dort im Gegensatz zu hier die Götter wirklich und nachweislich gibt und sie ihren Willen oder Unmut kundtun).
Boba Fett:
"Nein, aus anderen Gründen."
Superhelden besitzen immer eine Einzigartigkeit, die die Charaktere besitzen.
Spiderman existiert nur einmal.
D&D Charaktere sind Stereotype.
Der Magier kann vielleicht auch Netze schiessen und Spinnenklettern, aber er ist nur einer von vielen, die das können.
alexandro:
Jein. Kommt darauf an, wie sie es anstellen (und vor allem: "warum?").
--- Zitat von: Gory Roger am 6.10.2012 | 12:38 ---- nicht aus dem Ei geschlüpft, sondern von "Groanan dem Barbärchen" hochgearbeitet bis an die Spitze der Nahrungskette
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an. Immerhin gibt es auch bei D&D einen "sprunghaften" Machtanstieg (Armee-Veteran, aber trotzden "nur" Kämpfer 3 - dann 3 Monate Dungeons geplündert und plötzlich ist man Stufe 16), welche sich durchaus mit der Genese von Superhelden vergleichen lassen (normale Typen, geraten in ungewöhnliche Situationen, meistern diese und sind danach "super")
--- Zitat ---- keine Geheimidentität (welche ja für Comic-Superhelden quasi zum guten Ton gehört) und damit auch keine Kostümierung
--- Ende Zitat ---
Fast keiner der Superhelden bei Marvel hat noch eine Geheimidentität. Und außerdem hält nichts einen D&D-Charakter davon ab, sich eine solche zuzulegen (z.B. um Ärger mit den Autoritäten zu vermeiden oder um die Rache des "großen Bruders" des kürzlich erschlagenen Drachen nicht auf die eigene Familie zu lenken).
--- Zitat ---- keine einzigartigen Kräfte. Ja, mag sein dass der Magier Zordax sich mit einem Fingerschnipp um die halbe Welt teleportieren kann -- aber das können dutzende oder hunderte anderer Zauberer auf der Welt auch.
--- Ende Zitat ---
Magier können afaik ihre Zauber individualisieren und machen das auch häufig. In den Comics gibt es auch einige Fälle, in denen größere Gruppen von Superhelden ihre Kräfte aus derselben Quelle beziehen (Mutanten wären die bekanntesten), sehr ähnliche Superkräfte haben (Teleporter gibt es z.B. auch bei Marvel/DC wie Sand am Meer) oder gar beides (Green Lanterns/Nova Corps/Blue Beetles/Hawkpersons... momentan haben sogar Spidey und der Hulk eine regelrechte "Entourage" an hangers-on, mit identischen Kräften).
Maarzan:
--- Zitat von: Gory Roger am 7.10.2012 | 17:58 ---
Nebenbei: in meinem Crusader-Setting versuche ich die Welt so zu gestalten, dass sie das System möglichst logisch und kohärent abbildet. Also quasi "Wie sähe eine Welt aus, die nach den Mechanismen von D&D 3.5 funktioniert?". Das Ergebnis ist eine Art Meritokratie, in der solche Individuen im Rang aufsteigen, die eine große persönliche Macht/Leistungsfähigkeit zeigen, und das sind eben hochstufige Charaktere. Darum korrespondiert zumindest im wichtigsten Reich jener Welt die Stufe meistens mit dem Rang/Titel, allerdings zeigt das System auch deutlich theokratische Züge (was wiederum anders funktioniert als irdische Theokratien, da es dort im Gegensatz zu hier die Götter wirklich und nachweislich gibt und sie ihren Willen oder Unmut kundtun).
--- Ende Zitat ---
Ich würde mir das Ergebnis eher wie die griechische Götterwelt vorstellen: Heftig ächtige mit menschlichen Fehlern behaftete Individuen, die einem nicht unbedingt wirklich oder zumindest nicht immer weiterhelfen können, selbst wenn sie mal dazu aufgelegt wären, welche einem aber kräftig Ärger machen, wenn man irgendwie falsch ihre Aufmerksamkeit erweckt.
In dem Sinne würde ich weniger die Helden als Herrscher und in die zivile Hierarchie eingebunden erwarten (dafür sind sie im Clicheetypus nur selten qualifiziert) sondern eher als vorsichtig von einem Priester- oder Beamtenstab zu behandelnde Atombomben, welche im Bedarfsfall vorsichtig in Richtung Feind manipuliert werden und sonst versucht werden zufrieden und ruhig zu halten.
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