Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
"Schaden", "Treffen" und "Runden" kompletter Humbug?
Holothuroid:
Das mit den Gruppenkämpfen und der "Regelapathie" hab ich jetzt nicht verstanden. Was ist das für eine Apathie?
Es ist natürlich auch möglich, nur einen Wurf für ganze Gruppen zu machen. TORG oder FtA machen das z.B. so. Da muss man im Grunde gar nicht so viel ändern, es braucht nur eine Regel um den Schaden auf die Gruppenmitglieder runterzuverteilen.
Heinzelgaenger:
--- Zitat von: 1of3 am 19.10.2012 | 09:08 ---Die Verwirrung rührt möglicher Weise daher, wenn man gedanklich schon einen Schritt weiter ist: Es gibt kein Kampfsystem ohne Schaden, sofern man Schaden als die Gewinnvariable denkt, die bei einem gewissen Stand den Abbruch des Kampfsystems anzeigt. Die muss letztlich gar nicht mit irgendeinem Umstand in der Fiktion zusammenhängen, genauso wie kein Spielwert überhaupt eine Entsprechung in der Fiktion finden muss.
Wenn man sie aber anbinden möchte, kann man das fast beliebig tun. Charmant fand ich eine Idee für Swashbuckling-Spiel die Kleidung des Gegners zu derangieren. Heilung bestand entsprechend durch den Besuch bei Schneider und Frisör.
--- Ende Zitat ---
Deine Swashbucklingidee ist zuckersüss, aber ich bin mir nicht sicher ob wir uns verstehen:
Im HHR muss es doch die Möglichkeit geben, einen komplett "unbeschädigten" Gegner zu jeder Zeit mit einem Wurf auszustechen/zu töten/ seine Perücke zu ruinieren.
Das mag ein -lösbares- Designproblem darstellen, heisst aber nicht, dass man zwangsläufig irgendeine Art von HP-Wert benötigt, der ab einem bestimmten Wert eine Art Siegesbedingung produziert.
Holothuroid:
Zu jeder Zeit? Ich bin nicht sicher. Üblicher Weise wird der Kampf vorher schon ein Weile auserzählt. Wenns mit einem Schlag quasi in der ersten Kampfrunde weg ist, wars kein ernstzunehmender Gegner, sondern ein Mook. Wenn der Gegner in der Erzählung als ernstzunemend aufgebaut wurde, aber trotzdem abtritt wie ein Mook, empfinden wir das als Antiklimax.
Man könnte ein Initiativesystem mit Aufschlagsrecht (es greift immer nur einer an, der andere muss sich das Aufschlagsrecht erarbeiten) und einen Vorrat der jede Runde größer wird und so den letztlich eingehenden Schaden darstellt. Irgendwann wird dann der Angreifer den aufgestauten Schaden applizieren und den Gegner ausschalten. Wenn das Angriffsrecht wechselt, wechselt das angestaute Schadenspotential mit.
Hattest du meinen vorigen Beitrag gesehen?
Gummibär:
--- Zitat von: Sashael am 19.10.2012 | 08:46 ---Und die Hervorhebung (durch mich) ist eben genau NICHT realistisch. Ein konzentrierter und gezielter Angriff gegen eine Holzpuppe und ich hab ne Chance, das Ding zu verfehlen? Nicht in diesem Universum Baby! ;D
--- Ende Zitat ---
In jedem Spiel, in dem die gängige Regel "gewürfelt wird nur, wenn das Ergebnis nicht feststeht" gilt, ist dein Wunsch eh erfüllt. Manchmal wird das auch formuliert als "man würfelt nur unter Stress". Und da kann man dann über seine eigenen Füße stolpern, auch wenn der Angriff nichtmal in 2% der Fälle misslingt.
Fazit: Es wird gar nicht gewürfelt, die Aktion gelingt automatisch, deine Kritik ist unberechtigt, und zwar für fast jedes Rollenspiel. Da hast du dir jetzt selbst ins Knie geschossen. :p (Headshot ;) )
--- Zitat von: 1of3 am 19.10.2012 | 09:08 ---Zum Treffen/Schaden: Nehmen wir mal die nWoD. Ist ein Poolsystem mit Erfolgszählung. Jeder Erfolg beim Angriffswurf füllt beim Opfer ein Schadenskästchen. Bei diesem Regularium ist eine Dichotomie zwischen Treffer und Schaden nutzlos. Offenbar hat der Angreifer irgendwie gehandelt und das Opfer hinterher Schmerzen. Alles dazwischen ist gleichsam in der Blackbox.
--- Ende Zitat ---
Okay. Und was sagt das jetzt aus?
--- Zitat ---Die Verwirrung rührt möglicher Weise daher, wenn man gedanklich schon einen Schritt weiter ist: Es gibt kein Kampfsystem ohne Schaden, sofern man Schaden als die Gewinnvariable denkt, die bei einem gewissen Stand den Abbruch des Kampfsystems anzeigt. Die muss letztlich gar nicht mit irgendeinem Umstand in der Fiktion zusammenhängen, genauso wie kein Spielwert überhaupt eine Entsprechung in der Fiktion finden muss.
--- Ende Zitat ---
D.h. ich gewinne den ersten Wurf und beschreibe, wie der Gegner mir einen Kinnhaken gibt und mich damit von den Füßen fegt? Ich gewinne den zweiten Wurf und beschreibe, wie der Gegner auf mir rumspringt, während ich am Boden liege? Ich gewinne den dritten Wurf und beschreibe, dass der Gegner mich aufhebt und gegen eine Wand donnert, woraufhin ich wieder zu Boden fallen. [...] Ich gewinne den zehnten Wurf und beschreibe, dass der Gegner auf einer Bananenschale ausrutscht und sich das Genick bricht?
Ah, jetzt verstehe ich die Entscheidungskämpfe in Filmen. Wenn jemand so richtig auf die Fresse kriegt, dann heißt das gar nicht, dass er schwächer ist, sondern dann ist er gerade am Gewinnen! :(
(Die Swashbuckling Idee ist hingegen gelungen für ein cartooniges(?) Spiel.)
--- Zitat von: Einzelgaenger ---Und genauso könnten die Orks an einer so starken Allergie leiden, dass Kontakt mit den Wattebällchen einen letalen Schock auslöst.
Wäre realistisch und physikalisch plausibel - aber nicht HHR, da kein Schwein so was sehen wollte.
--- Ende Zitat ---
Sicher? ;)
--- Zitat von: Einzelgaenger ---Nö. Ganz im Gegenteil.
Und das wäre schon mal eine wichtige Voaussetzung für ein gutes Spiel, das dem HHR huldigt.
--- Ende Zitat ---
Na dann sag doch mal, wie sich das machen lässt und wo es das gibt. Nur weil etwas nicht ohne PC berechenbar ist, heißt das nicht, dass es unberechenbar ist.
--- Zitat ---Gurps schiesst sich also in den Fuss da es sie praktisch unmöglich abbilden kann ohen das die Spieler stundenlang würfeln müssten.
--- Ende Zitat ---
Das tut GURPS sicher nicht, denn auch wenn ich mit GURPS unzufrieden bin, so glaube ich doch, dass GURPS 4 ziemlich genau das erreicht, was es erreichen will. Wenn das nicht das ist, was du willst, ist das ja nicht das Problem von GURPS. ;)
--- Zitat ---Hier scheint mir, herscht eine Art Regel-Apathie.
Der HHR will spannende Kämpfe, und D&D und seine Derivate können den nicht bedienen. HP zehnteln ist keine Lösung.
--- Ende Zitat ---
Ich vermute, ich will keinen HHR. Ich fand es schon schlimm, dass bei Vampire: Die Maskerade eine Runde keine feste Zeit hatte, sondern mal 5s, mal 5 Min. dauern konnte. Trotzdem konnte man in beiden Fällen maximal 3 Blutpunkte von jemandem trinken.
--- Zitat ---Im HHR muss es doch die Möglichkeit geben, einen komplett "unbeschädigten" Gegner zu jeder Zeit mit einem Wurf auszustechen/zu töten/ seine Perücke zu ruinieren.
--- Ende Zitat ---
Aber das funktionierrt ja, wenn die HP niedrig gedeckelt werden.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Gummibär am 19.10.2012 | 15:42 ---D.h. ich gewinne den ersten Wurf und beschreibe, wie der Gegner mir einen Kinnhaken gibt und mich damit von den Füßen fegt? Ich gewinne den zweiten Wurf und beschreibe, wie der Gegner auf mir rumspringt, während ich am Boden liege? Ich gewinne den dritten Wurf und beschreibe, dass der Gegner mich aufhebt und gegen eine Wand donnert, woraufhin ich wieder zu Boden fallen. [...] Ich gewinne den zehnten Wurf und beschreibe, dass der Gegner auf einer Bananenschale ausrutscht und sich das Genick bricht?
--- Ende Zitat ---
Nein:
Ich gewinne den ersten Wurf und beschreibe, wie ich den Gegner kalt lächelnd anstarre.
Ich gewinne den zweiten Wurf und beschreibe, wie der Gegner auf einer Bananenschale ausrutscht.
Ich gewinne den dritten Wurf und beschreibe, wie die Polizei auftaucht, um den Gegner festzunehmen.
Oder aber: Ich gewinne die Würfe, aber beschreibe noch gar nichts. Es wird vollkommen ohne Beschreibung der Kampf ausgewürfelt. Derjenige, der dann ganz zum Schluss den Kampf gewinnt, darf ihn beschreiben.
Zum restlichen Post Zustimmung.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln